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Vergessen oder bisher ignoriert? Bitte denken Sie an die Frankreich-Wahl

Aber man bedenke bitte, dass auch vor der Trump-Wahl und vor der Brexit-Wahl die Lage bei Presse und Börsianern ruhig und entspannt war, weil man die allgemeine Meinung vertrat, dass „die vernünftige große Masse“ der Bevölkerung…

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FMW-Redaktion

Ja, liebe Leser, bitte denken Sie an die Frankreich-Wahl am jetzigen Wochenende, sofern sie an der Börse aktiv sind. Vor der Trump-Wahl und anderen Ereignissen hatten wir ähnliche Hinweise ausgesprochen. Wir haben auch keine besseren Umfrage-Informationen als andere Portale. Aber man bedenke bitte, dass auch vor der Trump-Wahl und vor der Brexit-Wahl die Lage bei Presse und Börsianern ruhig und entspannt war, weil man die allgemeine Meinung vertrat, dass „die vernünftige große Masse“ der Bevölkerung schon „die richtige“ Entscheidung treffen werde (jüngste Umfragen zeigen Macron mit 62% vorne).

Man kann die Szenarien vor diesen Wahlen fast 1:1 auf diese Wahl in Frankreich kopieren. Jetzt steht die Stichwahl an. Es kann also nur einer gewinnen, Macron oder LePen. Selbst Linke sagen sie würden dazu raten lieber den wirtschaftsliberalen Macron zu wählen, auch wenn der später für Arbeitsplatzabbau und Sozialkürzungen stehe. Denn sein Plus besteht für sehr viele Wähler nur darin, dass er nicht Le Pen ist! Von daher denkt man jetzt: Ja, alles wird gut, denn die kluge vernünftige Masse der Franzosen wird es doch nicht zulassen diese Verrückte zu wählen.

Wie gesagt: Genau so dachte die Masse der Beobachter auch bei Trump und Brexit. Vor allem Brokerfirmen, die ihren Kunden den Handel mit hohen Hebelwirkungen anbieten, haben diese Woche und auch heute noch kurzfristig die Margin-Anforderungen drastisch erhöht. Oft haben sich die Margin-Auslastungen der Kundenkonten durch die Anhebungen sogar verdoppelt, oder noch mehr. Das ist von Broker zu Broker unterschiedlich, da es bei synthetischen außerbörslichen Produkten im Ermessen des Brokers liegt, der diese Produkte anbietet, wie viel Risiko er seinen Kunden und seinen eigenen Büchern vor so einem Ereignis zumuten will.

Für Broker-Kunden mit offenen Positionen bedeutet das: Leute, Leute, achtet darauf, ihr könnt heute noch oder am Montag schnell aus dem Markt fliegen, weil euer Broker euch zwangsweise glattstellen könnte, wenn die Marginauslastung (der Hebel) alle vorgegebenen Grenzen sprengt. Traden Sie den Euro, den Dollar, das Pfund, oder vielleicht Dax, CAC40 etc? Jetzt haben sie noch ein paar Minuten um zu überlegen: Im Markt bleiben übers Wochenende? ALL IN? Oder sind sie abgesichert mit Optionen? Oder ganz draußen bleiben? Wir kennen den Wahlausgang auch erst nach der Wahl, von daher sehen wir es nicht als unsere Aufgabe an Ihnen Vorschläge zu unterbreiten, was sie tun sollen.

Es geht nur darum: Augen auf, und darüber nachdenken wie man sich positionieren will, oder ob man sich besser ganz vorher verabschiedet aus offenen Positionen. Es geht um Ihr Geld! Das kann am Montag bei gehebelten Positionen böse ins Auge gehen – oder auch das Konto mit guten Gewinnen voll machen, je nachdem, wie die Wahl ausgeht, und wie sie sich positionieren. So, genug gequatscht. Nachdenken, entscheiden!



25 Kommentare

25 Comments

  1. Avatar

    gerd

    5. Mai 2017 16:57 at 16:57

    Ob es da wohl hinsichtlich der Umfrageergebnisse gewaltige Unterschiede gab?
    Jetzt 62 zu 38! Und bei den von FMW erwähnten?
    Da bietet ja die Wahl in Schleswig-Holstein noch mehr Überraschungspotential.

    Ich hoffe auf einen fetten Wahlsieg Macrons und einen dicken Hüpfer beim DAX.
    Dann werde ich als Aktienanbeter wieder mal Fremdgehen und einen weiteren Seitensprung auf die Shortseite machen.

    • Avatar

      PK

      5. Mai 2017 17:34 at 17:34

      der Wahlsieg Macrons ist längst antizipiert. Es wird Montag nichtmal einen Hüpfer geben. Wenn man das shorten will, dann heute.

      • Avatar

        gerd

        5. Mai 2017 17:52 at 17:52

        Sehr gut. Sie haben in einem Satz geschrieben, wozu ich eine halbe Stunde brauche. Siehe meinen Folgebeitrag.

    • Avatar

      verinet

      5. Mai 2017 18:04 at 18:04

      Macron wird gewinnen das weiß mittlerweile aber auch jeder und setzen auf den fetten Hüpfer am Montag….ich würde raten bis 10:00 aus dem Markt zu sein und den kleinen Hüpfer mitzunehmen

  2. Avatar

    gerd

    5. Mai 2017 17:53 at 17:53

    FMW:
    „…denn die kluge vernünftige Masse“
    Die Masse ist aber nicht klug und vernünftig – denn sonst wäre die Masse reich. Und gerade und genau deshalb erwarte ich ohne den geringsten Zweifel einen Sieg Macrons. Aus Unvernunft wählen die meisten Menschen den Weg, der ihnen langfristig überhaupt nicht gut bekommt.

    Da ich glaube, dass auch die Masse der Börsianer (fälschlicherweise) Herrn Macron als für die Mehrheit der Franzosen beste Wahl ansehen – so wie die Umfragen es tun, und ich auch, und FMW auch – haben sich die Börsianer „natürlich“ long positioniert.
    FMW gibt zu bedenken, dass es eine böse Wahlüberraschung geben könnte. Ich glaube das nicht. Aber ich kann mir gut vorstellen, dass die Kurse aufgrund der auf long getrimmten Erwartungshaltung anschließend trotzdem fallen.

    Deshalb habe ich gerade schon einen Seitensprung vollzogen. Kann sein, dass ich meine Affaire am Montag noch vertiefe. Ich hoffe, es wird keine verhängnisvolle Affaire.

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      columbo

      5. Mai 2017 18:37 at 18:37

      Genau, die Börsianermasse ist nicht klug, sonst wäre sie reich. Der Dax ist gerade bei 12.780. Wer steigt denn da eigentlich long ein? Das wär mir so zu blöd(als Nichtrader), da ich mich noch mehr ärgern würde, daß ich nicht bei 10.000 eingestiegen bin.

      • Avatar

        gerd

        5. Mai 2017 18:54 at 18:54

        Und wie wärs dann mal mit ner kurzen Affaire mit ner Verkaufsoption?

        „Na Puppe, wie wärs mit uns beiden?“
        „Zisch ab, du Knilch!“
        Ich glaub, dass kam damals von Woody Allen.

    • Avatar

      Michael

      5. Mai 2017 20:41 at 20:41

      @gerd
      Für diesen tiefschürfenden Artikel haben Sie eine halbe Stunde benötigt?
      Fazit: Die Masse der Menschen ist unklug und unvernünftig, ebenso die der Börsianer. Einige Wenige sind also klug und vernünftig.
      Da schreibt meine 12-jährige Tochter bessere Aufsätze auf höherem Niveau.

      Gewinnt Macron klar, ist das bereits eingepreist, und es kann nur zu stagnierenden bis fallenden Kursen kommen.
      Gewinnt Macron nur knapp, oder gewinnt sogar Le Pennerin, kommt der freie Kursfall.
      Das ist der Unterschied von Europa zu Wonderland. Dort werden z. B. Zinserhöhungen jahrelang eingepreist, ständige Enttäuschungen dahingehend ignoriert, jeder Strohhalm zum weiteren Aufblasen der Heißluftblase benutzt.

      • Avatar

        Mulinski

        5. Mai 2017 21:55 at 21:55

        „gewinnt sogar Le Pennerin“ Die arme 12 jährige Tochter, bei einem Vater der mit wie viel Jahren stehen geblieben ist?

        • Avatar

          Michael

          9. Mai 2017 22:32 at 22:32

          @Mulinski
          Den Begriff hat meine arme Tochter ohne mein Zutun selbst geprägt und aus der Schule mit nach Hause geschleppt. Ich bin dennoch stolz, dass sie mich bereits mit ihren zarten 12 Jahren geistig überholt hat, wie auch so manchen Kommentator hier in diesem Forum.

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    PK

    5. Mai 2017 18:26 at 18:26

    Gerd, ich bin ja selten short, aber heut bin ichs auch.
    Werde aber den größten Teil der Shorts heute mit der Schlussglocke 22Uhr am Fdax plazieren, da kann es nochmal einen Panikspike der shorts geben.
    Die Stimmung ist nun eindeutig desolat auf der Shortseite und man geht am besten dann rein, wenn die Schmerzen dieser Seite maximal geworden sind.

    • Avatar

      gerd

      5. Mai 2017 18:36 at 18:36

      Jetzt bitte für mich zum Verstehen:

      Shorts zum Handeslschluss/Panikspike der shorts
      Da steckt welche Erwartung hinter?
      Heute Abend x-Punkte tiefer als jetzt?

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      Wolfgang M.

      6. Mai 2017 08:17 at 08:17

      Da werden Sie wohl Recht bekommen. Aus Angst vor einer montäglichen Short Squeeze, sind bestimmt viele Shorties noch kurz vor dem Wochenende ausgestiegen und der Markt stieg, wie es kaum einer für möglich gehalten hätte. Ich bin auch sehr ungern short (aus leidiger Erfahrung (2000, 2015, jeweils zu früh, bis das Pulver verschossen war) aber jetzt scheint sich das Szenario in Richtung Korrektur zu bewegen. Auch wenn es im Herbst noch in weitere Höhen gehen könnte: Aus einem einfachen Grund. Der Dax hat sich ziemlich rasch von der 200-Tagelinie entfernt (über 15 %). Wenn man die Historie des Dax bis 1987 verfolgt, hat er so einen Abstand stets korrigiert -auch, wenn es dann noch einmal hoch ging. Ich glaube nämlich nicht, dass die großen Investoren (BlackRock, Vanguard, Fidelity) noch lange in Märkte investieren, die eine solche Divergenz aufweisen, das wissen deren Algorithmen auch. Deshalb scheint mir aus technischer Gründen der Dax langsam reif für eine Korrektur, immer unter Berücksichtigung des Spruches von Isaac Newton…..! Gruß

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    PK

    5. Mai 2017 18:51 at 18:51

    ich meinte, daß die Angst der Shorts vor dem Wahlausgang nochmal verstärkt zu einem Glattstellen der Positionen im Fdax führen könnte. = Aufwärtsdruck in den letzten Minuten.
    Aktuell hab ich den Eindruck, daß da einige große Positionen am Terminmarkt falsch liegen. Und die werden wahrscheinlich vor dem WE covern müssen.
    Aber sicher ist nichts, darum wart ich nicht mit der kompletten Position bis zum Schluss. Ich möchte jedenfalls short ins WE gehen.
    Schönes WE !

    • Avatar

      gerd

      7. Mai 2017 09:44 at 09:44

      Das hat ja gut funktioniert, PK, kurz vor 22Uhr.
      Und doch beschleicht mich das Gefühl, dass es morgen nicht nur einen Hüpfer geben könnte sondern sich der DAX im Wochenverlauf jenseits der 13000 festsetzt.
      Oder es gibt nicht mal einen Hüpfer. Oder … wir warten einfach ab.

      • Avatar

        PK

        7. Mai 2017 11:17 at 11:17

        „Das hat ja gut funktioniert, PK, kurz vor 22Uhr.“
        ist wie gesagt ein absolut typisches Verhalten für einen Trend-Tag im FDax, wenn eine der Seiten schon den ganzen Tag am bluten ist, dann werden sie in den letzten Minuten geschlachtet. Die Shorts warten den ganzen Tag auf ein Wunder, und am Ende, wenn die Margin auf Overnight umgestellt wird werden sie einfach rausgekickt. Und das waren auch durchaus große Player, die da geblutet haben.

      • Avatar

        PK

        7. Mai 2017 11:19 at 11:19

        P.S. Man muss lernen an den Schmerzen der anderen zu verdienen.
        Ich weiss auch nicht, wie die Wahlen ausgehen, aber rein vom Sentiment her denke ich passt Short schon auf Sicht 1 Woche.

      • Avatar

        vogel

        7. Mai 2017 13:13 at 13:13

        @Gerd&PK
        Hat zwar nicht direkt mit der Frankreich-Wahl zu tun haben, dieses bekannte Muster läßt aber aufhorchen:
        „Die nächste Krise?
        Kanada erlebt Subprime-Moment“… http://www.n-tv.de/wirtschaft/Kanada-erlebt-Subprime-Moment-article19825735.html

  5. Avatar

    karibik

    6. Mai 2017 10:54 at 10:54

    Was glauben Sie wen die Menschen in der französischen Karibik wählen? Hat das einen großen Einfluss auf die Wahlen? Spannend wird es sicher. Wenn die Börse mitspielt kann ich mir sicher bald diesen Urlaub dann leisten : http://www.karibikreisen24.de/franzoesischen-antilleninseln/reiseinformation/die-franzoesischen-antilleninseln.html

    Ab auf die französischen Antillen…..

    LG

  6. Avatar

    gerd

    7. Mai 2017 20:04 at 20:04

    Na bitte, 65 zu 35 laut 1. Hochrechnung.
    Kommt doch alles, wie erwartet. Oder sogar noch krasser.
    Das Schicksal nimmt jetzt seinen Lauf.

    • Avatar

      gerd

      7. Mai 2017 20:18 at 20:18

      Lang und Schwarz hatte um 19Uhr den DAX schon mit 12.870 berechnet. Gegen 17Uhr stellten sie ihn sogar schon bei 12900.
      Da kommt morgen demnach doch noch ein zusätzlicher Freudenhüpfer wegen Frankreich auf.
      Und schon drohen meine guten Vorsätze von heute Nachmittag – angesichts der guten Kommentarratschläge – in Vergessenheit zu geraten.

      • Avatar

        gerry

        7. Mai 2017 21:59 at 21:59

        Kannst du mir sagen, wo man den L&S-DAX nachschauen kann (19 Uhr bei 12.870) ? Auf der Internetseite von L&S kann ich da jedenfalls nichts finden…
        Danke im voraus für die Antwort !

      • Avatar

        Robert14021984

        7. Mai 2017 23:32 at 23:32

        servus Gerd,

        woher hast du denn diese Infos dass der dax bei mindestens 12900 punkte eröffnet ?

        • Avatar

          gerd

          8. Mai 2017 07:37 at 07:37

          Hatte ich erst auf die
          „falsche“ Seite gestellt:
          Die DAX-Indikation von L u. S sehe ich mir hier an:

          https://www.comdirect.de/inf/aktien/detail/chart.html?timeSpan=1D&ID_NOTATION=14734849

          Sonntags von 17 -19 Uhr Kurse werden dort Kurse auch für die Einzelaktien gestellt. DAX war da gestern um 17Uhr bei 12913 (also noch vor der ersten o f f i z i e l l e n Hochrechnung), um 19Uhr bei 12871. Heute Morgen etwas tiefer.

          • Avatar

            klack

            8. Mai 2017 08:01 at 08:01

            Auf http://www.ig.com kann man die Dax-Indikationen ab 9°° früh am Sonntagmorgen sehen ,ich schau mir immer zuerst deren Dax-Indikation an und such ich mir dann die Presseinformationen ,die zu der jeweiligen Kursentwicklungen passen.

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Klarer Trend: Die Risiken nehmen weltweit zu – Werbung

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Lieber Börsianer,

was ist in dieser Frage eigentlich Ihre Meinung? Wird die Welt, wird unser Lebensumfeld nicht pausenlos gefährlicher? Denken Sie einmal an den Klimawandel oder an die Corona-Pandemie! Oder stellen Sie sich einmal vor, in Deutschland fällt das Internet nur für zwei Stunden aus? Die Konsequenzen für unser digitalisiertes Leben wären verheerend. In den Städten würden die Verkehrsleitsysteme kollabieren, viele Ampelanlagen würden nur noch blinken, um nur zwei Beispiele zu nennen.

Tatsächlich aber ist unser Leben nicht gefährlicher als früher. Auch zu Kaisers Wilhelms Zeiten kannte die Menschheit schon Naturkatastrophen, Finanzkrisen oder etwa Krieg und auch Terrorismus.

Trotzdem haben wir in den letzten Jahren einen fundamentalen Wandel erlebt, der für uns alle, für Unternehmen und sogar für Staaten eine neue bisher unbekannte Risikodimension bedeutet.

Ein plattes Beispiel: Wenn vor hundert Jahren der Busch in Kalifornien brannte, was er auch damals schon tat, wurden einige Blockhütten vernichtet. Wenn dort heute Waldbrände wüten, sind Städte und große Unternehmensanlagen im Milliardenwert bedroht. Und das ist der springende Punkt: Die Gefahr war immer schon da, nur das Risiko des erheblichen Vermögensverlustes war weit geringer.

Heute sind durch eine Wetterkatastrophe, eine Pandemie oder auch eine Finanzkrise immer gleich Milliardenwerte bedroht. Vor diesem Hintergrund haben sich schon Ende des vergangenen Jahrhunderts Dienstleister oder Unternehmen mit der Risikoanalyse befasst. Ein bekanntes Unternehmen dieser Branche ist etwa der US-Risikoanalyst Moody´s, der sein Geld vorwiegend in der Finanzbranche verdient. Daneben bieten Unternehmen wie SAP, Oracle oder IBM verschiedene punktuelle Risikomodelle für Ihre Unternehmenskunde an.

Alle diese Unternehmen rechnen US-Investoren dem „Global Risk Market“, also dem Markt für Risikoanalyse zu. In Europa ist dieses spannende Segment leider noch wenig bekannt und etwas unterbelichtet. Das ist schade, denn dieses Segment wächst seit Jahren ganz erheblich und vor allem sehr stetig, wie Sie sich sicherlich ausmalen können.

Warum diese Aktie praktisch immer steigt

Mein persönlicher Favorit aus diesem Marktsegment ist ein US-Unternehmen, dass seine Wurzeln ursprünglich in der Versicherungsbranche hat. Damals schlossen sich die großen US-Versicherer und Warren Buffett zusammen, um quasi eine eigene Risikoabteilung zu gründen, da Versicherungsrisiken zunehmend schwieriger zu kalkulieren waren. Das Unternehmen sammelte zunächst Daten und entwickelte schließlich ein einzigartiges Prognosemodell, damit Versicherungsrisiken prognostizierbar wurden.

Heute arbeitet der Risikoanalyst auch für Banken und zählt ausnahmslos alle westlichen Kreditkarten-Unternehmen zu seinen Kunden. Wir alle haben in der Finanzkrise erfahren, was passiert, wenn Finanzdienstleister ihre…..

Wollen Sie meine komplette Analyse lesen?

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Tesla: Elon Musk enttäuscht, Aktie fällt – bald schon Schnee von gestern?

Claudio Kummerfeld

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Innenansicht eines E-Autos von Tesla

Gestern gab es neben der Hauptversammlung auch den so groß erwarteten „Battery Day“ bei Tesla (hier dazu der gestrige Video-Kommentar eines Analysten). Kurz gesagt: Es war eine Enttäuschung. Analysten erwarteten für gestern von Tesla die Verkündung einer Batterie, die 10 Jahre oder länger halten könnte. Und es wurden konkrete Ziele für Kostensenkungen erwartet.

Tesla-Chef Elon Musk enttäuscht

Was Elon Musk verkündete, war einmal mehr gut verpackt seine Art von Marketing. Etwas Großes und Wundervolles ankündigen, was sich beim genaueren Hinschauen doch eher als Luftnummer entpuppt, als weit entfernter Traum, der noch gar nicht konkret greifbar ist. Genau so könnten BMW oder VW ihre neuesten noch weit entfernten E-Auto-Pläne hier und heute als Sensation verkaufen. Tesla will nämlich ein E-Auto für 25.000 Dollar bauen. Man versprach in den nächsten Jahren die Batteriekosten mit neuen Technologien und Verfahren um die Hälfte zu reduzieren, und so ein erschwingliches E-Auto anbieten zu können. Aber, so Elon Musk, die Voraussetzung für ein 25.000 Dollar-Auto von Tesla sei nun mal die drastische Kostensenkung bei den Batterien, und das könne man erst in drei Jahren erreichen!

Was für eine Enttäuschung. Die Tesla-Aktie verlor am gestrigen Handelstag 5,6 Prozent, und dann ab 22 Uhr nachbörslich nochmal 6,9 Prozent. Dieses nachbörsliche Minus hat sich abgeschwächt auf aktuell nur noch -4,8 Prozent, und jetzt in der ganz frühen Vorbörse liegt die Aktie bei 403 Dollar.

Tesla-Chef Elon Musk sagte gestern auch, dass es dem Unternehmen in 2020 sehr gut gehe. Man werde trotz schwieriger Umstände wahrscheinlich ein Wachstum zwischen 30-40 Prozent hinlegen. Tesla halte am Jahresziel fest, rund 500.000 E-Autos zu verkaufen. Das wäre eine Steigerung von 36 Prozent im Jahresvergleich. Und das in einer Zeit, wo die „alten“ Autohersteller arg unter der Coronakrise leiden.

Zur großen Tesla-Show gehört wohl auch, dass sich Elon Musk wie gestern geschehen von seinen Fans (die natürlich auch Aktionäre sind) per Hupkonzert abfeiern lässt. Denn HV/Battery Day fanden Corona-bedingt auf einem Open Air-Gelände statt, wo die Anwesenden in ihren Tesla-Autos saßen, und die Tesla-Offiziellen oben auf einer Bühne standen. So eine Show sieht man bei den staubigen Veranstaltungen von Daimler, BMW und Co wohl nicht. Es mag wohl auch dieses hippe, jugendliche Spaß-Image sein, dass Tesla den Erfolg bringt – sei es auch nur ein gefühlter Erfolg.

Blick auf die Aktie

Wird die Tesla-Aktie diesen aktuellen Rückschlag wegstecken? Gut möglich. Denn man schaue auf den folgenden Chart. Man sieht hier den Kursverlauf der Aktie seit Mai – hier wurde der jüngste Aktiensplit schon voll berücksichtigt. Seit Mai gab es einen Anstieg in der Tesla-Aktie von 163 auf über 500 Dollar. Dann der jüngste Rückschlag auf 330 Dollar, wo alle Welt schon an den großen (längst überfälligen?) Crash der Aktie glaubte. Und jetzt sind wir wieder bei 400 Dollar. Man sollte die streng gläubige Gefolgschaft von Elon Musk nicht unterschätzen.

Chart zeigt Kursverlauf der Tesla-Aktie seit Mai

Hier in voller Länge von gestern die Hauptversammlung mit „Battery Day“ von Tesla, die mehr als 270.000 Menschen live verfolgten.

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Aktien

Markus Koch im Interview mit Dr. Jens Ehrhardt – Markt war überkauft

Redaktion

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Von

Markus Koch spricht im folgenden aktuellen Interview mit Dr. Jens Ehrhardt über die aktuelle Börsenlage. Dr. Ehrhardt ist der Meinung, dass die Börse zuletzt überkauft war, und dass die Kurse deswegen gerade zurückkommen. Das Thema Optionen spielt dabei eine wichtige Rolle. Angesprochen werden im Interview technische wie auch fundamentale Faktoren.

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