Devisen

Vergessen Sie Euro-Dollar – Euro-Yen ist das neue Spiel

Von Markus Fugmann

Die Citigroup ist der größte Devisenhändler der Welt – und genießt in der Branche in diesem Bereich einen hevorragenden Ruf. Zu Recht. Bei der Citit arbeiten Querdenker, die dem Mainstream zumeist belustigt gegenüber stehen – und ihr „eigenes Ding“ machen. Nun sagen die Strategen der Citi: vergesst Euro-Dollar, interessanter ist Euro-Yen.

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Das hat sich bereits gestern gezeigt nach dem Nein-Votum: Euro-Yen verlor deutlich stärker als Euro-Dollar. Der Yen gilt als sicherer Hafen – was er faktisch nicht ist, aber sei´s drum. Relevant hierbei ist, dass japanische Investoren in unruhigen Zeiten ihre Auslandsinvestitionen zurück fahren – und so faktisch als Yen-Käufer auftreten, wenn sie bestehende Positionen auflösen und wieder in die heimische Währung tauschen.

Hinzu kommt: Hedgefonds haben ihre starke Short-Positionierung im Euro, aber auch im Yen zurück gefahren in den letzten Wochen. Dadurch reduziert sich das Risiko eines Short-squeezes, sprich es gibt wenig Gefahr für Short-Eindeckungen, die dann zu steigenden Kursen führen. Euro-Yen ist weitgehend unabhängig von den Entscheidungen der Fed – etwa ob sie die Zinsen anhebt oder eben nicht. Denn möglich ist, dass die Fed die Füsse noch lange still halten wird, und das wäre ein Belastungsfaktor für den Dollar.

Wer dagegen davon ausgeht, dass den Märkten turbulente Zeiten bevorstehen mit starker Risikoaversion, sollte daher mal einen Blick auf dieses Währungspaar werfen. Die Vergangenheit hat nämmlich gezeigt, dass die Citi mit ihren Währungsspekulationen einen sehr guten Riecher hat.



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