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Vermeintlicher BVB-Attentäter festgenommen: Er zockte mit Put-Optionen auf den fallenden Kurs der BVB-Aktie – unglaubliche Details!

Der nun festgenommene (immer noch vermeintliche!) BVB-Attentäter hatte doch tatsächlich kurz vor dem Sprengstoffanschlag Put-Optionsscheine auf die BVB-Aktie erworben. Er hoffe somit durch den Bombenanschlag auf ein Abrutschen des Aktienkurses…

Redaktion

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FMW-Redaktion

Die Story klingt eigentlich so schlecht, dass sie kaum stimmen kann. Aber der Generalbundesanwalt hat diesen Text heute früh so im Original veröffentlicht, von daher ist es kein nachgezogener Aprilscherz. Der nun festgenommene (immer noch vermeintliche!) BVB-Attentäter hatte doch tatsächlich kurz vor dem Sprengstoffanschlag Put-Optionsscheine (vereinfacht gesagt Wetten auf fallende Aktienkurse) auf die BVB-Aktie erworben. Er hoffte somit durch den Bombenanschlag auf ein Abrutschen des Aktienkurses, damit die Put-Optionen drastisch im Wert zulegen. Ist es zu glauben? Kann man das wirklich glauben, dass ein Mensch so etwas macht, deswegen? Anscheinend lautet die Antwort JA. Wie aus der Veröffentlichung hervorgeht, nahm der 28 Jahre alte Beschuldigte Deutsch-Russe Sergej W. bei seiner Bank einen normalen Konsumentenkredit auf, und kaufte damit die Put-Optionsscheine.

Und nicht nur das. Er stellte sich anscheinend mehr als dilettantisch an. Er buchte sich in das Mannschaftshotel des BVB ein, und orderte die Optionsscheine online über die IP-Adresse des Hotels. Auch fiel der vermeintliche BVB-Attentäter auf, weil die Ermittler anscheinend einen Hinweis aus dem Derivatesektor erhielten. Möglicherweise haben sich, so spekulieren wir jetzt mal, Emittenten von Optionsscheinen auf die BVB-Aktie angeschaut, wer da vor dem Attentat auffällige Volumen an Puts kaufte. Da gab es wohl einen aufmerksamen Beobachter! Denn der Kauf der Scheine erfolgte am Anschlagstag! Ebenso gab es seitens einer Bank eine Geldwäscheverdachtsanzeige. Unglaublich, dass aus dieser Ecke auch mal in Deutschland ein wichtiger Hinweis zur Aufklärung eines Verbrechens kommt – das muss man ja fast schon als Novum bezeichnen!

Hier auszugsweise der Originalwortlaut vom Generalbundesanwalt von heute früh:


1. Der Beschuldigte erwarb am 11. April 2017 15.000 Verkaufsoptionen (sogenannte Put-Optionen) in Bezug auf die Aktie von Borussia Dortmund. Die Papiere haben eine Laufzeit bis zum 17. Juni 2017. Der Kauf der Optionen erfolgte über die IP-Adresse des Hotels L’Arrivée. Die Optionsscheine finanzierte Sergej. W über einen am 3. April 2017 aufgenommenen Verbraucherkredit.

Der Käufer von sogenannten Put-Optionen spekuliert auf fallende Kurse. Put-Optionen berechtigen ihren Inhaber, innerhalb eines bestimmten Zeitraums hier: bis zum 17. Juni 2017 eine festgelegte Menge hier: 15.000 Stück eines bestimmten Wertpapieres hier: die Aktie von Borussia Dortmund zu einem im Voraus festgelegten Preis zu verkaufen. Die Höhe des Gewinns hängt von der Höhe des Kursverlustes ab. Bei einem massiven Verfall der Aktie von Borussia Dortmund hätte hier der Gewinn nach vorläufigen Berechnungen ein Vielfaches des Einsatzes betragen. Mit einem erheblichen Kursverfall wäre zu rechnen gewesen, wenn in Folge des Anschlags Spieler schwer verletzt oder gar getötet worden wären.

2. Der Beschuldigte war wie die Mannschaft von Borussia Dortmund auch Gast des Hotels L’Arrivée. Er hatte dort bereits am 9. April 2017 ein Zimmer im Dachgeschoss des Hotels mit Blick auf den späteren Anschlagsort bezogen.

Der Beschuldigte hatte bereits Mitte März ein Zimmer für den Zeitraum vom 9. bis 13. April 2017 sowie für den Zeitraum vom 16. bis 20. April 2017 gebucht. Die Termine umfassten beide Begegnungen der Champions League zwischen Borussia Dortmund und AS Monaco. Zum Zeitpunkt der Buchung stand allerdings noch nicht fest, an welchem der beiden Termine das Heimspiel in Dortmund stattfinden wird.

3. Die drei Sprengsätze waren über eine Länge von 12 Metern in einer Hecke entlang der Fahrstrecke des Mannschaftsbusses angebracht. Die Sprengwirkung der Sprengsätze war auf den Bus ausgerichtet. Die Sprengsätze wurden zeitlich optimal gezündet. Der vordere und der hintere Sprengsatz waren in Bodennähe platziert. Der Mittlere befand sich in einer Höhe von etwa einem Meter. Damit war er zu hoch angebracht, um seine Wirkung voll entfalten zu können. Die Sprengsätze waren mit Metallstiften bestückt. Die Metallstifte sind etwa 70 mm lang, haben einen Durchmesser von 6 mm und ein Gewicht von etwa 15 g. Ein Metallstift wurde noch in einer Entfernung von 250 Meter aufgefunden. Die Zündung erfolgte nach derzeitigem Erkenntnisstand für jeden Sprengsatz separat über eine funkausgelöste elektrische Schaltung. Zur Art des verwendeten Sprengstoffs liegen noch keine gesicherten Erkenntnisse vor.


Abseits der Attacke selbst stellt sich aus Börsianersicht in diesem Fall die Frage: Hatte Sergej W. denn überhaupt Erfolg mit seinen perfiden Plan? Der Optionsschein-Kauf erfolgte am Anschlagstag dem 11. April. Zum Attentats-Zeitpunkt lag die Aktie bei 5,65 Euro. Am Folgetag stieg der Kurs sogar noch auf 5,77 Euro. Durch das schlechte Abschneiden im Champions League-Spiel fiel die Aktie dann am 13. April, also zwei Tage nach dem Anschlag auf 5,40 Euro. Wenn man nun annimmt, dass die Mannschaft des BVB aufgrund des Anschlags das Spiel verlor, so erzielte der BVB-Attentäter theoretisch einen Erfolg von 0,25 Euro pro Aktie oder 4,42%. Der Optionsschein reagiert aufgrund seiner Hebelwirkung deutlich stärker, wird also je nach genauer Spezifikation deutlich mehr prozentualen Gewinn gebracht haben. Aber mal ehrlich: Der Attentäter dachte wohl er könne durch tote BVB-Spieler die Aktie so richtig brutal zum Absturz bringen. Das ist ihm nicht gelungen, wohl auch, weil laut Generalbundesanwalt der Anschlag nicht mal ansatzweise funktionierte wie offensichtlich gewünscht. Heute Mittag gibt es eine Pressekonferenz, dann erfahren wir alle wohl noch mehr Details zu diesem unglaublichen Anschlag.

Die Aktie eröffnet heute früh übrigens mit einem Plus von 2%.


Der Verlauf der BVB-Aktie seit dem 7. April.

26 Kommentare

26 Comments

  1. Avatar

    FRat

    21. April 2017 09:56 at 09:56

    Was für ein Optionsschein hätte dass denn sein müssen, damit die drei bekanntgegebenen Daten: 15.000 Scheine für 78.000€ und 4 Millionen Gewinn zustande kommen würden? Da passt doch irgendetwas nicht, oder?

    • Avatar

      PhilippBerlin

      21. April 2017 11:05 at 11:05

      Die Rechnung kommt mir auch irgendwie krumm vor…

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      Gerd

      21. April 2017 11:12 at 11:12

      Sehr gut, FRat :
      Wenn eine Aktie bei 5Euro notiert, kann sie maximal fallen auf 0.
      Meiner Meinung nach gibt es also keine Option, die höher steigen könnte als eben max 5 euro.
      Das hieße 15000 Optionen bringen maximal einen Erlös von 75000Euro. Nach Abzug von Steuern bleiben keine 60000. Was anderes wäre, ich hätte 15000Euro eingesetzt und lediglich 0,10Euro bezahlt pro Stück.
      Aber selbst dann käme ich nur auf 750000Maximalgewinn.
      Vielleicht kann uns einer von den freilaufenden Bären unseren Denkfehler entdecken helfen. Hey, Walter Schmidt, aber auch andere, Sie wissen das doch!
      Obwohl, das musste eigentlich jeder wissen.

      • Avatar

        PhilippBerlin

        21. April 2017 11:33 at 11:33

        Aber muss es wirklich ein Optionsschein der DZ Bank gewesen sein?

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    Berti

    21. April 2017 10:58 at 10:58

    Auf jeden Fall von der DZ Bank, da die als einzigster Anbieter auf die BVB Aktie angeboten haben

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      PhilippBerlin

      21. April 2017 11:01 at 11:01

      Ist es auf jeden Fall das Produkt der DZ Bank? Wissen Sie welches genau? Bzw. welche anderen Produkte hätte er noch handeln können?

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      PhilippBerlin

      21. April 2017 11:02 at 11:02

      Ist es auf jeden Fall das Produkt der DZ Bank? Wissen Sie welches genau? Bzw. welche anderen Produkte hätte er noch handeln können??

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    FRat

    21. April 2017 11:24 at 11:24

    Ich vermute, dass die 78.000€ einfach falsch sind. Mit den Hochrisiko Scheinen bei Put-Optionen ist mit 15.000 Stück ein Gewinn von 4 Millionen zu realisiseren, der Einkaufspreis beträgt jedoch nur wenige Cent pro Option.

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      Gerd

      21. April 2017 11:48 at 11:48

      Das hilft auch nicht, dennr mit 15000 STÜCK kann man nun mal nicht mehr als max. 15000x5Euro verdienen – selbst wenn Sie 1Mio einsetzen wollen würden.
      Man kann aber gar nicht mehr einsetzen als 78000. Das entspricht nämlich 15000×5,20EuroAktienkurs.

      Geht das mit ETFs oder CFDs? Liebe Mitleser. Da habe ich nämlich keine Ahnung von?

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        FRat

        21. April 2017 12:04 at 12:04

        Doch, das geht. Der Leverage beträgt bei Optionsscheinen nämlich mögliche 4-6000%, oder?

        • Avatar

          Gerd

          21. April 2017 12:28 at 12:28

          Klar, es gibt enorme Hebel – aber auch bei einer 5Euro-Aktie?
          Angenommen ich hätte o,o1Euro für die Option bezahlt. (Dann hätten mich die 15000 Stück nur 150euro gekostet).
          Falls die 5euro Aktie auf 0,00 geht werden aus 0,01Euro 5Euro sicher das ist toll. aber bei 15000Stück habe ich dann trotzdem nur 75000 auf dem Konto.

          Anders wäre eine Call-Option. Basis 100Euro, die nur 0,01Euro kostet. Steigt die Aktie nun recht schnell auf auf 200, dann kostet die Option 100Euro. Und das mal 15000 sind 1,5Mio.

          Es hilft nicht, wir beide werden es nicht auflösen.
          Da stimmt was an den uns zugänglich gemachten Informationen nicht. Da ist was falsch. Oder ist da was faul?
          Also viele Grüße

          • Avatar

            FRat

            21. April 2017 13:04 at 13:04

            Danke für den Austausch, ja die Rechnung geht so nicht auf. Erste Portale korrigieren die 4 Millionen auch nach unten, bei manchen sind die 78.000€ auch schon verschwunden.

            Bin leider Laie, nehmen wir an der Täter kauft die niedrigsten Optionsscheine: 7 Cent, Kurs fällt unter 3,60€ –> Was kommt da als Maximalgewinn raus?

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    Berti

    21. April 2017 11:27 at 11:27

    Nein, weiss ich nicht. Aussage bei HR INfo(Nachrichtensender des Hess. Rundfunk), das auschl. die DZ Bank Optionsscheine auf die Dortmund Aktie angeboten haben und auch die DZ Bank auffällige Transaktionen gemeldet hat

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    Gerd

    21. April 2017 11:55 at 11:55

    Kompliment für diese Fragestellung, FMW:
    „Die Story klingt eigentlich so schlecht, dass sie kaum stimmen kann. .Der..festgenommene ..hatte doch tatsächlich kurz vor dem Sprengstoffanschlag Put-Optionsscheine..gekauft. ..Ist es zu glauben? Kann man das wirklich glauben, dass ein Mensch so etwas macht, deswegen?….“
    Ich kann es nicht glauben!
    Nicht unter den veröffentlichten Bedingungen. So dumm ist kein Mensch – schon gar nicht ein Elektrotechniker, der komplizierte Sprengsätze bauen kann.

    Zusätzlich zu dem, was hier bereits geschrieben steht:

    Aus dem WDR-Studio Dortmund hieß es:
    –Er hätte die Rezeption gebeten, ihn in einem anderen Zimmer unterzubringen, nachdem er feststellen musste, dass seines zur Waldseite zeigte. Er wollte natürlich eines zur Straßen/Parkplatzseite.
    –Nach dem Anschlag wären alle Gäste aufgeregt diskutierend unterwegs gewesen. Er wäre auffällig ruhig und unbeteiligt abseits gestanden.
    Gehts noch blöder?
    Mal abgesehen davon, dass ein denkender Mensch die Fernzündung nicht vom Mannschaftshotel machen würde, sondern still und heimlich aus der Botanik heraus.

    Jetzt müsste der Bundesanwalt nur noch schreiben, dass der Festgenommene für die Zündung sein eigenes angemeldetes Vertragshandy benützte – dann wäre 100% klar, dass der Verfassungsschutz der eigentliche Täter war. Theoretisch könnte ja auch eine Verschwörung dahinterstecken, deshalb folgt jetzt eine sog. Verschwörungstheorie:

    Am 8.4. ermordete ein Moslem in Schweden mit einem LKW einige Menschen. Das Thema war sofort aus der Berichterstattung verschwunden, als am 11.4 der BVB-Anschlag passierte. Tagelang wurde nur über den BVB berichtet. Inklusive Beileidsbekundungen von sämtlichen hochrangigen Politikern.
    Gestern Abend ein Anschlag in Paris. Und wie es der „Zufall“ will, kommt heute die Auflösung im BVB-Drama – und Paris interessiert keinen mehr.

    Übrigens ist das nicht das erste Mal auffällig.
    Folgten nicht dem Anschlag in St Petersburg sofort die Giftgastoten, die man dem Assad unterschieben wollte?

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    MK

    21. April 2017 12:54 at 12:54

    Hallo Gemeinde,

    es war der hier
    DG7MN5
    Am 11.4.2017 wurde 15.000 Stück zu einem Kurs von 0,009 gekauft.
    Das zeugt von einem IQ von ca 50 also reicht gerade zum Zähneputzen wenn überhaupt.

    • Avatar

      MK

      21. April 2017 12:59 at 12:59

      und damit hätte man niemals 4 Mio. Euro Gewinn erwirtschaften können.
      Max. 50000 Euro. Also irgend etwas kann in den Aussagen nicht stimmen, sollte
      es wirklich der Schein gewesen sein.

  7. Avatar

    Columbo

    21. April 2017 12:56 at 12:56

    „Put Optionen“,“Auf fallende Kurse wetten“, Begriffe, die jetzt in aller Munde sind. Der Briefträger, die Verkäuferin im Brotladen wissen jetzt, wie das geht.
    Mein Friseur hat mir das heute ausführlich erklärt, obwohl
    er eigentlich nichts verstanden hat. Aber er beginnt sich jetzt für die Börse zu interessieren.

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    gerd

    21. April 2017 13:39 at 13:39

    @FRat:
    „Bin leider Laie, nehmen wir an der Täter kauft die niedrigsten Optionsscheine: 7 Cent, Kurs fällt unter 3,60€ –> Was kommt da als Maximalgewinn raus?“

    Sie waren immerhin der Erste, der zweifelnd gefragt hat, was das denn überhaupt für ein Optionsschein gewesen sein könne. Sie sind also viel weniger Laie als die verblödeten „Pressesprecher“ einer staatlichen Behörde.
    Kann aber auch sein, dass die gar nicht blöd sind , sondern hochintelligent und die Öffentlichkeit nur „veräppeln“ wollen.
    Für die Transaktion hätte er einen „Verbraucherkredit“ in Höhe von mehreren 10Tausend Euro aufgenommen. Mehr als 78000 wird das wirklich nicht gewesen sein. Ich persönlich kriege nicht mal einen Ratenkredit über 30.000. (ok, zu sehr hohen Zinsen vielleicht)

    MK hats unten ja auch noch mal geschrieben. Es funktioniert unter den Bedingungen nicht. Er hat sogar eine Option rausgesucht, die nicht mal 0,07 sonder sogar nur 0,009 gekostet hatte!

    Allerdings werden die Pressesprecher jetzt doch etwas schlauer: jetzt spricht man von 3 verschiedenen Derivaten. Da muss mich trotzdem aber erstmal jemand überzeugen, dass das damit gehen könnte – bei einer Aktie wie die von BVB!

  9. Avatar

    frank.trg

    21. April 2017 15:24 at 15:24

    hört sich nach einer lächerlichen Geheimdienststory an. Die Geschichte ist so absurd und unglaublich, dass sie nicht wahr sein kann. Da haben sich wohl ein paar nicht ganz so kreative Geheimdienstler eine Story ausgedacht… PS: Ich hatte übrigens auch kurz überlegt ob ich BVB shorten soll, nach der Attentats-Meldung. Dachte mir dann aber dass der Kurs sich nicht stark bewegen wird…

  10. Avatar

    frank.trg

    21. April 2017 15:41 at 15:41

    Die Geschichte stinkt von vorne bis hinten. Punkt 1: Es kann natürlich sein dass die Presseleute einfach zu doof sind und schlicht falsche Angaben (78.000 Euro, 15.000 Optionen, 4 Mio. Gewinn) verbreitet haben ohne sie zu reflektieren. Oder sie haben aus versehen falsche Zahlen verbreitet. Unter diesen Bedingungen, kann wie oben schon von einigen angemerkt kein Gewinn in Höhe von 4 Mio. Euro zustande gekommen sein. Punkt 2: seit wann bekommt ein Mensch ohne Bonität einen 78.000 Euro Verbraucherkredit? Oder hatte er eine hohe Bonität, doch wozu dann der Kredit?
    Punkt 3: Angeblich hat sich der Attentäter ins BVB-Hotel eingemietet, mit echtem Namen. Und um dann möglichst viel Aufmerksamkeit zu bekommen, hat er das Zimmer getauscht, um einen Blick auf den Anschlagsort zu bekommen. Er ist zwar in der Lage eine komplexe Rohrbombe mit Fernzünder zu bauen, ist dann aber so naiv dass er in allen anderen Punkten absolut fahrlässig vorgeht.

    Wie von FMW schon geschrieben. Die Geschichte kann nicht stimmen.

  11. Avatar

    Emm wie Meikel

    21. April 2017 15:53 at 15:53

    Optionsscheine sind keine Optionen. OS sind völlig überteuerte, für „Retail“anleger von europäischen Banken herausgegebene Abzockderivate, die zudem häufig extrem kompliziert aufgebaut sind und im TV oder auf Anlegermessen aggressiv beworben werden. Immerhin kann man damit rumspielen, wenn man nur ein 100€ Konto hat, weil sie sehr klein gestückelt sind, aber das wars dann auch schon.

  12. Avatar

    Bademeister

    21. April 2017 17:39 at 17:39

    Der Mann ist sicher kein Einzeltäter, wie gerade über die Medien hartnäckig verbreitet. Vermutlich wird so eine Falschmeldung ausgesendet, um die weitere Ermittlungstätigkeit nicht zu gefährden bzw. zu erleichtern. Wird längere Zeit in Anspruch nehmen, um die diesbezüglichen Bewegungen bei div. Wettanbietern zu durchleuchten. Da stecken vermutlich „Insider“ dahinter. Wo hat der Mann die Zünder, Sprengstoff her? Wer machte die Logistik?
    Sollte er wirklich all das alleine gemacht haben, ist er dann wirklich so blöd die OS am Tag des Anschlags über die IP-Adresse des Hotels geordert zu haben?
    Hoffentlich steckt da niemand vom BVB oder Monaco dahinter.
    Wir werden da jedenfalls von vorn bis hinten für blöd verkauft.

  13. Avatar

    gerd

    21. April 2017 17:58 at 17:58

    Ja, ja, Herr Bademeister,
    diesem frei erfundenen Spekulanten wird man jetzt bestimmt die Börsentermingeschäftsfähigkeit aberkennen – so er sie denn jemals hatte.
    Aber man kann ja auch nicht alles haben im Leben. Dafür hatte er immerhin einen schwer zu beschaffenden Hochtechnologiezünder, wie ihn angeblich die Bundeswehr gerne verwendet.

    Aber da 95% der Bevölkerung von spekulativen Börsengeschäften noch weniger Ahnung hat als wir…
    … es wurden angeblich ja auch schon angemalte Esel für Zebras gehalten.

  14. Avatar

    Bademeister

    21. April 2017 18:17 at 18:17

    Die OS-Story mag ja stimmen, und vielleicht hat sich Bild.de in einigen kolportierten Zahlen um ein paar Nullen vertan.
    Interessanter wäre doch zu erfahren, ob da nicht die gute alte Wettmafia, der mutmassliche Täter soll Russe sein, die Finger im Spiel hatte.
    Derartige Recherchen sind aber sehr schwierig und dauern mitunter einige Monate…und da kann es auch um wesentlich höhere Summen gehen.
    Vielleicht muss der Mann bis auf Weiteres für die Tat herhalten um König Fussball nicht noch mehr ins korrupte Abseits zu drängen.

    • Avatar

      gerd

      21. April 2017 18:44 at 18:44

      Ich bin ja nun mal ein ganz böser Finger und schließe nicht aus – was ich selbst gelesen habe, ich glaube Kommentare Welt.de war es:

      Der 28-jährige Deutsch-Russe könnte ein V-Mann sein, dem man sogar vor einem Scheingericht den Prozess machen wird. Aber sofort danach – wenn das Scheinwerferlicht der Presse weg ist – verschwindet der sozusagen durch den Hinterausgang des Gefängnisses und schlüpt in eine neue Tarnidentität.
      Schließlich sind in NRW bald Wahlen. Und Behörden, die in der Lage sind einen bösen Fußballstörer dingfest zu machen, kommen bei den Wählern sehr gut an.
      Zumal man zusätzlich noch sagt, es zeige sich mal wieder, dass nicht nur von Moslems Gewalt ausginge und man doch bitte niemals mehr vorschnell den Stab brechen möge.

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Warum ich keine Lieblingsaktien habe! – Werbung

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Lieber Börsianer,

was ist Ihre Lieblingsaktie? Welchem Titel halten Sie unbedingt die Treue und gehen quasi mit ihm durch dick und dünn? Hier verzeihen Sie auch einmal schlechte Nachrichten, weil Sie von dem Unternehmen wirklich überzeugt sind. Das Phänomen der Lieblingsaktie kann auch gleich für eine ganze Branche gelten. So schworen viele Privatanleger vor einigen Jahren auf Unternehmen aus der Edelmetall-Branche. In fester Erwartung eines Euro-Untergangs wurde diese Branche für viele Privatanleger zum bevorzugten Ort der Investition.

Typisch für eine solche Situation ist, dass wir die Nachrichtenlage dann nur noch sehr eingeschränkt wahrnehmen. Schlechte Nachrichten zu unserer Lieblingsaktie blenden wir aus. Gute Nachrichten hingegen bewerten wir in ihrer Bedeutung für die Kursentwicklung über. Mehr noch: Oftmals bilden wir in unseren Lieblingsaktien deutliche Übergewichtungen in unseren Depots, weil wir hier gerne mehrfach kaufen. Plötzlich steht Ihre Lieblingsaktie dann für 10 oder 20 % Ihres Gesamtdepots. Wenn Ihre Lieblingsaktie dann einmal schwächelt, ist Ihr Depot aufgrund der Übergewichtung chancenlos.

Aber wie entsteht eigentlich so eine Lieblingsaktie in unserem Depot? In aller Regel steht am Anfang zunächst eine starke Performance. Folglich mögen wir diese Aktie, weil sie uns eben zunächst viel Rendite beschert hat. Am besten können wir die Produkte unseres Lieblingsunternehmens im Alltag auch noch erfahren und quasi anfassen. Tatsächlich schätzten in der Vergangenheit viele deutsche Privatanleger die Aktien von BMW oder Daimler, weil sie privat ein…..

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Aktienmärkte: Corona-Krise und ein heimlicher Star im deutschen Leitindex

Wolfgang Müller

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Normalerweise waren die letzten Jahre die Zeit für Wachstumstitel, also für Growth, wie man es in der Sprache der Aktienmärkte bezeichnet. Eher jedoch nicht für den deutschen Leitindex Dax – aber dort steht ein Wert ganz oben in der Performance, von dem man es noch weniger erwartet hätte: die Deutsche Post. Man profitiert derzeit vom „Stay at Home“ und vielleicht nochmals durch ein logistisches Thema der Superlative.

Die bevorstehende Massenimpfungen

Was werden nicht alles für Zahlen herumgereicht? Die Gesamtbevölkerung der Erde müsse gegen Covid-19 geimpft werden, 7,7 Milliarden Menschen und dies gleich zweimal. Aber gemach, es werden sich nicht alle impfen lassen wollen, und es einige durch Immunität nicht mehr brauchen (oder durch heimische Pharmafirmen versorgt werden) und viele sich in einem Alter befinden, in dem die Gefährlichkeit des Virus unterhalb des Promillebereichs für die Betagten und Gefährdeten liegt. Dennoch: Es gilt Abermillionen von Impfdosen zu transportieren, mit den verschiedensten Transportmitteln, mit speziellen Behältern und mit der Aufrechterhaltung von Kühlketten und überall ist der deutsche Marktführer gut aufgestellt.

Die unauffällige Hausse bei einem Underdog der Aktienmärkte

Die Deutsche Post (DHL Group) feierte gerade den 20. Börsengeburtstag. Der Logistik-Riese, der aus einem Paket- und Postzusteller hervorging, wurde am 20. November 2000 zu 21 Euro an die Börse gebracht. Zu dieser Zeit stand der Dax bei 6609 Punkten. Betrachtet man nun die Kursentwicklung von Index und den Dax-Wert Deutsche Post (gestern 40,39 Euro), so könnte man den Eindruck gewinnen, als wäre der Dax mit seiner Kursverdoppelung besser gelaufen, als der deutsche Logistiker, der es nur auf gut 80 Prozent Kurszuwachs brachte. Rechnet man die Dividendenzahlungen hinzu, käme man bei der Post aber auf circa 268 Prozent Gewinn. Beim Dax als Performance-Index werden die Dividenden einfach hinzugerechnet. Macht eine Rendite der Deutschen Post von 6,7 Prozent p.a. gegenüber dem Index mit seinen 3,5 Prozent. Der Traditionswert ein heimlicher Star der Aktienmärkte – gewiss, denn ein Großteil der Dax-Werte ist noch weit von seinen ehemaligen Höchstständen entfernt. Bis auf fünf Werte, einer davon ist die Marke mit dem auffälligen Gelb.

Dies ist natürlich den Analysten nicht verborgen geblieben: so erwarten Ökonomen von Goldman Sachs einen Umsatzanstieg der Deutschen Post von aktuell 65 Milliarden bis auf 80 Milliarden Euro im Jahr 2024, der Gewinn soll im gleichen Zeitraum von 4,4 Milliarden auf 6,5 Milliarden Euro steigen. Wäre ein einstelliges KGV, hinzu kommt die niedrige Börsenbewertung im Vergleich zu UPS oder Fedex.

Fazit

Obwohl die Aktienmärkte derzeit die Umschichtung von Growth zu Value spielen, kann dies dem deutschen Logistiker relativ egal sein. Man profitiert weiter von den Auswirkungen der partiellen Lockdowns, vermutlich noch durch die Wintermonate, als auch von der neuen Situation um die Mammutaufgabe Impfung der Bevölkerung mit all den personellen und logistischen Herausforderungen.

Jetzt steht in dieser Woche erst einmal der große vorweihnachtliche Hype um den „Black Friday“ und den „Cyber Monday“ auf dem Programm. Angesichts der Pandemie sicherlich mit bisher noch nie gesehenen Umsätzen. Ein DHL-Manager sprach schon davon, dass Covid-19 die Umsätze der Post in das Jahr 2030 hieven werde. Und jetzt kommt noch das Transportthema Impfstoff hinzu. Ein Goldilocks-Szenario? Nicht ganz, denn da gibt es noch einen übermächtigen Konkurrenten aus Übersee, der bis 2021 mit eigenen Paketzentren in Deutschland zulegen will. Der „All-Star“ der amerikanischen Aktienmärkte Amazon, der bereits schon für ein Viertel der Paketsendungen in Deutschland verantwortlich ist.

Die Aktienmärkte in Deutschland und ihr heimlicher Star

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Aktien

Aktienmärkte: Die 8-Billionen-Dollar Bombe – 20%-Korrektur voraus

Markus Fugmann

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Die Aktienmärkte der USA haben ein Klumpenrisiko – sie sind eine Bombe, die entschärft werde auf Kosten einer heftigen Korrektur. Das sagt nicht ein sogenannter „Crash-Prophet“, sondern der eher als „Dauer-Bulle“ bekannte Hans. A. Bernecker. Alle Indizes der amerikanischen Aktienmärkte seien extrem überkauft, getrieben vor allem in den letzten Monaten durch die Tech-Werte. Bevor dann ab dem 09.November mit der Pfizer/BioNTech-Meldung über den Impfstoff eine gewaltige Rotation erfolgte – raus aus Tech, rein in die sogenannten Value-Werte (die jedoch in vielen Fällen eigentlich alles andere als „value“ sind). Man wechselt also von einer Überbewertung in die andere, und dabei entfernen sich die Aktienmärkte immer mehr von der ökonomischen Realität.

Aktienmärkte: Nach dem Entschärfen der Bombe kommt die Erholung

Der Hype der Aktienmärkte, so Hans Bernecker, sei vor allem von Kleininvestoren getragen gewesen (die sogenannten „Robinhooder“). Das alles erinnert an die Euphorie des Jahres 1987, der dann im Oktober diesen Jahres ein gewaltiger, wenn auch nur kurzfristiger Absturz folgte. Nun aber gebe es eine Schwachstelle: das seien extrem überbewertete Aktien wie eine Tesla mit einer Marktkapitalisierung von mehr als 500 Milliarden Dollar, die nun ein großer Hedgefonds-Manager geshortet habe. Es werde nun, so Bernecker, bald eine heftige Marktbereinigung geben bei den großen und marktschweren Titel der amerikanischen Aktienmärkte, die alleine acht Billionen Dollar auf die Waage bringen.

Wann kommmt der Einbruch? Eher zeitnah, meint Bernecker. Es handele sich dabei um eine Markt-Bereinigung, der dann jedoch wieder eine Aufwärtsbewegung folgen werde. Sehen Sie hier die Aussagen des „Altmeisters“ Bernecker:

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Die überbewrteten Aktienmärkte der USA als Bombe, die bald entschärft wird

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