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Vermißt: Wo ist rottmeyer.de?

Redaktion

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FMW-Redaktion

Die Zahl kritischer Finanz-Seiten im Netz ist bekanntermaßen überschaubar – und hat sich offenkundig weiter reduziert. So wird seit Tagen die Seite www.rottmeyer.de vermißt – was ist da los? Wer die Seite ansteuert, landet im Internet-Nirwana. Ist die Seite ein Opfer der Chinesen geworden, wo täglich Akteure aus dem Finanzbereich verschwinden – und dann plötzlich wieder auftauchen, so wie im Fall des „Warren Buffets Chinas“, Guoa Guangchang, der sich nun offenkundig in den USA aufhält, wie Medien berichten.

Zurück zu rottmeyer.de. Hinter der Seite steht der bekannte n-tv-Börsenjournalist Frank Meyer, der offenkundig auch die Seite http://bankhaus-rott.de betreibt (letztere ist noch online). Auf beiden Seiten wird kritischer, witziger Finanz-Journalismus betrieben, in Deutschland wahrlich eine Rarität. Wir aber wollen uns mit dem Verschwinden von rottmeyer.de nicht abfinden und rufen daher die Leser auf, Hinweise zum Verbleib der Seite zu geben!

Diese Hinweise bitte mailen – sie werden von uns dann erkennungsdienstlich behandelt. Den Informanten wird Anonymität zugesichert – Auslieferungen nach Peking oder an den NSA gibt es nur in Ausnahmefällen..

Update 12.30Uhr: soeben ist die Seite www.rottmeyer.de wieder online gegangen! Bislang kein Kommentar, was los war..

11 Kommentare

11 Comments

  1. Avatar

    Michael Leist

    18. Dezember 2015 14:46 at 14:46

    Um 14:38 Uhr konnte ich http://www.rottmeyer.de nicht anwählen … :-(
    Stattdessen wird mir über
    https://www.secure.denic.de/webwhois/
    folgendes mitgeteil:
    Fehler: „www.rottmeyer.de“ ist keine gültige Domain.

  2. Avatar

    Michael Leist

    18. Dezember 2015 14:54 at 14:54

    http://bankhaus-rott.de lässt sich zwar noch öffnen die Beiträge sind aber ebenfalls Tot …. und nach dem 12.12.2015 gibt es keine Einträge mehr! Normalerweise wird pro Tag mindestens ein Beitrag geposted

  3. Avatar

    Michael Leist

    18. Dezember 2015 14:57 at 14:57

    https://www.secure.denic.de/webwhois/
    teilt auch hier mit:
    Fehler: “ http://bankhaus-rott.de“ ist keine gültige Domain.

    • Avatar

      Jens E.

      18. Dezember 2015 20:54 at 20:54

      @Michael Leist

      kann es sein, dass sie bei denic bankhaus-rott.de eingegeben haben? Daraus macht die Suche dann .de.de und dann wird die Fehlermeldung angezeigt. Wenn man nur bankhaus-rott eingibt wird angezeigt, dass die Seite vergeben ist. Bankhaus Rott ist übrigens ein anderer Blogger, der mit Frank Meyer zusammen rottmeyer betreibt. Sind (oder sollten jedenfalls) zwei Personen sein!

      Schönen Abend
      Jens

  4. Avatar

    Michael Leist

    18. Dezember 2015 15:02 at 15:02

    Es liegt nahe, dass die Seite abgeschaltet wurde… warum auch immer…
    Wer weitere informationen hierzu hat möge sich bitte melden!

  5. Avatar

    GN

    18. Dezember 2015 15:13 at 15:13

    Hallo FMWler,

    danke für den Hinweis…..schaue da nicht täglich drauf aber regelmäßig. Fände ich sehr schade, wenn es diese sehr gute Seite nicht mehr gäbe. Vielleicht hat ja NTV etwas gegen die berechtigt kritische Sicht auf den Finanzmarkt …

    VG

  6. Avatar

    Michael Leist

    18. Dezember 2015 16:44 at 16:44

    Ein Schelm der Böses dabei denkt…
    Ich möchte hierzu anmerken, dass Herr Meyer seit Jahren zweigleisig unterwegs ist, denn neben der kostenlosen, wenig beachteten aber äußerst kritischen Seite http://www.rottmeyer.de gibt es auch die kostenpflichtige, vielbeachtete aber populistische Seite http://www.cashkurs.de ! Hier werden Halbweisheiten wie beim Aktionär zu Geld gemacht, nach dem Motto was nichts Kostet nimmt weitaus weniger Einfluss auf die Psyche des geneigten Lesers und führt wahrscheinlich zu keinem Trade! Mit einer kostenpflichtigen Seite schlägt man jedoch drei Fliegen mit einer Klappe. Zum einen wird die Stimmung der Leser gezielter geformt, zum zweiten nimmt man dafür auch noch Geld ein und letzten Endes kann die Stimmung vieler zu Trades führen, die dann das Marktgeschehen bilden.
    Wenn man die Dinge so betrachtet, dann entsteht bei mir der Eindruck, dass Herr Meyer sich vielleicht mehr oder weniger freiwillig für die eine Seite der MACHT entschieden haben könnte. Das helle Deutschland es lebe Hoch, der Rest ist Schweigen….

    • Markus Fugmann

      Markus Fugmann

      18. Dezember 2015 17:26 at 17:26

      @Michael,

      ich glaube nicht, dass Frank Meyer da wirklich viel verdient bei Cashkurs.de. Wie ich von einem, der einmal Beiträge für die Seite verfaßt hat, erfahren habe, erwartete man, dass die Autoren kein Geld dafür nehmen – weil sie ja durch ihre Beiträge auf der Seite ohnehin jede Menge Eigenwerbung machen und ihr Prestige steigern würden..

    • Avatar

      Michael Leist

      19. Dezember 2015 13:30 at 13:30

      @ Meyer
      Bitte das nächste Mal unter dem eigenen Namen oder Synonym! Es bricht niemanden eine Zacke aus der Krone wenn man auf einen Kommentar den man nicht gutheißt eben auch in oben genannter Form antwortet, dann aber bitte nicht mit dem Klarnamen anderer!

  7. Avatar

    GN

    18. Dezember 2015 18:13 at 18:13

    ….cashkurs.de ist von Dirk Müller….

    • Avatar

      Michael Leist

      19. Dezember 2015 10:51 at 10:51

      Lieber GN,
      Sie haben natürlich recht… was für ein Fauxpas meinerseits!
      Auch Jens E. hat recht… beide Seiten sind noch vergeben. Dennoch lässen sich die Inhalte von bankhaus-rott.de nicht mehr öffnen und rottmeyer.de lässt sich zum jetzigen Zeitpunkt von mir auch nicht laden. Ich finde diesen Fakt sehr bestürtzend zumal es auch keine Information gibt warum dem so ist.

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Richard David Precht: Künstliche Intelligenz und unsere Zukunft!

Markus Fugmann

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„Wir gehen in die zweite ganz große industrielle Revolution hinein!“, sagt der Philosoph Richard David Precht. Damit stehen wir vor einscheidenden Veränderungen nicht nur der Wirtschaft, sondern auch der Gesellschaft. Die erste industrielle Revolution beendete die Herrschaft des Adels und der Kirche – die derzeit ablaufende zweite Revolution durch künstliche Intelligenz verändert vor allem die Arbeitswelt und damit die Produktionsverhältnisse grundlegend. Nun versuchen uns Ökonomen stets zu versichern: kein Problem, es fallen zwar viele Jobs weg, aber es würden eben auch viele neuartige Jobs geschaffen werden. Das ist eine schöne Perspektive, sie hat aber leider einen kleinen Makel: sie stimmt nicht, sagt Richard David Precht zur sogenannten „Kompensations-Theorie“.

Die Menscheit jedenfalls ist durch diesen Wandel überfordert, der Boden, auf dem wir stehen, wackelt erheblich – und so entsteht zunächst einmal die Sehnsucht danach, die gute alte Welt mit ihren Werten wiederzubeleben. Ausdruck dieses Versuchs sind etwa Trumpin den USA oder die AfD in Deutschland. Aber einer der einschneidenden Änderungen im politischen Bereich wird sein, dass die Parteien, die mit der ersten industriellen Revolution entstanden und aufgestiegen waren, unter gehen werden.

Richard David Precht über schwache KI und starke KI

Richard David Precht unterscheidet zwischen schwacher und starker künstlicher Intelligenz – und führt Beispiele an, worin sich diese beiden unterscheiden. Was bedeutet das aber für uns praktisch? Wird vor allem durch „starke“ KI, also einer KI, die tiefgehende Lernprozesse leisten kann, etwa der Niedriglohn-Sektor wegfallen? Eher nicht – denn je mehr Menschen in bestimmten Bereichen verdienen, umso interessanter wird der Einsatz einer starken KI zur Kosten-Ersparnis, während sich der Einsatz im Niedriglohnsektor gar nicht lohnen würde.

Was bleibt, was wird untergehen – und welche Bereiche werden sich durchsetzen? Es werde derjenige technische Fortschritt kommen, der gesellschaftlich akzeptiert wird, dazu ein Bedürfnis befriedigt und sich gleichzeitig zu einem erfolgreichen Geschäftsmodell machen läßt, sagt Richard David Precht. Folgender Vortrag des Philosophen ist ein „must see“!

Hier klicken, um den Inhalt von YouTube anzuzeigen

Der Philosoph Richard David Precht über Künstliche Intelligenz

Richard David Precht

Von Foto: © JCS‘, CC BY 3.0, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=62733272

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Arbeitsmarkt positiv gestimmt? Mehr neue Jobs bei IT als Entlassungen in der Gastronomie?

Claudio Kummerfeld

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Laptop mit Aufklebern

Kann das wirklich sein? Ist es das vorgezogene Weihnachtswunder am deutschen Arbeitsmarkt, mitten im zweiten Lockdown? Wenn man ein Wirtschaftsforschungsinstitut für verlässlich und seriös hält, dann doch in erster Linie das ifo-Institut! Und man möchte den Forschern bei ifo wirklich nichts Böses unterstellen. Aber ist es wirklich realistisch, dass die Stimmung am deutschen Arbeitsmarkt derzeit sogar besser wird, weil die IT-Dienstleister mehr neue Stellen schaffen wollen, als gleichzeitig in Restaurants, Bars, Hotels, Reisebüros etc verloren gehen?

Kann man sich das vorstellen? Gibt es überhaupt zehntausende oder hunderttausende neue IT-Experten in Deutschland, die auch so viele neue Stellen besetzen können? Ist die Nachfrage nach solchen Dienstleistungen wirklich so stark gestiegen in den letzten Wochen? Klar, dank Corona verlagert sich sehr viel des Geschäftslebens ins Internet. Aber wirklich, nochmal mit gesundem Menschenverstand nachgedacht: Können diese neuen Jobs hunderttausende Jobs ersetzen, die bei Gastro und Co verloren gehen? Es fällt wirklich schwer das zu glauben.

Aber das ifo-Institut hat sich das nicht ausgedacht. Nein, man macht für sein Beschäftigungsbarometer Umfragen bei ca 9.500 Unternehmen. Sie werden gebeten ihre Beschäftigtenplanungen für die nächsten drei Monate mitzuteilen. Also, kann das wirklich sein? Die IT fängt den Arbeitsmarkt auf in dieser Krise? Hier die Aussagen vom ifo-Institut im Wortlaut:

Etwas mehr deutsche Unternehmen als im Oktober denken über Neueinstellungen nach. Das ifo Beschäftigungsbarometer ist im November auf 96,7 Punkte gestiegen, von 96,4 Punkten im Oktober. Die zweite Welle hat vorerst keine größeren negativen Auswirkungen auf den deutschen Arbeitsmarkt. Die Entwicklung ist jedoch über die Branchen hinweg sehr heterogen.

In der Industrie ist das ifo-Barometer leicht gestiegen. Jedoch ist die Zahl der Unternehmen mit Entlassungsplänen weiterhin größer als die jener, die mit steigenden Mitarbeiterzahlen rechnen. Die Dienstleister planen eher Mitarbeiter einzustellen. Getragen wird die Entwicklung vor allem von den IT-Dienstleistern. In der Reisebranche und dem Gastgewerbe dagegen sind Entlassungen nicht zu vermeiden. Im Handel hat das Barometer leicht nachgegeben. Dort planen die Firmen derzeit mit konstanten Mitarbeiterzahlen. Die Bauindustrie sucht weiter neue Mitarbeiter, um ihre aktuellen Aufträge abarbeiten zu können.

Hier die vier Einzelsektoren mit einzelnem Chart:

Grafiken zeigen Beschäftigungsbarometer für den deutschen Arbeitsmarkt

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Markus Krall und Marc Friedrich: Crash 2021, Gelddrucken ersetzt Denken

Redaktion

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Markus Krall spricht über die Hyperinflation, in der Geld entwertet wird

Markus Krall und Marc Friedrich unterhalten sich im folgenden Gespräch über die aktuelle Krise, den möglicherweise anstehenden großen Crash, und die Zeit danach. Einig sind sich die beiden, dass es 2021 los gehen wird mit dem wirtschaftlichen Zusammenbruch. Markus Krall formuliert es recht klar, dass die Wirtschaftskrise längst da sei. Sie sei nur noch nicht bilanziert worden. Durch Maßnahmen wie die Aussetzung der Insolvenzantragspflicht sei die Krise bei Unternehmen und in Bankbilanzen nur noch nicht richtig transparent sichtbar.

Markus Krall und Marc Friedrich sehen die Hyperinflation

Markus Krall kann man aufgrund seiner zahlreichen Tweets über die Corona-Maßnahmen der Politik kritisch betrachten. Das sollte Kommentatoren und geneigte Beobachter aber nicht davon abhalten, seinen höchst interessanten Aussagen zur wirtschaftlichen Gesamtsituation zuzuhören, die er seit Monaten öffentlich präsentiert. Denn er ist absoluter Bankeninsider, und hat die letzten Jahre eine große Bankenkrise vorhergesagt. Zusammen mit Marc Friedrich bespricht er im folgenden Video Punkt für Punkt wichtiger Themen rund um die aktuelle Krise und zukünftige Entwicklungen.

Wichtig ist, was die nächsten Quartale passieren wird. Einig sind sich Marc Friedrich und Markus Krall, dass wir derzeit in einer deflationären Phase sind, auf die zwingend eine kräftige Inflation folgen soll. Nur wie schnell die Preise in eine Hyperinflation umschlagen, das könne man nicht genau vorhersehen. Entscheidend hierbei ist unter anderem, wann die Geldumlaufgeschwindigkeit anspringen müsste. Sehen Sie beim Klick an dieser Stelle genau zu diesem Punkt interessante Ausführungen von Hans-Werner Sinn.

Die EZB als großes Problem

Ein wichtiger Punkt im Gespräch zwischen Markus Krall und Marc Friedrich ist auch die zentral wichtige Rolle der EZB. Sie arbeite derzeit am digitalen Euro. Die EZB wisse, dass eine Hyperinflation (hier die Begriffserklärung) drohe. Sie wisse auch, dass die Leute aus dem Geld fliehen würden, wenn sie das Vertrauen darin verlieren. Mit einem digitalen Euro hätte die EZB Kontrolle über das gesamte Konsumverhalten der Menschen, und könnte zum Beispiel bestimmen, wie viel Geld die Bürger maximal in einem bestimmten Zeitraum ausgeben dürfen. Die Rolle der EZB insgesamt sehen die beiden grundsätzlich mehr als kritisch.

Der große Knall

Markus Krall macht wenig bis gar keine Hoffnung auf eine Rettung unseres jetzigen bestehenden Geldsystems. Der große Crash werde kommen. Je länger EZB und Politik die Probleme hinauszögern würden, desto schlimmer werde der unausweichliche große Knall sein. Immer mehr gesunde Firmen würden sich derzeit anstecken, weil sie als Lieferant zum Beispiel unwissentlich Forderungen gegenüber Zombieunternehmen aufbauen würden, die Forderungen nicht begleichen können. Auch wenn man die Aussicht der beiden auf eine Hyperinflation und einen großen Systemkollaps nicht zwingend teilen muss, so sind ihre Ausführungen und die Zustandsbeschreibungen der aktuellen Lage doch hochinteressant!

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