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Vermögensaufbau in Krisenzeiten: ETFs bieten Anlegern viele Vorteile

Im Grunde genügt ein kurzer Blick auf die anhaltende Niedrig- und Minuszinspolitik der Europäischen Zentralbank um zu wissen, dass klassische Anlageformen wie Sparbuch und Festgeldkonto heute keine Renditen mehr abwerfen. Im Zusammenspiel mit der hohen Inflationsrate von rund 4 Prozent droht hier sogar eine Vernichtung des oft mühsam angesparten Kapitals. Es kann daher kaum verwundern, dass sich immer mehr Sparer nach einer sinnvollen Alternative umsehen, mit der sich eigenes Vermögen langfristig sichern und idealerweise sogar vermehren lässt. Mit den sogenannten ETFs steht hierzu ein probates Angebot zur Verfügung, welches sich durch einfache Nutzbarkeit, geringe Kosten und überschaubare Risiken auszeichnet.

„An der Börse investieren? Aber bitte keine Aktien …“

Insbesondere Kleinanleger scheuen sich aus unterschiedlichen Gründen vor einem Investment in Aktien. Während es bei einem Teil der Sparer Ängste vor zu hohen Transaktionsgebühren oder komplizierten Handelsabläufen sind, haben andere schlechte Erfahrungen mit Kursstürzen bei ehemals erfolgversprechenden Einzeltiteln gemacht und dadurch viel Geld verloren. Auch die Sorge vor einer unübersichtlichen Zukunft der Weltwirtschaft spielt hier eine Rolle. Doch an der Börse werden nicht nur klassische Aktien gehandelt, sondern neben Anleihen und Rohstoffen auch Fonds. Ein empfehlenswerter Teilbereich des letztgenannten Finanzprodukts sind ETFs. Die drei Buchstaben stehen hier für „Exchange Traded Funds“, also börsengehandelte Indexfonds. Anders als bei gewöhnlichen Investmentfonds fällt bei einem ETF grundsätzlich kein Ausgabeaufschlag beim Kauf an. Auf diese Weise beschränken sich die Erwerbskosten auf die normalen Gebühren der Bank oder des Online-Brokers und bleiben überschaubar. Mit ETFs erhalten also also auch Kleinanleger eine attraktive Möglichkeit zum Handeln an der Börse, müssen zugleich aber grundsätzlich keine hohen Kursrisiken fürchten.

DAX & Co: ETF bilden Aktienindizes ab

Der größte Vorteil von ETFs ist ihre besondere Gestaltung. So wird nicht in bestimmte Branchen oder Ländergruppen investiert, sondern in einen Aktienindex. Neben dem deutschen Aktienindex DAX kann dies beispielsweise der MSCI World Index oder der Euro Stoxx 50 sein. Wer ETF-Anteile erwirbt, sichert sich somit eine finanzielle Beteiligung an der Entwicklung des jeweiligen Finanzmarktes. Angesichts der Streuung von in den Indizes enthaltenen Titeln wird das Risiko für starke Verluste bei negativen Entwicklungen eines einzelnen Unternehmens oder einer Branche (wie etwa der Automobilindustrie oder dem Pharmasektor) wirksam vermieden.

Ideal geeignet für den Vermögensaufbau

ETFs sind nicht nur etwas für die Einmalanlage einer größeren Summe, sondern eignen sich auch hervorragend zum Vermögensaufbau. Dank der Möglichkeit eines verhältnismäßig preiswerten Erwerbs ohne Ausgabeaufschläge und dem unkomplizierten Verfahren beim Kauf, können Sparer in regelmäßigen Abständen Anteile erwerben und sich auf diese Weise nach und nach ein passables Vermögen schaffen. Eine Reihe von Banken wie etwa die ING bieten ETF-Sparpläne sogar vollkommen gebührenfrei an und schaffen für Anleger dadurch eine empfehlenswerte Chance zum Vermögensaufbau. Auch Unternehmer und Selbständige finden mit ETFs eine gute Form, geschäftliches Kapital vorübergehend oder längerfristig zu sichern.

Das Angebot ist groß

Das Angebot an ETFs ist groß und die Auswahl eines passenden Produkts fällt nicht immer leicht. Aus dem Sortiment bekannter ETFs kann an dieser Stelle daher nur eine kleine Auswahl bekannter Werte vorgestellt werden:

– iShares (bildet die Titel des deutschen Aktienindex DAX ab)
– MSCI World (basiert auf den Kursen von rund 1.600 der größten Aktien weltweit)
– Deka STOXX Europe Strong Value 20 UCITS (europäische Spitzentitel)

Welcher ETF für das eigene Depot der beste ist, müssen Anleger stets individuell entscheiden. Meist lässt sich aber nach einer Recherche auf einschlägigen Finanzportalen oder einem Gespräch mit dem Kundenberater der Hausbank rasch ein geeigneter ETF finden.

Einfache Voraussetzungen, niedrige Kosten – der Handel mit ETFs lohnt sich

Die Voraussetzungen für einen Handel mit ETFs sind einfach und die Kosten niedrig. Grundsätzlich ist lediglich die Einrichtung eines Wertpapierdepots vonnöten. Dies kann entweder bei der eigenen Bank beziehungsweise Sparkasse oder auch bei einem Online-Broker erfolgen. Angesichts des simplen Zugangs zu ETFs ist es auch kaum verwunderlich, dass sich das in ETFs investierte Vermögen der Deutschen nach Angaben des Statistischen Bundesamtes  im Jahr 2019 auf rund 150 Milliarden Euro belief. Angesichts des Bedarfs an krisensicheren Geldanlage abseits der von den fraglichen finanzpolitischen Entscheidungen der Europäischen Zentralbank betroffenen Anlageformen wie Tages- und Festgeld, dürfte das Interesse an ETFs in den kommenden Jahren weiter wachsen. Für Investoren jeder Größenordnung kann diese Entwicklung nur von Vorteil sein, denn eine höhere Nachfrage an ETFs befeuert auch den Wert des eigenen Vermögens, welches in diesem interessanten Finanzprodukt steckt.

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