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Vermögenspreise in Deutschland mit extrem starken Anstieg

Institutionen wie Bundesbank und EZB sehen ja keine erwähnenswerte Steigerung der Vermögenspreise – alles im Rahmen, mag man da vereinfacht sagen. Andere Beobachter kommen da zu einem ganz anderen Schluss. Laut der aktuellen Veröffentlichung von Flossbach von Storch sind die Vermögenspreise (Vermögenswerte deutscher Haushalte) im 1. Quartal 2018 im Jahresvergleich um 8,3% gestiegen. Die Immobilienpreise für sich genommen stiegen sogar um 9,1%. Das sei der höchste Preisanstieg seit Beginn der eigenen Berechnung im Jahr 2005. Die Entwicklung am Immobilienmarkt sei demnach der maßgebliche Faktor für die hohe Vermögenspreisinflation. Wer sind die Gewinne dieser Notenbank-getriebenen Hausse von Vermögenspreisen? Flossbach von Storch drückt es kurz und knapp so aus:

Haushalte mit hohem Immobilienbesitz und niedrigem Anteil an Sparvermögen profitieren besonders stark. Dies trifft am häufigsten auf wohlhabende und ältere Haushalte zu.

Im folgenden Chart kann man gut sehen, wie die Vermögenspreise mit ihrem kräftigen Anstieg begannen, als die EZB die Zinsen Richtung Null absenkte.

Vermögenspreise

Auch sehr interessant ist der folgende Chart. Denn seit 2015 sollen sich die Finanzvermögenspreise eher seitwärts entwickeln (-0,7% im aktuellen Jahresvergleich). Der große Gewinner ist der Immobilienmarkt.

Innerhalb der Finanzvermögen können Aktien noch ansteigen, aber andere Kategorien wie Cash-Bestände und Anleihen ziehen den Schnitt verständlicherweise nach unten.

Zur Erläuterung:

Der Flossbach von Storch (FvS) Vermögenspreisindex erfasst die Preisentwicklung des Vermögens deutscher Haushalte. Der Index entspricht der gewichteten Preisentwicklung des Sach- und Finanzvermögens, welches sich im Besitz deutscher Haushalte befindet. Zum Sachvermögen zählen neben Immobilien- und Betriebsvermögen auch langlebige Verbrauchsgüter sowie Sammel- und Spekulationsobjekte. Das Finanzvermögen unterteilt sich in Aktien, Rentenwerte, Spar- und Sichteinlagen sowie in sonstige Finanzwerte. Immobilien stellen mit Abstand den größten Posten (60,6 %) dar, gefolgt von Betriebsvermögen (14,2 %) sowie Spar- und Sichteinlagen (11,0 %).



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