Gold/Silber

Vertrauensvoller Goldankauf – worauf es ankommt

El Dorado – der sagenhafte Schatz der Inka und Azteken, der Goldrausch, immer wieder in der Geschichte suchten die Menschen nach dem Edelmetall und träumten von unermesslichem Reichtum. Viele verloren ihren Verstand und ihr Leben. Gold hat seine Faszination bis heute nicht verloren, viele Anleger schwören darauf, doch als Wertanlage ist Gold nicht für jeden geeignet.

Gold verkaufen, oder als Anlage nutzen?

Wer sein Vermögen aufsplittet sollte, nach Meinung von Fachleuten, nicht mehr als 5-10 % in Gold anlegen. Denn der Goldpreis je Feinunze (31,1 Gramm) schwankte in den vergangenen 20 Jahren zwischen 300 € und 1750 €. Dennoch ist Gold eine Krisenwährung. Wenn Aktien abstürzen, behält Gold immer einen Wert. Denn Gold kann nicht einfach vermehrt werden, wie replizierbare Geldscheine.

Gerade, wenn die Weltwirtschaft sich positiv entwickelt, werden die Edelmetalle stark nachgefragt, der Preis steigt, da auch die Industrie Gold verarbeitet. Hier bietet sich die Chance auf einen Gewinn, allerdings nur beim Verkauf. Bei Aktien kann man auch Gewinne machen, ohne den Verkauf, zum Beispiel über Dividenden. Gold liegt im Safe, ohne zu arbeiten.

Gold in Münzen, Barren, oder Schmuck – was ist sinnvoll?

Die schlechte Nachricht für alle Frauen, die ihre Wertanlage nicht nur im Safe bewundern wollen: Schmuck ist keine gute Goldanlage, denn hier wird oft für das Design und den Firmennamen mitbezahlt, Geld, das beim Wiederverkauf verloren geht, denn dann geht es nur um den reinen Goldwert. Gerade bei Schmuckstücken ist dieser nicht immer so hoch, denn es handelt sich meist um Legierungen. Bei 585er Goldschmuck liegt der Goldanteil zum Beispiel nur bei 58,5 %.
Ideal sind die klassischen Anlagen in Barren oder Münzen. Hier spielt der Reinheitsgrad eine Rolle und die Größe. Denn je kleiner der Barren oder die Münze, desto größer der Gewinn des Händlers.

Seriöse Goldhändler erkennen

Wie immer, wenn große Gewinne locken, finden sich auch schwarze Schafe unter den Händlern. Es ist nicht leicht, diese zu erkennen. Ein Indiz ist die Website des Händlers: Wie transparent ist sie? Sind alle wichtigen Kontaktdaten aufgeführt? Gibt es ein vollständiges Impressum? Werden Lieferzeiten angegeben und kann die Lieferung nachverfolgt werden? So funktioniert vertrauensvoller Goldankauf.

Laien informieren sich besser bei vertrauenswürdigen Publikationen, wie zum Beispiel der Service-Test in “Focus Money”. Dort wird über verdeckte Käufe die Seriosität verschiedener Händler getestet und bewertet. Seriöse Münzhändler sind in Deutschland in der Regel auch im Berufsverband der Deutschen Münzhändler organisiert.

Fazit – Was spricht für Gold, was dagegen?

Gewinne kann man nur dann erzielen, wenn man Gold kauft, auf einen Preisanstieg setzt und dann wieder teurer als man selbst bezahlt hat, verkauft. Das kann zum Geduldspiel werden. Außerdem darf der Verkaufsgewinn nicht über 600 € liegen, sonst werden Steuern fällig. Das gilt allerdings nur, wenn man innerhalb eines Jahres wieder verkaufen will. Nach einem Jahr sind die Gewinne steuerfrei.

Für Gold wird beim Einkauf keine Mehrwertsteuer fällig, allerdings nur, wenn es von höchster Reinheit ist.

Gold gibt Sicherheit, denn es wird nie völlig wertlos. Auch in Kriegszeiten, wenn das Geld schon lange nicht mehr als Zahlungsmittel akzeptiert wurde, konnte man mit Gold weiterkommen.

Gold lagern ist nicht einfach. Denn Gold gehört am besten in ein Bankschließfach, der Safe zu Hause kann zum Risiko werden. Doch ein Bankschließfach kostet auch Gebühren. Zu Hause oder in einem Schließfach – in beiden Fällen müssen Käufer prüfen, ob die Versicherung einen möglichen Diebstahl abdecken würde. Falls nicht, werden auch hier Zusatzgebühren fällig.

Faszination Gold, auch ohne es im Safe zu haben

Für Menschen, denen der Gedanke, Gold in einem Safe zu Hause oder bei der Bank liegen zu haben, eher Angst macht, gibt es Alternativen. Sogenannte Gold ETCs (börsengehandelte Rohstoffe) zum Beispiel. Hier kann man in Gold in Form von Schuldverschreibungen investieren, ohne schließlich gleich Goldbarren im heimischen Safe liegen zu haben.

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