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Videoausblick: China abgestuft!

China wurde heute Nacht von der Ratingagentur Moody´s abgestuft, und die Begründung könnte man in einem Satz zusammen fassen: die Schulden wachsen deutlich schneller als die Wirtschaft im Reich der Mitte. Wie werden die westlichen Märkte darauf reagieren? Mit Schulter zucken, so wie gestern nach dem Terror-Anschlag in Manchester?

Markus Fugmann

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VOn Markus Fugmann

China wurde heute Nacht von der Ratingagentur Moody´s abgestuft, und die Begründung könnte man in einem Satz zusammen fassen: die Schulden wachsen deutlich schneller als die Wirtschaft im Reich der Mitte. Derzeit ist China mit 277% zum BIP deutlich höher verschuldet als etwa Griechenland, es sind die Staatsunternehmen, auf die ein Großteil davon entfällt. Wie werden die westlichen Märkte darauf reagieren? Mit Schulter zucken, so wie gestern nach dem Terror-Anschlag in Manchester? Möglich – nach kurzer Unruhe sind die Märkte wieder latent ins Koma gefallen, gestern erneut ganz schwache Umsätze bei den US-Indizes. Heute im Fokus vor allem das FOMC-Protokoll, der X-Dax dürfte zunächst wenig verändert eröffnen..

https://youtube.com/watch?v=MHREMpvSCEQ%3Fecver%3D1

9 Kommentare

9 Comments

  1. Avatar

    M.

    24. Mai 2017 08:19 at 08:19

    Wenn wir heute Morgen auf den Nikkei schauen, spricht vieles eher für „Schulter zucken“ zunächst. Der wieder stärkere US-Dollar lockt zum kurzfristigen Einstieg. :-)

  2. Avatar

    Walter Schmid

    24. Mai 2017 09:11 at 09:11

    Ihr Bericht über China ist sehr interessant. Das Risiko für die Börsen, das von dem Riesenreich ausgeht, wird von den Märkten bisher als gering erkannt. Es ist kein großes Thema, aber es kann ganz schnell zu einem werden.

  3. Avatar

    Jan

    24. Mai 2017 10:44 at 10:44

    Wenn China so verschuldet ist, womit werden dann Chinas Investitionen im Ausland finanziert? China investiert massiv in Afrikanische Länder und käuft sich weltweit ein in vielen (großen) Unternehmen. Wenn das auf Pumpe geht, geht mir langsahm das Verständnis zu neige wer noch Pumpt. Privat Investoren? Europäische Staaten? Vielleicht etwas naiv von mir, aber ich dachte dass China immer noch Kapitalkräftig war, weil von dort soviel gekauft wird und anscheinend viele Devisen vorhanden sind. Wer kann mir die weltweite Schuldverhältnisse mal erklären und wie es funktionieren kann, dass hochverschuldete Staaten immer noch zukaufen. Wenn Griechenland damit anfing, in Süd Amerika oder irgendwo Farms auf zu kaufen und Infrastruktur zu schaffen, das würde H. Schauble vielleicht nicht akzeptieren oder?
    Ich würde mich freuen darüber mal was erklärendes lesen zu können, Hinweise wilkommen!

    • Markus Fugmann

      Markus Fugmann

      24. Mai 2017 10:50 at 10:50

      @Jan, das ist Geld des Staates – und der Staat selbst ist nicht hoch verschuldet, es sind staatliche Unternehmen, die die Schulden haben, damit natürlich auch der Staat dann wiederum selbst..

      • Avatar

        gerd

        24. Mai 2017 10:59 at 10:59

        Na ja, irgendwie beißt sich der Hund da in den eigenen Schwanz. So gesehen, kann ich die Verwunderung von Jan gut nachvollziehen.

        • Markus Fugmann

          Markus Fugmann

          24. Mai 2017 11:04 at 11:04

          @Gerd, das muß man sich so vorstellen: wenn der Staat Deutschland etwa Straßen oder Brücken baut, nimmt er dafür Geld (Schulden) auf – etwa durch Emissionen von Staatsanleihen. Im Falle Chinas sind das die von Jan angesprochenen Investments etwa in Afrika. Das sind also reine Staatsschulden. Wenn dagegen ein Unternehmen in China, das letztlich dem Staat gehört, Schulden aufnimmt, wandert das nicht in die Bilanz des Staates, zumindest nicht offiziell. Aber es ist eine Haftungsfrage: wer diesem Unternehmen einen Kredit gegeben hat, der dann nicht zurück gezahlt wird, wird sich an den Staat wenden..

      • Avatar

        Denker

        24. Mai 2017 12:14 at 12:14

        @ Herr Fugmann,
        nicht die staatlichen Unternehmen haben die Schulden sondern immer der Bürge, …also wir Bürger. Und der bezahlt irgendwann den Wahnsinn, wenn es mal wieder heißt …rien ne va plus.

    • Avatar

      Denker

      24. Mai 2017 12:08 at 12:08

      „Wenn das auf Pumpe geht, geht mir langsam das Verständnis zu neige wer noch Pumpt.“

      Das Problem liegt im Geldsystem selbst. Ohne Kreditschöpfung also Verschuldung kein Geld. Ein rießiges Ponzischema. Und Anreize sich zu Verschulden werden immer wieder neu erfunden incl. aller Finanzprodukte. Klimawandel, Kriege, Migration, Bauprojekte, Währungen sind nichts als Schulden.
      Wir handeln IMMER mit Schulden. Wer seine Schulden abzahlt schadet dem System, denn dann verschwindet die Schuld und somit quasi „Geld“
      Das Wort Geld wird abgewandelt aus dem angelsächsichen von guilty hergeleitet,.. schuldig..die Schuld.
      Hochverschuldete Staaten machen sich schuldig, bei wem? Immer bei der Bank.
      Sie nehmen immer weiter Kredit auf und ersetzen alte durch neue Kredite, denn Rückzahlen ist in diesem System garnicht gewollt.

  4. Avatar

    Jan

    24. Mai 2017 11:51 at 11:51

    Danke eure Rückmeldung,
    also: Der Staat China ist nicht hochverschuldet sondern die Chinesischen Firmen sind es. Wenn der Staat inverstieren möchte, gibt sie zur Finanzierung z.B. Staatsanleihen aus, die die Firmen oder Investoren evt. kaufen könnten. Wer also viele Staatsanleihen besitzt, besitzt „die Welt“.
    Moody wird es interessiert haben, dass viele Chinesischen Firmen wegen ihre Verschuldung ein gewisses Risiko darstellen. Damit wird das „System China“ (mit Gießkannenprinzip) abgestuft. Motto: wenn die ganze Firmen pleite gehen, hilft der Staat auch nicht. Daraufhin sagt Google Finance, dass am 24.5 die SSE Composite Index (Shanghai) und Han Sang Index erst mal gestiegen sind. Wunderbar, Moody’s danke schön, juckt keiner.
    Stunde Staatswirtschaft richtig verstanden?

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Aktienrückkäufe: Warum ich nicht begeistert bin – Werbung

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Lieber Börsianer,

die langjährige Flutung der Finanzmärkte mit dem billigen Geld der Notenbanken hat mittlerweile zu einigen kuriosen Begleiterscheinungen geführt. Weil Geld nichts mehr kostet, verschulden sich einige Unternehmen bis über beide Ohren. Doch statt in Zukunftstechnologien zu investieren, kaufen sie lieber eigene Aktien zurück – Kurspflege nennt man das. Angeblich geschieht das zum Wohle der Anleger, denn durch die Aktienrückkäufe steigen in der Regel auch die Kurse.

Allerdings ist bei hochverschuldeten Unternehmen Vorsicht geboten. Denn bereits ein geringer Zinsanstieg stellt diese Unternehmen vor arge Probleme. Freilich sind nicht alle Aktienrückkäufe schlecht. Wenn sich das Unternehmen die Kurspflege leisten kann und damit Geld an die Aktionäre zurück gibt, ist das oft besser, als das Geld möglicherweise zu Negativzinsen im Unternehmen zu belassen. Doch vor Übertreibungen müssen Sie sich schützen.

Das Spielcasino ist eröffnet

In den USA sind mittlerweile nicht mehr Privatanleger, Pensionsfonds und Vermögensverwalter die größten Aktienkäufer, sondern die Unternehmen selbst. Das freie Spiel von Angebot und Nachfrage wird damit außer Kraft gesetzt. In den vergangenen zehn Jahren gaben die 500 Unternehmen des S&P 500 die gigantische Summe von fünf Billionen Dollar für eigene Aktien aus. Das entspricht in etwa dem Bruttoinlandsprodukt von Japan, der viertgrößten Volkswirtschaft der Welt.

90% der Unternehmen haben dafür mehr als die Hälfte ihrer Gewinne investiert. Das Geld fließt also nicht mehr in Fabriken, Maschinen, Produkte und Jobs sondern wird für die eigene Kurspflege eingesetzt. Die Big Player erhalten damit den Status Quo und überlassen die Entwicklung neuer Technologien den Start-Ups und der Konkurrenz aus Fernost.

Nicht unbedenklich ist dabei, dass vor allem in den USA ein Teil der Vorstandsvergütung an die Entwicklung des Aktienkurses geknüpft ist. Die Manager tun sich also vor allem selbst etwas Gutes, statt an die langfristige Konkurrenzfähigkeit Ihres Unternehmens zu denken. Wenn Aktien in solch riesigem Umfang zurückgekauft werden, dann handelt es sich um einen ernsten Eingriff in die Preisbildung der betreffenden Aktien.

Apple schlägt besonders gerne zu

Der größte Käufer eigener Aktien ist ausgerechnet Apple. Jetzt könnte man einwenden, dass Apple auch Milliardengewinne erzielt und sich deshalb die Rückkäufe leisten kann. Das ist prinzipiell richtig. Doch selbst Apple übertreibt mittlerweile. Im vergangenen Jahr wurden Anteile im Wert von 72 Milliarden Dollar zurückgekauft. Der freie Cashflow lag deutlich darunter. Selbst die Gewinnmaschine Apple nimmt also mittlerweile Fremdkapital auf, um Aktienrückkäufe zu finanzieren. Das wurde sogar von offizieller…..

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