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Videoausblick: Der Geist ist aus der Flasche

Jetzt ist der Geist aus der Flasche – und es wird sehr schwer, ihn wieder in die Flasche zurück zu bekommen. Es ist der Geist der Inflation, vor allem in den USA, der jetzt auch die zuvor sehr ruhigen Anleihe- und Devisenmärkte schüttelt mit einem scharfen Anstieg der kürzer laufenden Renditen und Dollar-Stärke. Und das wiederum macht die schon zuvor viel unruhigeren Aktienmärkte nervös, die wieder mit den „alten Baustellen“ zu tun haben, die zwischendurch ausgeblendet worden waren..

Markus Fugmann

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Markus Fugmann

Von Markus Fugmann

Jetzt ist der Geist aus der Flasche – und es wird sehr schwer, ihn wieder in die Flasche zurück zu bekommen. Es ist der Geist der Inflation, vor allem in den USA, der jetzt auch die zuvor sehr ruhigen Anleihe- und Devisenmärkte schüttelt mit einem scharfen Anstieg der kürzer laufenden Renditen und Dollar-Stärke. Und das wiederum macht die schon zuvor viel unruhigeren Aktienmärkte nervös, die wieder mit den „alten Baustellen“ zu tun haben, die zwischendurch ausgeblendet worden waren. Heute kleiner Verfall – zu achten ist daneben besonders auf heutigen Zahlen der schwer kriselnden US-Industrie-Ikone General Electric (12.30Uhr). Der Dax hält sich noch recht gut, kann aber die wichtige 200-Tage-Linie nicht erreichen..

10 Kommentare

10 Comments

  1. Avatar

    Werner

    20. April 2018 09:16 at 09:16

    Was war der letzte Krieg, den die Amerikaner gewonnen haben?
    Korea? – nein
    Vietnam? – nein
    Afghanistan? – nö
    Syrien? Neeee
    Was dann?

    • Avatar

      tm

      20. April 2018 11:29 at 11:29

      Also in Korea, Syrien und Afghanistan stehen zur Zeit US-Truppen.

      • Avatar

        Werner

        20. April 2018 13:41 at 13:41

        Also wurden diese Kriege gewonnen! Wirklich? Wer’s glaubt,…

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    Andreas

    20. April 2018 10:21 at 10:21

    Herr Gut kann hatte vor wenigen Tagen den Bundesanzeiger empfohlen um sich die leerverkäufe der Hedgefonds anzeigen zu lassen. Habe heute nach Bridgewater gesucht und finde keine Ergebnisse mehr. Haben die all ihre Shorts geschlossen? Das könnte doch mitunter der Grund sein warum der DAX die letzte Zeit so stark gestiegen ist.
    Auf jeden Fall lag Bridgewater mit seinen shorts heftig daneben, wie man hier lesen kann:
    https://de.tradingview.com/chart/FTSEMIB/B2LYJxwz

    • Avatar

      Andreas

      20. April 2018 10:21 at 10:21

      Wie komme ich auf Herr Gut?? Herr Fugmann natürlich!

      • Avatar

        vogel

        20. April 2018 17:07 at 17:07

        @ Andreas
        1) Bridgewater hat sich lediglich unter die meldepflichtige Schwelle von 0,5% der Aktien der geshorteten Unternehmen zurückgezogen.
        Im Bundesanzeiger wird ein solcher Posten < 0,5% als NULLposten behandelt und Bewegungen unter dieser Schwelle nicht mehr angezeigt, obwohl sie weiter bestehen.
        (Im Gegensatz zu dieser niederländischen Seite, hier als Beispiel DTElekom: http://shortsell.nl/short/DeutscheTelekom/90/archived)

        2) Shortseller halten nicht nur Short- sondern auch Longpositionen, um z. B. beim Pullback nach Abschluß ihrer Shortattacken auch diese Kursgewinne mitzunehmen.
        Das ist jetzt in der April-Dividendensaison der Fall.
        Zwischen Mai und Oktober werden dann die nächsten Shortattacken gestartet.
        Ich meine, diese werden weit heftiger verlaufen.
        Auf jeden Fall ist Bridgewater mit seinen plumpen Marktmanipulationen sicher auch diesmal auf seine Kosten gekommen. ;-)

  3. Avatar

    Martin

    20. April 2018 12:50 at 12:50

    Lieber Herr Fugmann,

    Sie können die Liste der Baustellen jeden Tag verlängern….solange die Alternative zu Aktien Staatsanleihen (EU) mit 0,5% sind, werden die Aktien einfach nicht crashen.
    Und im Notfall kaufen die Notenbanken halt Aktien….die lassen sich doch 10 Jahre Marktmanipulation nicht durch einen Aktiencrash zerstören.

    Wenns für Investmentgrade-Anleihen mal 4%+ gibt, dann wird’s gefährlich, vorher nicht.

    MfG

    • Avatar

      vogel

      21. April 2018 11:15 at 11:15

      @Martin
      Man sollte auch die Rendite der 10 -jährigen US -Bonds im Auge behalten: Ab 3-3,5% beginnen Umschichtungen aus Aktien in eben diese in größerem Umfang:
      https://www.cnbc.com/quotes/?symbol=US10Y

  4. Avatar

    vogel

    21. April 2018 11:30 at 11:30

    @Martin
    Die 3%-Schwelle bei 10y-US-Bonds ist bald erreicht.
    Nach den Dividendenausschüttungen dürfte deshalb der alte Spruch „Sell in may…“ wieder Mal gelten und viele Optimisten auf dem falschen Fuß erwischen.
    Dabei wäre der weitere Verlauf im aktuellen Midterm-Jahr 2018 nun wirklich kein Geheimnis:
    http://www.seasonalcharts.com/zyklen_wahl_dax_midterm.html
    Bridgewater hat im Februar schon vorgemacht, wie es geht. ;-)

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Aktien

Banken: Es hagelt sensationell gute Quartalsergebnisse!

Claudio Kummerfeld

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Hochhäuser von Banken im Londoner Viertel Canary Wharf

Was ist das los? Gerade in der schlimmsten Rezession seit Jahrzehnten sollten sich die Banken doch in einer dramatischen Schieflage befinden? Denn Kreditausfälle müssten aus Quartalsgewinnen eigentlich Verluste machen und damit folglich das Eigenkapital der Banken angreifen? Dieses Szenario steht womöglich bevor, wenn die anstehende Pleitewelle Löcher in die Bücher der Banken reißt.

Aber noch ist es nicht soweit. Derzeit hagelt es sensationell gute Quartalszahlen von Banken weltweit. Vor allem fällt auf, dass gerade die Banken tolle Zahlen melden, die stark im Kapitalmarktgeschäft tätig sind, und eher weniger im Privat- und Firmenkundengeschäft mit Krediten, wo Probleme mit Kreditausfällen drohen, und wo die Banken sich derzeit mehr denn je mühen neue Kundeneinlagen abzuweisen – weil sie selbst sonst Strafzinsen zum Beispiel bei der EZB entrichten müssten.

Banken mit starkem Kapitalmarktgeschäft im Vorteil

Wie gesagt. Wer stark im Kapitalmarktsegment engagiert ist, der feiert die Krise. Zum Beispiel lässt sich derzeit viel Geld machen mit den globalen Schuldenorgien. Wo die Banken zum Beispiel in Europa in den Erstauktionen der staatlichen Schuldenagenturen Staatsanleihen aufkaufen, können sie mutmaßlich schön und entspannt Gewinn machen mit dem Weiterverkauf der Anleihen an die EZB am Sekundärmarkt. Auch in vielen anderen Bereichen des Kapitalmarkts war die letzten Quartale viel los. Man beachte in diesem Zusammenhang die sensationell guten Quartalszahlen von Goldman Sachs vom 14. Oktober. Der Quartalsgewinn konnte gegenüber dem Vorjahresquartal verdoppelt werden (hier die Details). Bei den anderen großen US-Banken gab es keine Katastrophen-Meldungen. Und dann am Dienstag dieser Woche meldete die Schweizer Großbank UBS ebenfalls eine Gewinn-Verdoppelung (hier die Details).

Barclays

Heute nun hat die britische Großbank Barclays ihre Quartalszahlen veröffentlicht. Der Gewinn liegt mit 611 Millionen Pfund gut drei Mal so hoch wie erwartet, und auch dramatisch besser als im Vorjahr. Da war es noch ein Verlust von 292 Millionen Pfund – auch wenn man hier berücksichtigen muss, dass der Verlust aufgrund von Schadenersatzzahlungen an geschädigte Kreditnehmer zustande kam. Dennoch ist heute ein Gewinn, der drei Mal so hoch reinkommt wie erwartet, beachtlich. Außerdem hat Barclays wie viele andere Banken auch im dritten Quartal die Risikovorsorge für mögliche Kreditausfälle deutlich reduziert, nämlich auf 608 Millionen Pfund nach 3,7 Milliarden Pfund in den ersten sechs Monaten des Jahres.

Nordea

Bei der größten skandinavischen Bank Nordea könnte man glatt meinen, dass die Krise zeitlich auf den Kopf gestellt wurde. Auch hier gab es heute Quartalszahlen. Der operative Gewinn steigt binnen Jahresfrist von 875 Millionen auf 1,09 Milliarden Euro. Die Gründe für die guten Zahlen: Einerseits mehr Kreditvergabe-Volumen in der Krise – andererseits nicht mehr vorhandene Belastungen durch Schrottkredite (331 Millionen Euro Belastung im Vorjahresquartal). Dennoch erwartet Nordea für das Gesamtjahr Kreditausfälle von gut einer Milliarde Euro. Es klingt wie ein Witz, dass jetzt Belastungen durch Kreditausfälle weggefallen sind. Aber aktuell wirkt es noch schlüssig. Es werden weltweit auch mit Staatshilfen viele neue Kredite vergeben, wo die Kreditnehmer natürlich erstmal wieder liquide sind und auch die monatlichen Raten einige Zeit lang zahlen können.

Noch sieht es gut aus

Wenn die große Pleitewelle bei Unternehmen denn kommen sollte, dürfte sich die Lage für die Banken verdunkeln. Banken wie Goldman Sachs mit fast null klassischem Privatkundengeschäft könnten auch in einer Pleitewelle gut da stehen, weil man ja keine Kreditausfälle verkraften müsste. Und die deutschen Banken? Die Commerzbank meldet ihre Quartalszahlen am 5. November, die Deutsche Bank am 28. Oktober. Es ist möglich, dass sie schon vorab als Ad Hoc-Meldung ihre Finanzdaten berichten, wenn sie zu stark von den Erwartungen abweichen. Es könnte sein, dass auch die beiden deutschen Großbanken jetzt halbwegs akzeptable Zahlen melden, und dass die bitteren Verluste der Kreditausfälle erst noch anstehen, wenn die Pleitewelle wie von vielen Experten erwartet demnächst einsetzt. Aber es kann vielleicht noch einige Zeit dauern, bis eine Pleitewelle wirklich auf die Quartalszahlen der Banken durchschlägt. Denn bis die Bank wirklich einen Kredit als Verlust abschreibt, muss erstmal der Schuldner den Bach runtergehen, dann gibt es Verhandlungen über Umschuldungen usw. Also, kurzfristig könnten auch Deutsche Bank und Commerzbank noch akzeptable Quartalszahlen melden.

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Markus Koch LIVE vor dem Handelsstart in New York – Value-Werte auf der Überholspur

Redaktion

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Von

Markus Koch meldet sich im folgenden Video LIVE vor dem Handelsstart in New York. Es gibt gute Konjunkturindikatoren aus Deutschland und Asien. Laut Markus Koch sind die Value-Werte jetzt auf der Überholspur.

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fashionette: Onlineshop für Luxus-Shopping geht an die Frankfurter Börse

Claudio Kummerfeld

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Bürotürme in Frankfurt

fashionette ist kein normaler Onlineshop für Klamotten und Schuhe. Nein, hier werden nur hochpreisige Handtaschen, Schuhe, Schmuck etc verkauft. Darauf hat sich die Düsseldorfer fashionette AG spezialisiert. Man konzentriert sich auf die Region Deutschland, Österreich und Schweiz. Nach eigenen Angaben bietet das Portal 11.000 Artikel von 150 Premium- und Luxus­marken, und hat pro Monat mehr als 3 Millionen Seitenaufrufe. Die Umsatzerlöse lagen im Jahr 2019 bei 73 Millionen Euro, und der Gewinn (EBITDA) lag bei 6,8 Millionen Euro. Das entspricht einer Marge von 9,3 Prozent.

Die Deutsche Börse hat heute offizielle Angaben zur Aktienzeichnung und zum ersten Handelstag an der Börse für das Unternehmen veröffentlicht. Die Aktienzeichnung für den Börsengang der fashionette AG (ISIN: DE000A2QEFA1) an der Frankfurter Wertpapierbörse ist heute gestartet und wird voraussichtlich bis zum 27. Oktober andauern. Inklusive der Mehrzuteilungsoption werden bis zu 3.605.000 Aktien angeboten, die Bookbuilding-Spanne liegt bei 30,00 bis 38,00 Euro je Aktie. Der erste Handelstag der fashionette AG im Segment Scale ist laut der Deutschen Börse für den 29. Oktober geplant.

Beim Klick an dieser Stelle finden sie alle Detaildaten zu dieser Emission bei der Frankfurter Börse.

Der Börsengang von fashionette hat einen Gesamtumfang von bis zu 137 Millionen Euro. Aber der Großteil der Papiere werden vom aktuellen Hauptaktionär Genui verkauft, womit ein Großteil der Emission nicht in der Firma landet, sondern an den Altaktionär fließt. Im Unternehmen werden von der Emission wohl 36-46 Millionen Euro ankommen.

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