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Videoausblick: Der große Umschwung

Gestern gab es an den US-Aktienmärkten den größten Umschwung (revearsal) seit über einem Jahr: nach starkem Start aufgrund der guten ADP Arbeitsmarktdaten, brachte das FOMC-Protokoll die Wende..

Markus Fugmann

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Markus Fugmann

Von Markus Fugmann

Gestern gab es an den US-Aktienmärkten den größten Umschwung (revearsal) seit über einem Jahr: nach starkem Start aufgrund der guten ADP Arbeitsmarktdaten, brachte das FOMC-Protokoll die Wende. Auslöser war einerseits die Sorge der Fed über sehr hohe Bewertungen an den Märkten, eine scharfe Korrektur der Preise könnte auch die Realwirtschaft stark belasten, so der Tenor. Dazu scheint die Notenbank mehr den Fokus auf die Reduzierung ihrer Bilanz zu legen statt auf Zinsanhebungen (das stoppte den Dollar-Höhenflug). Dann auch noch schlechte Nachrichten von politischer Seite: die Ersetzung von Obamacare gelingt erneut nicht, auch die Steuersenkung rutscht nach Aussagen von Paul Ryan in immer weitere Ferne. Das alles ist eine ungute Kombination, die den Dax heute unter Druck bringen wird!

https://youtube.com/watch?v=qJHJ4mDXwxs%3Fecver%3D1

4 Kommentare

4 Comments

  1. Avatar

    vogel

    6. April 2017 08:41 at 08:41

    „Dazu scheint die Notenbank mehr den Fokus auf die Reduzierung ihrer Bilanz zu legen…“

    Den Börsen die Liquidität zu entziehen war noch nie eine gute Idee.

    Zum Trost gibt es rechtzeitig zur Dividendensaison wieder viele Schnäppchen ;-)

  2. Avatar

    Notenbankberater

    6. April 2017 10:41 at 10:41

    @Vogel, Liquidität entziehen war noch nie eine gute Idee, Sie haben Recht ,Liquidität immer weiter auf das 10 bis 100 fache weiter aufzublasen wäre die viel bessere Idee,leider begreifen das die Notenbänker nie ! !

  3. Avatar

    Wolfgang M.

    6. April 2017 14:00 at 14:00

    Es klingt immer ganz dramatisch. Der große Umschwung, der Marktbeweger, Paukenschläge, ganz heiße Nummer, bitte anschnallen, um nur ein paar Überschriften unseres geschätzten Kommentators zu nennen – und passiert ist -fast nichts. Herr Fugmann wird ganz euphorisch, wenn er Infos findet, die auf den großen Umschwung hindeuten. Objektivität??? Natürlich deutet sich in den USA ein Ende der Hausse an, aber wann? Das Bild ist doch : US-Fonds deuten Käufe im billigen Europa an (nach 5 Jahren Verzug),da sie ihren Mart teuer finden, Draghi denkt noch nicht daran die 0-Zinsen anzuheben, die Deutschen haben 2 Billionen!!! € in nicht verzinslichen Anlagen und dies bei fühlbarer Inflation. Bei fast 10Prozent Sparrate wird das ständig mehr. Heute in Frankfurt an der Börse sprach die Moderatorin davon, dass viele einen Rückschlag wünschen „auch ich“, um billiger in den Markt reinzukommen. Wenn dies nur halbwegs verbreitet ist, wird jeder Rückschlag wieder gekauft. Einen deutlichen Rücksetzer könnte es dennoch in Bälde geben und nicht nur aus psychologischen Gründen: Die Wallstreet übertrifft seit 5 oder 6 Quartalen die vorher stark gesenkten Prognosen. Für das zweite Quartal 2017 nicht – und dies bei 9 Prozent Konsens. Enttäuschungen werden bei den Amis i.d.R. heftig bestraft. Gruß

  4. Avatar

    Wolfgang M.

    6. April 2017 14:15 at 14:15

    Sorry, das erste Quartal 2017 war gemeint.

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Börse: Die Stimulus-Schecks und der große Börsen-Hype

Wiederholt sich das Muster an der Börse aus der ersten Corona-Welle? Damals stiegen Kleininvestoren ein, und nun kommen neue Schecks!

Wolfgang Müller

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Was sich im letzten Sommer durch die großzügigen Schecks der US-Regierung zur Unterstützung der Arbeitslosen an der Börse gezeigt hat, wiederholt sich mit den 600 Dollar-Schecks seit Jahresanfang in verschärfter Form. Man zockt mit dem staatlichen Geld immer zügelloser, in Pennystocks und in Optionen. Jetzt kommt bald die Aufstockung auf 2000 Dollar durch die Biden-Regierung – wird dies der Höhepunkt der Manie der Börse?

Börse: Corona und die Generation RobinHood

Es war ein großes Thema im Coronajahr 2020, die allein schon beim Neobroker RobinHood auf 13 Millionen, vorwiegend junger Anleger angewachsene Schar neuer und junger Investoren, die ihre Freizeit genutzt haben, um nahezu gebührenfrei an der Börse zu zocken. Zunächst mit den großen Aktien aus dem „Stay-at-Home-Umfeld“, Apple, Amazon, Alphabet, Microsoft, Nvidia, oder Zoom und natürlich Tesla. Aber da dies so gut geklappt hatte, dann auch mit Hebelprodukten aus dem Optionsbereich. Was die Stillhalter dazu genötigt hatte, teure Aktien zur Absicherung auch noch nachzukaufen, Stichwort Gamma-Absicherung. Die Hausse nährte ständig die Hausse. Dies ist natürlich den großen Häusern in den USA nicht verborgen geblieben. Goldman Sachs holte sich die Liste der meist nachgefragten Aktien bei den Billigbrokern und bei den Favoriten der Hedgefonds – und siehe da, die Lieblinge der RobinHoodies schlugen die Benchmark und die Profis um Längen.

2020: S&P 500, plus 16 Prozent – Hedgefonds plus 40 Prozent – und die RobinHooder plus 80 Prozent. Dies ist natürlich nicht die Performance der Depots, sondern die Berechnung der Performance der Favoriten.

Das neue Thema Pennystocks

Das Jahr 2021 entwickelt sich in Teilbereichen noch extremer als das Jahr 2020. Die jungen Spekulanten hatten bemerkt, dass sich nach den Wahlen im November und der großen Impfstoffstory ein Favoritenwechsel ergeben hat, weg von Big Growth und Value, hin zu kleinen Nebenwerten. Überaus deutlich ersichtlich an der Performance des Russel 2000, der allein von Anfang November bis dato von 1520 auf 2150 Punkte gestiegen ist. Ein Index, wohlgemerkt, in dem sich so viele Titel befinden, die gar keine Gewinne machen, seit Jahren „Zombies“ genannt. Manch erfahrener Börsianer wird sich die Hände über dem Kopf zusammengeschlagen haben, angesichts der Kurssprünge einiger kleiner und eigentlich unbekannter Aktien aus dem Feld der Pennystocks.

Das extremste und am meisten zitierte Beispiel ist eine Firma aus der Medizintechnik, Signal Advance. Infolge einer Verwechslung aufgrund eines Musk-Tweets: „Buy Signal“ hatte sich der Pennystocks schlicht verdreiundzwanzigfacht. Nicht ganz so extrem, aber immerhin auch schon mit 120 Prozent plus, notierte GameStop, eine Firma aus der Videobranche. Ob Energiesektor, Elektromobilität, Wasserstofftechnologie, Solar oder sogar Aktien, die sich der Pleite genähert haben, Hauptsache billig, dann wird damit herumgezockt.

Das Volumen der gehandelten Billigaktien hatte bereits im Dezember die Billionengrenze erreicht.

Stimuli, oder die staatliche Quelle für das Zocken

Wie bereits angedeutet, viele Anleger hatten anscheinend nur darauf gewartet, dass der Staat ihnen endlich die lange erwartete Unterstützung mittels der 600 Dollar-Schecks zusandte. Der Beweis für diese Annahme ist der Anstieg des Handelsvolumens bei Pennystocks – Over the counter (OTC), also außerbörslich, der sich nach dem Erhalt der Schecks glatt fast versechfacht hatte.

Was bedeutet dies für die nahe Zukunft? Der neue US-Präsident hat letzte Woche sein 1,9 Billionen Dollar schweres Stimulusprogramm angekündigt, welches noch der Billigung durch den Kongress bedarf.

Eine Aufstockung um 1400 Dollar und es könnten weit über 100 Millionen Amerikaner in den Genuss der staatlichen Stimulus-Schecks geraten.

Wird sich das Verhalten der neuen Generation Anleger ein weiteres Mal wiederholen und das Geld unmittelbar wieder an der Börse landen, bei Werten, von denen unsereins noch gar nichts gehört hat?

Ein nochmaliger kurzfristiger Boom?

Daran sieht man einmal mehr, warum statistische und saisonale Annahmen stets mit Vorsicht zu genießen sind. Jedes Jahr, jeder Zyklus ist anders und bietet ständig Überraschungen. Wer hätte vor einem Jahr daran gedacht, dass kleinste Anlegergruppen mit staatlicher Stütze einen Einfluss auf die Kurse an der Börse ausüben können?

Fazit

Wieder ein Zeichen für eine Bubble an der Börse, die aber wie immer erst dann festgestellt wird, wenn sie geplatzt ist? Jede Übertreibung ist anders als die vorherige und die aktuelle Phase ist durch Umstände befördert worden, die es in dieser Kombination auch noch nicht gegeben hat. Die Notenbanken haben durch ihre Marginalisierung des Zinses den Aktienmarkt zu einer dominanten Anlageklasse gemacht, dann haben die neuen Broker die Handelsgebühren abgeschafft und das Handeln mit ganz niedrigen Beträgen möglich gemacht und zuletzt hat Vater Staat auch noch das nötige Spielgeld zur Verfügung gestellt, ungewollt. 2020 war es die Arbeitslosenunterstützung, die in manchen Staaten über 4000 Dollar pro Monat betragen hat, mehr als der Arbeitnehmer mit seiner Arbeit verdienen konnte. Dann kamen die 600 Dollar-Schecks und jetzt die nochmalige Aufstockung durch die neue US-Regierung.

Was mich wieder einmal in meiner These bestätigt, wann der Rally an der Börse sehr deutlich der Stecker gezogen werden könnte: Wenn die Wirtschaft ohne staatliche (Not-)Versorgung läuft, das Zinsniveau nur ein wenig weiter ansteigt und zusätzlich den jungen Zockern die staatlichen Schecks verwehrt werden.

Der Einfluß der Stimulus-Schecks auf die Börse

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Netflix-Quartalszahlen: Nutzerwachstum deutlich besser als gedacht, Aktie +11 Prozent

Claudio Kummerfeld

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Netflix auf Computer schauen - Beispielbild

Soeben wurden die Netflix-Quartalszahlen veröffentlicht. Hier zeigen wir die wichtigsten Eckdaten.

Der Umsatz liegt bei 6,64 Milliarden Dollar (Vorjahresquartal 5,47/Erwartungen 6,6). Im aktuell laufenden Quartal soll der Umsatz bei 7,1 Milliarden Dollar liegen.

Der Gewinn liegt bei 1,19 Dollar pro Aktie (Vorjahresquartal 1,30/Erwartungen 1,39). Im laufenden Quartal erwartet man 2,97 Dollar.

Die Zahl neuer Abonnenten liegt bei 8,51 Millionen (erwartet 6,5). Für das laufende Quartal gibt man ganz aktuell die Zielmarke von 6 Millionen neuen Abonnenten aus.

Netflix sagt aktuell, dass man keine externe Finanzierung mehr benötige, und über Aktienrückkäufe nachdenke. Das und das Nutzerwachstum lassen die Aktie gut da stehen. Sie steigt aktuell nachbörslich um 11 Prozent!

Grafik zeigt Netflix-Quartalszahlen im Detail

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Markus Koch LIVE vor dem Handelsstart in New York – Go Big or Go Home – Janet Yellen gibt Vollgas

Redaktion

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Markus Koch meldet sich im folgenden Video LIVE vor dem Handelsstart in New York. Janet Yellen spricht heute ab 16 Uhr deutscher Zeit im US-Kongress. Das kann die Kurse bewegen.

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