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Videoausblick: Die losgetretene Lawine

Dass nun aber plötzlich den Junkies die Drogenzufuhr verweigert wird, sorgt sowohl bei Aktienmärkten wie auch bei Anleihemärkten für eine Art „kalter Entzug“. Nun werden die Märkte so lange Streß machen, bis die Notenbanken zurück rudern, so ist zu vermuten – und das kann noch dauern, deswegen haben wir die Tiefs wohl noch lange nicht gesehen..

Markus Fugmann

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Markus Fugmann

Von Markus Fugmann

Die Notenbanken haben gemeinschaftlich erklärt, die ultralaxe Geldpolitik beenden zu wollen – und haben damit eine Lawine losgetreten! Denn nun ist all das in Gefahr, was zuvor als sicher galt: dasss die Notenbanken alles tun werden, um die Märkte zu stützen. Dass nun aber plötzlich den Junkies die Drogenzufuhr verweigert wird, sorgt sowohl bei Aktienmärkten wie auch bei Anleihemärkten für eine Art „kalter Entzug“. Nun werden die Märkte so lange Streß machen, bis die Notenbanken zurück rudern, so ist zu vermuten – und das kann noch dauern, deswegen haben wir die Tiefs wohl noch lange nicht gesehen. Wahrscheinlich ist, dass der Dax die „Macron-Gaps“ schließen wird..

https://youtube.com/watch?v=EH8fvzwMRz8%3Fecver%3D1

26 Kommentare

26 Comments

  1. Avatar

    gerd

    30. Juni 2017 08:27 at 08:27

    Also sprach…

    Das heißt dann für mich, die Tiefs haben wir gesehen und sie lagen gestern Abend bei 12350.
    Gibt ja auch keinen vernünftigen Grund zum Verkauf, da in der realen Welt überhaupt nichts passiert ist. Nur in den Köpfen – und das geht vorüber (oder hoffentlich auch nicht).

    • Avatar

      walter

      30. Juni 2017 08:35 at 08:35

      Kann sein,dass der DAX heute nochmal die 125xx ankratzt und dann ein tieferes Tief zu gestern generiert!
      Salami technik eben…

    • Avatar

      PK

      30. Juni 2017 08:36 at 08:36

      statistisch gesehen werden solche Tiefs in den meisten Fällen mind. nochmal getestet.

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        gerd

        2. Juli 2017 00:42 at 00:42

        Mit einem kurzen Satz mal wieder voll ins Schwarze getroffen. Ich glaube, auch was insbesondere
        die Börsenpsychologie angeht, können Ihnen nur wenige das Wasser reichen
        (klar, Walter mit seinem Kommentar oben drüber gehört dazu).

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    walter

    30. Juni 2017 08:32 at 08:32

    Das ist bzw.wird der „Bogen“im DAX-Chart sein,von dem Stranzl vor wenigen Tagen berichtet hat.
    Apropo ‚Wenn die Kinder nerven“….aber in DE kann man „quengeln“wie man will…bringt nichts,denn der Merklische Kurs wird durchgezogen,bis zum bitteren ENDE!
    Warum ist der Vorgaenger von Weidmann zurueckgetreten?
    Weil er es damals schon erkannt hatte,wie Sie Hr.Fugmann es so schoen beschrieben haben.
    Guten Morgen….

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      gerd

      30. Juni 2017 09:25 at 09:25

      Stimmt, der Axel Weber hat den Blödsinn kommen sehen. Er war ja schon auserkoren als EZB-Präsident. Andererseits, es geht ihm bei der UBS jetzt finanziell sicher nicht schlecht.

      Herr Weidmann macht für viele einen vernünftigen Eindruck – durch seine Äußerungen. Das macht Herr Bosbach von der CDU bei vielen Bundesbürgern ebenfalls. Und angeblich kam auch die Aufmüpfigkeit von Herrn Seehofer gegenüber Frau Merkels Einwanderungskurs gut an.

      Die drei scheinen eines gemeinsam zu haben – sie eignen sich auf jeden Fall gut als Alibifiguren. Sie erwecken in vielen die Hoffnung, dass es noch Leute gibt, die die Angelegenheit etwas kritischer sehen.
      Es könnte aber sein, dass sie von oben auserkoren wurden, diesen Eindruck zu vermitteln.
      Ändern tun sie nichts, sie verleihen ihren Ansichten niemals Nachdruck. Ich glaube, das dürften sie auch gar nicht.

      • Avatar

        walter

        30. Juni 2017 09:47 at 09:47

        Im Endefekt haben doch alle Politiker einen unsichtbaren „braunen Ring“um den Hals…der ihre Pensionsansprueche bis zum Ableben sichert.(nicht zu verwechseln mit braunen Politikern!)

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    Jana

    30. Juni 2017 10:25 at 10:25

    die CDU und die SPD führen die absolute Überwachung ein…..unglaublich diese Regierung – mal sehen was danach als nächstes kommt…..diese Regierung regiert ganz offen gegen das eigene Volk….
    https://www.youtube.com/watch?v=j-tRjC76CGs

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      gerd

      30. Juni 2017 10:38 at 10:38

      Der vorletzte Satz:
      „… das ist der Weg zum…“ ist gut.
      Viele sagen, wir sind schon drin.

      Aber Trojaner, meine Güte.
      Da macht man den Leuten eben gar nicht auf, wenn die kommen und so einen installieren wollen, oder?

      • Avatar

        walter

        30. Juni 2017 10:47 at 10:47

        „Viele sagen,wir sind schon drin“
        Ich bin schon WEG!
        Sollten sich einige Buerger auch mal ueberlegen,ob sie in Zukunft eine unsichtbare Fussfessel tragen wollen!

        • Avatar

          berti

          30. Juni 2017 11:05 at 11:05

          wenn ich die Kohle hätte und Freiheit, wäre ich auch gern weg!

          • Avatar

            Der Katamaransegler

            30. Juni 2017 12:44 at 12:44

            Ach Berti ….
            „wenn“ … „hätte“ …“wäre“ ….
            Fällt Dir etwas auf ?
            „.. gern weg“ – wohin willst Du überhaupt ?
            Jetzt sag nicht: Auf die Insel mit dem Strand und der krummen Palme !
            Glaub mir, nach eine Weile ist es quälend öde.
            Komm raus aus Deiner Geisterbahn. Ersetze Deine Worte durch
            „Dann – Habe – Bin ich „.
            Vergiss nicht:
            Deine Gedanken leiten Deine Worte.
            Deine Worte leiten Deine Taten
            Freiheit beginnt im Kopf. Nirgendwo anders.
            Schon gar nicht in Forenkommentaren
            Mensch, Junge – Noch nie in den vergangenen Jahrtausenden hatten wir eine so grossartige Freiheit und Möglichkeit zu Leben, zum Geld verdienen, wie heute und in diesem Land. Okay, ich bin auch ausgewandert aus diesem Neid- und Jammerland.
            Aber komm raus aus der Geisterbahn. Hör auf zu flennen und dreh Dich um – und pack’s endlich an !
            – Rauchen aufhören
            – Prioritäten setzen
            – mit kleinen Summen anfangen
            – Langfristig denken
            – investieren
            Zum Beispiel Dividendenstrategie, oder Short Options, und in einigen Jahren sitzt Du wirklich auf der Insel, neben der Palme.
            Und dann sehnst Du Dich zurück, aber Du hast es mal gemacht.

            Eigentlich wollte ich hier nichts mehr schreiben, aber wenn ich sowas lese, dann bin ich immer versucht, jemanden wachzurütteln.
            Man kann’s ja nicht mitanlesen, was hier geschrieben wird.

            Gruss vom Segler

          • Avatar

            berti001

            30. Juni 2017 13:47 at 13:47

            Ja tut mir Leid, das Sie sowas lesen mussten.

            Und ich denke über Ihre Worte nach!
            Danke(ernst gemeint…)

            Ach ich weiss nicht wohin.
            Ich war mal eine Zeit lang in Asien, ohne Radio, TV und Zeitungen. Es hat so gut getan einfach zu leben und nichts von unserer westlichen Welt mitzubekommen….

    • Avatar

      Dieter G.

      30. Juni 2017 13:41 at 13:41

      Sehe ich nicht so, weil das Volk die Überwachung wünscht.

      Von daher ist alles ok. Also kein Grund zur Panik.

      Liebe Grüße

      Dieter

      • Avatar

        walter

        30. Juni 2017 14:00 at 14:00

        Das sagt schon alles aus,ueber das Volk!
        Es wird sich noch herausstellen,wer von der Ueberwachung profitiert u.wer nicht!
        Meiner Meinung nach,wird die Mehrheit in absehbarer Zeit,die Ueberwachung“verfluchen“!
        Ohne Smartphone z.b.,ist der Mensch doch zu nichts mehr faehig,also bleibt ihm nichts anderes uebrig,die totale Ueberwachung zu tollerieren.

        • Avatar

          gerd

          30. Juni 2017 14:25 at 14:25

          Die realen Außengrenzen wurden nicht überwacht.
          Dafür überwacht man jetzt im Inneren und im Privaten – und im Virtuellen. Gefickt eingeschädelt, oder was?
          Dass das Volk Letzteres gut heißt, Walter, sagt noch nicht wirklich was über das Volk, außer vielleicht, dass es Sicherheit höher einschätzt als persönliche Freiheit.
          Wollt ihr die totale Überwachung?
          Oder wollt ihr jeden Tag einen Terroranschlag?
          Falls eine solche Frage gestellt würde, müsste ich auch nicht überlegen, wo ich mein Kreuzchen mache.
          Ab 01.07. muss der Käufer einer Prepaid-Handykarte sich legitimieren – zwecks Erbrechensvermeidung. In Deutschland wohlgemerkt. Im Ausland kann ich die online jederzeit weiterhin bestellen und in Deutschland nutzen. Absolut effektiv.
          Aber ab sofort gibt es eh nur noch Liebe und Erbauung in Deutschland. Ich darf sogar mit meinem Wellensittich vögeln und ihn heiraten, oder nicht? Mir ist die Neuregelung relativ gleichgültig. Der Sachverhalt ist relativ unbedeutend.
          Bedeutender ist, dass wir in Deutschland nicht zu wenig Eheleute registriert haben, sondern dass es zu wenig Nachwuchs gibt. Und da wird wohl die Homo-Ehe auch nichts dran verbessern.

          • Avatar

            walter

            30. Juni 2017 14:47 at 14:47

            Schlimmer ist,dass es zur Zeit in meiner Umgebung kein Muenchner Weissbier mehr gibt!
            Die Registrierung einer Phone-Card ist bei uns seit gut einem Jahr nur mit einer ID-Card zu bekommen!
            Aber der Hit wird noch kommen,wenns in DE kein Bargeld mehr gibt…nur noch mit Karte!
            Was machst dann,wenn auf der Karte EBBE ist,so wie bei Millionen Pleitegeiern?
            Und nochwas…man hat mich in MUC vor ca.3Wochen bei der AUSREISE gefilzt,bis auf die Unterhose!!
            Gerd..nat.NUR das eigene VOLK kann man zwangs erziehen!

      • Avatar

        Jana

        30. Juni 2017 14:29 at 14:29

        Was Sie meinen Sie wünschen sich das. Jeden den ich kenne, der will diese absolute Bewachung nicht haben. Bisher ging es auch. Nur die Deutschen wählen komischerweise immer wieder diese Parteien.

        • Avatar

          Dieter G.

          30. Juni 2017 23:57 at 23:57

          Ähmm…ich jetzt?

          Natürlich will dies keiner, aber jeder arbeitet daran. Ob Smartphone, PKW, Computer, Applewatch. Daten werden millionenfach abgegriffen, ausgewertet, verkauft. Macht man dann darauf aufmerksam, kommt die Antwort „…ich habe nix zu verbergen“. Da stellt ein Gericht die Illegalität von Whatsapp fest, und was passiert? Genau. Nichts.

          Alle wollen diese bunte Welt, und der Preis dafür ist Überwachung, Telefonterror von Callcentern, Cyberbetrug.

          Ich habe lange Zeit in der IT gearbeitet, und mein erster Hinweis war 1998 an den bay. Datenschützer, weil Microsoft im Mailserver Exchange eine versteckte Adresse verwendete. Ergebnis: Nix. Microsoft hat dies zwar eingeräumt, aber eine Krähe hackt der anderen Krähe nicht die Augen aus.

          Verbessert hat sich seitdem nichts. Im Gegenteil. Wer heute über Exchange versendet, dessen Mail wird zunächst per Scan an einen anderen Standort gesendet, bevor das Geschreibsel den Empfänger endgültig erreicht. Auch dies habe ich an den obersten Datenschutzknispel der BRD gesendet. Ergebnis: Nix.

          Ein schönes Wochenende, und toi…toi…toi

          Dieter

  4. Avatar

    Bademeister

    30. Juni 2017 10:27 at 10:27

    Was die Märkte heute tun ist vermutlich noch von den anstehenden Wirtschaftsdaten abhängig.
    Nächste Woche zu G20 wirds ziemlich sicher aus anderen Gründen so richtig knallen….denken wir zurück ans letzte G7.
    Wenn Trump dann mit Putin an einem Tisch sitzt, donnern mit grosser Sicherheit gerade die (verbalen) amerikanischen Kanonen in Nordkorea oder Syrien.
    Vielleicht oder gerade deswegen wird der Dow + Nasdaq heute Abend dann auf Wochentief schliessen. Sollte es so kommen wirds nächste Woche sehr hart für die Bullen…Gold und Öl dann gut beobachten!

  5. Avatar

    gerd

    30. Juni 2017 11:50 at 11:50

    Übrigens eine der vordringlichsten Angelegenheit für unser Land wurde soeben abgearbeitet. Mit der von unseren problemlösungserfahrenen Politikern gewohnten Schnelligkeit:
    ‚Bundestag sagt Ja zur Ehe für alle‘

    Jetzt kann es nur noch aufwärts gehen – im Land und an der Börse. Oder sollte man sagen, wir sind jetzt übern Berg, von nun an gehts bergab?

    • Avatar

      walter

      30. Juni 2017 12:28 at 12:28

      Gerd,
      du bist mit deinem Komment.im falschen Traed!
      Must du hier schreiben:
      Tribalisierung statt Globalisierung: Eine Generation geht verloren

      • Avatar

        gerd

        30. Juni 2017 12:50 at 12:50

        Da hast du recht.
        Aber das ist wie im wirklichen Leben bei mir.
        Ich bin immer zur richtigen Zeit am falschen Ort.
        Wollte ich zum Protestieren gegen Draghi würde ich garantiert in Frankfurt ankommen – aber an der Oder.
        Deshalb klappt das auch an der Börse nicht. Ich sehe rosarote Welten für die Aktien und stell auf einmal fest, dass ich short bin.

        Ich fürchte, ich hab einen Bundestrojaner verschluckt, der mich fremdsteuert.

  6. Avatar

    walter

    30. Juni 2017 12:47 at 12:47

    Ab 16:00 Uhr wird die Lawine erst so richtig abgehen,denn der Michigan wird den Weg nach unten beschleunigen.
    Gold ist in der Wartestellung!

    • Avatar

      berti001

      30. Juni 2017 13:45 at 13:45

      wär schön wenn es so käme :-)

  7. Avatar

    Outsider

    1. Juli 2017 12:24 at 12:24

    NOTENBANKEN ALS GESETZLICH AKZEPTIERTE INSIDER,
    In einer Zeitung habe ich gelesen, FRÜHER WAREN DIE NOTENBANKEN SCHIEDSRICHTER, HEUTE SIND SIE ZUGLEICH GROSSINVESTOREN, wie läuft das also , ein privater Anleger wird als Insider streng verurteilt, was auch richtig ist, während die Notenbankleute zwangsweise zu Insidern werden, hat man vielleicht nicht daran gedacht beim Einführen der QE , ( DEM NOCH NIE DAGEWESENEN EXPERIMENT MIT UNGEWISSEM AUSGANG ) Wäre es denkbar dass ein Grossaktionär
    ( Ueli Höness ) als Schiedsrichter Bayern gegen Barcelona pfeift ? Der Fussball ist mit denFIFA Skandalen schon recht versaut aber noch meilenweit korrekter als die Finanzindustrie.

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Aktien

Aktien: Die Rally und die Cocktail-Theorie von Peter Lynch

Ibrahim Sonay

Veröffentlicht

am

Klar, Corona ist das Gesprächsthema Nummer-Eins, doch dicht auf den Fersen folgt derzeit schon das Thema Aktien!

Aktien: Woher stammt die Cocktail-Theorie?

Der berühmte Magellan-Fonds Manager Peter Lynch, ein Maestro der Investment-Welt aus den 80er-Jahren, stellte damals die Interessante Cocktail-Theorie auf, um die unterschiedlichen Marktprognosen darzulegen, die er über Jahre entwickelt hatte, während er auf Partys herumstand.

Phase Eins

Gar nicht über Aktien sprechen die Leute in der ersten Phase, eines leichten Marktanstiegs, nachdem sie längere Zeit am Boden lagen, ohne Bewegung und Beachtung. Fragte man Lynch auf der Party, was er denn so beruflich treibe, antwortete er, dass er einen Aktienfonds manage. Daraufhin nickten die Leute freundlich und gingen weiter, um sich mit dem Nächsten auf der Party über Belangloses zu unterhalten. War dies der Fall, so wusste Lynch, dass der Markt vor einer Erholung stand.

Phase Zwei

Nachdem Lynch seinen Beruf nannte, blieben die Partygäste meist etwas länger – aber auch nur so lange, um ihn klar zu machen, wie gefährlich doch Aktien seien. Danach sprachen die Partygäste wieder übere andere Themen. Auch dies beobachtete er und stellte somit fest, dass die Börse in der zweiten Phase steckt, denn die Aktien stiegen bereits, doch es interessierte (noch) niemanden.

Phase Drei

Der Markt war bereits um 30 % gestiegen und Lynch wusste, dass ihn auf der Party eine neugierige Schar von Menschen umringen würde. Viele euphorische Zeitgenossen nahmen ihn beiseite, um herauszufinden, in was sie denn nun investieren sollten und fast jeder sprach von Aktien. Damit war klar, Phase Drei ist erreicht.

Phase Vier

In der vierten Phase umzingelten ihn die Leute erneut, aber diesmal nicht um zu erfragen, worin sie investieren sollten, sondern um ihn Tipps und Ratschläge zu geben, welche Aktien er kaufen solle. Erfuhr er Tage später, dass die Empfehlungen der Partygäste aufgingen, so erkannte Lynch, dass der Markt in Phase Vier steckt: Das Hoch war erreicht – ein Rückschlag der Märkte stand kurz bevor.

Das aktive Zuhören kann sehr wertvoll sein. Halten Sie also ihre Augen und Ohren auf. Auf lange Sicht sollte jeder für sich selber entscheiden, worin er sein Geld investieren möchte – ob er dabei Prinzipien, Ethik oder Trends berücksichtigt. Eines zeigt uns die Vergangenheit der Aktienmärkte jedoch: wenn man Aktien von Qualitäts-Unternehmen findet und das zu einem guten Preis, erzielt man über Jahre Rendite.

Aktien und die Cocktail-Theorie

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Aktien

Aktien: Die 2020-er, wieder das Jahrzehnt der Aktie?

Die Jahre 2010 bis 2020 war ein Jahrzehnt für die Aktien – den Notenbanken sei Dank! Aber wie sieht es für die 2020er-Jahre aus?

Wolfgang Müller

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am

Die Jahre 2010 bis 2020 war ein Jahrzehnt für die Aktien – den Notenbanken sei Dank! Aber wie sieht es für die 2020er-Jahre aus?

Derzeit wird viel spekuliert über die Zukunft nach Corona. Ein Jahrzehnt hat begonnen, in dem die Schulden weltweit auf noch nie gesehene Höhen gestiegen sind. Für einen Dollar Wachstum mussten in den USA bisher bereits sieben Dollar neue Schulden aufgenommen werden, um dieses zu generieren – die Demographiefalle schlägt in vielen Industriestaaten unbarmherzig zu. Deshalb sollte es schwierig werden, das Potenzialwachstum der letzten Jahrzehnte überhaupt zu halten. Man kann sich vieles vorstellen und darüber diskutieren, es gibt aber ein paar fundamentale Gesetzmäßigkeiten in neuzeitlichen Gesellschaften. Auch wenn das durch Geldhäuser ausgerufene Jahrzehnt der Aktien recht interpretationsbedürftig ist.

Aktien: Die Wirtschaft ist der Ast, auf dem wir alle sitzen

Bei allen Dikussionen über das FIAT-Geld, über Schulden und einem Auseinanderdriften der Gesellschaften in der Einkommensverteilung, darf man eines nicht übersehen: Ohne eine funktionierende Wirtschaft, ohne Steuereinnahmen funktioniert kein Gemeinwesen. Die Aufwendungen für einen Staat mit seiner Regierung, seiner Verwaltung, seiner Justiz, seiner Polizei, seinem Militär, seinem Gesundheits- und Bildungssystem, können nicht durch die Druckerpresse der Notenbanken produziert werden, zumindest nicht für lange. Die Kosten müssen durch Steuereinnahmen der Unternehmen und bei den Bürgern erwirtschaftet werden.

Was passiert denn in einem Staat, in dem durch Krieg oder Aufstände Polizei und Militär ausgeschaltet werden? Eine erste Reaktion in einem solchen Land (beispielsweise nach den Umstürzen im Irak oder Lybien) sind stets sofort Plünderungen, aber auch Vergewaltigungen und andere Abscheulichkeiten.

Anleihen können auf null gesetzt und entwertet werden, Schulden durch Währungsreformen vernichtet, aber ein Teil der Wirtschaft bleibt immer erhalten und damit auch der Aktienmarkt und die Aktien.

Denn was stellt der Aktienmarkt dar? Die Beteiligung an Unternehmen, an der Volkswirtschaft, bei allen stets immer wieder zu korrigierenden Entgleisungen. Damit wird auch im Jahrzehnt nach Corona höchstwahrscheinlich der Spruch von Warren Buffett, aus den letzten Jahren des 20. Jahrhunderts weiter gelten:

“Langfristig werden die Aktienmärkte für gute Nachrichten sorgen. Im 20. Jahrhundert durchlebten die USA zwei Weltkriege und weitere traumatische und teure militärische Konflikte. Eine Depression, mehrere Rezessionen, Börsenpaniken, Ölschocks, Virenpandemie und den Rücktritt eines Präsidenten. Dennoch stieg der Dow Jones von 66 auf 11.497.”

Sondersituation Deutschland

Deutschland wird im Anleihebereich als ein sicherer Hafen angesehen – mit fatalen Folgen für Sparer und Vorsorgesysteme. Denn wie sollen selbst bei leicht steigenden Zinsen Vorsorgeleistungen, Versicherungs- und Pensionsleistungen erwirtschaftet werden? Deutschland sitzt inmitten von Ländern, die sich keine höheren Zinsen leisten können. Der Zinseszinseffekt schafft erst ab einem Zinssatz von drei Prozent in überschau- und erlebbaren Zeiträumen einen Vermögensaufbaueffekt. Aber wie würden die Belastungen für die Staatshaushalte ausfallen, wenn die Renditen für Staatsanleihen in diese Regionen zurückkehren sollten. Die europäische Staatengemeinschaft mit ihrer Zentralbank wird also versuchen über die Zeit aus diesem Dilemma herauszukommen. Die Anleihelaufzeiten auf 30/50 Jahre plus verlängern, wie in Griechenland im Ansatz geschehen.

Die erzielbaren Renditen reichen nicht für das bisherige Vorsorgesystem. Wird man etwa den norwegischen Weg gehen und die Quote an Aktien erhöhen? Das Börsen-Urgestein Gottfried Heller (Partner von André Kostolany) hat auf einem Börsentag schon vor zwei Jahren die Prognose gewagt, dass Versicherer ihre Statuten ändern werden (müssen), um eine auskömmliche Rendite zu erwirtschaften und ihren ständigen Auszahlungsverpflichtungen nachzukommen. Die langlaufenden Anleihen im Bereich von 10 Jahren und mit ertragreichen Kupons, sind am Auslaufen. Allzu viele 30-jährige hat man sicher nicht in den Portfolios. Also wohin mit den Kundengeldern in Zukunft? In grüne Projekte, Private Equity u.ä.?

Was macht eine Allianz, eine der großen Dividendenzahler (4,8 Prozent aktuell), wenn es nicht einmal mehr am (nicht nutzbaren) Markt für Junk Bonds solche Renditen gibt? Der Zyklus der sinkenden Zinsen seit dem Jahr 1980 ist mit den großen Zinsschritten in den USA im März am Ende angelangt. Bis zuletzt konnte man wegen der Durationseffekte stets Gewinne mit den Anleihen erwirtschaften, so auch noch einmal im Jahr 2020. Aber wenn die Zinsen nicht unter null fallen, gibt es künftig kaum noch etwas – keine Kupons und keine Kursgewinne bei fallenden Zinsen.

Was machen Großfirmen mit ihren Betriebsrenten, Stiftungen mit ihren Anlagegeldern in den nächsten Jahren? Es spricht sehr viel für die Dividendentitel in diesem Jahrzehnt. Mit all ihren Schwankungen und vermutlich sind die jahrelangen Renditen von acht Prozent plus per annum auch bei Weitem nicht mehr realistisch. Aber wo sind die Alternativen?

Fazit

Obwohl ich absolut nichts davon halte, größere Zukunftsprognosen zu stellen – daran verbrennen sich schon ständig ganze Organisationen und Thinktanks die Finger, mit einer Heerschar von Professoren – so bin ich schon davon überzeugt, dass das jetzige Jahrzehnt wieder das Jahrzehnt der Aktien sein wird. Mit großen Schwankungen, Crashs, die Exzesse bereinigen werden, aber auch begründet in der Tatsache, dass man zwar Geldsysteme verändern und vernichten kann, aber nicht die Produktionsanlagen oder die Betriebe in einer Volkswirtschaft, ohne die es kein Überleben gibt, apokalyptische Szenarien einmal ausgenommen.

Es ist aber auch wahrscheinlich, dass es ein wesentlich langsameres Wachstum an den Börsen geben wird, nach Preisexzessen und deren Bereinigung, wie man es in Japan seit 31 Jahren nun schon beobachten kann. Aber selbst wenn Euro oder Kryptowährungen scheitern, wofür hat man nach 250 Staatsbankrotten seit 1800 (sowie 68 internen Pleiten) noch keinen Ersatz gefunden? Für Aktien..

Werden die 2020er-Jahre ein Jahrzehnt für Aktien?

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Aktien

JP Morgan-Quartalszahlen: Deutlich besser als erwartet – Milliarden-Rücklagen für faule Kredite aufgelöst

Claudio Kummerfeld

Veröffentlicht

am

Soeben wurden JP Morgan-Quartalszahlen veröffentlicht. Hier die wichtigsten Kennzahlen. Der Umsatz liegt bei 30,16 Milliarden Dollar (Vorjahresquartal 29,2/Erwartungen 28,7). Der Gewinn liegt bei 3,79 Dollar pro Aktie (Vorjahresquartal 2,57/Erwartungen 2,62).

In der Grafik unten sieht man es in der dritten Spalte. JP Morgan hat im letzten Quartal die Risikofürsorge für faule Kredite um 1,9 Milliarden Dollar reduziert, wodurch natürlich der Gewinn erhöht wird. JPM ist der Meinung, dass sich das wirtschaftliche Umfeld (im Sinne der Zahlungsmoral der Kunden) bessert, und vor allem dass Firmenkunden nach wie vor frisches Geld am Kapitalmarkt aufnehmen können. Insgesamt spricht die Bank davon, dass sogar 2,9 Milliarden Dollar an Kreditreserven umgewandelt und in den Gewinn von 12,1 Milliarden Dollar verschoben wurden. Ohne diese Buchung wären es nicht 3,79, sondern nur 3,09 Dollar Gewinn pro Aktie, so die Headline-Aussage der Bank.

Zitat aus dem aktuellen Bericht von JPM:

The provision for credit losses was a net benefit of $1.9 billion, compared to an expense of $1.4 billion in the prior year driven by reserve releases in the current quarter. The Wholesale reserve release was $2.0 billion, reflecting an improvement in the macro-economic scenarios and the continued ability of clients to access liquidity and capital markets. The Consumer reserve release was $0.9 billion, in Home Lending, primarily due to improvements in HPI expectations and portfolio run-off. The prior year included a net reserve release in the Consumer portfolio and a net reserve build in the Wholesale portfolio. Net charge-offs of $1.1 billion were down $444 million from the prior year, driven by Card.

Die Aktie notiert vorbörslich mit +0,7 Prozent.

Hier das Headline-Statement von JPM-CEO Jamie Dimon:

Jamie Dimon, Chairman and CEO, commented on the financial results: “JPMorgan Chase reported strong results in the fourth quarter of 2020, concluding a challenging year where we generated record revenue, benefiting from our diversified business model and dedicated employees. While we reported record profits of $12.1 billion, we do not consider the reserve takedown of $2.9 billion to represent core or recurring profits – essentially reserve calculations, while done extremely diligently and carefully, now involve multiple, multi-year hypothetical probability-adjusted scenarios, which may or may not occur and which can be expected to introduce quarterly volatility in our reserves. While positive vaccine and stimulus developments contributed to these reserve releases this quarter, our credit reserves of over $30 billion continue to reflect significant near-term economic uncertainty and will allow us to withstand an economic environment far worse than the current base forecasts by most economists.”

Dimon added: “In Consumer & Community Banking, deposits grew 30% or over $200 billion driven primarily by growth in the Federal Reserve’s balance sheet and the continuation of modest market share gains. Within our consumer lending franchise, auto and retail mortgage originations were both up more than 20%. Consumer spending continued to recover, as reflected in combined debit and credit card spend being up for the full quarter. The Corporate & Investment Bank delivered another impressive quarter with growth in Global Investment Banking fees of 34% and Markets revenue of 20%. With a record quarter, Commercial Banking earned $3.3 billion of investment banking revenue in 2020, surpassing its previous $3 billion long-term target. In Asset & Wealth Management, AUM grew 17% due to higher asset values and net inflows of over $190 billion into long-term and liquidity products over the last twelve months.”

Dimon concluded: “We ended the year with a CET1 ratio of 13.1% (vs. 12.4% at the beginning of the year) and capital above $200 billion, providing us with meaningful capacity to further invest in our business and communities, while returning capital to
our shareholders. This increase in capital was after raising over $2 trillion of credit and capital for our consumer and institutional clients around the world, which includes nonprofits and U.S. government entities, including states, municipalities, hospitals and universities and adding net $12 billion to credit reserves. We also hold $1.4 trillion of cash and marketable securities, which is currently over $450 billion in excess of what is required. We opened branches in new markets, improved our digital capabilities, and made acquisitions that will enhance our product offerings and deepen our engagement with our customers. We also continued to invest in our communities – for example, through our initial commitments to support those most impacted by the pandemic and our longer-term commitment to advance racial equality and promote economic growth. Our earnings power and healthy capital position also provide us the flexibility to pay dividends and return excess capital to shareholders through share repurchases. I want to end by thanking our frontline colleagues and those working from home who quickly adapted to the pandemic and safely helped our clients, customers, communities and governments.”

Grafik zeigt aktuelle JP Morgan-Quartalszahlen

JP Morgan-Quartalszahlen - Jamie Dimon
Jamie Dimon. Foto: Steve Jurvetson Creative Commons Attribution 2.0

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