Folgen Sie uns

Aktien

Videoausblick: Die Rückkehr alter Geister

Das sieht nach der Rückkehr alter Geister aus – und diese Geister haben zwei Namen: Griechenland und Italien. Gestern ja schon Verluste an Italiens Märkten, nachdem es wohl schon im September zu Neuwahlen kommen dürfte – mit einem dann absehbaren Sieg der Protestbewegung Cinque Stelle. Und jetzt kommt auch das Thema Griechenland wieder aus der Versenkung: die Griechen weigern sich, eine neue Hilfs-Tranche zu erhalten, ohne dass dies mit einem Schuldenschnitt verbunden wäre..

Markus Fugmann

Veröffentlicht

am

Markus Fugmann

Von Markus Fugmann

Das sieht nach der Rückkehr alter Geister aus – und diese Geister haben zwei Namen: Griechenland und Italien. Gestern ja schon Verluste an Italiens Märkten, nachdem es wohl schon im September zu Neuwahlen kommen dürfte – mit einem dann absehbaren Sieg der Protestbewegung Cinque Stelle. Und jetzt kommt auch das Thema Griechenland wieder aus der Versenkung: die Griechen weigern sich, eine neue Hilfs-Tranche zu erhalten, ohne dass dies mit einem Schuldenschnitt verbunden wäre. Das sorgt in dünnem asiatischen Handel (Feiertag in China) für Druck auf den Euro. Stehen nun wieder Turbulenzen bevor, die an die Euro-Krise erinnern? Der Dax scheint sich davon zunächst einmal noch nicht beeindrucken zu lassen..

https://youtube.com/watch?v=0AmUqeWgc9Y%3Fecver%3D1

6 Kommentare

6 Comments

  1. Avatar

    Bademeister

    30. Mai 2017 08:28 at 08:28

    Übernächster logischer Schritt in Griechenland könnte sein, dass Herr Tsipras die Vertrauensfrage stellt. Dann haben wir im Herbst auch in Griechenland Wahlen.
    Interessant auch ein möglicher zeitlicher und ursächlicher Zusammenhang zwischen dem G7 Desaster und eben den Aussagen zu ev. Neuwahlen im Herbst gestern von Herrn Renzi…Italien hat sich zum Thema der Bewältigung des Flüchtlingsproblems wesentlich mehr erhofft (wie auch Griechenland ) und pfeifft diesbezüglich auf unabsehbare Zeit weiterhin aus dem letzten Loch.
    Übrigens, in Spanien tut sich auch mal wieder was!

  2. Avatar

    Columbo

    30. Mai 2017 12:41 at 12:41

    Italien wird spannend. Wenn Renzi gewinnt, sehen wir wahrscheinlich Rißes 18.000. Aber wenn nicht, was dann? Geht der Dax nach ein paar Tagen wieder hoch oder endgültig abwärts?
    Wenns darauf ankommt, lassen sich die Italiener, genauso wie die Franzosen, ungern auf Experimente ein, also eher eine Long-Situation.

    • Avatar

      Bademeister

      30. Mai 2017 13:14 at 13:14

      Sollte Italien tatsächlich im September wählen, haben die Populisten vermutlich die Nase vorn. Es besteht auch die Möglichkeit, dass andere EU-Südstaaten oder Holland auf den herbstlichen Wahlzug im letzten Moment aufspringen. Für den DAX sehe ich dann mögliche Kurse mit einer Acht an erster Stelle. Die beste aller Marktwelten müsste dann ausgepreist werden. Mario hätte endlich triftige Gründe, nicht an der Zinsschraube zu drehen, sollten beim sich ankündigenden Herbstputz der EU wirklich alle Leichen entfernt werden, würde die Acht ganz vorne vielleicht sogar nachhaltig manifestiert werden. Die 18000 entsprechen genauso wie die 8000 in etwa einem Drittel des dzt. Wertes, wenn ich wetten müsste wären jedoch die 8000 wesentlich plausibler. Und der Donald kommt in dieser Prognose noch gar nicht vor!

  3. Avatar

    berti

    30. Mai 2017 12:47 at 12:47

    Irgendwie glaub ich auch langsam(weiss das Unsinn) das es überhaupt noch ma richtig abwärts geht, , zumindet so lange das billige Geld da ist…..

    • Avatar

      Bademeister

      30. Mai 2017 13:18 at 13:18

      Billiges Geld brennt genauso gut wie teures….nur nicht so lange!

  4. Avatar

    Columbo

    30. Mai 2017 14:00 at 14:00

    Jedenfalls gibt es in Italien im Juni Kommunalwahlen, da sieht man dann, wie der Hase ungefähr läuft.

Hinterlassen Sie eine Antwort

Ihre E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

ACHTUNG: Wenn Sie den Kommentar abschicken stimmen Sie der Speicherung Ihrer Daten zur Verwendung der Kommentarfunktion zu.
Weitere Information finden Sie in unserer Zur Datenschutzerklärung

Aktien

Immer mehr zusätzliche Luft für die Aktienblase, Branchenrotation dank Biden

Claudio Kummerfeld

Veröffentlicht

am

Derzeit gibt es immer mehr zusätzliche Luft zum weiteren Aufblähen der globalen Aktienblase, so ein Experte im folgenden Gespräch mit Manuel Koch. Notenbanken und Stimulus-Maßnahmen würden die Blase weiter befeuern. Dabei würden sich die Börsenbewertungen immer mehr von der realwirtschaftlichen Wirklichkeit entfernen. Deswegen sollten die Anleger Bestände gegen Verluste absichern. Auch interessant sind die Aussagen über eine Branchenrotation bei US-Aktien. Dank des neuen US-Präsidenten Joe Biden würden Branchen wie Pharma und alternative Energien profitieren, dafür könnte zum Beispiel die Ölindustrie verlieren.

Im Video auch besprochen werden zwei Handelsideen der trading house-Börsenakademie. Bei Netflix könne man market kaufen, und bei Microsoft könne man über das Vehikel einer Stop-Buy-Order auf steigende Kurse setzen.

Hier klicken, um den Inhalt von YouTube anzuzeigen

weiterlesen

Aktien

Aber CFDs sind Termingeschäfte? Verbände für steuerliche Bevorzugung von Optionsscheinen

Claudio Kummerfeld

Veröffentlicht

am

Aktives Trading mit CFDs und Optionsscheinen könnte problematisch werden

Was sind CFDs? Die „Contracts for Difference“ erlauben gehebelte Wetten auf steigende und fallende Kurse. Die CFDs können Anleger zeitlich unbefristet lange halten. Und Optionsscheine? Die haben einen fest definierten Ablaufzeitpunkt. Und wie definiert man Termingeschäfte? In Kurzform: Dies sind Börsengeschäfte, bei denen die Erfüllung des Vertrags (Abnahme und Lieferung der Ware) zu einem späteren Termin erfolgt. Also sind Optionsscheine doch Termingeschäfte, und CFDs irgendwie nicht so richtig?

Egal. Wenn der Gesetzgeber eine Feststellung trifft, dann ist das eben so – weil es nun mal der Gesetzgeber ist? So wurde vor Kurzem die seit Anfang Januar gültige Novellierung des Einkommensteuergesetzes beschlossen, wonach Verluste aus „Termingeschäften“ nur noch bis zu 20.000 Euro pro Jahr mit Gewinnen aus Termingeschäften verrechnet werden dürfen. Dadurch wird die bizarre Realität entstehen, dass Anleger Steuern auf Gewinne zahlen müssen, obwohl sie effektiv in einem Börsenjahr im Handel keinen Gewinn erzielt haben (wir berichteten schon mehrmals). Danke Olaf Scholz, darf man da schon mal im Voraus sagen.

Klar zu sein scheint, dass die CFDs in die Kategorie der Termingeschäfte fallen im Sinne dieser Novelle des Einkommenssteuergesetzes – wohl ganz einfach, weil der Gesetzgeber es so will. Aber auch Optionsscheine, die per Definition doch viel eher Termingeschäfte sind? Wie man derzeit munkelt, wird das Bundesfinanzministerium noch eine Klarstellung für die ausführenden Steuerbehörden veröffentlichen, aus welcher hervorgehen könnte, dass auch Optionsscheine als Termingeschäfte zu betrachten wären. Das würde den Kreis der betroffenen Anleger deutlich erweitern.

Lobbyarbeit für Optionsscheine – von CFDs ist keine Rede

Aber halt. CFDs werden fast komplett von angelsächsischen und Offshore-Anbietern angeboten. Optionsscheine sind die Kinder der deutschen Bankenbranche. Und drei Mal darf man raten, wer den besseren Draht zu BaFin, Bundesfinanzministerium, Staatssekretären etc haben könnte? Diese Woche sieht man vom Deutschen Derivate-Verband, der Börse Stuttgart und der Deutschen Schutzvereinigung für Wertpapierbesitz (DSW) einen offiziellen Appell an das Bundesfinanzministerium (siehe hier), worin man eindringlich dazu auffordert Optionsscheine bezüglich dieser Neuregelung nicht als Termingeschäfte einzustufen. Man möchte also erreichen, dass Anleger auch weiterhin unbegrenzt Verluste aus Optionsscheinen mit Gewinnen aus Optionsscheinen verrechnen dürfen.

Gibt der Gesetzgeber dem nach, wäre dies ein glasklarer Vorteil für die Anbieter von Optionsscheinen, und ein riesiger Nachteil für die ausländischen CFD-Anbieter. Und wer ist denn Mitglied im Deutschen Derivate-Verband? Eben nicht die CFD-Anbieter, sondern so ziemlich alle deutschen Anbieter von Zertifikaten und Optionsscheinen, wie Deutsche Bank, Deka, Hypo, LBBW, DZ, Baader usw. Für CFDs bitten sie nicht um eine Ausnahme, sondern nur für Optionsscheine. Und die DSW? Hat sie die CFDs schon aufgegeben, und hofft nun noch darauf, wenigstens noch die Optionsscheine vor diesem Steuerirrsinn retten zu können? Aus dem Appell zitieren wir hier auszugsweise im Wortlaut:

Der Deutsche Derivate Verband (DDV), die Börse Stuttgart und die Deutsche Schutzvereinigung für Wertpapierbesitz (DSW) appellieren an das Bundesfinanzministerium, die Linie aus dem Juni 2020 beizubehalten und Optionsscheine nicht als Termingeschäfte einzuordnen. Im Entwurf des Anwendungsschreibens des BMF vom Juni 2020 wurden Optionsscheine nicht als Termingeschäfte klassifiziert und damit eine klare, angemessene Abgrenzung erreicht. Damit wird vermieden, dass Anleger in der Depotgestaltung beeinträchtigt werden und zudem aufwendige individuelle Veranlagungen vornehmen müssen. Anderenfalls drohen schwere steuerliche Nachteile, nachträgliche Steuerzahlungen und Unsicherheiten für hunderttausende von Anlegern. Für Termingeschäfte sieht das Jahressteuergesetz, das seit Jahresbeginn gilt, eine begrenzte Verlustverrechnungsmöglichkeit nur mit anderen Termingeschäften und Erträgen aus Stillhaltegeschäften vor.

Marc Tüngler, DSW-Hauptgeschäftsführer: „Die steuerliche Neuregelung der Verlustverrechnung ist ein weiterer herber Schlag für Privatanleger und führt zu massiven Verunsicherungen. Vom Grundsatz her halten wir die Regelung insgesamt für verfassungswidrig. Der Entwurf des BMF-Schreibens war immerhin ein fairer Vorschlag, wie die Anwendung zumindest in Bezug auf Optionsscheine zu regeln ist, und würde betroffenen Anlegern eine Perspektive geben. Wenn das BMF jetzt von diesem ursprünglichen Entwurf abweicht, weckt das Unverständnis und offenbart einmal mehr die feindliche Gesinnung gegenüber Privatanlegern.“

Würden Optionsscheine jetzt durch das Anwendungsschreiben des BMF den Termingeschäften zugerechnet, wird die neugeschaffene Unwucht im Steuerrecht weiter dramatisch verschärft.

Es gibt gute sachliche Argumente dafür, warum Optionsscheine steuerlich als sonstige Finanzinstrumente und nicht als Termingeschäfte zu klassifizieren sind. Die Klassifizierung sollte anhand der Erfüllungsweise von Optionsgeschäften vorgenommen werden. Diese ist bei Optionsscheinen „Zug-um-Zug“, sie sind daher bei der steuerlichen Behandlung den Kassageschäften zuzurechnen, und nicht den Termingeschäften. Diese Einschätzung wird auch von Wissenschaftlern geteilt.

Eine Studie der WHU aus dem vergangenen Jahr zeigt, dass hunderttausende von Privatanlegern von einer solchen Klassifizierung betroffen wären. Zudem stellt die Studie der WHU fest, dass 68,8 Prozent der Nutzer von Hebelprodukten wie Optionsscheinen diese zur Absicherung einsetzen. Die Beschränkung der Verlustverrechnung erschwert es Anlegern von dieser Möglichkeit Gebrauch zu machen.

weiterlesen

Aktien

Markus Koch LIVE vor dem Handelsstart in New York – Quartalszahlen und Inflation

Redaktion

Veröffentlicht

am

Von

Markus Koch meldet sich im folgenden Video LIVE vor dem Handelsstart in New York. IBM und Intel werden heute Abend ihre Quartalszahlen veröffentlichen – sie werden von ihm vorab besprochen. Auch das Thema Inflation ist auf der Tagesordnung.

Hier klicken, um den Inhalt von YouTube anzuzeigen

weiterlesen

Anmeldestatus

Meist gelesen 7 Tage