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Videoausblick: Drei Banken-Pleiten in kurzer Zeit

Nach der spanischen Banco Popular hat die EZB auch den italienischen Banken Veneto Banca und Banca Populare di Vicenza den Stecker gezogen – also nun drei Pleiten europäischer Banken in kurzer Zeit. Auch diesmal half man sich mit einem Trick..

Markus Fugmann

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Markus Fugmann

Von Markus Fugmann

Nach der spanischen Banco Popular hat die EZB auch den italienischen Banken Veneto Banca und Banca Populare di Vicenza den Stecker gezogen – also nun drei Pleiten europäischer Banken in kurzer Zeit. Auch diesmal half man sich mit einem Trick: da die beiden Banken nicht systemrelevant seien, unterlägen sie italienischem Insolvenzrecht, sprich es haftet der italienische Steuerzahler. Großer Gewinner ist Intesa, Italiens zweitgrößte Bank, die für einen Euro die Sahneschnitten kauft, während die Verluste bei den Steuerzahlern bleiben. Das alles scheint, einmal mehr, die Aktienmärkte kaum zu interessieren, der X-Dax öffnet weitgehend unverändert zum Freitagsschluß. Fragt sich nur, warum die EZB ausgerechnet jetzt den Bankrott der drei Banken erklärt, die schon Jahre zuvor faktisch insolvent waren..

https://youtube.com/watch?v=G50C6UwQZS4%3Fecver%3D1

22 Kommentare

22 Comments

  1. Avatar

    leo

    26. Juni 2017 08:15 at 08:15

    Was ist mit den Bankanleihen?

    • Markus Fugmann

      Markus Fugmann

      26. Juni 2017 08:16 at 08:16

      @Leo, die Halter von Senior Bonds werden gerettet, die Junior bonds scheint Intesa zu retten dafür, dass sie die Sahnestücke für 1Euro kaufen..

  2. Avatar

    leo

    26. Juni 2017 08:22 at 08:22

    verrückte Welt !

  3. Avatar

    leo

    26. Juni 2017 08:48 at 08:48

    Also wird die EZB kräftig Staatsanleihen kaufen müssen (auch Deutsche
    ha,ha,…).Was machen die in Europa eigentlich wenn eine richtige Wirtschaftskrise
    ausbricht? Die Finanzkrise 2008 kam in der Realwirtschaft kaum an. Die nächste
    Finanzkrise wird in Europa größer! Der Stimulus von Zentralbankseite auf die
    Realwirtschaft wird in dieser Finanzkrise wegfallen. Die brauchen alle Kraft ihren
    Laden zusammenzuhalten.

    • Avatar

      Dieter G.

      26. Juni 2017 13:56 at 13:56

      Das stimmt so nicht. Die sog. Finanzkrise schlug mit voller Wucht in viele Branchen ein. Schaut man sich die Tiefs vieler mittelst. Unternehmen an, dürfte einem heute noch Angst und Bange werden.

      Beispiel von einem unserer Kunden:

      durchschnittl. Jahresumsatz bis 2007/2008. 42 Mill. Euro

      Tief 2009: 18 Mill.

      Und das ist kein Einzelfall gewesen. In einigen Unternehmen erfolgte eine Personalreduzierung von bis zu 50%.

      Abgefangen wurde ein größerer Schaden nur durch die Regeländerung für Kurzarbeit.

      Jedoch haben die meisten Unternehmen ihre letzten Hochs aus 2008 mittlerweile überschritten, und befinden sich z. T. in massiven Aufwärtstrends. Hier ist jedoch das Problem der Trendfinanzierung. Kommt es jetzt zu starken Rückläufen, dürften die meisten Unternehmen mit ihrer Finanzierung Probleme kriegen, da zum falschen Zeitpunkt investiert wurde.

      Liebe Grüße

      Dieter

  4. Avatar

    Columbo

    26. Juni 2017 09:20 at 09:20

    Langsam dämmert mir, daß man sein Geld wohl besser bei einer italienischen Bank aufbewahren sollte. Da gibts kein „Bail In“ mehr. Bei einer deutschen oder österreichischen Bank ist das Geld möglicherweise nicht mehr sicher, da Vereinbarungen und Gesetze dort eher eingehalten werden, daher gefährlicher für den Bankkunden.

  5. Avatar

    OZO

    26. Juni 2017 10:04 at 10:04

    und trotz allem sind die Kurse schon wieder munter auf dem Weg nach oben, weil ja die Pusher heute unbedingt verhindern müssen, dass wir unter 12.720 schließen. Dazu muss man natürlich auch die US-Futures anschieben. Und diese Pusher bei der Schweizer und Japanischen Zentralbank sowie bei GS, Blackstone und einigen anderen müssen halt aufgrund der Situation bei den Charts jetzt wieder mal ein wenig nachhelfen, dass die Situation nicht kippt. Nur, werden sie das auf Dauer verhindern können auch wenn das System es nicht durchschaubar macht, dass sie diejenigen sind, die die Kurse wenn nötig immer nach oben manövrieren – sicherlich nicht. Die Millionen Schafe der Angestellten in den USA, die noch immer davon träumen, mit Hilfe ihrer 401K Ersparnisse in Aktien in eine gesicherte üppige Frühpensionierung gehen zu können, wären besser beraten mal bei ihren Personalabteilungen vorstellig zu werden um zu fordern, Ihre Anlagen nicht nur in Aktien und Anleihen ausüben zu dürfen sondern vielleicht auch mal in Cash oder gar Gold. Viele wird noch die Erkenntnis einholen, dass sie ihren Job lieber von sich aus gekündigt hätten und nach einem neuen zu suchen, um frei zu sein mit ihrem 401K angesparten Mittel tun und lassen zu können, was sie für richtig halten anstatt es den großen Fonds zu überlassen, dafür immer mehr ETFs zu erwerben. Böse wird’s enden – die Frage ist nur ob noch dieses oder erst nächstes Jahr.

  6. Avatar

    ubsb55

    26. Juni 2017 10:25 at 10:25

    Na alles wieder vollkommen logisch. Weil alles so toll läuft, siehe Banken, fällt Gold innerhalb von 5 Minuten um 18 USD. Da wird doch wieder manipuliert, wo es nur geht. Durch die Algos, die dann auch reagieren, fällt es dann eben auf.

  7. Avatar

    gerd

    26. Juni 2017 10:44 at 10:44

    Manipulation, wohin man schaut.
    Die Medien manipulieren die Meinung und die Macher manipulieren die Märkte.

    Wohl dem, der es erkannt hat und seine Lehren daraus zieht. Vorausgesetzt natürlich, es ist wirklich so.

  8. Avatar

    Wolfgang M.

    26. Juni 2017 14:12 at 14:12

    Ich habe es schon mehrmals meine Meinung angedeutet, dass der aus Rom stammende Ex-Notenbankchef Italiens, Mario Draghi, seine Hand schützend über sein Heimatland hält. Er will soviel Zeit wie möglich gewinnen, bis Italien eine Zinsanhebung auch verkraften kann. Demzufolge ist die Banken-Entscheidung von Sonntag mit ihrem manipulativen Charakter einfach nachzuvollziehen. Es ist, ketzerisch ausgedrückt, fast wie bei der Mafia: Family First. Die anderen EU-Staaten (außer Deutschland) lassen den EZB-Chef walten. Meines Erachtens sollte man bis zum Ende der Amtszeit Draghis zinspolitisch immer ein Auge auf die italienische Konjunktur richten. Gruß

  9. Avatar

    walter

    26. Juni 2017 14:26 at 14:26

  10. Avatar

    walter

    26. Juni 2017 14:32 at 14:32

    Der naechste Abzocker ist MACRON….der DE auch noch ueber den Senkel zieht!

  11. Avatar

    walter

    26. Juni 2017 14:37 at 14:37

    An die FMW:
    Hatte ich mich event.verkehrt ausgedrueckt,d.h.darf man gewisse Leute nicht bei ihrem Namen nennen?
    Ist es schon so weit…wg.dem MAASMAENNCHEN?

    • Markus Fugmann

      Markus Fugmann

      26. Juni 2017 14:41 at 14:41

      @Walter, wir sind grundsätzlich sehr offen, aber wenn jemand sagt, Draghi sei schlimmer als Hitler, hat das keinen Anhaltspunkt an der Realität und relativiert das Massenmorden – bei aller berechtigten Kritik an Draghi..
      Daher die Löschung dieses Posts..

      • Avatar

        persephone

        26. Juni 2017 14:47 at 14:47

        …was soll ich sagen – hab mein Complaiments unter Dieter Born veröffentlicht! –
        bitte nachlesen und „EINGREIFEN“ is eh zu spät – jeder lassen seinen Pfurtsch raus!!!!

      • Avatar

        walter

        26. Juni 2017 14:49 at 14:49

        Was das „Morden“betrifft,da werden die Selbstmordraten in naher Zukunft in die Hoehe schnellen,wenn die dt.Buerger enteignet werden!

        Warten wir halt mal genuesslich ab,was nach den Wahlen im Sept.geschieht!(DEXIT)
        Ein Buergerkrieg ist auch in DE nicht auszuschliessen…
        Die Draghi-Lunte brennt!

        • Avatar

          berti

          26. Juni 2017 14:59 at 14:59

          Naja, im Leeeeeebe ned…. :-)

          • Avatar

            walter

            26. Juni 2017 15:49 at 15:49

            Das ist doch schon beschlossene Sache,aber der Mainstream berichtet nat.nicht!
            DE ist zu stark fuer Europa u.zu schwach fuer die Welt…rechnet mal mit mind.50% Enteignung….
            Mutti regiert auesserlich die EU,aber das letzte Wort hat der abgezwickte Franzose!

            Quelle:Watergate.TV
            d.h.Anschnallen

        • Avatar

          walter

          26. Juni 2017 15:05 at 15:05

          Hier nur ein wahres kl.Beispiel:
          http://mediathek.daserste.de/Reportage-Dokumentation/Ackern-bis-zum-Umfallen-Landwirte-am-/Video?bcastId=799280&documentId=43778278

          Jeder Halbinformierte sollte doch mittlerweile wissen,was auf DE zukommt!
          In meinem Bekanntenkreis haben sich bereits schon 3 Leute das Leben genommen,weil sie ihre Schulden nicht mehr begleichen konnten und sogar fuer einen Hausmeister-Job zu alt waren!
          Ist man mit 55 Jahren schon zu alt?
          Auch fuer einen 8,84 Euro/std.?

  12. Avatar

    persephone

    26. Juni 2017 14:52 at 14:52

    …ja bin Ich JETZT öffentlich: ICH habe Kunst an einer „katholischen Privatschule“ unterrichtet!
    Nickname: Phersophene

    Kreativität entsteht aus dem Chaos!

    Aber: NIEMAND darf beschädigt werden!!!!
    Grüße von der „Lehrerin“

  13. Avatar

    walter

    26. Juni 2017 15:29 at 15:29

  14. Avatar

    walter

    26. Juni 2017 15:42 at 15:42

    Nach den Bankenpleiten kommt dann folgendes:

    „Kampf um die Energieversorgung!“ – Das steckt wirklich hinter den neuen US-Sanktionen gegen Russland (4)

    Liebe Leser,

    Sie wissen: die kürzlich im US-Senat beschlossenen neuen Sanktionen gegen Russland, die noch das Repräsentantenhaus passieren und von US-Präsident Donald Trump unterzeichnet werden muss, schlagen hohe internationale Wellen.

    Denn letztlich geht es dabei um einen „verdeckten“ Kampf um die europäische Energieversorgung. Und um Milliarden-Profite!
    Kampf um Europas Energie-Märkte

    So drohten die Amerikaner hinsichtlich der neuen Sanktionen auch mit völkerrechtswidrigen extraterritorialen Sanktionen gegen europäische Unternehmen, die sich am Ausbau der europäischen Energieversorgung beteiligen.

    Tatsächlich geht es bei den neuen US-Russland-Sanktionen um den Verkauf amerikanischen Flüssiggases und die Verdrängung russischer Erdgaslieferung vom europäischen Markt. Um nichts anderes!

    Das jedoch wiederum würde europäische Arbeitsplätze in der Erdgas- und Erdölindustrie gefährden, amerikanische sichern und Milliarden-Gewinne bedeuten.
    Amerikaner wollen keine europäische Energieversorgung durch die Russen

    Ein weiterer Dorn im Auge der Amerikaner: Die privat finanzierte kommerzielle Gaspipeline Nordstream II. Sie wird – weitgehend parallel zur bereits bestehenden Nord Stream Pipeline – russisches Erdgas durch die Ostsee u.a. nach Deutschland transportieren und die EU mit Erdgas versorgen, um die Versorgungssicherheit zu erhöhen.

    Denn es gibt einen hohen Importbedarf der EU für Energie. Nordstream II soll die sinkende einheimische Produktion in Nord-Westeuropa ausgleichen, die Versorgung Süd- und Zentraleuropas ergänzen und den Bau neuer Verbindungen nach Osteuropa fördern.

    Damit würden und werden die Europäer also mit russischen Erdgasreserven versorgt! Da schäumen die Amis!
    Gabriel und Kern wehren sich gegen den „US-Energie-Krieg“

    Und die Europäer? Bundesaußenminister Sigmar Gabriel und der österreichische Bundeskanzler Christian Kern sind durchaus bewusst, dass die neuen US-Sanktionen gerade jene europäischen Firmen unter Druck setzen könnten, die am Bau von Nordstream II beteiligt sind. Das wären unter anderem BASF und OMV.

    Deshalb wehrten sich Gabriel und Kern in einer schriftlichen Erklärung: „Unternehmen in Deutschland, Österreich und anderen europäischen Staaten auf dem US-Markt mit Bestrafungen zu drohen, wenn sie sich an Erdgasprojekten wie Nordstream II mit Russland beteiligen oder sie finanzieren, bringt eine völlig neue und sehr negative Qualität in die europäisch-amerikanischen Beziehungen.“
    Deutschland hat sich in der Energieversorgung selbst ausgespielt

    Gabriel weiß natürlich auch, dass gerade Deutschland ein Problem bei der Energieversorgung hat. Denn durch den politisch gewollten Ausstieg aus der Kohle und der Kernenergie wird das Land noch abhängiger von Energie-Importen. Und damit anfällig gegen Interventionen dagegen.

    Das Märchen vom Ausgleich durch Erneuerbaren Energien, um den hiesigen Industriestandort zu betreiben, glaubt heutzutage kaum mehr ein Experte.
    Merkel regiert am Problem vorbei

    Umso erstaunlicher, dass Bundeskanzlerin Angela Merkel noch kein Sterbenswörtchen gegen die neuen US-Russland-Sanktionen verlauten ließ. Denn dies passt nicht in ihre politische Agenda, auch wenn sie damit die eigene Energieversorgung gefährdet.

    Merkel erklärte lediglich, dass Nordstream II ein wirtschaftliches und kein politisches Projekt sei.

    Na bravo für so viel Weitsicht, kann ich da nur sagen!

    Sie sehen: Mit Unangreifbar leben blicken Sie immer hinter die Kulissen, so dass Ihnen niemand mehr ein X für ein U vormachen kann!

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Warum ich keine Lieblingsaktien habe! – Werbung

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Lieber Börsianer,

was ist Ihre Lieblingsaktie? Welchem Titel halten Sie unbedingt die Treue und gehen quasi mit ihm durch dick und dünn? Hier verzeihen Sie auch einmal schlechte Nachrichten, weil Sie von dem Unternehmen wirklich überzeugt sind. Das Phänomen der Lieblingsaktie kann auch gleich für eine ganze Branche gelten. So schworen viele Privatanleger vor einigen Jahren auf Unternehmen aus der Edelmetall-Branche. In fester Erwartung eines Euro-Untergangs wurde diese Branche für viele Privatanleger zum bevorzugten Ort der Investition.

Typisch für eine solche Situation ist, dass wir die Nachrichtenlage dann nur noch sehr eingeschränkt wahrnehmen. Schlechte Nachrichten zu unserer Lieblingsaktie blenden wir aus. Gute Nachrichten hingegen bewerten wir in ihrer Bedeutung für die Kursentwicklung über. Mehr noch: Oftmals bilden wir in unseren Lieblingsaktien deutliche Übergewichtungen in unseren Depots, weil wir hier gerne mehrfach kaufen. Plötzlich steht Ihre Lieblingsaktie dann für 10 oder 20 % Ihres Gesamtdepots. Wenn Ihre Lieblingsaktie dann einmal schwächelt, ist Ihr Depot aufgrund der Übergewichtung chancenlos.

Aber wie entsteht eigentlich so eine Lieblingsaktie in unserem Depot? In aller Regel steht am Anfang zunächst eine starke Performance. Folglich mögen wir diese Aktie, weil sie uns eben zunächst viel Rendite beschert hat. Am besten können wir die Produkte unseres Lieblingsunternehmens im Alltag auch noch erfahren und quasi anfassen. Tatsächlich schätzten in der Vergangenheit viele deutsche Privatanleger die Aktien von BMW oder Daimler, weil sie privat ein…..

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Aktienmärkte: Corona-Krise und ein heimlicher Star im deutschen Leitindex

Wolfgang Müller

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Normalerweise waren die letzten Jahre die Zeit für Wachstumstitel, also für Growth, wie man es in der Sprache der Aktienmärkte bezeichnet. Eher jedoch nicht für den deutschen Leitindex Dax – aber dort steht ein Wert ganz oben in der Performance, von dem man es noch weniger erwartet hätte: die Deutsche Post. Man profitiert derzeit vom „Stay at Home“ und vielleicht nochmals durch ein logistisches Thema der Superlative.

Die bevorstehende Massenimpfungen

Was werden nicht alles für Zahlen herumgereicht? Die Gesamtbevölkerung der Erde müsse gegen Covid-19 geimpft werden, 7,7 Milliarden Menschen und dies gleich zweimal. Aber gemach, es werden sich nicht alle impfen lassen wollen, und es einige durch Immunität nicht mehr brauchen (oder durch heimische Pharmafirmen versorgt werden) und viele sich in einem Alter befinden, in dem die Gefährlichkeit des Virus unterhalb des Promillebereichs für die Betagten und Gefährdeten liegt. Dennoch: Es gilt Abermillionen von Impfdosen zu transportieren, mit den verschiedensten Transportmitteln, mit speziellen Behältern und mit der Aufrechterhaltung von Kühlketten und überall ist der deutsche Marktführer gut aufgestellt.

Die unauffällige Hausse bei einem Underdog der Aktienmärkte

Die Deutsche Post (DHL Group) feierte gerade den 20. Börsengeburtstag. Der Logistik-Riese, der aus einem Paket- und Postzusteller hervorging, wurde am 20. November 2000 zu 21 Euro an die Börse gebracht. Zu dieser Zeit stand der Dax bei 6609 Punkten. Betrachtet man nun die Kursentwicklung von Index und den Dax-Wert Deutsche Post (gestern 40,39 Euro), so könnte man den Eindruck gewinnen, als wäre der Dax mit seiner Kursverdoppelung besser gelaufen, als der deutsche Logistiker, der es nur auf gut 80 Prozent Kurszuwachs brachte. Rechnet man die Dividendenzahlungen hinzu, käme man bei der Post aber auf circa 268 Prozent Gewinn. Beim Dax als Performance-Index werden die Dividenden einfach hinzugerechnet. Macht eine Rendite der Deutschen Post von 6,7 Prozent p.a. gegenüber dem Index mit seinen 3,5 Prozent. Der Traditionswert ein heimlicher Star der Aktienmärkte – gewiss, denn ein Großteil der Dax-Werte ist noch weit von seinen ehemaligen Höchstständen entfernt. Bis auf fünf Werte, einer davon ist die Marke mit dem auffälligen Gelb.

Dies ist natürlich den Analysten nicht verborgen geblieben: so erwarten Ökonomen von Goldman Sachs einen Umsatzanstieg der Deutschen Post von aktuell 65 Milliarden bis auf 80 Milliarden Euro im Jahr 2024, der Gewinn soll im gleichen Zeitraum von 4,4 Milliarden auf 6,5 Milliarden Euro steigen. Wäre ein einstelliges KGV, hinzu kommt die niedrige Börsenbewertung im Vergleich zu UPS oder Fedex.

Fazit

Obwohl die Aktienmärkte derzeit die Umschichtung von Growth zu Value spielen, kann dies dem deutschen Logistiker relativ egal sein. Man profitiert weiter von den Auswirkungen der partiellen Lockdowns, vermutlich noch durch die Wintermonate, als auch von der neuen Situation um die Mammutaufgabe Impfung der Bevölkerung mit all den personellen und logistischen Herausforderungen.

Jetzt steht in dieser Woche erst einmal der große vorweihnachtliche Hype um den „Black Friday“ und den „Cyber Monday“ auf dem Programm. Angesichts der Pandemie sicherlich mit bisher noch nie gesehenen Umsätzen. Ein DHL-Manager sprach schon davon, dass Covid-19 die Umsätze der Post in das Jahr 2030 hieven werde. Und jetzt kommt noch das Transportthema Impfstoff hinzu. Ein Goldilocks-Szenario? Nicht ganz, denn da gibt es noch einen übermächtigen Konkurrenten aus Übersee, der bis 2021 mit eigenen Paketzentren in Deutschland zulegen will. Der „All-Star“ der amerikanischen Aktienmärkte Amazon, der bereits schon für ein Viertel der Paketsendungen in Deutschland verantwortlich ist.

Die Aktienmärkte in Deutschland und ihr heimlicher Star

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Aktienmärkte: Die 8-Billionen-Dollar Bombe – 20%-Korrektur voraus

Markus Fugmann

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Die Aktienmärkte der USA haben ein Klumpenrisiko – sie sind eine Bombe, die entschärft werde auf Kosten einer heftigen Korrektur. Das sagt nicht ein sogenannter „Crash-Prophet“, sondern der eher als „Dauer-Bulle“ bekannte Hans. A. Bernecker. Alle Indizes der amerikanischen Aktienmärkte seien extrem überkauft, getrieben vor allem in den letzten Monaten durch die Tech-Werte. Bevor dann ab dem 09.November mit der Pfizer/BioNTech-Meldung über den Impfstoff eine gewaltige Rotation erfolgte – raus aus Tech, rein in die sogenannten Value-Werte (die jedoch in vielen Fällen eigentlich alles andere als „value“ sind). Man wechselt also von einer Überbewertung in die andere, und dabei entfernen sich die Aktienmärkte immer mehr von der ökonomischen Realität.

Aktienmärkte: Nach dem Entschärfen der Bombe kommt die Erholung

Der Hype der Aktienmärkte, so Hans Bernecker, sei vor allem von Kleininvestoren getragen gewesen (die sogenannten „Robinhooder“). Das alles erinnert an die Euphorie des Jahres 1987, der dann im Oktober diesen Jahres ein gewaltiger, wenn auch nur kurzfristiger Absturz folgte. Nun aber gebe es eine Schwachstelle: das seien extrem überbewertete Aktien wie eine Tesla mit einer Marktkapitalisierung von mehr als 500 Milliarden Dollar, die nun ein großer Hedgefonds-Manager geshortet habe. Es werde nun, so Bernecker, bald eine heftige Marktbereinigung geben bei den großen und marktschweren Titel der amerikanischen Aktienmärkte, die alleine acht Billionen Dollar auf die Waage bringen.

Wann kommmt der Einbruch? Eher zeitnah, meint Bernecker. Es handele sich dabei um eine Markt-Bereinigung, der dann jedoch wieder eine Aufwärtsbewegung folgen werde. Sehen Sie hier die Aussagen des „Altmeisters“ Bernecker:

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Die überbewrteten Aktienmärkte der USA als Bombe, die bald entschärft wird

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