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Videoausblick: Falsche Bewegung

Die Rally vom Freitag beim Dax und den US-Indizes war vermutlich die „falsche“ Bewegung. Heute dürften drei Faktoren die Märkte belasten..

Markus Fugmann

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Markus Fugmann

Von Markus Fugmann

Die Rally vom Freitag beim Dax und den US-Indizes war vermutlich die „falsche“ Bewegung. Heute dürften drei Faktoren die Märkte belasten: zunächst die skeptischen Aussagen von Chinas Staatschef Xi Xinping am Wochenende über die Lager der Weltwirtschaft. Noch schwerer wiegt aber, dass Chinas Notenbank den Yuan wieder stärker abgewertet hat – der konstante Fall des Yuan dürfte die Märkte mehr und mehr beunruhigen. Und drittens scheint nach Aussagen von Rosengren und Yellen auch die Fed (nach der Bank of Japan) die Zinskurve versteilen zu wollen, was einen Abverkauf bei länger laufende Anleihen mit sich bringen würde – und damit auch viele Fonds unter Druck bringt, die gleichermaßen in Aktien und Anleihen investiert sind..

10 Kommentare

10 Comments

  1. Avatar

    PK

    17. Oktober 2016 08:13 at 08:13

    die Dreiecks bzw. Trompetenformation ereilte das gleiche Schicksal wie statistisch die meisten solcher Formationen. Es gibt eben nicht den entscheidenden Schub sondern das ganze geht einfach (und langweilig) in eine Seitwärtsbewegung über.
    Aber nochmal vielen Dank für die unermüdlich stattfindenden Videos, für mich das beste derzeit um mich auf den Tag vorzubereiten.
    Den latent ständig vorhandenen Short Bias kann ich inzwischen ganz gut subtrahieren.

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      V

      17. Oktober 2016 08:35 at 08:35

      yep, gut analysiert! dito hier.

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      Allan

      17. Oktober 2016 08:56 at 08:56

      Alles kann, nichts muss. Wenn Sie Statistiken über dieses Verhalten haben, liegt es mir fern, diese anzuzweifeln. Und Sie haben auf jeden Fall recht, so läuft es oft. Meiner Erfahrung nach (nicht statistisch unterlegt) ist ein häufiges Verhalten jedoch der Ausbruch in die erwartete Richtung (mehr oder minder weit laufend), dann der Retest an die jeweilige Begrenzung und dann ein richtiger Schub in die Ausbruchsrichtung.
      We’ll see.

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        PK

        17. Oktober 2016 09:46 at 09:46

        Hi Allan,

        ich habe tatsächlich eine Backtestingsoftware am laufen (komplett selber programmiert mit FDAX Daten) und untersuche solche Sachen. Während der Backtest von Indikatoren wie Stochastik, GD etc. sehr einfach ist, ist das aber bei solchen Formationen recht schwierig, weil nur das menschliche Auge sie oft als relevant erkennt. Die menschliche Psychologie neigt ja gerne dazu, Fragmente zu einem für uns stimmigen Gesamtbild zusammenzusetzen. Unser Hauptfehler ist daher im Grunde, zu viele Muster zu erkennen wo einfach nur Rauschen ist. OK, aber um auf die Schiebezone zurück zu kommen ist es nach meiner Meinung am besten einen Fehlausbruch zu handeln und den Trade bei erreichen der MItte der Schiebezone zu eröffnen und als Target Oberkante. Denn wenn er nach einem Fehlausbruch wieder die Mitte erreicht ist es sehr wahrscheinlich, daß er mindestens wieder die Oberkante testet.

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          Allan

          17. Oktober 2016 12:26 at 12:26

          Ja, ich habe das schon herausgehört, dass Sie da auf ein Fundament zurückgreifen und nicht einfach so etwas postulieren (wie es hier leider so üblich ist). Auch bei der zwanghaften Neigung, Muster erkennen zu wollen stimme ich Ihnen zu. Aber bei den Dreiecken haperts. Ich könnte mir vorstellen, dass dies an verschiedenen Vorstellungen liegt, was ein Dreieck ist. Ich handle seit geraumer Zeit jetzt vorwiegend nach EW, und da gibt es strikte Regeln, wie ein Dreieck aufgebaut ist. Alles andere ist halt keines, egal wie es aussieht. Und diese Dreieckstrades gehören bei mir zu den profitabelsten, weil berechbarsten.
          Praktisch heißt das hier: im Dow war mir die Formation zu undeutlch (nicht getradet), obwohl sie sich im Fortgang so verhalten kann. Im S&P dagegen lag ein Dreieck vor, habe ich auch verwertet.
          Ihren Vorschlag zur Verwertung der Schiebezonen allgemein werde ich mal genauer unter die Lupe nehmen. Danke dafür.

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    Olli

    17. Oktober 2016 09:43 at 09:43

    Die Überschrift sagt alles: „Falsche Bewegung“. Ja, für Herrn Fugmann und die Shorties. Es ist ja mehr als offensichtlich dass Sie schon länger auf fallende Kurse spekulieren und dementsprechend den Markt schlecht reden. Bei diesen Beiträgen sagt mir meine 30 Jahre Erfahrung, dass hier ein gewaltiger Shortsqueeze in der Luft liegt.

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      Jörg

      17. Oktober 2016 10:33 at 10:33

      Nix „shortsqueeze“!
      Hier ist das Open Interest des Dax für den kommenden Verfalls-Freitag:
      https://www.stockstreet.de/verfallstag-diagramm#/

      Ich halte es auch für möglich, daß der Dax heute noch bis 10680 steigen könnte, dann aber runterkommt. Das ändert aber nichts daran, daß Herrn Fugmanns Einschätzung einer „Falschen Bewegung“ aus charttechnischen Gründen völlig richtig ist.
      Denn auf http://www.chartbuero.de/dax.htm sehen wir im ersten Chart, daß der Dax schon seit vielen Jahren rapide nach oben schoß – und es nun an de Zeit ist, mal wieder die untere Trendlinie (dünne grüne Linie) aufzusuchen. Auch in kurzfristigen Trend – siehe dritten Chart von Chartbüro – ist der Dax oben angekommen und müßte nun runter kommen.
      Auch wenn dieser kurzfristige Trend eine „bull flag“ wäre, ist die Wahrscheinlichkeit, daß der Dax ausgerechnet in dieser Woche die bull flag (wenn es denn eine ist) nach oben verließe, recht gering.

    • Avatar

      bauer

      17. Oktober 2016 11:06 at 11:06

      ..eher ne „shorthose“ als nen squeeze,ha ha ha
      Meine Erfahrung begann bereits bei den 49ers…

  3. Avatar

    bauer

    17. Oktober 2016 11:01 at 11:01

    @…….
    Die „falsche Bewegung“,…ist die Richtige nach unten..

  4. Avatar

    Olli

    17. Oktober 2016 12:33 at 12:33

    Heute ist die „falsche Bewegung“,… aber die Richtige zum Nachkaufen…

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Grenke das neue Wirecard? Neue Fed-Strategie, Luft für Dax wird dünner

Redaktion

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Wird die Grenke AG das neue Wirecard? Wir haben diesen Themenkomplex diese Woche mehrmals thematisiert, und im folgenden Video wird er auch von Manuel Koch besprochen. Auch bespricht er mit einem Experten die neue Strategie der US-Notenbank Federal Reserve. Es gehe nun nicht mehr darum die Inflation ab einem bestimmen Niveau zu begrenzen. Nein, die Senkung der viel zu hohen Arbeitslosenzahl sei nun das Hauptaugenmerk der Fed. Lange Zeit könne die Notenbank daher nun den Zins ganz tief im Keller belassen.

Und wie sieht es aus mit dem Dax? Gibt es neue Impulse? Im Video wird besprochen, dass derzeit offenbar einige negative Aspekte beiseite geschoben werden. Dennoch werde die Luft nach oben dünn – weitere Anstiege könnten sich also schwieriger gestalten. Auch im Video besprochen werden ganz konkret zwei Handelsempfehlungen der trading house Börsenakademie. Die Aktien von Bayer und Continental seien jeweils ein Kauf. Beide Aktien könne man über das Vehikel einer Stop Buy-Order kaufen.

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Warum haben wir keine Börsengänge mehr? – Werbung

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Lieber Börsianer,

es ist ein eigentümlicher Befund. Im vergangenen Jahr ging der deutsche Aktienmarkt steil. Zu Deutsch: Das Geld saß locker, und die Investoren fassten zu. Trotzdem verschmähten viele Unternehmen dieses Geld und verzichteten auf einen Börsengang. Ganze drei Unternehmen haben im vergangenen Jahr den Gang aufs Parkett gewagt. 2020 das nämliche Bild. Bis jetzt zähle ich mit Teamviewer und dem Datenbankspezialisten Exasol zwei IPOs (Börsengang).

Zum Vergleich: 1999 feierten 175 Unternehmen hierzulande ihr Börsendebüt, ein Jahr später zählten die Statistiker 142 IPOs. Natürlich wurde damals auch viel Schrott verkauft, wie dann die Folgejahre zeigten. Dennoch legten die Investoren damals den Grundstein für den digitalen Standort Deutschland.

Diese Frage drängt sich auf: Warum geht bei uns jetzt nichts mehr?

Meine Antwort fällt differenziert aus. Es ist richtig, dass viele Unternehmen derzeit keinen Börsengang planen, weil sie sich das Geld in Form von Fremdkapital anderweitig besorgen können. Ein Beispiel: Wenn die Bosch GmbH bedeutenden Kapitalbedarf hat, dann geht man einfach zur Bank oder zapft den Rentenmarkt an und holt sich dort Fremdkapital zu Nullzinsen.

Holte sich Bosch das Geld als Eigenkapital an der Börse, müsste man eine Dividende von – sagen wir 2 oder 3 % – bezahlen. Der Zusammenhang ist klar: Das derzeitige Zinsumfeld begünstigt also nicht unbedingt den Börsengang, wenn es um die Finanzierung von unternehmerischer Tätigkeit geht.

Das ist allerdings nur ein Teil der Wahrheit wie die Beispiele CureVac sowie EuroEyes International zeigen. So feierte der Impfstoff-Spezialist CureVac kürzlich sein Börsendebüt in New York. Und das war eine rauschende Party. Gleich am ersten Tag zog die neue Aktie 250 % in die Höhe. Die Erstzeichner – allesamt US-Investoren – schoben sich rund 700 Millionen USD in die Taschen. Und wir hier blickten in die Röhre.

Und das sei an dieser Stelle, liebe Bundesregierung, schon einmal angesprochen! Das Biotech-Unternehmen aus Tübingen wurde aus dem Staatssäckel üppig alimentiert und subventioniert. Und dann bleibt am Ende ein…..

Wollen Sie meine komplette Analyse lesen?

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Aktienmärkte: Plötzlich Angst vor Inflation nach der Fed-Sitzung?

Markus Fugmann

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Haben die Aktienmärkte plötzlich Angst vor Inflation bekommen? Die Indizes kamen gestern bekanntlich während und nach der Pressekonferenz von Jerome Powell unter Druck. Aber warum eigentlich? Die Fed hatte doch praktisch eine Nullzinsgarantie bis ins Jahr 2023 gegeben und sich deutlich optimistischer als zuletzt für die US-Wirtschaft geäußert – normalerweise ist das eine gute Nachricht für die Aktienmärkte. Ein zentraler Punkt aber scheint die leichte Enttäuschung darüber gewesen zu sein, dass die US-Notenbank keine weiteren QE-Maßnahmen in Aussicht gestellt hatte, zumal der erhoffte Stimulus durch die US-Politik bisher ausbleibt. Vermutlich haben die Märkte die Fed als eine Art Ersatz gesehen: wenn die Politik sich nicht einigen könne, dann werde aber doch die Fed einspringen mit neuen Maßnahmen..

Aktienmärkte unter Druck wegen Angst vor Inflation?

Jochen Stanzl dagegen hat eine andere Theorie: die Fed habe klar gemacht, bis 2023 nicht mehr die Zinsen anzuheben, egal was komme . Wenn aber nun die Wirtschaft sich weiter erhole und dann im Oktober (!) der Impfstoff gegen das Coronavirus komme, dann drohe eine starke Inflation. Die Aktienmärkte hätten in den letzten Tagen bereits eine Rotation vorgenommen, eben weil sie Inflation erwarteten: daher seien die zuvor so gut gelaufenen Tech-Werte verkauft, während die zuvor wenig gefragten Zykliker gekauft worden seien – denn diese Zykliker würden sich in inflationären Zeiten gut entwickeln, während die Tech-Werte in der Regel in einem deflationären Umfeld profitieren könnten (da sie mit Preissenkungen gelernt hätten umzugehen – fallende Preise für Smartphones etc.).

Das ist eine interessante Theorie von Jochen Stanzl – aber wenn die Aktienmärkte Inflation erwarten, warum ist dann gestern nach der Fed-Sitzung der Dollar stärker geworden – und Gold schwächer? Und: wie wahrscheinlich ist es denn eigentlich, dass schon im Oktober ein Impfstoff gegen das Coronavirus wirklich bereit steht – vor allem ein Impfstoff, der nicht nur partiell schützt vor Infektion, sondern wirklich effektiv ist? Aus unserer Sicht ist das sehr unwahrscheinlich – vor allem nicht schon ab Oktober, also nicht so kurzfristig (bislang hat die Menschheit noch gegen kein einziges Corona-Virus einen Impfstoff entickeln können!).

Ja, es gibt diese Rotation der Aktienmärkte: seit Anfang September performen value-Aktien so gut im Vergleich zu growth-Aktien wie schon seit der Finanzkrise nicht mehr – aber das liegt vor allem auch daran, dass jeder extreme Hype einmal endet, auch der bei den US-Tech-Aktien. Also suchen die großen Player am Markt das, was noch nicht völlig überteuert ist – und so beginnt die Rotation der Aktienmärkte.

Ob die Inflation wirklich kommt, bleibt abzuwarten – aber wir glauben schlichtweg nicht, dass die Aktienmärkte gestern plötzlich Angst vor der Inflation bekommen haben sollen. Sie?

Haben die Aktienmärkte plötzlich Angst vor Inflation bekommen nach der Fed-Sitzung?

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