Finanznews

Videoausblick: Heilsbringer und Brandstifter

Meist sind es die vermeintlichen Heilsbringer, die sich faktisch dann als Brandstifter entpuppen – und so dürften die Dinge auch bei Donald Trump liegen! Der US-Präsident ist zutiefst überzeugt, dass die Welt die USA ungerecht behandelt hat, in dem es seine Produkte an die USA verkaufen konnte, die USA aber ihre Produkte nicht in die Welt. Nur er, Trump, habe das erkannt und werde die USA wieder „heilen“ – um zu verstehen, was das Phänomen Trump bedeutet und wie der US-Präsident „tickt“, muß man verstehen, was der Typ charismatischer Herrschaft ist, den einst Max Weber begründete. Die asiatischen Börsen tiefrot, die US-Futures deutlich tiefer, auch der Dax dürfte gut 100 Punkte tiefer eröffenen als zu X-Dax-Schluß gestern. Deutschland dürfte nach China das nächste Ziel Trumps sein..



Kommentare lesen und schreiben, hier klicken

Lesen Sie auch

9 Kommentare

  1. „Angesichts der Situation müßte bei Gold mehr kommen“.
    Wenn es wirklich gefährlich wird, steigt Gold, darauf kann man sich verlassen. Wenn es das nicht tut, ist meist viel Rauch und wenig Feuer. Das scheint mir auch jetzt so. Es genügt doch, wie schon so oft in der Vergangenheit, ein kurzer beschwichtigender Satz von Trump und schon geht alles nach oben und die Welt ist wieder in Ordnung. In Wirklichkeit können und wollen sich weder China noch die USA einen Handelskrieg leisten. Warum also das Ganze? Man muß halt zuerst 100% auf die Pauke hauen, um danach ein 50% besseres Ergebnis herauszubekommen.

  2. „Politische Börsen haben lange Beine“. Diesen Satz verstehe ich nicht, Wenn dem so wäre, müsste die Wall Street schon seit Wochen fallen.
    Wenn die Wall Street ein paar 1000 Punkte fällt, wird die Zolleskalation schnell zusammenfallen. Wie unter George W. Bush, Clinton u. a. Donald Trump agiert nicht in einer Diktatur, was nicht heißt, dass er nicht kurzfristig ganz schön Schäden anrichten kann. Die US-Großkonzerne werden nicht alles akzeptieren.
    Aber wie bereits mehrfach erwähnt, die künftige US-Rezession kann durch den irrlichternden Präsidenten durchaus schneller anstehen.

    1. @Wolfgang, Sie schrieben: „Politische Börsen haben lange Beine“. Diesen Satz verstehe ich nicht, Wenn dem so wäre, müsste die Wall Street schon seit Wochen fallen“.
      Aber die Wall Street fällt ja dann erst einmal, wenn Trump so agiert wie heute – um dann wieder zu steigen, weil man glaubt, politische Börsen hätten eben kurze Beine, daher sei das alles nur „noise“ (Lärm), der bald wieder vorüber gehe, weil Trump es im Grunde doch gar nicht ernst meine. Aber genau das ist der Irrglaube: es ist eben nicht Lärm, sondern das Wesentliche! Und die Märkte werden das schmerzhaft zur Kentnnis nehmen müssen!

  3. Also ich finde das geht heute eindeutig zu weit. Im inhaltlichen Rahmen Trump dort in die Nähe von Hitler und Stalin zu rücken. Wir sind hier beim Thema Wirtschaft respektive geserzlich festgeschriebenen Zölle aufgrund von zu Grunde liegenden Daten zu Handelsbilanzen. Man kann das ja aus europäischer Sicht schlecht finden – ob man das aber nun mit solchen Theorien ausdrücken muss ist zu hinterfragen.

    1. @Gabi, Sie werden bald verstehen, warum ich diesen Vergleich gezogen habe! Trumps Herrschaft ist in Ihrem Wesen auf Eskalation ausgerichtet, es ist daher für mich nicht die Frage, ob die USA einen großen (militärischen) Krieg beginnen werden, sondern nur die Frage, wann das passiert! Natürlich hat Trump nicht wie Hitler oder Stalin Millionen von Menschen umgebracht, aber er wird gleichwohl viele, sehr viele Menschen ins Unglück stürzen..

  4. BÖRSEN HABEN LANGE BEINE,
    da muss ich dem Superanalysten M. Fugmann voll beipflichten.Es ist schon erstaunlich,dass die Börsen bis jetzt die von Problemen vollgestopfte Wirtschaft nicht ,oder wie am Wochenende sogar positiv aufgenommen haben.Der Russel 2000 u. der Nasdaq haben soeben noch neue Hochs gemacht.Wenn an einem Verfalltag einige falsch liegende ( realistisch richtig liegende ) Anleger durch ein Short– Squeeze die ganzen Weltbörsen stützen ist doch sehr viel faul am Wirtschaftskartenhaus.
    Ich erwarte den Zeitpunkt, wo die Mehrzahl der immer noch bullischen Anleger in ein Long– Squeeze laufen.
    Die Volumen werden dann um ein Tausendfaches grösser sein, werden doch alle Aktienanlagen durch Absicherungen u.Glattstellungen die Baisse verstärken u. dies nicht nur für 2Tage wie das jeweils an den letzten Verfalltagen passiert ist.

  5. Ich liebe die soziologisch-historischen Lehrstunden von Herrn Fugmann! Ist ja auch sein Fachgebiet. Das kann jetzt kräftig rumpeln bei den Aktienindices. Dow Jones und S&P500 sind bei mir schon aus ihren aufsteigenden Keilen nach unten herausgefallen. Wenn das mal kein Bärenfest wird.

  6. Wir wissen noch nicht ob es eine Spirale der Eskalierung ist oder lediglich Trumps unkonventielle Verhandlungspraktiken. Wie bereits bekannt pokert Trump sehr gern und viel (vielleicht hatte er deshalb mal ein Spielkasino;-) Ob er stur seine idealistischen Wünsche/Träume/Ziele weiterverfolgen wird und kann, ist eigentlich unwahrscheinlich. Erstens hat die Wirtschaft überall das sagen (ausser vielleicht in einer Diktatur oder ähnliches wie bei Hitler, Stalin, Lenin) und zweitens wird auch der Präsident der USA von seiner Partei und den Demokraten kontrolliert und notfalls korrigiert. Und falls er sich sträubt einfach spontan abgesetzt. Also, keine Panik machen lassen..

  7. Das wissen übrigens auch die Börsianer. Gerne nehmen sie aber solche vermeintlichen Weltuntergangs-Spinnereien zum Anlass und als „Schein“begründung, die Kurse mal etwas in den Keller zu schicken. Die Saison ist ja auch gerade richtig dafür (Sommermonate). Spätestens ab Herbst können sich die Dickfische wie Fugi gerne sagt dann zu niedrigeren Kursen schön eindecken, damit sie noch dicker werden. Vielleicht ist das ja auch Trumps Strategie. Jetzt den dicken Max machen und spätestens im Herbst vor den Zwischenwahlen sich dann mit China und der Welt einigen. Dann steht er als Macher und Heilsbringer da, um mal in der Terminologie zu bleiben. Die Börse wird explodieren und die Aktionäre und die ganze Welt jubeln. Trumps Partei, die Republikaner, bekommen viele Stimmen, denn Trump hat´s mal wieder allen gezeigt.
    Vergleiche mit Diktaturen, etc. wie Hitler, Stalin, etc. vor annodazumal sind nicht zeitgemäß und auch nicht passend.

Hinterlassen Sie eine Antwort

Ihre E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.




ACHTUNG: Wenn Sie den Kommentar abschicken stimmen Sie der Speicherung Ihrer Daten zur Verwendung der Kommentarfunktion zu.
Weitere Information finden Sie in unserer Zur Datenschutzerklärung

Meist gelesen 7 Tage