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Videoausblick: Jetzt geht´s rund!

Nach dem überraschend klaren „Nein“ bei Referendum in Italien geht es jetzt rund an den Märkten! Die Dax-Indikation bereits deutlich tiefer als beim Freitags-Schlußkurs..

Markus Fugmann

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Markus Fugmann

Von Markus Fugmann

Nach dem überraschend klaren „Nein“ bei Referendum in Italien geht es jetzt rund an den Märkten! So konnten sich zwar die asiatischen Märkte nach einer anfänglichen, heftigeren Bewegung wieder beruhigen, doch könnte das mit der Eröffnung in Europa sich wieder ändern: zu achten ist heute insbesondere auf italienische Bank-Aktien wie Monte dei Paschi und Unicredit, aber auch auf italienische Staatsanleihen (wird die EZB hier unterstützend eingreifen?). Die Dax-Indikation bereits deutlich tiefer als beim Freitags-Schlußkurs, der deutsche Index stärker als etwa die US-Indizes betroffen von der Entwicklung in Italien. Nun sieht es nach Neuwahlen aus in Italien, womit sich die Wahrscheinlichkeit eines Austritts aus der Eurozone deutlich erhöht. Das müssen die Märkte nun einpreisen..

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21 Kommentare

21 Comments

  1. Avatar

    Tomasz

    5. Dezember 2016 08:27 at 08:27

    11k-wir kommen

    • Avatar

      Gixxer

      5. Dezember 2016 08:32 at 08:32

      Vielleicht war das jetzt der Startschuss für die Jahresendrally?

    • Avatar

      Peter

      5. Dezember 2016 08:58 at 08:58

      :-)

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    back2life

    5. Dezember 2016 08:34 at 08:34

    Der DAX und US Futures sind bereits auf dem Weg nach oben. Die Märkte werden wieder mit Lockerheit reagieren vielleicht nach dem Motto: Es wird besser ohne Renzi – Draghi wird es richten und die Banken retten und alles wird danach besser:)

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    longside

    5. Dezember 2016 08:45 at 08:45

    @Tomasz
    Das sehe Ich genauso!Das wird heute noch richtig nach oben ballern.Der Euro wird heute auch noch ins grüne laufen.Mario ist allmächtig und wird es wie immer richten.Kurzfristig sehe ich es für die Jahresenderalley seht positiv mit Italien und habe gestern schon Vorfreude gehabt.Und für die Goldbugs muss ich leider sagen,das Ihr jetzt richtig einen eingeschenkt bekommt.Ich sehe Gold jetzt deutlich unter 1000$
    Gruß

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    gerd

    5. Dezember 2016 09:00 at 09:00

    Und wenn es jetzt mal andersrum käme als bei Brexit und Trump?

    Das heißt, diesmal erst hoch und d a n n runter?

    Es heißt doch auch immer, Draghi hätte sein Pulver verschossen, so dass er ggf. doch eh nicht mehr viel ausrichten könne.

    • Avatar

      tomasz

      5. Dezember 2016 09:11 at 09:11

      unwahrscheinlich. jetzt dämmert den verantwortlichen, dass jetzt das sparen ein ende haben muss, sonst bekommen die neurechten zu viel rückenwind. da wird jetzt ordentlich auf die k+++e gehauen. diese neuen aussichten sind noch so jung dass da noch viel phantasie drin steckt. jetzt wird halt gekauft, wenn später sich das thema abgearbeitet hat, fällkts auch wieder. aber erstmal aufwärts

      • Avatar

        gerd

        5. Dezember 2016 09:15 at 09:15

        „… da wird jetzt ordentlich auf die k+++e gehauen.“

        Da dürfte durchaus was dran sein.

    • Avatar

      Franz

      5. Dezember 2016 09:14 at 09:14

      Gold wird jetzt den Weg nach oben einschlagen. Wird wohl heute im LAUFE des Tage noch die Kurve kriegen. Wer jetzt glaubt, es passiert wieder so wie bei Trump wird sich irren, denn die EU ist definitiv gefährdet, daher werden viele aus Aktien flüchten und in Gold investieren!

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    longside

    5. Dezember 2016 09:17 at 09:17

    Na ja das einer Notenbank das Geld und damit die Macht ausgeht?
    Da muss schon sehr viel passieren.Da ist Italien und das Referendum noch eine Lappalie.Hier steht auch die Zukunft von Dragi im Raum und er wird alles für sein Mafiakonstruckt machen!Jetzt gilt erst mal die jetzt erst Recht Machtdemonstration.Wie lange die anhält weiß man natürlich nicht.Zur Zeit feiern die Börsen erst mal und das war eigentlich zu erwarten.
    Denke bis 10700 wird es schon noch gehen

  6. Avatar

    verinet

    5. Dezember 2016 09:45 at 09:45

    „das müssen die Märkte einpreisen“….das hatten die Märkte doch schon lange eingepreist
    jedenfalls wenn man sich die Underperformance des Dax vs Dow anschaut……die muss jetzt erstmal wieder abgebaut werden

  7. Avatar

    marc

    5. Dezember 2016 09:48 at 09:48

    1929 lässt grüssen.

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    longside

    5. Dezember 2016 09:52 at 09:52

    Ha Ha Gold wird gerade richtig zerstört und schon heute geht die 1150 Unterstützung flöten!Endlich nutzen Sie mal Ihre Chance und drücken den Gelben Rotz dahin wo er hingehört.Vorallem was ich nicht all fürn Schwachsinn von „jetzt startet der Shariastandart bei den Moslem und sie werden Gold ohne Ende kaufen“Und Vorallem immer dieses Manipulationsgerücht wenns fällt.Ne ist klar und wenns steigt wird natürlich nicht manipuliert?
    Gruß

    • Avatar

      Denker

      5. Dezember 2016 10:28 at 10:28

      Ja , endlich runter mit dem Blech… hoffentlich bald bis unter 1000.
      Ich hab wenig Kohle und brauch noch viel Münzen…

  9. Avatar

    marc

    5. Dezember 2016 10:02 at 10:02

    Da leiden einige unter dem, was man selektive Wahrnehmung nennt?.

  10. Avatar

    Franz

    5. Dezember 2016 10:11 at 10:11

    Die Märkte sind manipuliert ohne Ende. Nach so einer Meldung aus Itlalien steigt der Euro-dass ist lachhaft! Gold fällt trotz steigendem Euro ist auch nicht normal und das der Dax heute steigt ist schon 3x unnormal.Also: die ganze Welt ist nicht mehr normal!
    Österreich hat gestern einen schweren Fehler gemacht, die Italiener muss man gratulieren!
    Doch das Kartenhaus ist noch nie so nahe dran gewesen zusammenzubrechen, daher sollte jeder aufpassen, wo er gerade investiert. Schönen Tag!

  11. Avatar

    Lossless

    5. Dezember 2016 10:11 at 10:11

    Seid vorsichtig! Der Markt reagiert auf eine Erleichterung aber die Folgen werden die Märkte nach unten ziehen.

  12. Avatar

    Wollmann

    5. Dezember 2016 11:55 at 11:55

    Jetzt gehts rund – na das scheint ja mal ein großer Irrtum zu sein. Das Italienergebnis wurde schon vorige Woche eingepreist.
    Das war auch schon früh an den asiatischem Markt zu sehen.
    Ja Herr Fugmann, sie hatten ja die Kriese schon vorige Woche immer geprädigt und wollen jetzt dran festhalten.
    Aber Draghi wird es schon richten, das war schon vorige Woche zu sehen, denn sonst wären die Kurse deutlicher gefallen.

  13. Avatar

    Wolfgang Koch

    5. Dezember 2016 12:17 at 12:17

    Ich habe es durchgehalten.Wow,hätte ich mir selbst nicht zugetraut!Was bitte?:Die Kommentare der ganzen Germanistikstudenten zu lesen,bzw. zu entschlüsseln versuchen.Grenzwertige Inhalte mit noch schlechterer Rechtschreibung!P.s.Vor dem auf die K…. hauen,rechtzeitig eine Kleenexrolle bereitstellen.

    • Avatar

      Lossless

      5. Dezember 2016 12:58 at 12:58

      Bevor Sie andere kritisieren …nach Punkt und Komma setzt man ein Leerzeichen.

  14. Avatar

    Marko

    6. Dezember 2016 02:18 at 02:18

    Nach dem überraschend klaren „Nein“ bei Referendum in Italien geht es jetzt rund an den Märkten! ……

    Das ist , mit Verlaub Blödsinn, alle dachten : Brexit, Trump, Österreich, Italien – die Kiste alles schmiert ab…

    Und die Mäktre sind nicht manipuliert, „wir“ sind die Märkte..

    Vg

    Marko

    :D

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Aktien: Die Rally und die Cocktail-Theorie von Peter Lynch

Ibrahim Sonay

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am

Klar, Corona ist das Gesprächsthema Nummer-Eins, doch dicht auf den Fersen folgt derzeit schon das Thema Aktien!

Aktien: Woher stammt die Cocktail-Theorie?

Der berühmte Magellan-Fonds Manager Peter Lynch, ein Maestro der Investment-Welt aus den 80er-Jahren, stellte damals die Interessante Cocktail-Theorie auf, um die unterschiedlichen Marktprognosen darzulegen, die er über Jahre entwickelt hatte, während er auf Partys herumstand.

Phase Eins

Gar nicht über Aktien sprechen die Leute in der ersten Phase, eines leichten Marktanstiegs, nachdem sie längere Zeit am Boden lagen, ohne Bewegung und Beachtung. Fragte man Lynch auf der Party, was er denn so beruflich treibe, antwortete er, dass er einen Aktienfonds manage. Daraufhin nickten die Leute freundlich und gingen weiter, um sich mit dem Nächsten auf der Party über Belangloses zu unterhalten. War dies der Fall, so wusste Lynch, dass der Markt vor einer Erholung stand.

Phase Zwei

Nachdem Lynch seinen Beruf nannte, blieben die Partygäste meist etwas länger – aber auch nur so lange, um ihn klar zu machen, wie gefährlich doch Aktien seien. Danach sprachen die Partygäste wieder übere andere Themen. Auch dies beobachtete er und stellte somit fest, dass die Börse in der zweiten Phase steckt, denn die Aktien stiegen bereits, doch es interessierte (noch) niemanden.

Phase Drei

Der Markt war bereits um 30 % gestiegen und Lynch wusste, dass ihn auf der Party eine neugierige Schar von Menschen umringen würde. Viele euphorische Zeitgenossen nahmen ihn beiseite, um herauszufinden, in was sie denn nun investieren sollten und fast jeder sprach von Aktien. Damit war klar, Phase Drei ist erreicht.

Phase Vier

In der vierten Phase umzingelten ihn die Leute erneut, aber diesmal nicht um zu erfragen, worin sie investieren sollten, sondern um ihn Tipps und Ratschläge zu geben, welche Aktien er kaufen solle. Erfuhr er Tage später, dass die Empfehlungen der Partygäste aufgingen, so erkannte Lynch, dass der Markt in Phase Vier steckt: Das Hoch war erreicht – ein Rückschlag der Märkte stand kurz bevor.

Das aktive Zuhören kann sehr wertvoll sein. Halten Sie also ihre Augen und Ohren auf. Auf lange Sicht sollte jeder für sich selber entscheiden, worin er sein Geld investieren möchte – ob er dabei Prinzipien, Ethik oder Trends berücksichtigt. Eines zeigt uns die Vergangenheit der Aktienmärkte jedoch: wenn man Aktien von Qualitäts-Unternehmen findet und das zu einem guten Preis, erzielt man über Jahre Rendite.

Aktien und die Cocktail-Theorie

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Aktien: Die 2020-er, wieder das Jahrzehnt der Aktie?

Die Jahre 2010 bis 2020 war ein Jahrzehnt für die Aktien – den Notenbanken sei Dank! Aber wie sieht es für die 2020er-Jahre aus?

Wolfgang Müller

Veröffentlicht

am

Die Jahre 2010 bis 2020 war ein Jahrzehnt für die Aktien – den Notenbanken sei Dank! Aber wie sieht es für die 2020er-Jahre aus?

Derzeit wird viel spekuliert über die Zukunft nach Corona. Ein Jahrzehnt hat begonnen, in dem die Schulden weltweit auf noch nie gesehene Höhen gestiegen sind. Für einen Dollar Wachstum mussten in den USA bisher bereits sieben Dollar neue Schulden aufgenommen werden, um dieses zu generieren – die Demographiefalle schlägt in vielen Industriestaaten unbarmherzig zu. Deshalb sollte es schwierig werden, das Potenzialwachstum der letzten Jahrzehnte überhaupt zu halten. Man kann sich vieles vorstellen und darüber diskutieren, es gibt aber ein paar fundamentale Gesetzmäßigkeiten in neuzeitlichen Gesellschaften. Auch wenn das durch Geldhäuser ausgerufene Jahrzehnt der Aktien recht interpretationsbedürftig ist.

Aktien: Die Wirtschaft ist der Ast, auf dem wir alle sitzen

Bei allen Dikussionen über das FIAT-Geld, über Schulden und einem Auseinanderdriften der Gesellschaften in der Einkommensverteilung, darf man eines nicht übersehen: Ohne eine funktionierende Wirtschaft, ohne Steuereinnahmen funktioniert kein Gemeinwesen. Die Aufwendungen für einen Staat mit seiner Regierung, seiner Verwaltung, seiner Justiz, seiner Polizei, seinem Militär, seinem Gesundheits- und Bildungssystem, können nicht durch die Druckerpresse der Notenbanken produziert werden, zumindest nicht für lange. Die Kosten müssen durch Steuereinnahmen der Unternehmen und bei den Bürgern erwirtschaftet werden.

Was passiert denn in einem Staat, in dem durch Krieg oder Aufstände Polizei und Militär ausgeschaltet werden? Eine erste Reaktion in einem solchen Land (beispielsweise nach den Umstürzen im Irak oder Lybien) sind stets sofort Plünderungen, aber auch Vergewaltigungen und andere Abscheulichkeiten.

Anleihen können auf null gesetzt und entwertet werden, Schulden durch Währungsreformen vernichtet, aber ein Teil der Wirtschaft bleibt immer erhalten und damit auch der Aktienmarkt und die Aktien.

Denn was stellt der Aktienmarkt dar? Die Beteiligung an Unternehmen, an der Volkswirtschaft, bei allen stets immer wieder zu korrigierenden Entgleisungen. Damit wird auch im Jahrzehnt nach Corona höchstwahrscheinlich der Spruch von Warren Buffett, aus den letzten Jahren des 20. Jahrhunderts weiter gelten:

“Langfristig werden die Aktienmärkte für gute Nachrichten sorgen. Im 20. Jahrhundert durchlebten die USA zwei Weltkriege und weitere traumatische und teure militärische Konflikte. Eine Depression, mehrere Rezessionen, Börsenpaniken, Ölschocks, Virenpandemie und den Rücktritt eines Präsidenten. Dennoch stieg der Dow Jones von 66 auf 11.497.”

Sondersituation Deutschland

Deutschland wird im Anleihebereich als ein sicherer Hafen angesehen – mit fatalen Folgen für Sparer und Vorsorgesysteme. Denn wie sollen selbst bei leicht steigenden Zinsen Vorsorgeleistungen, Versicherungs- und Pensionsleistungen erwirtschaftet werden? Deutschland sitzt inmitten von Ländern, die sich keine höheren Zinsen leisten können. Der Zinseszinseffekt schafft erst ab einem Zinssatz von drei Prozent in überschau- und erlebbaren Zeiträumen einen Vermögensaufbaueffekt. Aber wie würden die Belastungen für die Staatshaushalte ausfallen, wenn die Renditen für Staatsanleihen in diese Regionen zurückkehren sollten. Die europäische Staatengemeinschaft mit ihrer Zentralbank wird also versuchen über die Zeit aus diesem Dilemma herauszukommen. Die Anleihelaufzeiten auf 30/50 Jahre plus verlängern, wie in Griechenland im Ansatz geschehen.

Die erzielbaren Renditen reichen nicht für das bisherige Vorsorgesystem. Wird man etwa den norwegischen Weg gehen und die Quote an Aktien erhöhen? Das Börsen-Urgestein Gottfried Heller (Partner von André Kostolany) hat auf einem Börsentag schon vor zwei Jahren die Prognose gewagt, dass Versicherer ihre Statuten ändern werden (müssen), um eine auskömmliche Rendite zu erwirtschaften und ihren ständigen Auszahlungsverpflichtungen nachzukommen. Die langlaufenden Anleihen im Bereich von 10 Jahren und mit ertragreichen Kupons, sind am Auslaufen. Allzu viele 30-jährige hat man sicher nicht in den Portfolios. Also wohin mit den Kundengeldern in Zukunft? In grüne Projekte, Private Equity u.ä.?

Was macht eine Allianz, eine der großen Dividendenzahler (4,8 Prozent aktuell), wenn es nicht einmal mehr am (nicht nutzbaren) Markt für Junk Bonds solche Renditen gibt? Der Zyklus der sinkenden Zinsen seit dem Jahr 1980 ist mit den großen Zinsschritten in den USA im März am Ende angelangt. Bis zuletzt konnte man wegen der Durationseffekte stets Gewinne mit den Anleihen erwirtschaften, so auch noch einmal im Jahr 2020. Aber wenn die Zinsen nicht unter null fallen, gibt es künftig kaum noch etwas – keine Kupons und keine Kursgewinne bei fallenden Zinsen.

Was machen Großfirmen mit ihren Betriebsrenten, Stiftungen mit ihren Anlagegeldern in den nächsten Jahren? Es spricht sehr viel für die Dividendentitel in diesem Jahrzehnt. Mit all ihren Schwankungen und vermutlich sind die jahrelangen Renditen von acht Prozent plus per annum auch bei Weitem nicht mehr realistisch. Aber wo sind die Alternativen?

Fazit

Obwohl ich absolut nichts davon halte, größere Zukunftsprognosen zu stellen – daran verbrennen sich schon ständig ganze Organisationen und Thinktanks die Finger, mit einer Heerschar von Professoren – so bin ich schon davon überzeugt, dass das jetzige Jahrzehnt wieder das Jahrzehnt der Aktien sein wird. Mit großen Schwankungen, Crashs, die Exzesse bereinigen werden, aber auch begründet in der Tatsache, dass man zwar Geldsysteme verändern und vernichten kann, aber nicht die Produktionsanlagen oder die Betriebe in einer Volkswirtschaft, ohne die es kein Überleben gibt, apokalyptische Szenarien einmal ausgenommen.

Es ist aber auch wahrscheinlich, dass es ein wesentlich langsameres Wachstum an den Börsen geben wird, nach Preisexzessen und deren Bereinigung, wie man es in Japan seit 31 Jahren nun schon beobachten kann. Aber selbst wenn Euro oder Kryptowährungen scheitern, wofür hat man nach 250 Staatsbankrotten seit 1800 (sowie 68 internen Pleiten) noch keinen Ersatz gefunden? Für Aktien..

Werden die 2020er-Jahre ein Jahrzehnt für Aktien?

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Aktien

JP Morgan-Quartalszahlen: Deutlich besser als erwartet – Milliarden-Rücklagen für faule Kredite aufgelöst

Claudio Kummerfeld

Veröffentlicht

am

Soeben wurden JP Morgan-Quartalszahlen veröffentlicht. Hier die wichtigsten Kennzahlen. Der Umsatz liegt bei 30,16 Milliarden Dollar (Vorjahresquartal 29,2/Erwartungen 28,7). Der Gewinn liegt bei 3,79 Dollar pro Aktie (Vorjahresquartal 2,57/Erwartungen 2,62).

In der Grafik unten sieht man es in der dritten Spalte. JP Morgan hat im letzten Quartal die Risikofürsorge für faule Kredite um 1,9 Milliarden Dollar reduziert, wodurch natürlich der Gewinn erhöht wird. JPM ist der Meinung, dass sich das wirtschaftliche Umfeld (im Sinne der Zahlungsmoral der Kunden) bessert, und vor allem dass Firmenkunden nach wie vor frisches Geld am Kapitalmarkt aufnehmen können. Insgesamt spricht die Bank davon, dass sogar 2,9 Milliarden Dollar an Kreditreserven umgewandelt und in den Gewinn von 12,1 Milliarden Dollar verschoben wurden. Ohne diese Buchung wären es nicht 3,79, sondern nur 3,09 Dollar Gewinn pro Aktie, so die Headline-Aussage der Bank.

Zitat aus dem aktuellen Bericht von JPM:

The provision for credit losses was a net benefit of $1.9 billion, compared to an expense of $1.4 billion in the prior year driven by reserve releases in the current quarter. The Wholesale reserve release was $2.0 billion, reflecting an improvement in the macro-economic scenarios and the continued ability of clients to access liquidity and capital markets. The Consumer reserve release was $0.9 billion, in Home Lending, primarily due to improvements in HPI expectations and portfolio run-off. The prior year included a net reserve release in the Consumer portfolio and a net reserve build in the Wholesale portfolio. Net charge-offs of $1.1 billion were down $444 million from the prior year, driven by Card.

Die Aktie notiert vorbörslich mit +0,7 Prozent.

Hier das Headline-Statement von JPM-CEO Jamie Dimon:

Jamie Dimon, Chairman and CEO, commented on the financial results: “JPMorgan Chase reported strong results in the fourth quarter of 2020, concluding a challenging year where we generated record revenue, benefiting from our diversified business model and dedicated employees. While we reported record profits of $12.1 billion, we do not consider the reserve takedown of $2.9 billion to represent core or recurring profits – essentially reserve calculations, while done extremely diligently and carefully, now involve multiple, multi-year hypothetical probability-adjusted scenarios, which may or may not occur and which can be expected to introduce quarterly volatility in our reserves. While positive vaccine and stimulus developments contributed to these reserve releases this quarter, our credit reserves of over $30 billion continue to reflect significant near-term economic uncertainty and will allow us to withstand an economic environment far worse than the current base forecasts by most economists.”

Dimon added: “In Consumer & Community Banking, deposits grew 30% or over $200 billion driven primarily by growth in the Federal Reserve’s balance sheet and the continuation of modest market share gains. Within our consumer lending franchise, auto and retail mortgage originations were both up more than 20%. Consumer spending continued to recover, as reflected in combined debit and credit card spend being up for the full quarter. The Corporate & Investment Bank delivered another impressive quarter with growth in Global Investment Banking fees of 34% and Markets revenue of 20%. With a record quarter, Commercial Banking earned $3.3 billion of investment banking revenue in 2020, surpassing its previous $3 billion long-term target. In Asset & Wealth Management, AUM grew 17% due to higher asset values and net inflows of over $190 billion into long-term and liquidity products over the last twelve months.”

Dimon concluded: “We ended the year with a CET1 ratio of 13.1% (vs. 12.4% at the beginning of the year) and capital above $200 billion, providing us with meaningful capacity to further invest in our business and communities, while returning capital to
our shareholders. This increase in capital was after raising over $2 trillion of credit and capital for our consumer and institutional clients around the world, which includes nonprofits and U.S. government entities, including states, municipalities, hospitals and universities and adding net $12 billion to credit reserves. We also hold $1.4 trillion of cash and marketable securities, which is currently over $450 billion in excess of what is required. We opened branches in new markets, improved our digital capabilities, and made acquisitions that will enhance our product offerings and deepen our engagement with our customers. We also continued to invest in our communities – for example, through our initial commitments to support those most impacted by the pandemic and our longer-term commitment to advance racial equality and promote economic growth. Our earnings power and healthy capital position also provide us the flexibility to pay dividends and return excess capital to shareholders through share repurchases. I want to end by thanking our frontline colleagues and those working from home who quickly adapted to the pandemic and safely helped our clients, customers, communities and governments.”

Grafik zeigt aktuelle JP Morgan-Quartalszahlen

JP Morgan-Quartalszahlen - Jamie Dimon
Jamie Dimon. Foto: Steve Jurvetson Creative Commons Attribution 2.0

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