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Videoausblick: Kaufrausch, Messias, Rinderwahn

Die drei Begriffe Kaufrausch, Messias, Rinderwahn umschreiben das, was derzeit an den US-Märkten passiert. Der Kaufrausch dauert ja schon länger an, doch gestern sorgte eine gigantisch große Order beim S&P-Future an einem neuralgischen Punkt (das bisherige Hoch) für den Ausbruch auch aller anderen US-Indizes..

Markus Fugmann

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Markus Fugmann

Von Markus Fugmann

Die drei Begriffe Kaufrausch, Messias, Rinderwahn umschreiben das, was derzeit an den US-Märkten passiert. Der Kaufrausch dauert ja schon länger an, doch gestern sorgte eine gigantisch große Order beim S&P-Future an einem neuralgischen Punkt (das bisherige Hoch) für den Ausbruch auch aller anderen US-Indizes. Derzeit steigen in den USA alle Sektoren, mit Ausnahme von Biotech nach den Aussagen Trumps zu Medikamentenpreisen. Trump wird als Messias gesehen, die beste aller Welten ist eingepreist – doch wird es mit Trump wie bei allen Messias-Figuren laufen: entweder sie werden ans Kreuz genagelt, oder sie führen ihre Anhänger in den Untergang (letzteres wird ökonomisch in den USA passieren). Aber was hilft´s: es grassiert der Rinderwahn, und der Infekt lässt derzeit keine rationalen Argumente zu. Auch der Dax jetzt ausser Rand und Band..

11 Kommentare

11 Comments

  1. Avatar

    M.Müller

    8. Dezember 2016 08:20 at 08:20

    Danke Herr Fugmann für wieder ein verrücktes Video!
    Wie sie sagen es ist der pure Wahnsinn was momentan eingepreist wird,
    leider hat es fundamental nichts mit der Realität zu tun daher können die Kurse noch Jahre nach oben laufen was anderes können die Verbrecher oder soll ich sagen der Computerhandel?? gar nicht mehr zulassen kann! Sonst würde das System kollabieren.
    Würde wirklich lachen wenn der Markt nächste Woche bei einer Zinsanhebung nochmals steigen würde!! Alles ist möglich alles ist gut…………….. und bitte nicht vergessen die Fallhöhe wird immer größer, der Andreasgraben öffnet sich bereits,
    mir persöhnlich ist die Eupohrie zu groß!Die Schafsherde wird gerade zusammen getrieben (Rinderwahn) um zur Schlachtbank geführt zu werden!!
    Allen wirklich ein gutes Händchen.

    • Avatar

      PK

      8. Dezember 2016 09:18 at 09:18

      man muss schon eine verzerrte Wahrnehmung haben, wenn man die, die aktuell die Kohle machen als Schafsherde bezeichnet. Aber hier sammeln sich nun mal die Shorties, die zwar Geld verlieren aber sich intellektuell überlegen fühlen dürfen weil nur sie das ganze Kartenhaus durchschaut haben.
      An der Börse kommts nicht darauf an was man selber alles weiss und wie schlau man ist sondern wie dumm die Masse ist. Aber viele haben das einfach noch nicht realisiert.

      • Avatar

        Stefan Riße

        8. Dezember 2016 17:04 at 17:04

        Ein wirklich ausgesprochen kluger Kommentar! Man kann es nicht treffender formulieren.

        • Markus Fugmann

          Markus Fugmann

          8. Dezember 2016 17:10 at 17:10

          @Stefan, wirklich? Die Märkte werden bestimmt durch das große Geld der großen Player – und wenn die so dumm wären, wie der Kommentator meint, den Sie so loben, dann hätten die großen Player wohl weder das große Geld, noch wären Sie große Player!

  2. Avatar

    Gixxer

    8. Dezember 2016 08:25 at 08:25

    Respekt für das Eingeständnis, dass man falsch lag!
    Risse lag hier eindeutig richtig!
    Wobei ich mir so Eingeständnisse (sofern nötig) aber auch bei Herrn Risse wünschen würde, dann wären manche Kommentare sicher nicht so bissig ihm gegenüber.

    Rinderwahnsinn finde ich auch nicht schlecht.

    Mal sehen, wie weit die Ausdehnung (@lossless) geht.

    • Avatar

      alexdou111

      8. Dezember 2016 10:01 at 10:01

      hey bist du der Gixxer aus dem AOC forum ?

      • Avatar

        Gixxer

        8. Dezember 2016 10:23 at 10:23

        Da mir AOC Forum nichts sagt, werde ich es wohl nicht sein.

    • Avatar

      Lossless

      8. Dezember 2016 12:54 at 12:54

      Gixxer, die maximale Ausdehnung liegt bei 11181. Sollte es über die 11181 gehen sind Kurse bis in den Bereich 11400 möglich.

  3. Avatar

    M.Müller

    8. Dezember 2016 08:33 at 08:33

    sehr lesenswert bei Goldseiten.de!!!!!!!!!!!

    Welch ein wirres Netz wir spinnen, wenn wir andere täuschen wollen. Und manchmal auch, wenn wir eigentlich helfen wollen (damit meine ich vor allem Politiker auf Stimmenfang…).

    Ein typisches Beispiel dafür ist die OPEC, die mit ihren angeblichen „Produktionskürzungen“ die Lüge aller Lügen verbreitet und damit die erwünschte Marktreaktion ausgelöst hat – mit Unterstützung des Plunge Protection Teams an den Rohölmärkten. Das eigentliche Problem kann man auf diese Weise noch einige Monate oder vielleicht auch nur Wochen vor sich herschieben, bevor die Realität die Märkte wieder einholt: Das Überangebot an Rohöl hat ein solch historisches Ausmaß angenommen, dass es die ausgefeilten Mechanismen der Preismanipulation zertrümmern wird.

    Ich hatte gehofft, dass die bitteren geopolitischen Spannungen, die bis zur letzten Stunde vor Bekanntgabe der Vereinbarung spürbar waren, dafür sorgen würden, dass die Emotionen der Verhandlungsteilnehmer zum völligen Scheitern der Gespräche führen. Dann hätte die Realität sich schon jetzt durchsetzen können. Doch nach typischer OPEC-Art wurde zum 22. Mal in der langen, schmutzigen Geschichte der Organisation eine „Produktionskürzung“ beschlossen, wobei die Einhaltung derartiger Regelungen in der Vergangenheit im Schnitt nicht einmal bei 60% lag. Würde es sich um eine echte Reduktion der Ölfördermengen handeln, wäre es ohnehin sehr unwahrscheinlich, dass die Abmachungen eingehalten werden, insbesondere angesichts der Einbeziehung von Nicht-Mitgliedsstaaten wie Russland und Mexiko, die noch weniger geneigt sind, die getroffenen Entscheidungen auch wirklich umzusetzen.

    Die jüngste Vereinbarung hat mehr Löcher als ein Schweizer Käse, angefangen bei den Zusagen der nicht zur OPEC gehörigen Nationen, die noch nicht einmal offiziell bestätigt wurden. Russland beispielsweise hat der Verringerung der täglichen Fördermenge um 300.000 Barrel pro Tag weder zugestimmt noch beruht diese Zahl auf einem offiziellen Referenzwert. De facto hat sich die Russische Föderation nur bereit erklärt, auf die für 2017 erwartete Produktionssteigerung von 300.000 Barrel am Tag zu verzichten, doch die Ölförderung des Landes liegt auch heute schon auf Rekordniveau. Was Mexiko anbelangt, so gab es nicht nur keine offizielle Zustimmung zur Produktionskürzung von 150.000 Barrel am Tag – das staatliche Ölunternehmen PEMEX hat auch schon wenige Stunden nach Bekanntgabe der Übereinkunft in einer Pressemeldung mitgeteilt, dass es für 2017 keine Kürzungen plant.

    Damit sind 450.000 Barrel der vorgesehenen Fördermengenkürzungen von insgesamt 600.000 Barrel am Tag durch die Nicht-OPEC-Staaten wahrscheinlich nur Hirngespinste des Plunge Protection Teams. Diese Einschränkungen müssen zudem nächste Woche bei einem weiteren Treffen in Doha erst noch offiziell angenommen werden, und sogar die OPEC selbst gibt zu, dass davon der gesamte Deal abhängt. Welche Länder die restlichen Kürzungen um 150.000 Barrel vornehmen sollen, wurde noch nicht bekanntgegeben. Nicht darin eingeschlossen sind natürlich die Staaten, auf die es am meisten ankäme, z. B. Norwegen, Brasilien oder die USA. Keines dieser Länder hatte an den Verhandlungen teilgenommen und sie werden sich wie Raubtiere auf jeden Marktanteil stürzen, den die OPEC abtritt , allen voran die US-amerikanischen Schieferölunternehmen. Das gilt inbesondere dann, wenn der Preis auf über 55 $/Barrel steigen sollte. Dann werden die Produktionserhöhungen, die wir in der letzten Zeit bereits beobachten konnten, noch viel stärker ausfallen.

    Dazu kommt noch die Tatsache, dass Indonesien überraschend „suspendiert“ wurde, weil Beschlüsse über die Verringerung der Fördermengen einstimmig getroffen werden müssen und das Land die Absprachen nicht unterstützte. Für Libyen, Nigeria und Angola gibt es zudem eine Ausnahmeregelung und bis Mitte nächsten Jahres wollen die drei afrikanischen Staaten ihre Ölproduktion um insgesamt 500.000 Barrel am Tag erhöhen. Je genauer man sich die Vereinbarung ansieht, desto offenkundiger wird es, dass die von der OPEC propagierten Produktionskürzungen um 1,2 Mio. Barrel am Tag mehr Fiktion als Fakt sind, vor allem wenn man bedenkt, dass die Ölgewinnung aktuell ein Allzeithoch erreicht hat. Die Fördermengen liegen sogar merklich über dem Niveau von Mitte September, als die OPEC-Staaten diese kurzfristige Augenwischerei bei dem Treffen in Algiers ausheckten, um ihr Gesicht zu wahren.

    Abgesehen davon reduziert Saudi-Arabien, das mit Abstand den größten Beitrag zur getroffenen Vereinbarung leistet, seine Produktion typischerweise ohnehin jeden Januar aufgrund von saisonalen Faktoren – also genau zu dem Zeitpunkt, zu dem das Übereinkommen in Kraft treten soll (vorausgesetzt, die Nicht-Mitgliedsstaaten beschließen nächste Woche die erwähnten Produktionskürzungen über 600.000 Barrel). Zusätzlichen, unheilvollen Gegenwind erhalten die Ölpreise zudem von der globalen Nachfrage, die auf lange Sicht rückläufig sein wird. Außerdem wird China künftig weniger Rohöl kaufen, weil die strategischen Ölreserven des Landes fast voll sind. ZeroHedge kommentiert diese Situation folgendermaßen:

    „Es stellt sich die Frage, wie lange es noch dauern wird, bis der Markt Eins und Eins zusammenzählt und begreift, dass die Strategie der OPEC seit Februar (als der Preis bis auf 26 $/Barrel fiel) im Grunde genommen darin bestand, die Preise mit leeren Worten nach oben zu treiben und gleichzeitig die Produktion immer weiter zu erhöhen, nur um die Fördermengen dann im Januar 2017 an das übliche saisonale Niveau anzupassen und das als ‚Produktionskürzung‘ zu bezeichnen.“

    Die Naturgesetze der Wirtschaft lassen sich davon allerdings nicht in die Irre führen und auch die Trader werden sich nicht täuschen lassen, wenn sie in ein paar Monaten sehen, wie Dutzende von Öltankern über die Meere irren auf der Suche nach einem Hafen, im dem sie ihre ungewollte Fracht löschen können.

    Die Vereinbarung der OPEC ist eine Täuschung, und nicht einmal eine gute. Aber das trifft leider auf alle Lügen, Betrügereien und Märchen zu, mit denen die Machthabenden das Leben der Bürger zerstören. Die erschreckenden Folgen der Lügen sind überall zu sehen, selbst dann, wenn die Absichten der Akteure eigentlich gut sind. So ist es beispielsweise auch mit Donald Trumps Versprechen, die Wirtschaft mit einem „angebotsorientierten“ Multi-Billionen-Dollar-Ausgabenplan zu stimulieren. Dieser schwammig formulierte Vorschlag konzentriert sich auf unproduktive Militär- und Infrastrukturprojekte und soll trotz niedrigeren Steuereinnahmen irgendwie finanziert werden, obwohl allein die Steuererleichterungen das schon jetzt immense Haushaltsdefizit der USA noch weiter in die Höhe treiben werden. Vorausgesetzt natürlich, dass der Plan überhaupt durch den zersplitterten Kongress kommt, dessen Mitglieder den Außenseiter Trump größtenteils verachten.

    Schon allein der Gedanke an diese Maßnahme hat die Zinssätze explodieren lassen (siehe gestriger Artikel). Ironischerweise ist auch der Dollarkurs in die Höhe geschossen, obwohl ganz einfache Mathematik uns sagt, dass die Haushaltsdefizite weiter steigen werden und mit Hilfe von frisch gedrucktem Geld und neuen Schulden finanziert werden müssen, um die unproduktiven Projekte (d. h. Projekte mit negativer Rentabilität) zu ermöglichen. Für die Kaufkraft einer Fiatwährung sind das ganz eindeutig keine positiven Nachrichten.

    Doch ich schweife ab. Ich hoffe, Sie haben Verständnis dafür angesichts all der erschreckenden Neuigkeiten, die uns jeden Tag erreichen. Ich bin noch einmal dazu gekommen, die potentiell katastrophale politische und finanzielle Krise zu kommentieren, die Europa nach dem Referendum in Italien und der Präsidentenwahl in Österreich an diesem Sonntag ereilen könnte. Die Volksabstimmung in Italien könnte durchaus den Kollaps des italienischen Bankensystems auslösen und zahlreiche internationale Banken, die über Schulden, Derivate und andere toxische Finanzprodukte damit verbunden sind, ebenfalls mit in den Abgrund reißen. Betroffen wären beispielsweise Unicredit, die größte Bank Italiens, die noch immer verstaatlichte Royal Bank of Scotland, die beim Stresstest der EZB gestern kläglich versagte und eine der größten britischen Banken ist, das gesamte griechische Bankensystem sowie die Deutsche Bank, das noch bis vor Kurzem „systemisch gefährlichste Kreditinstitut der Welt“ (bevor sie im Ranking des Finanzstabilitätsrats von JP Morgan und der Citigroup „überholt“ wurde). Ich versichere Ihnen, dass sich die Finanzlage der Deutschen Bank seit dem Sommer nicht im Geringsten verbessert hat, jetzt da die Zinsen weltweit sprunghaft steigen und die Währungen an Wert verlieren.
    Doch nun will ich endlich zum eigentlichen Thema des heutigen Artikels kommen – dem aufkeimenden „Krieg gegen das Gold“ und wie dieser gewonnen werden kann, obwohl er sich mehr auf Rhetorik und Panikmache stützt als auf echte Maßnahmen. Ich möchte dazu auf einen in dieser Woche veröffentlichten Artikel von Jim Rickards mit dem Titel „First the war on cash, then the war on gold“ und meinen eigenen Artikel verweisen, die beide das erschreckende Verbot hoher Banknoten diskutieren, das Indiens Premierminister Narendra Modi letzte Woche verkündet hatte, und dessen potentielle, globale Folgen erörtern.

    Das indische Bargeldverbot ist nur ein weiteres, wenn auch besonders richtungsweisendes Beispiel in einer langen Reihe von Maßnahmen, die von so unterschiedlichen Staaten wie Schweden, Uruguay und Australien ergriffen wurden, genauso wie die nicht weniger schädlichen „Kapitalkontrollen“, die in praktisch allen Ländern und Handelsräumen gelten, einschließlich der USA und Europa. Ich habe den Eindruck, dass der Krieg gegen das Bargeld nur ein letzter verzweifelter Versuch ist, das Ende des Status Quo noch ein wenig hinauszuzögern und die aktuelle Ordnung zu erhalten, in der ein paar Eliten auf Kosten der „99%“ praktisch alle Macht und allen Reichtum der Welt besitzen.

    Ihre wichtigste „Waffe“ ist das größte und zerstörerischste Ponzi-System der Geschichte, dass sie mit Hilfe der entfesselten Druckerpressen geschaffen haben. Leider haben sie auf diese Weise die Weltwirtschaft, das Finanzsystem und die geopolitische Stabilität ruiniert, aber zum Glück stoßen sie damit nun an die Grenzen. Mittlerweile richtet jeder neu gedruckte Dollar, Euro, Yen, Yuan oder anderer Fiat-Müll mehr Schaden an als er nützt. Die meisten Währungskurse sind bereits eingebrochen und alle Währungen wurden dramatisch entwertet, mache offen, andere verdeckt. Auf dem Weg zum unvermeidlichen Worst-Case-Szenario, den alle Fiatwährungen in der Geschichte gegangen sind, haben wir nun fraglos die letzte, destruktive Phase erreicht. Aus diesem Grund erleben wir zur Zeit rund um den Globus drakonische geld- und währungspolitische Maßnahmen, aber auch einen bis vor Kurzem noch unvorstellbaren Aufstand der Bevölkerung.

    In Bezug auf das indische „Bargeldverbot“ habe ich schon die ganze Woche lang auf die Gerüchte hingewiesen, dass darauf ein Goldimportverbot folgen wird. Das würde zwar zu Modis Vorgehensweise passen, hätte meiner Meinung nach aber eine Gegenreaktion zur Folge, die sich mit der Französischen oder der bolschewistischen Revolution vergleichen ließe, denn Indien zählt immerhin mehr als eine Milliarde Einwohner, die Fiatwährungen hassen und Gold lieben. Abgesehen davon sind 500.000 Inder in der Edelmetall- und Schmuckbranche tätig, die insgesamt 7% des Bruttoinlandsproduktes erwirtschaftet. Das schlecht durchdachte und noch schlechter umgesetzte Verbot der indischen Banknoten war daher völliger Wahnsinn. Es hat nicht nur verheerende Schäden in der indischen Wirtschaft und Gesellschaft angerichtet, sondern auch die Aussichten auf politische Stabilität gefährdet.

    Gestern gab es zudem die „Nachricht“, dass China seine vierteljährlichen Goldimportkontingente verringert hätte. Ich setze das in Anführungszeichen, weil die Quelle die für ihre Anti-Gold-Propaganda bekannte Financial Times ist. Die Rede ist dabei vermutlich von den Importmengen des vierten Quartals, welches allerdings schon zu zwei Dritteln vorüber ist – und ohne dass in dem Artikel harte Fakten genannt werden. Man hielt diese Angelegenheit offenbar nicht für berichtenswert, bis die Financial Times sie unter dem pauschalen, angsteinflößendem Deckmantel der Kapitalkontrollen erwähnte, die die chinesische Regierung in diesem Jahr eingeführt hat, um Spekulationen mit dem Offshore-Yuan auf eine weitere Entwertung des inländischen Yuan zu verhindern – wobei natürlich genau das geschehen wird.

    Solange keine weiteren Details bekannt sind, halte ich mich mit Äußerungen dazu lieber zurück. Allerdings erscheint es mir absurd, dass ausgerechnet China seine Einfuhren beschränken sollte. Schließlich ist die Volksrepublik das vielleicht am stärksten auf Gold setzende Land der Erde, das nicht nur seine offiziellen Goldbestände aufstockt, sondern auch seinen Bürgern zum Goldbesitz rät. Im Gegensatz zu Indien ist China hinsichtlich der Fertigungsindustrie weltweit die Nummer eins; es verfügt über die größten Goldreserven und hat eine Regierung, die sich der kommenden Währungskrise sehr wohl bewusst ist. In dieser Krise wird der Besitz von Gold entscheidend sein für das Überleben von Nationen und für das anschließende Einnehmen einer globalen, politischen und wirtschaftlichen Führungsrolle. Anders gesagt glaube ich nicht eine Sekunde lang, dass eine Verringerung der Importkontingente tatsächlich eine Maßnahme der Chinesischen Volksbank darstellt, genauso wenig wie Narendra Modi in Indien die Goldeinfuhren verbieten kann, ohne dadurch einen gewaltsamen, landesweiten Aufstand auszulösen.

    Das übergreifende Thema sind bei all dem die verzweifelten, besorgten Regierungen, die aus Angst zu verzweifelten, drakonischen Maßnahmen greifen, um ihren eigenen unvermeidlichen Untergang zu verhindern. In der Geschichte ist das keineswegs eine Ausnahme, sondern eher die Norm. Das Gleiche gilt auch für alle vergeblichen Versuche, die zahllosen gescheiterten Fiatwährungssysteme der letzten tausend Jahre zu retten – keiner war je von Erfolg gekrönt. Immer waren es diejenigen mit echtem Geld, d. h. mit physischem Gold und Silber, die überlebten und denen es in finanzieller Hinsicht fast immer gut ging. Wenn das größte, zerstörerischste und erste weltumspannende Fiat-Ponzi-System der Geschichte kollabiert, wird es zweifellos genauso sein.

    Der Begriff „Krieg gegen Gold“ klingt unheilvoll und tatsächlich ist dieser Kampf viel leichter zu gewinnen als der Krieg gegen das Bargeld. Grund dafür ist die altehrwürdige Unveränderlichkeit des gelben Metalls sowie seine einzigartige Erfolgsgeschichte als Vermögensschutz. Jim Rickards rät wie auch ich dazu, das Gold einfach zu behalten, so lange Sie können. Wie alles, das verboten oder nur eingeschränkt zulässig ist, wird Gold dadurch höchstens im Wert steigen. Das gilt insbesondere für US-Amerikaner, denn diese haben das zweifelhafte Glück, in dem Land zu leben, das nicht nur die aktuelle Reservewährung der Welt herausgibt, sondern auch den erwähnten „Krieg“ anführt. Die Goldpreise sind derzeit niedriger denn je, ganz gleich ob man den Wert des Edelmetalls an den Produktionskosten, dem Verhältnis zwischen Angebot und Nachfrage oder der in Umlauf befindlichen Fiatgeldmenge misst.

    Wenn Sie ernsthaft besorgt darüber sind, dass Goldbesitz verboten und Goldvorräte beschlagnahmt werden könnten, dann bedenken Sie, dass die Wahrscheinlichkeit für Verbote, Konfiszierungen oder Einschränkungen im Zusammenhang mit Silber fast Null ist, weil so wenig des weißen Metalls existiert und drei Viertel dessen zudem für verschiedene wichtige Anwendungen in der Industrie benötigt werden. Lesen Sie dazu auch diesen Artikel über die Explosion der Silbernachfrage in Indien, als die Regierung das letzte Mal versuchte, Goldbesitz zu verbieten und damit scheiterte. Silber war zudem nie zuvor so stak unterbewertet wie heute. Es steht daher zu erwarten, dass die Preise künftig auf den eigentlichen Wert des Edelmetalls ansteigen. Zahlreiche potentielle Katalysatoren kommen als Auslöser in Frage.

    Kurz gesagt hat der Krieg gegen alle echten Vermögenswerte begonnen, da die verzweifelten Regierungen versuchen, ihre Macht zu sichern, indem sie die Preise aller Assets stützen, die eigentlich keinen oder nur einen sehr geringen inhärenten Wert haben. Die Welt steht zweifellos an der Schwelle zu einer historischen politischen, wirtschaftlichen und monetären Wende. Wenn Sie in dieser Zeit physisches Gold und Silber besitzen, werden Sie sich in einer besseren Ausgangsposition für spätere Gewinne befinden, als rund 99% der Menschen.

    © Andrew Hoffman
    http://www.milesfranklin.com

  4. Avatar

    GiGi

    8. Dezember 2016 10:30 at 10:30

    M.Fugmann schaut der Realität ins Auge und „handelt“ danach ….

    Aber die Märkte sind nun mal irrational ,und widersprechen jeder Vernunft.
    Die Analyse des BSE Rinderwahn trifft es schon ganz gut .

    Wer Geld machen will , sollte entgegengesetzt handeln , also immer das unvernünftige , idiotische Tun.

    Passt schon zu unserer kranken Gesellschaft…..

  5. Avatar

    Tom

    1. April 2017 07:40 at 07:40

    Interessantes Thema…

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Tesla-Quartalszahlen: Erwartungen übertroffen, Aktie steigt nachbörslich

Claudio Kummerfeld

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Ein Tesla-Auto von innen

Die Tesla-Quartalszahlen wurden soeben veröffentlicht. Hier die wichtigsten Kennzahlen.

Der Umsatz liegt bei 8,77 Milliarden Dollar (Vorjahresquartal 6,3/zweites Quartal 2020 6,04/erwartet für heute 8,26).

Der Gewinn liegt bei 0,76 Dollar pro Aktie (Vorjahresquartal +1,91/zweites Quartal 2020 +2,18/erwartet für heute +0,56).

Die „Automotive gross margin“ steigt im Jahresvergleich von 22,8 Prozent auf 27,7 Prozent.

Der Sonderumsatzposten „regulatory credits“ trägt 397 Millionen Dollar zum Autoumsatz bei, im Vorquartal waren es 428 Millionen Dollar.

Der Free Cash Flow steigt im von 418 Millionen Dollar im Vorquartal auf 1,395 Milliarden Dollar.

Die Aktie von Tesla reagiert nachbörslich mit +3,2 Prozent.

Datenblatt zeigt aktuelle Tesla-Quartalszahlen

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Aktien

Tesla-Quartalszahlen heute Abend – hier eine kurze Vorschau

Claudio Kummerfeld

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Ein Tesla-Auto

Tesla meldet heute Abend seine Quartalszahlen. Wir werden dann umgehend berichten. Hier eine kurze Vorschau. Vor genau einem Jahr lag der Quartalsumsatz noch bei 6,3 Milliarden Dollar, im zweiten Quartal 2020 waren es 6,04 Milliarden Dollar. Für heute liegen die durchschnittlichen Erwartungen von 15 Analysten bei 8,26 Milliarden Dollar.

Gewinnerwartung für Tesla

Beim Gewinn pro Aktie lag Tesla bei seinen Quartalszahlen vor einem Jahr bei +1,91 Dollar, und im zweiten Quartal 2020 bei +2,18 Dollar. Für heute Abend liegen die Erwartungen für das 3. Quartal bei 0,56 Dollar. Bei Tesla kommt es oft zu Überraschungen. Kann Elon Musk diese 0,56 Dollar Erwartung auch dieses Mal sensationell nach oben toppen? (mit welcher buchhalterischen Kreativität auch immer)

Auslieferungen und Steuergutschriften

Die Auslieferungszahlen für das 3. Quartal hatte Tesla bereits am 2. Oktober veröffentlicht, und die Schätzungen von 137.000 Autos für diese drei Monate übertroffen mit 139.300 Stück. Analysten erwarten auch einen weiteren kräftigen Beitrag zum Gewinn durch „regulatorische Steuergutschriften“, die Tesla an andere Autohersteller verkauft. In den letzten Quartalen haben diese Verkäufe einen netten Teil, und manchmal sogar den gesamten Quartalsgewinn ausgemacht.

Im Chart sehen wir die Tesla-Aktie im Verlauf der letzten zwölf Monate. Nach dem Aktiensplit wirkt die Aktie optisch viel günstiger, aber der reale Kursgewinn ist ja der selbe geblieben. Im Februar direkt vor Ausbruch des großen Börsencrash notierte die Aktie (Aktiensplit schon berücksichtigt) noch bei 185 Dollar, jetzt sind es 427 Dollar.

Chart zeigt Kursverlauf der Tesla-Aktie in den letzten zwölf Monaten

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Aktienmärkte: Buy and Hold – nach wie vor im Vorteil?

Das Thema ist so alt wie die Aktienmärkte selbst: sollten man Aktien kaufen und liegen lassen – oder viel aktiver kaufen oder verkaufen? Ein Blick in die Geschichte

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Das Thema ist so alt wie die Aktienmärkte selbst: Man wählt einen Korb aussichtsreicher Aktien aus und handelt diese aktiv, indem man sie bei Unterschreiten von Limits verkauft, um bei den immer wieder auftretenden Korrekturen nicht dabei zu sein. Das Problem ist, dass zwar die Zahl der Korrekturen der Aktienmärkte zugenommen hat – aber eben auch die raschen, gegenläufigen Bewegungen, was ein grundsätzliches Problem darstellt. Man ist vielleicht rechtzeitig ausgestiegen, aber nicht mehr rechtzeitig zurückgekehrt. Der Corona-Crash lässt grüßen. Hierzu ein paar Fakten.

Aktienmärkte: Der langfristige Anlagestil

Buy and hold, als Strategie, dies wurde jahrzehntelang von Warren Buffett zelebriert, der seine Aktien im Schnitt 11 Jahre gehalten hat. Und vom unvergessenen André Kostolany – zumindest gilt dieses Adjektiv für die etwas ältere Anlegergeneration, schließlich ist der aus Ungarn stammende Spekulant bereits im Jahre 1993 verstorben. Aktien kaufen, Schlaftabletten nehmen und dann reich werden, über diesen Spruch schmunzelt man noch heute.

Aber kann man im Zeitalter des fast gebührenfreien Daytradings und der ständig verfügbaren Information da noch mit den Märkten mithalten? Spontan könnte man mit einem „niemals“ antworten, aber ganz so einfach gestaltet sich die Sache nicht.

Der immerwährende Versuch des Markttimings

Es gibt heutzutage keine Wirtschafts- und Börsenpublikation, in der nicht die langen Zeitreihen (Charts) von Aktien und Indizes abgebildet sind. Mit den tiefen Einbrüchen und den ständig unterbrochenen Aufwärtstrends der Aktienmärkte. Da muss es doch möglich sein, ein paar Zusatzprozente zu ergattern. Tatsächlich wird dies auch ständig versucht: lag die Haltedauer von Aktien vor 30 Jahren noch bei circa zwei Jahren, so hat sich dies in der heutigen Welt der Onlinebroker im Schnitt mindestens geviertelt. Dies gilt weltweit.

Klar, dass damit die Ausschläge (Volatilität) der Aktienmärkte zugenommen haben.

Statistiken zeigen, dass von den 20 größten Verlusttagen seit dem Beginn des Wirtschaftswunders in Deutschland allein zehn seit der Jahrtausendwende stattgefunden haben. Der größte Einbruch der Aktienmärkte war merkwürdigerweise nicht der schwarze Montag, am 19. Oktober 1987, mit dem Kursmassaker an der Wall Street. Der 9,39 Prozent-Tagesverlust rangieren nur an vierter Stelle, Nummer eins ist der 16. Oktober 1989 mit minus 12,81 Prozent, gefolgt von einem aktuellen Coronacrash-Tag, dem 12. März 2020, mit minus 12,24 Prozent.

Dass diese Kurskapriolen aber auch ihr Gegenstück haben, beweist die Auflistung der besten 20 Dax-Tage seit über 60 Jahren, von denen allein zwölf seit der Dotcom-Blase geschehen sind. Fünf Tage mit Kursavancen von über 10 Prozent plus, der letzte war am 24. März mit plus 10,98 Prozent. Die Wende bei der Coronakrise, wer nur den ersten Wendetag verpasste, hat bereits einen Teil der Erholung der Aktienmärkte verpasst. Betrachtet man einen längeren Zeitraum, so wird auf dramatische Art und Weise klar, was gewisse Abstinenzen vom Markt für Performanceeinbrüche verursachen können.

Lutz Neumann, Leiter der Vermögensverwaltung der Sutor Bank in Hamburg, hat die Dax-Historie im Hinblick auf die Bedeutung des Investitionszeitraums untersucht. Erste Feststellung: In sechs von zehn Fällen an großen Kurseinbrüchen gibt es bereits innerhalb der nächsten zwei Wochen die besten Tage für die Aktienmärkte. Eine Erklärung dafür ist stets sicher auch die rasche Absicherung von Anlegern, die – von der Intensität des Abschwungs geschockt – ihr Depot mit Putspekulationen absichern. Oftmalige Folge: Eine kleine Eindeckungsrally.

Die Auswertung der Dax-Historie ergab ein ernüchterndes Bild für Timingversuche: Die durchschnittliche Rendite seit der Gründung vor 33 Jahren beträgt gute sieben Prozent, gleichbedeutend mit einer Verdoppelung des Index, jeweils in weniger als 10 Jahren. Wer die besten zehn Tage versäumte, reduzierte seine Performance auf 4,32 Prozent, bei 20 Tagen auf 2,21 Prozent und ab 30 Tagen hätte er sich bereits ein renditeloses Indexdepot einfangen.
Jetzt könnte man einwenden, dass man nicht in den Index zu investieren brauche, bei Einzelaktien könnte man doch viele Krücken außen vor lassen.

Auch hier hat ein Fondsmanager, Sven Lehmann, vom Vermögensverwalter HQ Trust, nachgerechnet. Und zwar gleich beim derzeit sehr beliebten MSCI World:

Innerhalb von 30 Jahren schlugen ein Drittel der 1200 Aktien in ihrer Performance den Index, zwei Drittel blieben hinter der Benchmark zurück. Allerdings benötigten einige dieser Siegeraktien oft viele Jahre, um sich von zwischenzeitlichen Einbrüchen zu erholen. Das Paradebeispiel ist für mich die Kursentwicklung von Amazon, dem Highflyer der Aktienmärkte schlechthin: Im Jahr 1997 mit einem Tief von 1,32 Euro bis zum Jahr 2000 auf sagenhafte 85,50 Euro gestiegen, um dann in der Dotcom-Krise um über 90 Prozent auf 6,40 Euro abzustürzen. Was dann folgte war das Kursspektakel schlechthin, ein Anstieg auf 2979 Euro in der Spitze oder eine Performance von über 43.000 Prozent. Allerdings wiederum mit mehr als einer Kurshalbierung während der Finanzkrise.

Es ist nicht nur schwer, die richtigen Aktien herauszufiltern, auch diese entsprechend lange zu halten, ist eine weitere Hürde für unser von Gier und Angst geflutetes Gehirnarreal.

Viele kleine Korrekturen seit der Finanzkrise

Aktienmärkte und das Timing-Problem

War nicht so einfach, seit der Finanzkrise mit Short-Spekulationen auf ide Aktienmärkte Geld zu verdienen. Nicht einmal in der Coronakrise, bei dem schnellen Einbruch und der sehr schnellen Gegenreaktion. Gerade im April während des Lockdowns kamen die ganz schlimmen Prophezeiungen.

Fazit

Es klingt immer wieder verlockend, wenn die Vertreter der aktiven Fondsbranche behaupten, dass man in Krisenzeiten nur die richtigen Aktien im Depot haben müsse, um diese Phasen zu überstehen. Nur gibt es dabei ein großes Problem: Auf diese Weisheit sind schon Tausende andere Anleger auch gestoßen, dementsprechend teuer sind diese Titel zumeist und natürlich gibt es auch die Schwierigkeit genau diese Titel zu identifizieren. Warum liegen die großen Indizes (MSCI World, S&P 500) in ihrer Performance auf längere Sicht weit vor den Produkten der Finanzindustrie?

Weil diese neben den zahlreichen Underperformern auch immer die Gewinner der jeweiligen Periode im Depot haben. Und was das Timing betrifft, also das rechtzeitige Aus- und Wiedereinsteigen iin die Aktienmärkte, darüber gibt es schon seit Jahrzehnten viele Untersuchungen – besonders aussagekräftig die des legendären Fondsmanagers von Fidelity, David Lynch: „Anleger haben mit der Vorbereitung auf oder dem Antizipieren von Marktkorrekturen viel mehr Geld verloren als in den Marktkorrekturen selbst.”

Dieses klappt nicht, weil man in schöner Regelmäßigkeit die Tage auslässt, in denen es völlig überraschend und ganz dramatisch nach oben geht.

Istv buy and hold die richtige Strategie für die Aktienmärkte?

 

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