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Finanznews

Videoausblick: Kaum zu glauben!

der Dow Jones den achten Handelstag in Folge – die lĂ€ngste Verluststrecke seit dem Jahr 1970, also seit 40 Jahren! Entscheidend dafĂŒr war die gestrige Gewinnwarnung von Daimler, die das Thema Handelskrieg nun konkret macht..

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Markus Fugmann

WĂ€hrend die RekordjĂ€ger Nasdaq und Russell2000 ausnahmsweise gestern keinen neuen Allzeithochs erreichten, fiel der Dow Jones den achten Handelstag in Folge – die lĂ€ngste Verluststrecke seit dem Jahr 1970, also seit 40 Jahren! Entscheidend dafĂŒr war die gestrige Gewinnwarnung von Daimler, die das Thema Handelskrieg nun konkret gemacht hat und zeigt, dass die ersten Auswirkungen sehr bald zu spĂŒren sein werden in den Firmenbilanzen – Fed-Chef Powell warnte darĂŒber hinaus, dass Unternehmen bereits Investitionen absagten und bei Neueinstellungen zögerten. Der Dax setzte gestern seinen Abverkauf fort und hat nun seit dem Hoch vom letzten Donnerstag (EZB-Euphorie) 700 Punkte verloren. Immerhin dĂŒrfte der deutschen Leitindex auf X-Dax-Basis ĂŒber der 12500er-Marke eröffnen..

5 Kommentare

5 Comments

  1. Wolfgang M.

    22. Juni 2018 08:34 at 08:34

    Aus meiner Sicht gibt es zwei Entwicklungen, die das Thema Handelskrieg beenden werden. Es sind nicht die Gegenzölle, die Trump zum Einlenken zwingen, im Gegenteil, es könnte diesen Machtfanatiker erst recht anspornen. „Denen werde ich es zeigen, wer am stĂ€rkeren Hebel sitzt!“
    Nein, ich finde es wird zum einen die StammwĂ€hlerschaft Trumps sein, die um ihr Einkommen durch einbrechende Verkaufszahlen fĂŒrchtet, mit allen wahltheoretischen Folgen. Und zum anderen wird es die von den Segnungen der Steuerreform verwöhnte Wall Street sein. Großfirmen, die GeschĂ€ftseinbußen spĂŒren, werden mit Arbeitsplatzverlusten drohen (siehe Qualcomm) und die vielen Aktienanleger in den Staaten. Es sind um die 50% in den USA, die sich in den letzten fast 10 Jahren stĂ€ndig reicher „gerechnet“ haben. Sollten KursrĂŒckgĂ€nge an der Wall Street mit Trumps Handelspolitik in Verbindung gebracht werden, na dann…..
    Gruß

  2. Sabine

    22. Juni 2018 12:42 at 12:42

    a) Erstens macht nicht Trump die Aktionen, sondern die Administration, seine Leute, seine UnterstĂŒtzer. Keiner schafft in dieser Art Demokratie irgendeinen kleinen Alleingang.
    Wie Obama/Hillary/Busch eine Truppe ist, ist Trump eine Truppe usw. Was die entscheiden, wird gemacht. NatĂŒrlich hat in diesen Truppen jeder noch eine Meinung, aber keiner bringt seine gegen alle/viele anderen durch. Sonst bleibt er keine 5 Minuten an seinem Platz – zuviel hĂ€ngt davon ab. Da gehts um Millimeter!
    b) Also ist auch nicht nur und einfach er der Böse. Die US-Medien sind ĂŒberhaupt nicht so auf Trump eingeschossen, wie wir hier. Es ist halt fĂŒr die Medien einfacher, ein Zielfigur (Bin Laden, SaddamH., Khomeni…) zzu verteufeln, als eine ganze Gesellschaftsgruppe. Z.B. steht FoxNews hinter Trump.
    c) In USA geht es vielmehr um entweder die Nation USA oder um Globalismus. Das sind die beiden verfeindeten Lager. In der EU hat man es auf „den bösen Trump“ und das „gute Amerika“ (global denkend) vereinfacht. Spart ErlĂ€rungen fĂŒr die Masse.
    Manche ganz schlauen Journalisten fĂŒgen dem noch verdeutlichend hinzu, dieser Nationalismus schade der Nation, denn nur Globalismus mache reich. Da dieses QualitĂ€tsmedien aber beim Brexit, beim EU-Beitritt Schweiz (lieber Freiheit***) und Irland (ab ins GefĂ€ngnis) auch nicht recht hatten, glaub ich das nicht.
    (*** D. darf lt. EU abgelehnte Asylbewerber an der Grenze nicht ablehnen.)

    • Wolfgang M.

      22. Juni 2018 13:11 at 13:11

      @Sabine. Glauben Sie das wirklich, dass alles millimetergenau abgestimmt ist, in der Administration Trump? Wenn er nachts twittert, „dann erhöhen wir halt die Zölle fĂŒr China nochmal um 200 Mrd.$, und dann vielleicht um weitere 200 Mrd.“ Ich glaube, dass Trump mit seiner ImpulsivitĂ€t sein eigenes Team in Angst und Schrecken versetzt. Wie oft hat er schon eigene Minister öffentlich brĂŒskiert? Es wird sicherlich in seinem von ihm nach eigenem Gusto zusammengesetzten Kabinett das große Ganze abgestimmt. Aber wenn der PrĂ€sident auf seinem Lieblingssender Fox etwas sieht, was ihm missfĂ€llt, wartet er nicht, bis er sich mit anderen darĂŒber austauschen kann. Meine bisherige Wahrnehmung.
      Gruß

  3. sabine

    22. Juni 2018 14:54 at 14:54

    Ich gebe Ihnen völlig recht, Trump ist impulsiv, besonders mit diesem blöden Twitter. Da kommt er sich jung, modern und dynamisch vor.
    a) Aber es geht ja um Zölle. Dies Thema wurde langfristig angegangen, auch wenn es begleitet wird durch Twitter-Kommentare von Trump. Es ist eben genau dieses Thema, global oder national.
    b) Außerdem bin ich mir sicher, daß diese Twitter-Kommentare auch KalkĂŒl sind, auch eingerechnet von der Umgebung/Truppe Trumps. Vorpreschen, Wirkung erzielen, keine Aktionen nötig.

    • Wolfgang M.

      22. Juni 2018 17:22 at 17:22

      @Sabine. In puncto Drohung mit KalkĂŒl haben Sie bei Trump Recht. Es ist seine Art Politik (Brinkmanship – Spiel mit dem Feuer, oder Drohung mit dem Äußersten). Ich habe mir die Geschichte der Familie Trump angesehen und da wird deutlich, wie stark Donald Trump von seinem Vater beeinflusst wurde in dessen dauerhaftem Bestreben, den GeschĂ€ftspartner als Verlierer zu betrachten. Nur in der Außen- und Wirtschaftspolitik ist so etwas ungleich komplizierter, weil es unkalkulierbare Nebenwirkungen auf zweiter und dritter Ebene gibt. Triump hat aus meiner Sicht nur das RiesenglĂŒck des „geerbten“ Vorteils der großen wirtschaftlichen Dominanz der USA und die besondere Stellung des US-Dollars. Sonst wĂ€re das Spiel schon lange ĂŒberreizt. USA gegen den Rest. Haben soeben nicht auch schon die TĂŒrkei und Indien Zölle auf amerikanische Agrarprodukte angekĂŒndigt. Bin sehr gespannt.
      Gruß

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