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Videoausblick: Kurz vor neuem Lehman-Schock

Markus Fugmann

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Markus Fugmann

Von Markus Fugmann

Wir stehen möglicherweise vor einem neuen Lehman-Schock: gestern Abend sah sich die Deutsche Bank genötigt in einer Ad-hoc-Mitteilung zu versichern, dass man einen im April fälligen Zinscoupon einer Anleihe im Volumen von 350 Millionen Euro bedienen kann. Da schrillen die Alarmglocken: offenkundig bestehen erhebliche Zweifel am Markt an der Zukunftsfähigkeit der Deutschen Bank – sehr wahrscheinlich ist, dass andere Banken angesichts der explodierenden Preise für Credit Default Swaps auf die Deutsche Bank den Frankfurtern kein Geld mehr leihen. Oder wenn doch, nur noch zu extrem teuren Konditionen. All das erinnert fatal an Lehman Brothers, die ähnliche Versicherungen bzgl. ihrer Liquidität abgegeben hatten.
Und in Japan setzt sich das fort: die Großbank Nomura fällt 12%, der Nikkei mehr als 5%, 10-jährige Staatsanleihen Japans erreichen erstmals die 0%-Rendite. Es kracht im Gebälk..

3 Kommentare

3 Comments

  1. Avatar

    Peter

    9. Februar 2016 10:06 at 10:06

    Lehman-Schock – starke Worte… Vielleicht, vielleicht auch nicht. Vielleicht gibt es in Kürze auch einen Shortsqueeze bei den vielen Shorties und Unterinvestierten.
    Who knows…

  2. Avatar

    Gerd

    9. Februar 2016 10:50 at 10:50

    „…den Frankfurtern (Deutsche Bank) kein Geld mehr leihen. Oder wenn doch, nur noch zu extrem teuren Konditionen.“

    Sehr geehrter Herr Fugmann, ist es Ihnen möglich, in ein paar Sätzen die für mich offensichtliche Diskrepanz zu erläutern:
    -Hätte die Deutsche Bank keinen kurzfristigen Geldbedarf sondern würde umgekehrt Geld über Nacht bei der EZB belassen, müsste sie 0,30% Zinsen berappen.
    -Hätte sie aber tatsächlich Bedarf, leiht sie sich das Geld bei der EZB für spottbillige 0,10% (oder sind es 0,15%?)!

    Warum in aller Welt sollte sie auf die bescheuerte Idee kommen (sage ich mal als Laie), sich das Geld bei anderen Instituten für „extrem teure Konditionen“ zu leihen?

    Vielleicht ist der Grund ein ganz einfacher, aber mir ist das schleierhaft.

    Schöne Grüße

    Gerd

    • Markus Fugmann

      Markus Fugmann

      9. Februar 2016 10:54 at 10:54

      @Gerd, wenn dem so wäre, wie Sie sagen, gäbe es keinen Interbanken-Geldmarkt mehr – es gibt ihn aber noch!

      Viele Grüsse!

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Markus Koch LIVE vor dem Handelsstart in New York – Hui und Pfui an der Wall Street

Redaktion

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Markus Koch meldet sich im folgenden Video LIVE vor dem Handelsstart in New York. Aktuell ist die Hoffnung vorhanden auf gute Quartalszahlen der großen Tech-Konzerne heute Abend.

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Ist das der Tag der Entscheidung? – Werbung

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Lieber Börsianer,

bekanntlich haben die Griechen das Drama erfunden. Aber auch im Land von Schiller und Goethe beherrschen wir diese Literaturgattung. So setzte das ZDF ein Spezial mit dem Titel „Tag der Entscheidung“ auf. Ähnlich wuchtig formulierte heute Morgen unsere Kanzlerin in einer Regierungserklärung: Wir befinden uns in dramatischer Lage. Ist Deutschland also wieder einmal im Endkampf? Was ist passiert?

Gestern einigten sich die 16 Ministerpräsidenten und die Bundeskanzlerin auf einen „Lockdown light“. Nun, ganz „light“ wird diese Veranstaltung nicht, vor allem nicht für Gastronomen, Hotelliers, Betreiber von Saunen oder etwa Fitnesseinrichtungen. Die haben nämlich wieder einmal frei. Auch der ein oder andere Vermieter wird sich nochmals auf Mietausfälle einstellen dürfen.

Die Begründung für diese Maßnahmen: Das deutsche Krankenhaussystem steht vor einem Kollaps. Ohne Frage, das Infektionsgeschehen ist derzeit ernst. So zählte das Robert Koch-Institut zuletzt rund 16.000 neue Infektionen pro Tag. Es gibt allerdings auch noch andere Zahlen.

So infizieren sich derzeit vorwiegend jüngere Menschen, die mit großer Wahrscheinlichkeit nie eine Arztpraxis geschweige ein Krankenhaus von innen sehen werden, weil sie die Infektion ohne oder mit geringer Symptomatik überstehen werden. Folglich arbeiten auch die deutschen Krankenhäuser derzeit im Regelbetrieb. Dabei verfügen wir über rund 28.000 Intensivbetten, von denen gegenwärtig etwas über 21.000 belegt sind. Rund 7,2 % dieser Betten sind mit Corona-Patienten belegt.

Daneben halten die Krankenhausbetreiber eine Notfallreserve von knapp 13.000 Betten vor, die binnen von 7 Tagen aktiviert werden kann. Zu Deutsch: Das System steht. Die nun eingeleiteten Maßnahmen sorgen dafür, dass es auch in 8 Wochen noch stehen wird, selbst wenn die Anzahl der Infizierten kurzfristig sicherlich weiter zunehmen wird. Von Endkampf kann also keine Rede sein.

Wir werden mit dem Virus vorerst leben müssen

Wir haben auch heute keinen Tag der Entscheidung. Absehbar wird uns das Virus auch im kommenden Jahr, wenn wir dann die dritte Welle erleben werden, beschäftigen. Es besteht leichte Hoffnung, dass in den USA Anfang des kommenden Jahres ein Impfstoff bereitsteht. Bis damit Mitteleuropa halbwegs durchgeimpft sein wird, werden viele Monate vergehen. 2022 werden wir dann die sog. Herdenimmunität erreicht haben, so das derzeit wahrscheinlichste Szenario.

Das hatten wir uns anders vorgestellt, vor allem als Börsianer. Aber auch an der Börse wird man lernen, mit dem Virus, mit den neuen Realitäten umzugehen. Derzeit preist der Markt diese mittelprächtige…..

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Apple, Amazon & Co: Ist die Tech-Party vorbei – SAP als Warnsignal?

Markus Fugmann

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Heute endlich ist es so weit: die großen US-Tech-Konzerne Apple, Amazon, Alphabet und Facebook berichten heute nachbörslich über ihre Zahlen aus dem 3.Quartal. Alleine die vier Tech-Riesen bringen 5,2 Billionen Dollar auf die Waage.

Apple und Tech-Werte zu teuer?

Aber sind bereits  Optimal-Szenarien in Aktien wie Apple eingepreist? Wolfgang Müller hat es in seinem heutigen Artikel so formuliert:

„Die besseren Wachstumsaussichten der Hightech-Werte sind zum jetzigen Zeitpunkt schon in den Kursen enthalten. Das Kurs-Gewinn-Verhältnis der FAANG-Aktien betrug vor Kurzem etwa 61, damit hat es das Dreifache des KGVs des Gesamtmarktes erreicht. Was nichts anderes bedeutet, als dass die Firmen in Zukunft dreimal so gute Geschäftszahlen bringen müssen, als der Gesamtmarkt, um nur die Bewertung zu erhalten. Sollte dies nicht geschehen, wäre eine Korrektur des Nasdaq unausweichlich.“

Nun hat die Senkung der Prognose von SAP eine Art Schockwelle ausgelöst – die Aktie war am Montag um 22% eingebrochen. Ist das ein böses Omen für Apple & Co – oder unterscheidet sich der deutsche Software-Konzern einfach zu stark von den US-Tech-Riesen?

Markus Koch hat darüber mit dem Tech-Investor Thomas Rappold diskutiert:

Sind Tech-Aktien wie Apple inzwischen zu teuer?

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