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Videoausblick: Leonardo da Vinci als Indikator – Allzeithoch!

Es gibt einen Zusammenhang zwischen den Preisen, die bei Kunst-Auktionen erzielt werden und den Aktienmärkten! Beide zeigen an, wie optimistisch die Zukunft gesehen wird. Auch das deutet darauf hin, dass vor allem die US-Aktienmärkte noch einmal ein neues Allzeithoch erreichen werden..

Markus Fugmann

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Markus Fugmann

Von Markus Fugmann

Es gibt einen Zusammenhang zwischen den Preisen, die bei Kunst-Auktionen erzielt werden und den Aktienmärkten! Beide zeigen an, wie optimistisch die Zukunft gesehen wird – nicht zufällig gibt es daher den Sotheby´s-Indikator (benannt nach dem Kunst-Auktionshaus) der Verkaufspreise von Kunstwerken und Aktienkurse in Relation setzt. Heute Nacht wurde bei einer Versteigerung von Christie´s ein einsamer Rekord für ein Gemälde von Leonardo da Vinci erzielt (450 Millionen Dollar) – ein deutliches Zeichen für Überschwang! Das deutet darauf hin, dass vor allem die US-Aktienmärkte noch einmal ein neues Allzeithoch erreichen werden – die US-Futures im asiatischen Handel positiv, der Dax dürfte daher seine gestern begonnen Erholung fortsetzen und über der 13.000er-Marke starten. Und das trotz schlechter Nachrichten für die Wall Street in Sachen US-Steuerreform..

21 Kommentare

21 Comments

  1. Avatar

    peter g

    16. November 2017 07:54 at 07:54

    Guten Morgen,

    könnten Sie zu Ihrer „Welle 5 “ Theorie mal einen Chart einstellen ?
    Grüße und weiter so Herr Fugmann….

    • Avatar

      Andreas

      16. November 2017 08:03 at 08:03

      Ich hoffe Herr Fugmann erlaubt mir darauf eine Antwort zu geben:

      Laut Elliott Wellen und Fibonacci Markttechnik sollte noch eine 5 Welle in Richtung 13.300 bis 13.600 laufen, vielleicht wird das die Jahresendrally wiederspiegeln…danach kommt ein deutlicher Rücksetzer, kann schon mal unter die 12.000 fallen. Die Korrektur kann dann schon mal einige Monate des nächsten Jahres gehen.
      Ebenso beim S&P, Ziel ist 2600-2640. Danach eine ordentliche Korrektur.

      Wie gesagt, dies sind die Kursziele laut Elliott Wellen.

      • Markus Fugmann

        Markus Fugmann

        16. November 2017 08:09 at 08:09

        Vielen Dank, @Andreas! Genau so ist es!

        • Avatar

          PK

          16. November 2017 08:34 at 08:34

          bin absolut nicht so optimistisch derzeit für den Dax. Die Welle abwärts war so dynamisch und Impulsiv, da gibts aktuell noch sehr viele Schieflagen.
          Das dürfte den Weg nach oben schwierig gestalten.

          Und wenn wir in die USA schauen, da haben wir meines Erachtens noch einen 90% Abwärtstag vor uns.
          Bisher standen die Amis immer bei der Eröffnung vor den negativen Futures und wir wissen alle, was dann passiert. Die Amis lassen sich extrem ungern die Richtung von Japan oder den Europäern vorschreiben.
          Die kurzfristigen Timeframes und alle Handelsprogramme gehen also in den ersten Bottom aggresiv long, sitzen jetzt aber immer noch auf ihren Inventories.
          Achten wir mal darauf, was die Amus heute mit den positiven Futures anstellen. Die Überraschung für den Markt wäre ein opening drive, der den Markt nach unten drückt. Da sollte man agressiv mitgehen, denn unten ist dann alles offen.

          • Markus Fugmann

            Markus Fugmann

            16. November 2017 08:37 at 08:37

            @PK, alles richtig. Nur nehmen die Amis eben auch positive Vorgaben aus Europa oder Japan gerne, wenn sie ihnen in den Kram passen. Wir kommen jetzt in die Thanksgiving-Phase (27.11.), die eben fast immer positiv ist an der Wall Street, warum auch immer. Man feiert eben dden Konsumrausch und will daher keine sinkende Kurse sehen..

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        Said Ben Sedrine

        16. November 2017 08:33 at 08:33

        Nur, der Start der Welle seit dem Tief gestern war korrektiv. Es könnte also auch eine 2/B/X2 sein und damit eine Bullenfalle und es kommt noch eine Welle 3/C abwärts. Eine 5er-Welle abwärts kommt selten allein.

      • Avatar

        peter g

        16. November 2017 09:53 at 09:53

        dieser EW Analyst zählt die Welle 5 ereits als fertig:
        https://www.godmode-trader.de/artikel/ew-analyse-dax-future-hautnah,5605070
        Offensichtlich alles eine Frage der Interpretation und bei Elliott ist der Spielraum des Zählens ja bekanntlicherweise besonders groß .).).)

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      bauer

      16. November 2017 08:27 at 08:27

      ….den Chart muss sich Fugi erst bei Hr.Stranzl besorgen,denn dazu ist die FMW noch nicht in der Lage…

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      Gixxer

      16. November 2017 14:46 at 14:46

      @Fugmann:
      Einen Chart von Ihnen würde mich auch interessieren.
      Es wird hier zwar erklärt und teilweise wurden auch Charts eingestellt, aber mich würde interessieren, wie sie zählen, also von wo bis wo die jeweiligen Wellen Ihrer Meinung nach waren oder sind.

  2. Avatar

    bauer

    16. November 2017 08:16 at 08:16

    Wo kann man denn die „Glaskugel“erwerben?
    Reitet besser die fluessige Welle…..
    Herr Fugmann,
    haben sie schon die Lottozahlen vom kommenden Wochenende im Angebot?

    • Avatar

      bauer

      16. November 2017 08:23 at 08:23

      …es nervt doch schon,seit 3 Tagen ihre WELLE 5!!!
      Wenns mal 2%runter geht,dann macht ihr auf Panik!
      Wenns 2% hoch geht,dann Allzeithoch im 7.Himmel!
      Fugi,bleib mal auf dem Teppich!!
      VG
      bauer

    • Markus Fugmann

      Markus Fugmann

      16. November 2017 08:34 at 08:34

      Der @Bauer ist wieder da! Klar hab ich die Lottozahlen von kommender Woche schon – aber die teile ich nur meinen engsten Freunden mit :)

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    Lausi

    16. November 2017 09:10 at 09:10

    Der Truthahn wird den Amis diesmal im Hals stecken bleiben :-) Um bei dem Vergleich zu bleiben: Ich glaube auch, dass sich die Aktien-Indizes noch nicht genügend „ausgekotzt“ haben. Da sollte noch was runter kommen. Schaumermal.

  4. Avatar

    peter g

    16. November 2017 10:38 at 10:38

    So, jetzt habe ich auch einen Elliott Chart für eine Welle 5 gefunden:
    https://www.stockstreet.de/boerse-intern/1004597-wird-schwaecheres-gewinnwachstum-zum-problem-fuer-aktien

  5. Avatar

    Ich hasse Schlümpfe

    16. November 2017 16:14 at 16:14

    Es kann gut sein, dass die Welle 5 gerade Ihren Abschluss findet.
    Schaut euch mal den Goldchart auf Tagesbasis an. Hier sehe ich eine Akkumulationsphase – eine schöne Bodenbildung. Das kann eine wunderschöne Tasse werden. Volumen passt auch ins Bild bisher. Wenn es so ist, bereiten sich Die dicken grossen Geldhaie auf eine grössere Korrektur vor und schaufeln so langsam Teile Ihrer Anlagen in Gold….
    Wie ist eure Meinung dazu?

    • Avatar

      Bademeister

      16. November 2017 16:45 at 16:45

      Schön wärs ja. Nach der Meldung heute nach 15 Uhr bzgl. besser ausgefallener US-Industrieproduktion gleich mal nervös runter, jetzt wieder rauf….krank…hoffe auf einen Suppenschöpfer mit langem Stiel, und bin seit einigen Tagen immer wieder long in Silber…echt hart! Ich persönlich glaube nicht, dass die Dickfische umschichten bzw. nach Korrektur grossartig beim Edelschrott zugreifen werden, aber wer weiss das schon. Solange wir nicht zumindest die +1300 mal länger sehen, ist das eigentlich für A+F (und natürlich D) Korrektur….1200, 1100, 1050…wo sehen wir in dem Fall EUR/USD bzw. USD/JPY?
      …..Bitcoin gerade das beste Goldsubstitut…wenn der irgendwann richtig „abkacken“ sollte bist im Silber bestens aufgehoben….
      Versuche gerade einen Fuss in die geschlossene Tür zu quetschen, um im Falle des Falles schon mal dabei zu sein, aber wirklich glauben tue ich nicht dran. Was verstehst du im Zusammenhang unter einer Korrektur?

      • Avatar

        Ich hasse Schlümpfe

        16. November 2017 17:19 at 17:19

        Wie gross die Korrektur wird kann ich schwer abschätzen, da rein nach Volumen und Footprints trade. Hauptsächlich im kurzfristigen Bereich. Bei einer grösseren Korrektur wären meine Kursziele im Bereich um die 11.500 und weiter um die 10.500. Zusätzlich wären noch die Open Interests bei den Optionen einzubeziehen. Daraus lässt sich auch viel ableiten. Hier bin ich aber jetzt zu faul zum schauen… :-)
        Kannst selbst nachlesen bei stockstreet – Verfallstagsdiagramm.

        • Avatar

          Bademeister

          16. November 2017 17:25 at 17:25

          …meinte eigentlich, dass du eine Korrektur beim Goldpreis siehst…nicht den DAX, wo noch wesentlich weiter unten ein GAP….irgendwann geschlossen wird.

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Markus Koch vor dem Handelsstart in New York – Abverkauf bei Tech geht weiter

Redaktion

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Markus Koch meldet sich im folgenden Video vor dem Handelsstart in New York. Der Abverkauf bei Tech geht weiter, und der Value-Bereich profitiert.

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Deutsche Bank: Übernahme durch UBS? Geldwäsche in Russland? Aktie dick im Minus

Claudio Kummerfeld

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Deutsche Bank Hochhäuser in Frankfurt

Die Deutsche Bank könnte heute mit einem kräftigen Plus in den Handel gehen. Würde man meinen, wenn man die Nachricht betrachtet, dass die große Schweizer UBS womöglich die Deutsche Bank kaufen will. So zumindest sagte es am Samstag die Schweizer „Sonntagszeitung“. Aber beim zweiten Blick weiß man: Die UBS wollte ja auch mit der Credit Suisse fusionieren – diese Idee sll offenbar schon gescheitert sein. Und auch die Commerzbank wie die Lloyds Banking Group sollen für die UBS interessante Kaufkandidaten sein. Also ist dies doch eher eine ziemlich unklare Lage. Außerdem wären die Hürden, die größte Bank Deutschlands kaufen zu können, wohl ziemlich groß. Aber dennoch, die Deutsche Bank-Aktie könnte heute aufgrund dieser Meldung gut im Plus eröffnen.

Deutsche Bank mit neuem Geldwäsche-Horror in Moskau?

Aber sie geht mit minus 3,6 Prozent in den Handel. Denn gestern gab es neue konkrete Berichte zu möglichen Geldwäsche-Vorgängen in Russland. Konkrete Auswertungen (hier die Details) sollen zeigen, dass die Deutsche Bank-Filiale in Moskau wohl eine Art Wild-West-Filiale gewesen sein soll, und dass trotz Aufsehern in Sachen Geldwäsche wohl kaum Kontrolle stattfand. Man wollte wohl nicht hinsehen und ließ viel womöglich mehr zweifelhafte Transaktionen zu als bislang bekannt. Pikant dabei ist, dass im betreffenden Zeitraum auch der heutige Deutsche Bank-Chef Sewing als Chef der Revision für die Kontrolle zuständig war, aber dass trotz Prüfungen sogenannte Mirror Trades nicht entdeckt wurden. Dabei wurden für Kunden Aktien in Rubel gekauft, und danach gleich wieder in US-Dollar verkauft.

Drohen der Deutschen Bank nach diesen neuen Enthüllungen weitere Geldstrafen? Fängt auch der Stuhl vom angeblich so sauberen Herrn Sewing an zu wackeln? Auf jeden Fall könnte der geneigte Börsianer das Grausen kriegen, dass diese jahrelange Horror-Show mit nicht enden wollenden Geldstrafen, Verfahren und Prüfungen weiter geht. Die Deutsche Bank-Aktie jedenfalls, die notiert heute wie gesagt mit mit minus 3,6 Prozent bei 7,41 Euro. Die Deutsche Bank hat dazu folgendes Statement veröffentlicht. Zitat:

„Die Bekämpfung von Finanzkriminalität, Geldwäsche und Kapitalflucht hat für die Ermittlungsbehörden und Finanzinstitute gleichermaßen Priorität. Die weltweit führenden Finanzinstitute, einschließlich der Deutschen Bank, haben Milliarden von Dollar investiert, um die Behörden bei diesen Bemühungen effektiver zu unterstützen. Dies führt natürlich zu einer höheren Zahl von Feststellungen.

Wir bei der Deutschen Bank haben in den letzten Jahren massiv in die Verbesserung der Kontrollen investiert, und wir konzentrieren uns mit Nachdruck darauf, unseren Verantwortlichkeiten und Verpflichtungen nachzukommen. Dazu gehört auch, dass wir Maßnahmen ergreifen, um Risiken zu minimieren, und Beziehungen zu Kunden oder Korrespondenzbanken beenden, wenn dies angezeigt ist.

Das ICIJ hat über eine Reihe historischer Themen berichtet. Soweit sie sich auf die Deutsche Bank beziehen, sind sie den Aufsichtsbehörden bekannt. Die Themen wurden bereits untersucht und führten zu Einigungen mit den Behörden, in denen die Zusammenarbeit und die Mängelbeseitigung der Bank öffentlich anerkannt wurden. Wo nötig und angemessen, haben wir Konsequenzen gezogen. Soweit die vom ICIJ verwendeten Informationen aus Verdachtsmeldungen (sogenannten SARs) stammen, wurden diese Informationen von einer Bank gemäß der gesetzlichen Regelung aktiv identifiziert und den Behörden mitgeteilt. SARs enthalten Warnungen vor möglichen Probleme, können aber nicht mit einer Tatsachenbehauptung gleichgesetzt werden.“

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Coronakrise: Für die Verlierer folgt wohl der zweite wirtschaftliche Abschwung

Redaktion

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Lufthansa mit massiven Problemen in der Coronakrise

Zum Ausbruch der Coronakrise gab es zunächst massive Staatshilfe über Kurzarbeit, Zuschüsse, Milliardenkredite und sogar Unternehmensbeteiligungen durch den Staat. Die Lage schien sich zu stabilisieren. Mit der deutschen Volkswirtschaft geht es wieder bergauf. Und wenn man sich die Headlinezahlen der Statistiker betrachtet, wirkt die Lage auch gar nicht mehr so schlimm. Aber die Verlierer-Branchen, die ab März fast komplett den Bach runtergingen, die erleben derzeit womöglich den zweiten Abschwung.

Wenn dem wirklich so ist, wäre es für Börsianer ratsam die Finger von Aktien dieser Branchen zu lassen. Denn es ist natürlich zunächst verführerisch. Was im Zuge der Coronakrise stark gefallen ist, scheint jetzt vom reinen Aktienkurs her optisch günstig zu sein. Aber kommt eine weitere kräftige Abwärtswelle bei den Aktienkursen der betroffenen Konzerne, wenn den Börsianern klar wird, dass die Coronakrise auf ganz spezielle Branchen noch viel länger sehr drastische Auswirkungen haben wird?

Lufthansa in der Coronakrise weiter im Abschwung

Da wäre zum Beispiel die Lufthansa als Paradebeispiel in Deutschland zu nennen. Zum Ausbruch der Coronakrise sanken die Passagierzahlen auf Null. Nun denkt man, dass sich die Fluggastzahlen zusammen mit der allgemeinen wirtschaftlichen Erholung auch steigern werden. Aber die Lage ist wohl schwieriger. Erstmal hilft da der gesunde Menschenverstand. Wie viele potenzielle Urlauber bleiben bitte schön solange den Flughäfen fern, bis die Maskenpflicht entfällt? Denn stundenlang als erholungssuchender Tourist im Flieger, am Flughafen, im Hotel, und an der Strandpromenade mit Maske rumzulaufen – darauf haben viele Menschen einfach keine Lust, denn das ist einfach kein richtiger Urlaub!

Nach den bisherigen massiven Einschnitten der letzten Monate sieht es bei der Lufthansa (wie bei anderen Airlines auch) nach einer erneuten Runde von Einschnitten aus. Dies lässt vermuten, dass sich die Flugzahlen eben nicht so erholen, wie man es sich erhofft hatte. Laut aktuellen Berichten soll Anfang nächster Woche bekanntgegeben werden, wie viele zusätzliche Jobs und Maschinen bei der Lufthansa gestrichen werden. Denn die Airlines leider derzeit auch darunter, dass sich die Einreisebeschränkungen einzelner Länder schnell ändern, und der potenzielle Reisende dann fernbleibt. Auch hier kann man denken aus „kaltherziger“ Börsianer-Sicht: Gut, dann warte ich die nächste Kürzungsrunde und weiter fallende Aktienkurse noch ab, und kaufe dann günstig ein.

Aber das sage mal jemand den Aktionären der Telekom, die damals in ein immer weiter fallendes Messer griffen nach dem Motto „jetzt gibts die Aktie aber günstig zu kaufen“. Natürlich ist das alles Ansichtssache. Es kann natürlich auch sein, dass ab einem gewissen Kursniveau wirklich eine Bodenbildung eintritt. Aber man sollte als Börsianer nicht all zu euphorisch agieren, nur weil der Aktienkurs optisch günstig zu sein scheint. Im folgenden Chart sehen wir in den letzten 12 Monaten in blau den Verlauf des Dax gegen die deutlich schlechter laufende Lufthansa-Aktie (beides auf CFD-Basis).

Chart zeigt Kursverlauf von Lufthansa gegen Dax

US-Airlines und Hotels

Auch in den USA geht der Abbau bei den Verlierern weiter. Nachdem die Airlines nach dem Ausbruch der Coronakrise bereits üppig vom US-Steuerzahler bedacht wurden, scheint das Geld wohl auszugehen. Nach ganz aktuellen Berichten sind die Chefs der großen US-Airlines im Weißen Haus vorstellig geworden. Das Motto lautete: Gebt erneut Staatshilfe, oder wir müssen Massenentlassungen durchführen. Auch dies ist ein klares Indiz dafür, dass es Delta, United und Co sehr schlecht geht.

Wie jüngste Berichte zeigen, und was natürlich mehr als verständlich ist: Das Spieler-Paradies Las Vegas wurde von der Coronakrise übel getroffen, aber gleich doppelt und dreifach. Da lohnt es sich einen Blick zu werfen auf die Las Vegas Sands Corp, einen Hotel- und Casino-Betreiber mit Schwerpunkten in Las Vegas, Macau und Singapur. Die Aktie notierte vor dem Beginn der Coronakrise im Februar bei 71 Dollar, jetzt bei 49 Dollar. Im folgenden Chart, der 12 Monate zurückreicht, haben wir die Kursverläufe der Hotelkette und von United Airlines übereinander gelegt. Frage: Greift man hier in ein fallendes Messer, wenn man jetzt kauft? Oder stehen die Aktien vor einem langen, langweiligen Seitwärtstrend?

Chart zeigt United Airlines und Las Vegas Sands

Nicht in das fallende Messer greifen?

Der Spruch ist einer der absoluten Börsianer-Klassiker. Man soll nicht in das fallende Messer greifen. Damit ist gemeint, dass man in einem Absturz, bei dem der Boden noch nicht erkennbar ist, nicht kaufen sollte. Natürlich sollte man auch später nie krampfhaft versuchen den absoluten Tiefpunkt für seine Einstiege an der Börse zu finden. Aber derzeit scheint es bei Aktien von Hotels und Airlines so zu sein, dass die Corona-Misere weitergeht, während sich der größte Teil der sonstigen Volkswirtschaft damit beschäftigt die alten Niveaus zu erreichen. Also, Vorsichti ist geboten bei den Problembranchen. Es sieht nicht nach einer raschen Erholung aus! Gestern berichteten wir bereits über die große Entlassungswelle bei deutschen Autozulieferern (hier finden Sie den Artikel). Auch hier sollte man bei Neueinstiegen in die entsprechenden Aktien überlegen, ob nun das Tief wirklich erreicht wird, oder ob die Misere noch einige Zeit anhalten wird, was auch die Aktienkurse weiter belasten könnte.

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