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Videoausblick: Märkte riechen Schwäche

Wenn Märkte eine Eigenschaft haben, dann die: sie riechen Schwäche. Und sie riechen derzeit die Schwäche der EZB, die ihr bis Ende 2017 andauerndes QE rein technisch wohl gar nicht verlängern kann: es gibt gar nicht genug kaufbare deutsche Anleihen dafür. Das ist auch der Grund, warum die Versuche der EZB, nach der Draghi-Rede zurück zu rudern, nicht mehr greifen. Die EZB verliert also Stück für Stück die Kontrolle!

Redaktion

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Markus Fugmann

FMW-Redaktion

Wenn Märkte eine Eigenschaft haben, dann die: sie riechen Schwäche. Und sie riechen derzeit die Schwäche der EZB, die ihr bis Ende 2017 andauerndes QE rein technisch wohl gar nicht verlängern kann: es gibt gar nicht genug kaufbare deutsche Anleihen dafür (schon jetzt ist die EZB mit den Käufen deutlich im Rückstand, ähnlich bei den Anleihen Hollands und Finnlands). Das ist auch der Grund, warum die Versuche der EZB, nach der Draghi-Rede zurück zu rudern, nicht mehr greifen. Die EZB verliert also Stück für Stück die Kontrolle! Gestern ein erneutes Massaker am Anleihemarkt – auch hier laufen die Dinge aus dem Ruder. Heute bei den US-Arbeitsmarktdaten vor allem die US-Stundenlohne im Fokus..

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13 Kommentare

13 Comments

  1. Avatar

    walter

    7. Juli 2017 09:40 at 09:40

    Jim Rickards auch ….
    der Geruch wird sich noch penetrant entfalten!
    http://www.goldseiten.de/artikel/338137–Jim-Rickards~-Der-Krieg-gegen-das-Bargeld-hat-begonnen.-Der-Krieg-gegen-Gold-kommt-als-naechstes.html
    Die Anleihenblase weist bereits „Mikro-Risse“auf

  2. Avatar

    walter

    7. Juli 2017 10:23 at 10:23

    • Avatar

      gerd

      7. Juli 2017 10:47 at 10:47

      Ich brauche es nicht lesen, denn ich weiß auch so, dass die Rendite von fast Null kommend damals zwischenzeitlich auf über 1% gestiegen war. FAZIT: das was wir jetzt sehen ist ‚kein Grund zur Veranlassung‘.

      Könnte aber jetzt wieder passieren, wenn die Kapitalmarktadressen aus Angst vor ihrer Angst ihre Bestände auf den Markt werfen. Und das obwohl die Dinger doch angeblich so heiß begehrt bei denen sind, weil sie die unbedingt brauchen würden.

      Da kolportiert einer, es gäbe viel, viel zu wenig von den Dingern – so dass nicht mal mehr welche für die EZB überblieben – und schon wollen die anderen sie angeblich auch nicht mehr, sind sie doch nicht mehr so wichtig. Wers glaubt… hahah.
      Aber alle Publikationen beten das nach.

  3. Avatar

    wa

    7. Juli 2017 10:39 at 10:39

    diese argumentation basiert ja im kern auf den 33% in verbindung mit merkels unwillen, diese grenze zu ändern.
    1. hat merkel diese grenze nicht gezogen
    2. muss sie auch nicht gefragt werden, wenn die 33% auf 66% geändert werden.

  4. Avatar

    walter

    7. Juli 2017 12:11 at 12:11

    Der Crash kommt – trifft er auch Sie?

    in der vergangenen Woche hörte ich den dümmsten Spruch seit langem. Janet Yellen, die Chefin der US-Notenbank (Fed), machte ihn am Dienstag in London. Dort sprach sie darüber, dass sie auf viele Jahre nicht mehr mit einer großen Finanzkrise rechne. Sie hoffe aber, dass diese „nicht zu unseren Lebzeiten passieren werde“. „Und ich glaube, dass das nicht der Fall sein wird.“ fügte sie hinzu. Inzwischen gebe es viel mehr Sicherheit.

    Das erinnert mich an ähnlich vermessene Sprüche dieser Art.

    1927/28 – 2007 – 2017: Wie sich die Sprüche gleichen!

    John Maynard Keynes erklärte 1927, zwei Jahre vor dem größten Börseneinbruch aller Zeiten: „Es wird in unserer Zeit keinen Crash mehr geben!“

    Wirtschaftsprofessor Irving Fisher wurde für seinen Spruch weltberühmt: „Es sieht so aus, als ob die Aktien ein dauerhaftes Hochplateau erreicht haben.“ So am 16. Oktober 2019, zwei Wochen später kollabierte der Dow Jones-Aktienindex um bis knapp 90 % bis ins Jahr 1932 – und es folgten 12 Jahre tiefe Depression.

    1929, ein Weckruf der Wirklichkeit

    Und im Jahr 2007 versicherte Fed-Chef Ben Bernanke, dass es keine großen Anzeichen für eine Ausbreitung der Subprime-Krise auf den Hypothekenmarkt gäbe, der weiterhin gesund scheine. Und für die US-Wirtschaft prognostizierte er ein moderates Wachstum in der zweiten Hälfte 2007 mit einer Beschleunigung in 2008. Es folgte bereits zwei Wochen später die zweitgrößte Wirtschafts- und Finanzkrise der Geschichte.

    Und heute malt Janet Yellen die Zukunft praktisch in rosaroten Farben.

    Machen Sie sich folglich keine Sorgen: Alles ist und bleibt gut?

    Wenn Sie damals den anerkannten „Experten“ Ihr Vertrauen geschenkt hätten, wären Sie innerhalb von wenigen Jahren völlig verarmt, Sie hätten sozusagen Haus und Hof verloren.

    Die Realität sieht heute noch bedenklicher aus

    Wie ist heute die Situation? Ich finde sie noch besorgniserregender. Die US-Verschuldung ist auf rund 20 Bio. USD gestiegen. Die Derivate (Kunstprodukte auf Währungen, Aktien, Bonds, Rohstoffe etc.) haben mit über 700 Bio. USD das rund Zehnfache des Weltbruttosozialprodukts erreicht. Viele Aktienbörsen schweben auf Allzeithochs. Bonds sind in der größten Blase der Finanzgeschichte. Die Notenbanken haben ihr Pulver (Möglichkeiten) längst verschossen: Zinsen bei null oder nahe daran, Bilanzen sinnlos aufgebläht (die führenden globalen Notenbanken auf insgesamt fast 20 Bio. USD.

    Extremer geht es doch kaum noch?

    Ist das Gesetz der Schwerkraft ausgehebelt?

    Der Physiker Isaac Newton hat einmal geäußert: „Was hochgeht, muss auch wieder runterkommen.“ Das hatte er auf Schwerkraft der Physik bezogen.

    Seine Erkenntnis gilt allerdings auch für die Finanzmärkte. Diese sind keine Einbahnstraßen. Anders ausgedrückt: Es wachsen auch dort keine Bäume in den Himmel.

    Ich sehe die Märkte auf letzte Hochs zusteuern, von denen sie bald drastische Korrekturen erfahren werden. Und auch die Realwirtschaft wird deutlich getroffen werden.

    Vertrauen Sie nicht der vorgegaukelten Standfestigkeit – das ist nur die Ruhe vor dem Sturm!

    Quelle:Friedrich Lange

  5. Avatar

    Altbär

    7. Juli 2017 13:10 at 13:10

    @Walter, mindestens einer der die Sache realistisch sieht, mir fällt eine Aussage eines Oberschlauen die man der gleichen Kategorie zuordnen könnte wie die obgenannten Sprüche,ich glaube es war etwa in den 90 -er Jahren, der sagte : ES WIRD NIE MEHR EINE REZESSION GEBEN ,WEIL ES WEGEN DEN COMPUTERN KEINE ÜBERPRODUKTION MEHR GIBT U.MAN DIE PRODUKTION IM GRIFF HAT ? ? Es gibt eben zu viele gebildete u.eingebildete Leute u.zu wenig gescheite Leute!!

    • Avatar

      walter

      7. Juli 2017 13:29 at 13:29

      Wartet mal ab,wenn die Roboter,DE Strassen plastern!
      Dann bin ich gespannt,was fuer ein „gewaschener“Spruch dann daher kommt!

  6. Avatar

    walter

    7. Juli 2017 14:29 at 14:29

    Herr Fugmann,
    wie schauts mit den Arbeitsmarktdaten aus,…denn sie sind doch bestimmt vor Ort,oder etwa nicht?
    Noch 3 min.
    Insider,wie Sie,sind doch bestimmt schon am Ball!

  7. Avatar

    Jürgen

    9. Juli 2017 14:23 at 14:23

    Jede 4 Generation fängt seit 400 Jahren bei Null an, jetzt ist es wieder soweit…wird auch höchste Zeit….Wachstum mit kreierten Geld kaufen kann nicht lange gutgehen, hoffe das Ende kommt bald und es kann was Neues wachsen…egal ob Häuser, Sparkonten, Versicherungen, Oldtimer, Gemälde….alles wird fast keinen Wert mehr haben…..

    • Avatar

      Dieter G.

      9. Juli 2017 22:34 at 22:34

      Aha, und erzählst Du das auch so Deiner Familie?

  8. Avatar

    FED Berater

    9. Juli 2017 20:49 at 20:49

    @Walter,ich denke wenn Roboter die Strassen Pflastern u.alle andern unrentablen Arbeiten ausführen in der realen Wirtschaft dann hätten viel mehr Leute Zeit in der wirklich einträglichen Finanzwirtschaft aus Geld noch mehr Geld zu machen,dann wird es Allen gut gehen .Es gibt ein Gerücht,dass nach dem Riesenerfolg der FED mit Anleihenkäufen sie jetzt für einige Milliarden US Autos kaufen um die Us Autoindustrie zu retten, später könnten sie auch landwirtschaftliche Produkte kaufen, anfangs solle die FED pro Monat 1000 Teslas kaufen um die Aktien zu stützen. Man hat gemerkt,dass man mit Anleihenkäufen vor allem die Reichen noch reicher gemacht hat,nach riesigen Volksaufständen will die FEDalso auch andere Brachen unterstützen

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Aktienrückkäufe: Warum ich nicht begeistert bin – Werbung

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Lieber Börsianer,

die langjährige Flutung der Finanzmärkte mit dem billigen Geld der Notenbanken hat mittlerweile zu einigen kuriosen Begleiterscheinungen geführt. Weil Geld nichts mehr kostet, verschulden sich einige Unternehmen bis über beide Ohren. Doch statt in Zukunftstechnologien zu investieren, kaufen sie lieber eigene Aktien zurück – Kurspflege nennt man das. Angeblich geschieht das zum Wohle der Anleger, denn durch die Aktienrückkäufe steigen in der Regel auch die Kurse.

Allerdings ist bei hochverschuldeten Unternehmen Vorsicht geboten. Denn bereits ein geringer Zinsanstieg stellt diese Unternehmen vor arge Probleme. Freilich sind nicht alle Aktienrückkäufe schlecht. Wenn sich das Unternehmen die Kurspflege leisten kann und damit Geld an die Aktionäre zurück gibt, ist das oft besser, als das Geld möglicherweise zu Negativzinsen im Unternehmen zu belassen. Doch vor Übertreibungen müssen Sie sich schützen.

Das Spielcasino ist eröffnet

In den USA sind mittlerweile nicht mehr Privatanleger, Pensionsfonds und Vermögensverwalter die größten Aktienkäufer, sondern die Unternehmen selbst. Das freie Spiel von Angebot und Nachfrage wird damit außer Kraft gesetzt. In den vergangenen zehn Jahren gaben die 500 Unternehmen des S&P 500 die gigantische Summe von fünf Billionen Dollar für eigene Aktien aus. Das entspricht in etwa dem Bruttoinlandsprodukt von Japan, der viertgrößten Volkswirtschaft der Welt.

90% der Unternehmen haben dafür mehr als die Hälfte ihrer Gewinne investiert. Das Geld fließt also nicht mehr in Fabriken, Maschinen, Produkte und Jobs sondern wird für die eigene Kurspflege eingesetzt. Die Big Player erhalten damit den Status Quo und überlassen die Entwicklung neuer Technologien den Start-Ups und der Konkurrenz aus Fernost.

Nicht unbedenklich ist dabei, dass vor allem in den USA ein Teil der Vorstandsvergütung an die Entwicklung des Aktienkurses geknüpft ist. Die Manager tun sich also vor allem selbst etwas Gutes, statt an die langfristige Konkurrenzfähigkeit Ihres Unternehmens zu denken. Wenn Aktien in solch riesigem Umfang zurückgekauft werden, dann handelt es sich um einen ernsten Eingriff in die Preisbildung der betreffenden Aktien.

Apple schlägt besonders gerne zu

Der größte Käufer eigener Aktien ist ausgerechnet Apple. Jetzt könnte man einwenden, dass Apple auch Milliardengewinne erzielt und sich deshalb die Rückkäufe leisten kann. Das ist prinzipiell richtig. Doch selbst Apple übertreibt mittlerweile. Im vergangenen Jahr wurden Anteile im Wert von 72 Milliarden Dollar zurückgekauft. Der freie Cashflow lag deutlich darunter. Selbst die Gewinnmaschine Apple nimmt also mittlerweile Fremdkapital auf, um Aktienrückkäufe zu finanzieren. Das wurde sogar von offizieller…..

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IHS Markit-Kauf für 44 Milliarden Dollar – wie man gigantisch wächst ohne neue Schulden

Claudio Kummerfeld

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New York Downtown bei Nacht

In der Branche für Finanzdaten, Börsendaten und ökonomischen Analysedaten nimmt die Konzentration auf wenige große Anbieter immer mehr zu. Es gibt Bloomberg, Reuters, große Börsenanbieter wie die Deutsche Börse oder Euronext, und es gibt gerade den Versuch der London Stock Exchange den Datenanbieter Refinitiv für 27 Milliarden Euro zu übernehmen. Jetzt legt S&P Global (gehört zur Standard & Poors-Gruppe) nach und kauft den Datenanbieter IHS Markit. Und das für satte 44 Milliarden Dollar.

IHS Markit war Ende letzter Woche an der Börse noch 37 Milliarden Dollar wert. S&P Global lag bei 82 Milliarden Dollar. Wie schafft man es so viel Geld auszugeben, mal eben 44 Milliarden Dollar? Nun, in diesem Fall ist das gar kein Problem. Man „kauft“ per Aktientausch. Ein richtiger Kauf ist es dann gar nicht. Man fusioniert, und der „Käufer“ erhält an der neuen Firma die Aktienmehrheit. Oder besser gesagt, die bisherigen Aktionäre des größeren Fusionspartners halten dann später auch die Mehrheit am neuen Unternehmen.

So kommt es, dass die bisherigen Aktionäre von S&P Global an der neuen Firma 67,75 Prozent der Anteile halten werden, und die bisherigen Aktionäre von IHS Markit 32,25 Prozent. So haben alle was davon, und die Firma hat keine gestiegene Verschuldung durch diese Transaktion. So können große Konzerne schnell weiter wachsen, ohne sich zu verschulden.

Ganz anders lief es vor vier Jahren bei Bayer, wir erinnern uns alle mit Grausen an die Zeit danach. Die Leverkusener kauften Monsanto für 66 Milliarden Dollar in Cash. Dafür musste man damals eine Brückenfinanzierung über 57 Milliarden US-Dollar aufnehmen, also Kredite. So brockt man sich jede Menge Probleme ein, wenn man seine bisherige Aktionärsstruktur beibehalten will.

Will man extern kräftig zukaufen, muss man sich dann wie Bayer massiv verschulden. Um die Last zu reduzieren, muss man dann brutal einsparen, einzelne Sparten verkaufen usw. Gerade große Konzerne mit stark steigenden Aktienkursen können sich über den Weg des Kaufs mit eigenen Aktien (Fusion) andere Unternehmen einfach und bequem einverleiben. Dann werden die Aktionäre der bisherigen Konkurrenzfirma einfach zu Miteigentümern des eigenen Unternehmens gemacht. Und zack, der Konzern wächst kräftig, ohne dabei neue Schulden machen zu müssen. Natürlich hat der einzelne Altaktionär nach der Transaktion weniger Eigentum am Konzern. Aber dafür ist der Konzern an sich ja auch spürbar gewachsen, wodurch eine Kompensation stattfindet. Langfristig können über diese Methode die ganz großen Konglomerate entstehen.

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Aktien

Markus Koch LIVE vor dem Handelsstart in New York – Impfstoff- und Merger-Montag

Redaktion

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Markus Koch meldet sich im folgenden Video LIVE vor dem Handelsstart in New York. Die vierte Woche in Folge gibt es pünktlich Montag Mittag eine Impfstoff-Meldung, diesmal von Moderna. Und IHS Markit soll von S&P Global gekauft werden. Markus Koch spricht von einer massiven Konsolidierung im Bereich der Finanzdaten.

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