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Videoausblick: Manipulierte US-Arbeitsmarktdaten?

Heute natürlich im Fokus die US-Arbeitsmarktdaten, die zuletzt mit den stärker als erwartet gestiegenen Stundenlöhnen die Märkte in Turbulenzen gebracht hatten. Aber wie zuverlässig sind diese US-Arbeitsmarktdaten eigentlich? Um es vorsichtig zu formulieren: nicht sehr zuverlässig!

Markus Fugmann

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Markus Fugmann

Von Markus Fugmann

Heute natürlich im Fokus die US-Arbeitsmarktdaten, die zuletzt mit den stärker als erwartet gestiegenen Stundenlöhnen die Märkte in Turbulenzen gebracht hatten. Aber wie zuverlässig sind diese US-Arbeitsmarktdaten eigentlich? Um es vorsichtig zu formulieren: nicht sehr zuverlässig! Das beginnt bei der Berechnung der US-Arbeitslosenquote, die weit an der Realität vorbei geht. Das geht weiter mit der Zahl der neu geschaffenen Stellen, die durch das sogenannte birth/death model beliebig manipuliert werden kann.
Heute in Asien zunächst stärker steigende Kurse nach der Meldung, dass Donald Trump zu einem Treffen mit Nordkoreas Kim Yong Un bereit sei. Der Dax kann die gestrigen Gewinne wohl zunächst einmal halten, dann werden die US-Arbeitsmarktdaten der trigger sein für die nächste größere Bewegung..

Mehr zur Erhebung der US-Arbeitsmarktdaten: US-Arbeitsmarktdaten: Stimmen die Zahlen überhaupt?

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5 Kommentare

5 Comments

  1. Avatar

    skipper

    9. März 2018 08:38 at 08:38

    arbeitsmarktdaten – das ist doch ein uralter hut , und interessiert trotzdem keine sau

  2. Avatar

    Jana

    9. März 2018 09:14 at 09:14

    Man muss ja vorsichtig sein bei den Entwicklungen. Aber K.Y. Un ist in den letzten 1-2 Monaten recht leise gewurden. Wenn das jetzt eher Richtung Frieden gibt, dann wäre das sehr schön.
    Das wäre ein diplomatischer Erfolg für Trump. Aber man muss abwarten.

  3. Avatar

    Beobachter

    9. März 2018 09:43 at 09:43

    In der nach Planwirtschaft gesteuerten Börsenwelt wären
    möglichst schlechte Arbeitszahlen das Beste, dann wären die Zinssorgen wieder weg.
    D.h. Zinssorgen weg ,
    – U-S Zölle abgemildert ,
    – Atomkrieg mit Korea verschoben ,
    – Das 1Woche vor dem grossen Verfall würde
    zu einem Short- Squeeze führen.
    Das wären alles Zutaten für ein erneutes Aktienrally, wie
    schnell das ändert, hat doch anscheinend die FED anfangs Feb. noch mit Geldfluten den Crash verhindern
    müssen.
    Die neueste Regel der staatlichen Marktwirtschaft.
    DIE BÖRSE DÜRFEN NICHT FALLEN U.
    DIE ZINSEN DÜRFEN NICHT STEIGEN.

  4. Avatar

    Dedalus

    9. März 2018 11:14 at 11:14

    Welche Statistik ist nicht manipuliert, egal wo in welchem Land?

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IHS Markit-Kauf für 44 Milliarden Dollar – wie man gigantisch wächst ohne neue Schulden

Claudio Kummerfeld

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New York Downtown bei Nacht

In der Branche für Finanzdaten, Börsendaten und ökonomischen Analysedaten nimmt die Konzentration auf wenige große Anbieter immer mehr zu. Es gibt Bloomberg, Reuters, große Börsenanbieter wie die Deutsche Börse oder Euronext, und es gibt gerade den Versuch der London Stock Exchange den Datenanbieter Refinitiv für 27 Milliarden Euro zu übernehmen. Jetzt legt S&P Global (gehört zur Standard & Poors-Gruppe) nach und kauft den Datenanbieter IHS Markit. Und das für satte 44 Milliarden Dollar.

IHS Markit war Ende letzter Woche an der Börse noch 37 Milliarden Dollar wert. S&P Global lag bei 82 Milliarden Dollar. Wie schafft man es so viel Geld auszugeben, mal eben 44 Milliarden Dollar? Nun, in diesem Fall ist das gar kein Problem. Man „kauft“ per Aktientausch. Ein richtiger Kauf ist es dann gar nicht. Man fusioniert, und der „Käufer“ erhält an der neuen Firma die Aktienmehrheit. Oder besser gesagt, die bisherigen Aktionäre des größeren Fusionspartners halten dann später auch die Mehrheit am neuen Unternehmen.

So kommt es, dass die bisherigen Aktionäre von S&P Global an der neuen Firma 67,75 Prozent der Anteile halten werden, und die bisherigen Aktionäre von IHS Markit 32,25 Prozent. So haben alle was davon, und die Firma hat keine gestiegene Verschuldung durch diese Transaktion. So können große Konzerne schnell weiter wachsen, ohne sich zu verschulden.

Ganz anders lief es vor vier Jahren bei Bayer, wir erinnern uns alle mit Grausen an die Zeit danach. Die Leverkusener kauften Monsanto für 66 Milliarden Dollar in Cash. Dafür musste man damals eine Brückenfinanzierung über 57 Milliarden US-Dollar aufnehmen, also Kredite. So brockt man sich jede Menge Probleme ein, wenn man seine bisherige Aktionärsstruktur beibehalten will.

Will man extern kräftig zukaufen, muss man sich dann wie Bayer massiv verschulden. Um die Last zu reduzieren, muss man dann brutal einsparen, einzelne Sparten verkaufen usw. Gerade große Konzerne mit stark steigenden Aktienkursen können sich über den Weg des Kaufs mit eigenen Aktien (Fusion) andere Unternehmen einfach und bequem einverleiben. Dann werden die Aktionäre der bisherigen Konkurrenzfirma einfach zu Miteigentümern des eigenen Unternehmens gemacht. Und zack, der Konzern wächst kräftig, ohne dabei neue Schulden machen zu müssen. Natürlich hat der einzelne Altaktionär nach der Transaktion weniger Eigentum am Konzern. Aber dafür ist der Konzern an sich ja auch spürbar gewachsen, wodurch eine Kompensation stattfindet. Langfristig können über diese Methode die ganz großen Konglomerate entstehen.

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Markus Koch LIVE vor dem Handelsstart in New York – Impfstoff- und Merger-Montag

Redaktion

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Markus Koch meldet sich im folgenden Video LIVE vor dem Handelsstart in New York. Die vierte Woche in Folge gibt es pünktlich Montag Mittag eine Impfstoff-Meldung, diesmal von Moderna. Und IHS Markit soll von S&P Global gekauft werden. Markus Koch spricht von einer massiven Konsolidierung im Bereich der Finanzdaten.

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Performance-Check: Das sind die härtesten Aktien der Welt – Werbung

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Lieber Börsianer,

wir alle wissen, wenn der Aktienmarkt einmal ins Rutschen gerät, bleibt kein Auge trocken. Selbst die Aktien anerkannter Qualitätsunternehmen fallen dann unisono mit dem Gesamtmarkt. Man ist dann als Anleger schon zufrieden, wenn sich das eigene Depot der Korrekturbewegung zumindest teilweise entzieht.

Genauso wissen wir, wenn die Weltkonjunktur einmal lahmt, sinken die Unternehmensgewinne durch die Bank. So ist nun einmal die Börse.

Aber ich bohre tiefer. Gibt es wirklich keine Unternehmen, die sich einem negativen Markttrend entziehen? Gibt es wirklich keine Ausnahme, die die Regel bestätigt?

Doch, die gibt es! Tatsächlich existiert in den USA eine Aktiengattung, die sich bereits seit Jahrzehnten durch eine ganz ungewöhnliche Stabilität auszeichnet. Diese ausgesuchten Unternehmen erwirtschaften nicht selten sogar in der tiefsten Rezession, z.B. zuletzt 2008/9, beste Gewinne. Mehr noch: Sie erhöhen selbst in diesen Phasen, wo die „normalen“ Unternehmen versagen, regelmäßig die Dividenden.

Börsianer bezeichnen solche unverwüstlichen Unternehmen als „Dividendenaristokraten“. Diese Dauerbrenner zeichnen sich vor allem durch zwei Merkmale aus:

1)
Naturgemäß verfügen die Dividendenaristokraten über langjährig bewährte und unantastbare Geschäftsmodelle.

2)
Deshalb erhöhen diese Unternehmen die Dividende seit mindestens 25 Jahren, und zwar jährlich.

Und das Regelwerk für Dividendenaristokraten ist knallhart. Wenn ein Unternehmen, sagen wir, im 43. Jahr die Dividende einmal nicht mehr jährlich erhöht, dann wird ihm der Aristokraten-Titel sofort entzogen. Folglich verlässt das Unternehmen dann auch den entsprechenden Index und muss sich nun wieder aufs Neue beweisen. Mit anderen Worten: Hier ist wirklich kein Platz für Verlierer oder

Nicht nur mehr Stabilität, sondern einfach auch mehr Rendite

Wie bereits angedeutet schaffen nur eine Handvoll Unternehmen diese Kriterien. Gegenwärtig gelten rund 10 % der Unternehmen des marktbreiten S&P 500 als Dividendenaristokraten. Die anderen 90 % des S&P 500 sind eben ganz normale Unternehmen, deren Gewinne im Einklang mit der Konjunktur mal fallen und mal steigen.

Gegenwärtig finden Sie im Dividendenaristokraten-Index zahlreiche Unternehmen aus traditionellen Industriesparten. Namhaft sind hier etwa Caterpillar, 3M oder etwa der Maschinenbauer Illinois Tool Works. Natürlich bringt auch die nicht-zyklische Konsumgüter-Branche…..

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