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Videoausblick: Rally oder Bärenmarktrally?

Haben wir geestern an der Wall Street eine Rally gesehen – oder doch nur eine Bärenmarktrally? Auslöser der Drehung nach oben nach sehr schwachem Start waren gestern Aussagen der US-Delegation in China, wonach die Gespräche „ziemlich positiv“ gelaufen seien in Sachen Handelsstreit. Die Drehung erfolgte dabei an neuralgischen Punkten und kam gerade noch rechtzeitig, um charttechnisches größeres Unheil zu vermeiden – jetzt steht die Wall Street vor einer Entscheidungssituation!

Markus Fugmann

Veröffentlicht

am

Haben wir geestern an der Wall Street eine Rally gesehen – oder doch nur eine Bärenmarktrally? Auslöser der Drehung nach oben nach sehr schwachem Start waren gestern Aussagen der US-Delegation in China, wonach die Gespräche „ziemlich positiv“ gelaufen seien in Sachen Handelsstreit. Die Drehung erfolgte dabei an neuralgischen Punkten und kam gerade noch rechtzeitig, um charttechnisches größeres Unheil zu vermeiden – jetzt steht die Wall Street vor einer Entscheidungssituation, weil die US-Indizes nun an die gebrochenen Aufwärtstrends wieder heran gelaufen sind. Der Dax dürfte ab jetzt nur noch mit angezogener Handbremse laufen (weil er zu weit der Wall Street enteilt ist) – heute im Fokus die US-Arbeitsmarktdaten..

24 Kommentare

24 Comments

  1. Avatar

    marco

    4. Mai 2018 10:07 at 10:07

    Jetzt musste ich mich auch mal durchringen und einen Kommentar hinterlassen. Wirklich schade, dass Sie heute Abend schon früher in Ihr wohlverdientes Wochenende gehen. Ihre Analysen sind für mich mittlerweile ein unverzichtbarer Bestandteil zu Beginn und Ende eines jeden Handelstages. Ich hoffe echt, dass Sie uns in dem Format noch lange erhalten bleiben. Großen Respekt für die Konstanz in Ihrer Videos!

  2. Avatar

    Marko

    4. Mai 2018 10:32 at 10:32

    Das hier düfrte es wohl im Großen und Ganzen treffen :

    https://www.lynxbroker.de/boersenblick/20180504/dow-jones-all-in-die-big-player-gehen-aufs-ganze/?utm_source=boersenblick_email&eatglc=yzf5otrfzyjp&newsletter=true&goal=0_d93daae099-dbd81aeb3f-408172349

    „ein US-Dollar, der eine markante Trendwende nach oben zu vollziehen droht und so dem ohnehin enttäuschenden Wachstum der letzten Monate den Boden der billigen, den Export stützenden Währung zu entziehen droht …

    „Aber nicht alle können einfach aussteigen. Über die langjährige, vor gut neun Jahren begonnene Hausse hinweg sind viele Fonds und Hedgefonds derartig gigantisch geworden, dass sie nicht einmal einen Bruchteil ihrer Portfolios am Markt loswerden könnten, ohne durch ein dadurch entstehendes, massives Überangebot selbst den Kursrutsch auszulösen, vor dem sie sich in Sicherheit bringen wollen. Und will man sich über die Futures gegen fallende Kurse absichern, indem man mit größeren Positionen Short geht, drückt das die Indizes selbst genauso. Solche Situationen sind fatal. Und so ist für diese großen Adressen eine nachhaltigere Trendwende des US-Aktienmarkts keine Option..“

    Das gestern waren natürlich die Big-Boys, wer denn sonst ?

    Das haben die beim Dax am Ostermontag genauso gemacht, da stand der Daxl bei 11700 ! und jetzt ?

    der Dax ist nirgendwohin enteilt, obwohl der Dax in der Regel doch „fremdbestimmt“ ist, unsere angelsächsischen Freunde, natürlich … :D

    Und nochmal : eine „richtige“ Korrektur/Bärenmarkt werden wir erst dann sehen, wenn die EZB sagt : Lehman ist vorbei !!! Und das kann dauern …
    Das sage ich nicht gerade seit gestern ?

    • Avatar

      Wolfgang M.

      4. Mai 2018 11:22 at 11:22

      Marko, Sie bringen die Analyse von lynxbroker nicht ganz bis zum Ende. Klar, haben die großen Adressen kein Interesse an einem Ende der Börsenrally. Aber aus der Studie geht klar hervor, dass die Investoren große Mühen haben die Indizes über der 200-Tageslinie zu halten und ihnen das Pulver ausgehen könnte. Zudem lauerten unterhalb des Februartiefs eine Menge Stop Loss-Verkaufsorders, die dann zum Zuge kämen und einen Rückgang verstärken könnten.
      Aus meiner Sicht habe ich hingegen schon dargelegt, warum ich in diesem Jahr nicht an das „sell in May-Muster“ glaube. Zum einen gilt diese Regel statistisch nicht, wenn die Indizes bereits im ersten Quartal gefallen sind und zum anderen gibt es immer noch den monetären Stützfaktor der riesigen Aktienrückkäufe in den USA. Hat Apple nicht angekündigt mit dem Rückkauf im Juni starten zu wollen? Deshalb ist für mich der typische Juli/August/Septembereinbruch in diesem Jahr wahrscheinlicher. Die große Unsicherheit bleibt aus meiner Sicht aber D. Trump. Bei einem ausufernden Handelsstreit um Zölle würden alle Saisonalitäten zur Makulatur. Gruß

      • Avatar

        Marko

        4. Mai 2018 17:50 at 17:50

        Und das Resultat sehen wir jetzt ! Von wegen: Sell-in May-and go away !

        „Klar, haben die großen Adressen kein Interesse an einem Ende der Börsenrally. Aber aus der Studie geht klar hervor, dass die Investoren große Mühen haben die Indizes über der 200-Tageslinie zu halten und ihnen das Pulver ausgehen könnte. Zudem lauerten unterhalb des Februartiefs eine Menge Stop Loss-Verkaufsorders, die dann zum Zuge kämen und einen Rückgang verstärken könnten.“

        die Big-Boys, tja was soll man dazu sagen ? Man hat sich mit der Zeit eben an das billige Geld der Notenbanken gewöhnt, und dies seit 2008 !

        Die lynx-Analayse ist schon ganz o.k., nur : ohne die EZB wird das wohl nix, mit dem Bären- Crash.

        Und aus der Studie geht klar hervor, dass die Ami-Investoren (!) ihre Mühen haben, Ihre Indizis zu verteidigen ? Was hat das mit der EZB/den Europäern zu tun ? – Ich würde mal sagen : Gar Nix ?

        Mit anderen Worten : Die EZB sitzt da und muss überhaupt nix machen, wohl bis Ende 2018 und wenn die Amis so weitermachen (müssen) bezgl. Zinserhöhungen, sehr nett… :D

    • Avatar

      Columbo

      4. Mai 2018 11:34 at 11:34

      @Marko, Vorschlag: Ziehen Sie sich in eine einsame Hütte ohne Netzabdeckung zurück und lesen Sie das Buch „Der Draghi-Crash von Markus Krall“. Auf Ihre Kommentare danach(!) freue ich mich schon.

  3. Avatar

    Marko

    4. Mai 2018 11:23 at 11:23

    „Und je öfter der Index unter 24.000 Punkte und damit in die charttechnische Gefahrenzone rutscht, desto größer werden die dort gekauften, nur zur Stabilisierung gedachten Positionen. Die, davon darf man ausgehen, nicht allzu weit unterhalb des bisherigen Jahrestiefs von 23.446 Punkten über Stop Loss-Verkaufsorders abgesichert sind. Diejenigen, die gestern mit aller Macht die 200-Tage-Linie retteten, waren zwar erst einmal erfolgreich. Aber der Einsatz, den sie dafür bringen müssen, ist hoch. Und wenn es doch zu einem Selloff unter die bisherigen Tiefs käme, verlöre man das letzte, das entscheidende „all in“-Spiel doch noch. Und ein Spieler, der seine letzten Reserven einsetzt, reagiert darüber hinaus nicht so besonnen, wie er angesichts zunehmender Risiken sollte. Wir haben extrem spannende Tage und Wochen an der Wall Street vor uns!“

    Alles o.k., die amis sind nervös, trotzdem : Der „Markt“ wird bis heute durch die EZB manipuliert !
    Das ist ein Fakt ! So, dadurch, dass ich weiß, dass die Anleihemärkte sehr wenig mit dem Marktpreis zu tun haben, wieso sollte ich den „sicheren Anleihemarkt“ wählen, während ich beim Aktienmarkt vernünftige Dividendenrenditen erhalte ? Gerade „hier “ in Europa ?
    Wie hoch ist denn eigentlich das KGV des Bufu ? …
    O.k., lassen wir das lieber :D , was ich damit sagen will : Die EZB sollte im Interesse aller, mal endlich aufwachen, Lehman ist vorbei ! Und das sage ich als Dauerbulle ! Ich wünsche mir einen „freien“ Markt.
    Und das Fiese ist , leider, dass die EZB über Marktmacht verfügt. Die EZB ist die mächtigste Notenbank der Welt, dagegen ist die FED Vergangenheit, genauso wie der Donald… :D

    Wenn die Amis mit den Zinserhöhungen so weiter machen, na dann…

  4. Avatar

    Beobachter

    4. Mai 2018 12:12 at 12:12

    @Marko, es ist eine grosse Naivität zu glauben, dass es keine grössere Korrektur geben soll nur
    weil die Anleger das nicht wollen u.sie sich ca.10 Jahre wunderbar freuten ,dass die Kurse mit welchen Mitteln auch immer auf schwindelerregende Höhen getrieben wurden.Klar gibt es am Anfang noch Widerstand gegen die Baisse, aber wenn die Kurse nicht mehr zu halten sind wird der übliche Wettlauf beginnen u. jeder möchte dann möglichst schnell u.hoch aussteigen. Oder glaubt jemand im Ernst die 4–5
    DICKFISCHE würden gemeinsam die Kurse stützen.Irgendwann ist sich dann jeder selbst der Nächste.Wie schon mehrmals genannt werden dann alle Absicherungsintrumente noch den Verfall verstärken.
    @Wolfgang, ich schätze deine fundierten Posts sehr, aber wenn nur noch Apple Aktienrückkäufe macht weil die nämlich viel Bargeld haben reicht das nicht mehr, der grosse Unterschied ist jetzt,dass sich Aktienrückkäufe mit Kredit nicht mehr lohnen, weil die US – Kurzfristzinsen über der Dividendenrendite liegen.
    Im Gegenteil, das könnte sogar Umschichtungen auslösen.

    • Avatar

      Wolfgang M.

      4. Mai 2018 12:42 at 12:42

      Beobachter, klar lohnen sich kreditfinanzierte Aktienrückkäufe nicht mehr. Apple ist nur ein Beispiel, aber ich denke vor allem an die Auslandsgelder, die nach der Steuerreform wegen der günstigeren Bedingungen zurück in den Dollarraum „repatriiert“ werden. Ich habe jetzt dazu keine Statistik parat, es waren aber mehrere 100 Milliarden. Und den Unternehmen fällt in solchen Fällen derzeit nichts anderes ein, als diese in Aktienrückkäufe zu stecken und nicht in Investitionen. Das läuft natürlich irgendwann aus – deshalb meine zeitliche Projektion. Gruß

    • Avatar

      Marko

      4. Mai 2018 18:21 at 18:21

      Herr Beobachter,

      es ist trotzdem eine große Naivität zu glauben, dass die Notenbanken seit 2008 den Markt nicht manipuliert haben ? :D

      Und die EZB macht das immer noch !

      So, solange die EZB nix macht, sind wir Bullen auf der sicheren Seite, so schwer kann Börse doch nicht sein ?

    • Avatar

      Marko

      4. Mai 2018 18:52 at 18:52

      dass sich Aktienrückkäufe mit Kredit nicht mehr lohnen, weil die US – Kurzfristzinsen über der Dividendenrendite liegen.

      Und genau das ist das Problem, aber nur für die Amis ! Der EZB ist sowas ziemlich egal ! die EZB genießt die AMI-Show !

  5. Avatar

    Jesse

    4. Mai 2018 12:20 at 12:20

    Ich denke das Herr Fugmann mit seinen wertvollen Kommentaren nicht unbeddingt den daytrader überzeugen will short oder long zu handeln. Es ist vielmmehr die allgemeine Information über gewisse Dinge die den Markt betreffen. Ob man dann long oder short geht ist reine interpretationssache des einzelnen.
    Eines steht aber doch sehr klar fest. Daytrading ist aktuell aufgrund der raschen und impulsiven Richtungswechsel sehr schwer.Um sich davon nicht irritieren zu lassen müsste man die stops sehr weit weg platzieren, was sich aber negativ auf das CRV auswirkt.
    Daher ist aus solchen Märkten nur was zu holen wenn man wirklich Glück hat und auf der richtigen Seite ohne plötzlichen Richtungswchsel stand.
    In diesem Sinne wünsche ich allen das sie auf der richtigen Seite stehen. Und meinen Dank an Herr Fugmann für die großartige Arbeit. :-)

  6. Avatar

    Marko

    4. Mai 2018 12:27 at 12:27

    Ja Markus,

    die Liquidität wird geringer : Und zwar bei den Amis ! Und das dürfte noch so weitergehen ! Durch Ihre Zinserhöhungen zu jeweils 0,25 % ?
    EUR/USD ?!?

    Die Amis haben mit „Lehman“ angefangen, jetzt gilt es für die , die Suppe bis zum bitteren Ende auszulöffeln.. :D

    Du vergisst die EZB ! Welcher Liquiditätsmangel in Europa ? Wir leben in der Welt 4.0 ? Globalisiert, oder nicht ?

    Und genau das ist Marktmacht : die Amis sollten aufpassen, ihre Zinsen nicht zu schnell zu erhöhen, da die EZB sowieso nix machen (muss).

    Schönes Wochenende.

  7. Avatar

    Beobachter

    4. Mai 2018 13:06 at 13:06

    @Wolfgang, ist doch gleich wieviel Geld woher kommt, es ist doch einfach riskant bei den jetzigen CRV in US– Aktien zu investieren wenn 2jährige US–Staatsanleihen ca.2,5 % Rendite bringen.Wenn die wahrscheinlich sehr schlauen Apple Manager, die auch Insider ihrer Firma sind,eine grössere Korrektur sehen, ist es auch möglich ,dass sogar sie bessere Anlagemöglichkeiten suchen.

    • Avatar

      Wolfgang M.

      4. Mai 2018 14:41 at 14:41

      Beobachter, sorry, aber so einfach ist ein Aktienrückkauf nicht zu sehen. Nur ein paar Aspekte: Beim Aktienrückkauf verringert sich zuerst die Zahl der umlaufenden Aktien, dies wirkt kurstützend (KGV) in Abschwungphasen und an die Kurshöhe sind häufig Bonusprogramme gekoppelt. Die Aktien werden oft für Aktienausschüttungen an Mitarbeiter (Belegschaftsaktien) verwendet – beispielsweise hat der Sohn eines Freundes von mir als Programmierer bei einer IT-Firma in Kalifornien für das letzte Jahr 1000 Aktien > 100 $ als Bonus bekommen, eine große Summe für Mitarbeiter außerhalb des Managements. Die Aktien können als Aquisitionswährung für Übernahmen verwendet werden, auch spart sich das Unternehmen Dividendenzahlungen nach einem Rückkauf u.v.mehr. Kurzum: Es sind von außen nicht so einfach die Gründe für den Rückkauf zu erkennen. Dies gilt zwar in jedem Jahr, nur hat die erst noch auf „Pump“ zu finanzierende Steuerreform von D. Trump in den USA für eine gewisse Zeit für eine Sondersituation gesorgt. Wie lange dies wirkt, traue ich mir nicht zu prognostizieren. Gruß

  8. Avatar

    Beobachter

    4. Mai 2018 14:34 at 14:34

    Wenn die Apple Verantwortlichen nur eine Spur Finanzwissen haben, werden sie sogar den Aktienkurs fallen lassen ( vielleicht sogar provozieren , sie könnten bei Tesla abschauen ) u. dann bei billigen Kursen mit den 100 Mia viel mehr Aktien kaufen !!!!!
    @ Wolfgang, ist nur ein Gedankenspiel.Wenn nämlich die SNB als einer der grössten Apple Aktionäre
    mit ca. 90% Fremdkapital irgendwann verkaufen will könnte auch das eine Verkaufswelle auslösen.

  9. Avatar

    Beobachter

    4. Mai 2018 16:29 at 16:29

    @Wolfgang M. , Es hat schon grosse Diskussionen gegeben , ob Aktienrückkäufe sinnvoll sind oder nicht,
    ich glaube der logische Schluss war , das das nur bei unterbewerteten Aktien der Fall ist .Wenn eine Firma ihre Aktien pusht um den Bonus der Manager zu verbessern ist das eine für die Firma langfristig schädliche
    Massnahme. Welche U–S Aktien jetzt noch unterbewertet sind ist also die Frage.Gemäss kürzlichen Aussagen von Warren Buffett gibt es fast keine kaufenswerten U–S Firmen mehr.

  10. Avatar

    Wolfgang M.

    4. Mai 2018 17:20 at 17:20

    Beobachter, nur noch eine kleine Anmerkung. Wann kauft denn eine unterbewertete Firma eigene Aktien zurück. Mit welchem Geld? Wäre das nicht jetzt gerade für die deutsche Bank sinnvoll, um die Eigenkapitalrendite zu steigern? Das ist der Haken. Gruß

  11. Avatar

    Marko

    4. Mai 2018 19:53 at 19:53

    Und der Witz ist, die Deutsche Bank ist ja mal sowas von unterbewertet, ich kauf einen Kasten Bier , da habe ich die Deutsche Bank ?

    Wenn die EZB reagieren sollte, so wäre die Deutsche Bank mit Sicherheit ein Kaufkandidat.
    Und genau deshalb, meine liebe Bären, wenn die EZB reagieren sollte : mein lieber Herr Gesangsverein… : Crash-Fantasien, ernsthaft ?

    • Avatar

      Wolfgang M.

      4. Mai 2018 21:07 at 21:07

      Marko, schon gut. Die deutsche Bank wurde sicherlich im (Investment)Größenwahn heruntergewirtschaftet, aber haben Sie das aberwitzige Kurs-Buchverhältnis von 0,37 schon gesehen? Ich meine, allein die Immobilien der Bank, die DWS und die Postbank dürften schon deutlich mehr wert sein, als die Börsenkapitalisierung zeigt – also die Summe der Einzelteile. Ich habe mehrfach Kommentare über den Irrsinn von Kapitalerhöhungen, Bonuszahlungen, Aktienverlusten und Gehaltsstrukturen des Insitutes verfasst, aber mir ging es hier um die Gesamtbewertung der Bank von 23 Mrd. €, bei einer Bilanzsumme von 1,7 Bio. $, einer Börsenbewertung, die gerade noch dem Jahresgewinn von JP Morgan (2017) entspricht. Die Börse bewertet das Unternehmen – vielleicht zum Teil zu Recht – als dem Verfall gewidmet, aber ich bezog mich auf den Börsenwert, der immerhin gut der Hälfte von Tesla entspricht!! Wünschen wir uns lieber nicht den Crash des Instituts, einem schwarzen Schwan, mit der Folge, dass Konten bei Sparkassen und Volksbanken dann auch nicht mehr viel wert sein sollten.
      Schönes Wochenende

      • Avatar

        Marko

        5. Mai 2018 12:10 at 12:10

        Hallo Wolfgang,

        die Deutsche Bank ist „systemrelevant“, und das wissen doch alle !

        Bezüglich dessen, wollte ich euch mal aufzeigen, was „hier“ los wäre, sollte die EZB „aufwachen“, da dürften einige Raketen gen Norden fliegen ! :D

        Und da beziehe ich den gesamten Finanzsektor in Europa mit ein !

  12. Avatar

    Wolfgang M.

    5. Mai 2018 08:56 at 08:56

    Seit einigen Tagen wird in manchen Konjunkturaussichten immer öfter die Möglichkeit einer Rezession in den USA nach 9 Jahren Aufschwung erwähnt – ich beschäftige mich derzeit ziemlich intensiv mit den Frühindikatoren für das eigentlich unausweichliche Aufschwungende in jedem Zyklus. Dabei wurde nicht nur von Dr. Jens Erhardt vergangene Woche auf die zentrale Bedeutung des monetären Faktors für jeden Börsenaufschwung hingewiesen (die EZB und Marko sind da ein eigenes Kapitel hier in diesem Forum). In der Diskussion mit Bebachter ist mir zum Thema Liquiditätszufuhr für die Märkte Weiteres aufgefallen.
    Klar ist, dass der Stimulus durch die Fed restriktiver wird. 6 Zinsanhebungen auf 1,75% und zwei weitere bis 2,25% sind schon ziemlich sicher, dazu noch der beginnende Abbau der Fed-Bilanz, bei gleichzeitigem Nachfrageanstieg durch Trumps Steuerausfälle. Der zweite monetäre Faktor für die Wall Street waren (und sind noch) die Aktienrückkäufe der Unternehmen, dabei ist folgende Statistik aufschlussreich: Von 2009 bis 2017 haben die 30 Dow-Jones-Werte ihre Ausgaben für Aktienrückkäufe und Dividenden (teilweise auf Kredit) um 85% gesteigert auf 341 Mrd.$, die Ausgaben für Investitionen, Forschung und Entwicklung lediglich um ein Drittel auf 239 Mrd. Durch die Steuerreform im Dezember 2017 gibt es für die Unternehmen nochmals einen starken Impuls durch die steuerlich begünstigte Rückführung von Auslandsgeldern, um diese in eigene Aktien zu investieren. Dies ist aber zeitlich begrenzt und zusammen mit dem „noch moderaten“ Zinsanstieg dürfte der monetäre Stimulus für die Aktienmärkte in den nächsten Monaten/Quartalen ziemlich versiegen. Für mich ein gewichtiges Argument für ein Ende des US-Aktienbooms im laufenden 10-Jahreszyklus.
    Gruß

  13. Avatar

    Beobachter

    5. Mai 2018 19:51 at 19:51

    @Wolfgang, wie immer eine nachvollziehbare Einschätzung,kommt dazu, dass ein weiter steigender Ölpreis
    die Gemengenlage doppelt beschleunigt indem er über die Energiekosten u.die Herstellungskosten vieler Produkte direkt auf den Geldbeutel zugreift u.3Monate später noch den Inflatinsindex hochtreibt.Für mich müsste ein Teuerungsanstieg durch höhere Ölpreise gar nicht bekämpft werden, da die höheren Preise selber schon bremsend wirken.Die höheren Zinsen führen dann ziemlich sicher in eine Rezession.Die für viele unerklärlich tiefe Teuerung der letzten Jahre war nämlich genau gegenteilig.
    –VORHER TIEFER ÖLPREIS – FALLENDE ZINSEN
    – JETZT STEIGENDER ÖLPREIS – STEIGENDE ZINSEN
    Für diejenigen, die meinen die Inflation sei für immer tot,könnte das der nächste schwarze Schwan sein,u.einige auf dem falschen Fuss ( FALSCHE HIRNHÄLFTE ) erwischen.
    Die Notenbanken haben sich selber in die Klemme gebracht wo sie nicht mehr rauskommen.
    Die Idee mit Billiggeld Zeit zu kaufen u.das Schuldenproblem zu lösen war gut gedacht,hat aber leider nicht funktioniert ,weil sich genau wegen diesem Billiggeld die Teilnehmer noch mehr verschuldet haben.

  14. Avatar

    Wolfgang M.

    6. Mai 2018 08:37 at 08:37

    Hallo Beobachter. Mit dem konjunkturbremsenden Effekt eines weiteren Ölpreisanstiegs haben sie wohl Recht. In den USA gibt es über 130 Millionen Pkw und da könnte ein Anstieg über 3 $ / Gallone bei einem Großteil der Bürger, die sich stark verschuldet haben und, wie ich es bereits erwähnt habe, sich nicht mal eine 400 $ -Reparatur leisten können, schon zu Konsumverzicht führen (müssen). Dazu muss der Preis aber noch weiter steigen oder zumindest längere Zeit hoch bleiben.
    In diesem Zusammenhang noch ein paar Sätze zur Zinspolitik der Fed, wo ich seit Längerem eine konträre Meinung zum allgemeinen Tenor vertrete. Auch in einem Bericht in diesem Forum über die „Nebenwirkungen“ stärkerer US-Zinsanhebungen bzg. Argentinien wird deutlich, dass die Steigerungen viele Länder mit Leistungsbilanzdefiziten in Schwierigkeiten bringen dürften. Laut einer Studie von JP Morgan sind dies neben Argentinien auch die Türkei, Mexiko, Brasilien, Südafrika, Polen u.w., die sich im US-$ verschuldet haben. Die Währungen werten ab, Dollarschulden werden höher. Investoren ziehen Gelder aus diesen Ländern ab und bringen es in den Dollarraum zurück. Zinsanlagen lohnen sich halt wieder. Nicht nur die verschuldeten USA sollten die Bremswirkung von Zinsanhebungen mit Wucht zu spüren bekommen, es gibt dann noch weiteres wirtschaftliches Ungemach. Feld-Chef Powell weiß das auch, deshalb seine.große Vorsicht mit hawkishen Äußerungen. So locker mal die Zinsschraube 2018/2019 oder gar 2020 anzuziehen, dürfte bei dem jetzigen Welt-Schuldenberg nicht möglich sein, das berühmte „Dilemma“ der Notenbanken.
    Gruß

  15. Avatar

    Beobachter

    6. Mai 2018 11:08 at 11:08

    @Wolfgang M. Ich bin einverstanden u.glaube auch nicht dass der Powell mit der Zinskeule wie ein Elefant im Porzellanladen wüten wird.Ein noch grösserer Guru als „ WIR ZWEI „ hat kürzlich geschrieben,dass der Auslöser der Probleme bei schwächerer Wirtschaft die Zinsen der Unternehmensanleihen sein werden.Schauen Sie sich mal den Chart dieser Anleihen an, wie tief diese Anleihen im 2008 gefallen sind,
    vor allem die Schrottanleihen.Diese Anleihen haben ein beträchtliches Volumen u.Powell will u.kann diese nicht beeinflussen, d.h. diese Renditen sind mangels Alternativen in den letzte Jahren sehr tief gefallen.Der Anstieg dieser Renditen wird dann genau im Zeitpunkt schlechterer Wirtschaft bei den Firmen zu höheren Kosten u. Aktienkorrekturen führen.
    Noch eine Anmerkung zu Leuten die meinen Aktien dürften nie mehr fallen weil der Schaden zu gross wäre.
    DER WELTWEITE ANLEIHENMARKT IST ETWA 3 MAL GRÖSSER ALS DER AKTIENMARKT,
    im Umkehrschluss dürften also die Zinsen auch nie mehr steigen ,weil die Zinskosten / Kursverfall der Anleihen auch immens wären!

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