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Videoausblick: Sichere Häfen und Euro-Krise

Jetzt ist sie wieder da, die Angst um Europa und den Euro: Auslöser sind die Ereignisse um den französischen Präsidentschaftskandidaten Fillon, der gestern wohl vergeblich den großen Befreiungsschlag versucht hat. Die Märkte preisen nun die gestiegene Wahrscheinlichkeit eines Sieges von Le Pen ein mit einem dann wahrscheinlichen Austritt Frankreichs aus der Eurozone..

Markus Fugmann

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Markus Fugmann

Von Markus Fugmann

Jetzt ist sie wieder da, die Angst um Europa und den Euro: Auslöser sind die Ereignisse um den französischen Präsidentschaftskandidaten Fillon, der gestern wohl vergeblich den großen Befreiungsschlag versucht hat. Die Märkte preisen nun die gestiegene Wahrscheinlichkeit eines Sieges von Le Pen ein mit einem dann wahrscheinlichen Austritt Frankreichs aus der Eurozone – die Anleihemärkte flüchten in die sicheren Häfen, der Euro dürfte in der Defensive bleiben. Und der Dax auch, der gestern schon schwach auf der Brust war, während die US-Indizes kaum verändert aus dem Handel gegangen waren. Daher dürfte das Risiko weiterer Kursverluste beim Dax höher sein als die Chance auf der Oberseite..

4 Kommentare

4 Comments

  1. Avatar

    frank.trg

    7. Februar 2017 09:11 at 09:11

    Hätte ich auch nicht gedacht dass der Bund-Future nochmal hochläuft. Dachte eigentlich dass es nun sicher zur Zinswende kommt, auch im Euro.

  2. Avatar

    Masud79

    7. Februar 2017 11:23 at 11:23

    Party geht weiter. Die Märkte schlucken einfach alles ohne zu kotzen

  3. Avatar

    Macwoiferl

    7. Februar 2017 12:50 at 12:50

    Das System ist stramm auf Kurs „heile Welt“ gesetzt! Notenbangster aller Länder, ihr habt euch längst vereinigt und manipuliert die Kurse, was das Zeug hält! Der Crash? Korrektur wenigstens? Börsengesetze? Kostolany? Trump lässt hochkaufen. Muss er, sonst fällt er. Jinping hält den Shanghai Composite solide über 3000. Muss er, sonst fällt er. Und wie von Draghis Zauberhand sinkt der Euro immer dann plötzllich massiv, wenn der DAX schwächelt… Und schwups geht es wieder nach oben mit dem Deutschen Aktienindex! Muss er machen, sonst ist der Italiener weg vom Fenster… Weil dann nämlich dem letzten Lieschen Müller auffiele, dass es nur ein paar Stromstöße sind, die dem längst toten System scheinbar Leben einhauchen… Das darf nicht sein, denn dann wäre Revolution. Schnell eine Eilmeldung lanciert aus dem Hause Yellen oder Draghi, und schon klappt das mit der Kursmanipulation. Ach ja, ein paar Perma-Bären wie der Herr Fugmann gehören zu diesem Spiel dazu. Auch diese Dauer-Skepsis nährt die Rallye. Und verschafft dem „Good Guy“ Stefan Riße schöne Kontermöglichkeiten. Es ist abgekartet bis dorthinaus…

    • Avatar

      Roland

      7. Februar 2017 13:43 at 13:43

      Für mich stellt sich die Frage was passiert mit dem in Europa angelegten Geld, wenn Europa wirklich in eine Krise rutscht (wenn wir nicht schon mitten drin sind). Wo fliesst es hin ? Nach Amerika wo alles eh schon hoch bewertet ist, nach China mit deren Problemen, Südamerika, Australien oder doch Russland ? Alles in Edelmetalle, dann haben wir ruckzuck nen fairen Gold- und Silberpreis im Vergleich zu den Schulden. Oder wohin mit den ganzen Papierschnipseln ?

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Markus Koch meldet sich im folgenden Video LIVE vor dem Handelsstart in New York. Trump oder Biden, Rettungspaket JA oder NEIN? Egal was passiert, die Börse läuft weiter?

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Coronakrise: Die unheimliche Hausse der Schusswaffen-Hersteller

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Amerikaner kaufen in der Coronakrise Waffen, Deutsche dagegen Toilettenpapier – wie Analysen aus dem Frühjahr gezeigt haben. Kurz vor den US-Wahlen steigt die Unsicherheit in vielerlei Hinsicht – und die Aktienkurse von Waffenherstellern. Waffenkäufe in den USA sind in Zeiten der Coronakrise schon seit längerer Zeit feststellbar –  jetzt aber gesellen sich noch weitere Ursachen dazu. Die Steigerungen bei den Kursen der Waffenfirmen brauchen sich nicht einmal hinter den Tech-Werten zu verstecken. Und wieder einmal könnte ein Regierungswechsel einen Boom auslösen.

Das Recht des Amerikaners zum Waffenbesitz

Wie oft wurde in den USA schon über eine Verschärfung des Waffenrechts diskutiert, zumeist im Zusammenhang mit Amokläufen! Stets beruft sich die US-Waffenlobby in Gestalt der NRA – National Rifle Association of America, Nationale Schützen-Vereinigung – auf das verfassungsrechtlich garantierte Recht der Amerikaner zum Waffenbesitz.

Im 2. Zusatzartikel der Verfassung der Vereinigten Staaten, verabschiedet bereits am 15. Dezember 1791 hieß es:

„Da eine wohlgeordnete Miliz für die Sicherheit eines freien Staates notwendig ist, darf das Recht des Volkes, Waffen zu besitzen und zu tragen, nicht beeinträchtigt werden.“ Obwohl es immer wieder Versuche gibt dieses uralte „Grundrecht“ abzuändern, unterstützen insbesondere die Republikaner mit ihrem Präsidenten Donald Trump die Interessen der NRA. Da ein Regierungswechsel zu den Demokraten sehr wahrscheinlich geworden ist, haben die Aktien von Waffenherstellern einen weiteren Aufwind bekommen – man erwartet Hamsterkäufe im Falle eines Wahlsiegs von Joe Biden.

Die Hausse der Revolveraktien im Jahr der Coronakrise – oder Amerikaner kaufen Waffen, Deutsche Toilettenpapier

So lautete eine etwas scherzhaft gemeinte Feststellung zu Zeiten des Lockdowns im April. Betrachtet man sich aber die Entwicklung der Aktien von Pistolen-, Revolver-, und Gewehrherstellern in den letzten neun Monaten, so erkennt man, dass dies kein billiger Kalauer gewesen ist. Im Übrigen waren die Regale mit dem Toillettenutensil eine Zeitlang wirklich Mangelware in Deutschland.

Die Performance:

Konnte der große S&P 500 in diesem Jahr bisher um sieben Prozent zulegen, so ging es mit den Aktien der weltbekannten Waffenfirma Smith&Wesson um 135 Prozent nach oben, die weniger bekannte Firma Sturm Ruger aus Southport (Connecticut) bringt es immerhin auf 51 Prozent. Allein im Monat Oktober ging es bereits um 8 beziehungsweise 9,5 Prozent nach oben.

Waren es im Spätwinter Sorgen der Amerikaner vor Plünderungen infolge der Coronakrise, später die Angst vor Unruhen im Lande wegen des gewaltsamen Todes des Afroamerikaners George Floyd, so fürchtet man sich jetzt vor einem möglichen Chaos nach dem 3. November, sollte es keinen eindeutigen Sieger geben. Zusätzlich sorgen sich die Waffennarren vor härteren Regelungen, insbesondere von Schnellfeuerwaffen, die für die Demokraten ein echtes Übel darstellen. In Deutschland würde manche Waffengattung unter die Regelungen des Kriegswaffenkontrollgesetzes (KrWaffKontrG ) fallen. Die Chefs der Waffen-Firmen in den USA hingegen freuen sich über die Nachfrage, man komme mit den Auslieferungen kaum hinterher.

Absonderliche Entwicklungen unter den Reps und Dems

Die eindeutige Positionierung von Demokraten und Republikanern haben in der Vergangenheit zu seltsamen Entwicklungen der Aktienkurse von Waffenfirmen geführt. Unter den acht Jahren von Präsident Barrack Obama stiegen die Aktien von Sturm Ruger um etwa 900 Prozent, weil der Demokrat zwar immer für schärfere Waffengesetze eintrat, dieses im Kongress aber nicht durchsetzen konnte. Unter Donald Trump stieg die Aktie dieser Firma nur um mickrige 16 Prozent, weil sich die NRA der Unterstützung des Präsidenten sicher sein konnte. Jetzt könnte Joe Biden aufgrund der Coronakrise ins Weiße Haus zurückkehren, um die Ideen von Barack Obama in die Tat umzusetzen.

Wozu brauchen die Amerikaner so viele Waffen?

Diese Frage kommt einem sofort in den Sinn, wenn man sich die Statistiken über den Waffenbesitz in den USA betrachtet – eine „kleine“ Privatarmee. 43 Prozent aller Amerikaner leben in einem Haushalt mit mindestens einer Schusswaffe. Es gibt in den USA 300 Millionen Waffen, Pistolen und halbautomatische Sturmgewehre.

Fazit

Es ist für uns Europäer schon eine schauerliche Vorstellung: Dass es in fast jedem zweiten Haushalt Schusswaffen gibt, dass Millionen von Amerikanern selbst im Handschuhfach ihres Wagens eine Waffe mitführen. Gerade in der jetzigen Situation eines gespaltenen Landes, in dem sich bestimmte Gruppierungen im Lande unversöhnlich und fanatisch gegenüberstehen, bei einem Präsidenten, der vieles gewähren lässt, um es höflich auszudrücken. Dazu die Coronakrise mit ihren wirtschaftlichen Folgen: Gestiegene Waffenkäufe und gestiegene Aktienkurse bei Smith&Wesson und Co, ob das nicht der gefährlichste Teil der Aktienhausse in den USA ist?

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