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Videoausblick: Sieg für Wall Street, Niederlage für Trump

Das war ein Sieg der Wall Street gestern: endlich etwas zu Steuersenkungen von Donald Trump, wenngleich sehr allgemein gehalten („phänomenal“). Nach dem Trumpschen Satz gestern neue Allzeithochs in allen drei US-Indizes, wovon der Dax noch sehr weit entfernt ist..

Markus Fugmann

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Markus Fugmann

Von Markus Fugmann

Das war ein Sieg der Wall Street gestern: endlich etwas zu Steuersenkungen von Donald Trump, wenngleich sehr allgemein gehalten („phänomenal“), und dabei ist alles andere als sicher, wie solche Steuersenkungen gegenfinanziert werden sollen – darauf aber werden die Republikaner beharren. Nach dem Trumpschen Satz gestern neue Allzeithochs in allen drei US-Indizes, wovon der Dax noch sehr weit entfernt ist. Der deutsche Leitindex dürfte höher eröffnen, hinkt aber den US-Indizes noch weit hinterher – kurzfristig liegen heute die nächsten Kursziele bei 11725 und 11740/45. Derzeit Dollar-Stärke nach dem Steuer-Versprechen Trumps, aber der US-Präsident hat eine empfindliche Niederlage erlitten vor dem US-Berufungsgericht (heute schlecht gelaunte Tweets von ihm zu erwarten)..

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15 Kommentare

15 Comments

  1. Avatar

    Gerd

    10. Februar 2017 08:25 at 08:25

    Ich bin ja an und für sich auch ein grOßer Fan von politischen Diskussionen.
    Aber streng genommen, warum muss hier jeden Tag ausführlichst über Trumps Einreiseerlass berichtet werden?
    Ist für meine aktuellen Finanztransaktionen eigentlich ziemlich unintereesant.

    • Markus Fugmann

      Markus Fugmann

      10. Februar 2017 08:44 at 08:44

      @Gerd, ja, das muß es! Warum? Weil Finanzmärkte und Politik nicht mehr zu trennen sind einerseits, andererseits deshalb, weil – sollte Trump vor dem Supreme Court verlieren – seine Regierung insgesamt geschwächt wäre, mithin also auch die Fähigkeit, das zu machen, was die Märkte unbedingt wollen (Steuersenkungen, Infrastrukturinvestionen); auf FMW (und eben auch in den Videos) geht es um die großen Zusammenhänge zwischen Politik, Finanzmärkten und Wirtschaft. Wenn man das uninteressant findet, ist man bei den ewig gleichen Börsenjournalien wie „Der Aktionär“ oder „Börse Online“ eben besser aufgehoben..

      • Avatar

        Gerd

        10. Februar 2017 08:53 at 08:53

        Im Hinterkopf habe ich mir zwar auch gedacht, dass es für die Börsen ganz schön dunkel würde, falls Trump aus Frust – nicht nur, aber auch wegen dieser Anfangswiderstände – einfach sagt, ich will nicht mehr, macht euren Mist alleine. Aber nur f a l l s – das steht aber tatsächlich ja gar nicht im Raum.

        Und dass die Börsen seine erneute Niederlage von heute Nacht nicht im Geringsten negativ berührt, sieht man heute Morgen mehr als deutlich.

        • Avatar

          helmut

          10. Februar 2017 09:10 at 09:10

          @Gerd,
          was traden Sie eigentlich?
          Wenn dax&dow steigen,ist es Ihnen konfuse…
          wenn gold/minen steigen u.a.wg.Trump,dann ist es Ihnen suspekt….
          Auf was wollen Sie mit ihren (?)Beiträgen eigentlich hinaus?
          Ich befürchte,für Sie ist das Sparbuch am besten geeignet!
          VG

  2. Avatar

    Macwoiferl

    10. Februar 2017 08:27 at 08:27

    Die Muster der Kurspflege gleichen sich seit Jahren, ob bei Draghi, Yellen, Trump:
    Da wird jetzt erst einmal so lange angekündigt bis wir bei… (20.500/21.000) sind…
    „I will do anything to…“ (save the euro, save taxes = push Wall Street)
    Dann Spekulation in den Börsenportalen: wird er/sie…? Marktgerüchte sagen dass…?
    Dann: die positive Überraschung – Helikoptergeld für Investoren!
    10 bis 15 % Plus.
    Und dann in ein paar Monaten die nächste Raketenstufe.
    So geht es seit der „Finanzkrise“.
    Mit Wirtschaft hat das, Herr Fugmann, rein gar nix mehr zu tun.
    Warum Sie das nicht mal thematisieren wollen und stattdessen sich mit diesem und jenem Tweet aufhalten?
    So weh tut es nicht, den Eliten puren Machterhalt zu unterstellen! Darum geht es.
    Heile Welt. Wir sollen uns reich fühlen dank hoher Kurse.
    Wer den Job verliert, dem zeigt man das Indextableau und sagt: schau doch es ist alles gut. Strenge dich halt mehr an.
    Ich verstehe Sie ganz ehrlich nicht ganz.
    Ist aber einerlei. Nun eine Pause, bei DOW 25.000 schaue ich mal wieder rein.

    • Avatar

      helmut

      10. Februar 2017 08:52 at 08:52

      Ein wohlverdientes wahres Statement…
      Aber woher soll denn der berühmte dt. „Michel“die Wahrheit herbekommen,wenn sich halb Deutschland im Dschungelcamp befindet?
      Nur an @Fugmann kanns nicht liegen…,außer er würde seine „FMW-Zentrale“nach Marxloh verlegen.

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      Wolfgang Koch

      10. Februar 2017 10:10 at 10:10

      Pfüat di Macwoiferl aus Franken,der Heimat des nächsten bayerischen Ministerpräsidenten!(mir,Politunikum ist persönlich wurst,woher mein nächster Bescheisser komnmt!)Ich habe ca.90% Meinungsdeckung mit Ihnen.Seit der „uns von Gott“ geschenkten Finanzkrise,ab 2007,geht es uns,allen?besser denn je.Die Eurodrucker haben Rekordausstösse/Wirtschaft brummt(muss mir schon Stöpsel ins Ohr stecken,wg dem Tinnitus erzeugendem Lärm).Irgendwie erinnert mich das an die Märchen meiner Jugend(weit im letzten Jahrtausend zurückliegend)Mir sind Begriffe wie Schlaraffenland bzw.Schilda noch geläufig.Im Gegensatz zu damals,werden Sie heute aber im Zusammenhang genannt!Mir sind die darauf bauenden Alternativ Facts irgendwie suspekt?Bin ich zu alt?,parkinsonisch,dementsgefährdet für die „Neue Realität“?Ihr könnt versuchen mich intellektuell upzudaten,könnt aber auch den Alten Knacker links liegen lassen!Leider sind wir viele,die demographische/machtbestimmende Mehrheit?Es ist schon ein Kreuz mit der Demokratie.Meine Frau&ich,Eltern zweier Kinder werden mit Sicherheit nicht den „Teufel“tun & ihre Kids in eine unsichere Zukunft entlassen!Ich beschäftige mich seit beinahe 30 Jahren mit Börse & Co.,war aber selten so unwissend,wie heute!Habe ich überhaupt Erfahrung,bzw.gibt’s das überhaupt?Was ist „Ultralockere Geldpolitik?“Können wir Menschen,unabhängig unserer Anzahl,alle vom Wirtschaftswachstum überall profitieren?Eigentlich liebe ich Märchen,seit meiner Pubertät bin ich jedoch skeptisch in ihrer Hinsicht!

      • Avatar

        Gerd

        10. Februar 2017 10:47 at 10:47

        Sie bringen das immer so gekonnt rüber – Sie wissen ja, das ich das schätze. Aber spätestens aufgrund Ihrer aktuellen Beiträge kommt mir der Gedanke, dass Sie auch ein Talent als Kabarettist in sich haben.
        Urban Priol hat doch in Aschaffenburg so ein kleines, na ich nenne es mal „Hinterhoftheater“. Allzuweit weg sind Sie, glaube ich, nicht.
        Wenn Sie dort mal ab und zu einen Gastauftritt bekommen könnten, wäre das für Deutschland ein größerer Gewinn als wenn Sie nach Finnland gehen würden.
        Ich bin überzeugt, dass in Aschaffenburg schon Künstler aufgetreten sind, die weitaus weniger hintersinnigen, mit Ironie gespickten Humor verbreiten können als Sie

  3. Avatar

    Wolfgang Koch

    10. Februar 2017 08:57 at 08:57

    Ich bin Naturschützer,aktives Mitglied in einem eingetragenen Verein & sehe den Dachs auf der Roten Liste!In seiner komfortabelen Höhle hat er selbst das noch nicht mitbekommen.Sein „Coming Out“steht aber kurz bevor!Von der Rückseite seines Baus gräbt sich der „chinesische Dackel“heran,an der Haustüre vorne,lauert blutrünstig ein amerikanischer Monsterwaschbär!Quo Vadis Dachs?Dein/e deutscher Revierjäger/in bekommt z.Zt.nichts mit,da auf Grosswildsafari in Afrika & dem Nahen Osten!Du,armes „Schwein“bist daher auf dich alleine gestellt!Mir ist trotzdem nicht bange um dich,weil ich deine deutschen Gene kenne,welche die Evolution der letzten 2000 Jahre,schon arterhaltend beeinflusst haben.

  4. Avatar

    frank.trg

    10. Februar 2017 09:22 at 09:22

    Reaktion von DAX sind unlogisch. Protektionismus schadet dem DAX massiv. Es sei denn die Märkte rechnen damit dass die DAX-Unternehmen nun massiv in den USA investieren. Das wäre eine Erklärung, allerdings wäre das für den Standort Deutschland schlecht, aber unsere Regierung wird sie wohl kaum aufhalten…

  5. Avatar

    helmut

    10. Februar 2017 09:52 at 09:52

  6. Avatar

    Gerd

    10. Februar 2017 11:19 at 11:19

    @Helmut, Sie fragen, was ich eigentlich traden würde, es schiene Ihnen, als wäre mir gar nichts recht – egal ob hoch oder runter.
    Vorab:
    Ich habe vor einigen Tagen zufällig e i n e n Kommentar gelesen – ebenfalls von einem „Gerd“ – der aber nicht von m i r stammte. Namensgleichheit. Vielleicht hat der noch mehr geschrieben, ich kreig ja nicht alles mit.

    Aber wie auch immer, auch meine wirklich von mir stammenden Kommentare kommen wahrscheinlich missverständlich rüber bzw. man kann meine Einstellung zu den Finanzmärkten tatsächlich auch nicht aus zwei, drei meiner e i n z e l n e n Kommentare erkennen.

    Tatsächlich bin ich der Meinung, dass die Aktien, zumindest die in Deutschland, total unterbewertet sind.
    Das ist meine überzeugte Grundeinstellung.
    Es gibt wirklich keine Alternative, (TINA). Steckt der DAX mal in so was wie einer Seitwärtsbewegung, können die Investoren beruhigt sagen, „na und, was solls, mir entgehen ja dadurch keine Zinseinnahmen“. Es gibt keine opportunity costs. Im Gegenteil ab April/Mai gibts fette Dividenden.
    Und auf der anderen Seite fragen sich diejenigen, die Aktien verkauft haben, was sie denn nun mit dem Erlös machen sollen. Sie wünschten sich, nicht verkauft zu haben.
    Und solange keine aktuelle schlechte Nachricht kommt, die eine n a c h h a l t i g e „Katastrophe“ ist – die vielen pessimistische Prognosen reichen nicht – wird es wohl auch weiter aufwärts gehen. Man verharrt dann wieder auf der nächsten (höheren) Ebene – bis das Spielchen erneut startet. Und so dürfte es weitergehen.
    Ich kann diese meine Grundeinstellung aber nicht bei jedem meiner einzelnen Kommentare aufs Neue als Erläuterung beifügen, deshalb erscheinen meine Kommentare womöglich undurchsichtig.

    Und meine Kommentare der letzten Wochen sind in der Tat eher unter die Rubrik Wunschdenken einzuordnen, dass der DAX doch bitte endlich mal runterrauschen möge.
    Warum wünsche ich mir das?
    Vorab: Jeder ist für seine Anlageentscheidungen in vollem Maße selbst verantwortlich, ich natürlich auch, das kann mir kein Informationsdienst abnehmen und ich kann da auch niemanden anderes für verantwortlich machen.

    Das musste ich vorausschicken, wenn ich sage, dass ich mich durch die ständigen mahnenden Berichte auf FMW, die ich zudem sogar fast alle für sehr fundiert halte, stark negativ beeinflussen lassen habe. Und sei es mehr oder weniger nur unterbewusst.
    Deshalb habe ich mich voll mit Knock-Out-PUTS auf den DAX eingedeckt.
    Und leider aus dem gleichen Grund auch auf fallende TESLA-Kurse gesetzt. Tesla ist ganz extrem, die Aktie ist in wenigen Wochen um rund 40% gestiegen.
    Zu Gold habe ich mich allerdings ungefähr seit drei Monaten gar nicht geäußert, und selbst davor höchstens am Rande im Dialog mit Bauer.

    Sie haben aber Recht, so gesehen wäre das Sparbuch sicherlich das Beste für mich gewesen. Nur sowas fasse ich schon seit vielen Jahren nicht mehr an.

    • Avatar

      helmut

      10. Februar 2017 11:36 at 11:36

      Die Performance im Dax ist aber seit ca.2 jahren nicht berauschend,im gegensatz zum Edelmetall!
      In diesem noch jungen 2017,sind schon wieder die Minen+50% gelaufen…
      Dax soll unterbewertet sein?Wo ist meine Brille?
      Aber ich meine schon Sie als richtigen Gerd.

      • Avatar

        Gerd

        10. Februar 2017 11:57 at 11:57

        Nicht unterbewertet?
        Sie wollen mir ja nur wieder Hoffnung machen. Egal, danke dafür.

        • Avatar

          Walter Schmid

          10. Februar 2017 14:50 at 14:50

          Der DAX ist nicht unterbewertet, im Gegensatz zu den US-Indizes ist er aber auch nicht überbewertet.

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Warum ich keine Lieblingsaktien habe! – Werbung

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Lieber Börsianer,

was ist Ihre Lieblingsaktie? Welchem Titel halten Sie unbedingt die Treue und gehen quasi mit ihm durch dick und dünn? Hier verzeihen Sie auch einmal schlechte Nachrichten, weil Sie von dem Unternehmen wirklich überzeugt sind. Das Phänomen der Lieblingsaktie kann auch gleich für eine ganze Branche gelten. So schworen viele Privatanleger vor einigen Jahren auf Unternehmen aus der Edelmetall-Branche. In fester Erwartung eines Euro-Untergangs wurde diese Branche für viele Privatanleger zum bevorzugten Ort der Investition.

Typisch für eine solche Situation ist, dass wir die Nachrichtenlage dann nur noch sehr eingeschränkt wahrnehmen. Schlechte Nachrichten zu unserer Lieblingsaktie blenden wir aus. Gute Nachrichten hingegen bewerten wir in ihrer Bedeutung für die Kursentwicklung über. Mehr noch: Oftmals bilden wir in unseren Lieblingsaktien deutliche Übergewichtungen in unseren Depots, weil wir hier gerne mehrfach kaufen. Plötzlich steht Ihre Lieblingsaktie dann für 10 oder 20 % Ihres Gesamtdepots. Wenn Ihre Lieblingsaktie dann einmal schwächelt, ist Ihr Depot aufgrund der Übergewichtung chancenlos.

Aber wie entsteht eigentlich so eine Lieblingsaktie in unserem Depot? In aller Regel steht am Anfang zunächst eine starke Performance. Folglich mögen wir diese Aktie, weil sie uns eben zunächst viel Rendite beschert hat. Am besten können wir die Produkte unseres Lieblingsunternehmens im Alltag auch noch erfahren und quasi anfassen. Tatsächlich schätzten in der Vergangenheit viele deutsche Privatanleger die Aktien von BMW oder Daimler, weil sie privat ein…..

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Aktienmärkte: Corona-Krise und ein heimlicher Star im deutschen Leitindex

Wolfgang Müller

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Normalerweise waren die letzten Jahre die Zeit für Wachstumstitel, also für Growth, wie man es in der Sprache der Aktienmärkte bezeichnet. Eher jedoch nicht für den deutschen Leitindex Dax – aber dort steht ein Wert ganz oben in der Performance, von dem man es noch weniger erwartet hätte: die Deutsche Post. Man profitiert derzeit vom „Stay at Home“ und vielleicht nochmals durch ein logistisches Thema der Superlative.

Die bevorstehende Massenimpfungen

Was werden nicht alles für Zahlen herumgereicht? Die Gesamtbevölkerung der Erde müsse gegen Covid-19 geimpft werden, 7,7 Milliarden Menschen und dies gleich zweimal. Aber gemach, es werden sich nicht alle impfen lassen wollen, und es einige durch Immunität nicht mehr brauchen (oder durch heimische Pharmafirmen versorgt werden) und viele sich in einem Alter befinden, in dem die Gefährlichkeit des Virus unterhalb des Promillebereichs für die Betagten und Gefährdeten liegt. Dennoch: Es gilt Abermillionen von Impfdosen zu transportieren, mit den verschiedensten Transportmitteln, mit speziellen Behältern und mit der Aufrechterhaltung von Kühlketten und überall ist der deutsche Marktführer gut aufgestellt.

Die unauffällige Hausse bei einem Underdog der Aktienmärkte

Die Deutsche Post (DHL Group) feierte gerade den 20. Börsengeburtstag. Der Logistik-Riese, der aus einem Paket- und Postzusteller hervorging, wurde am 20. November 2000 zu 21 Euro an die Börse gebracht. Zu dieser Zeit stand der Dax bei 6609 Punkten. Betrachtet man nun die Kursentwicklung von Index und den Dax-Wert Deutsche Post (gestern 40,39 Euro), so könnte man den Eindruck gewinnen, als wäre der Dax mit seiner Kursverdoppelung besser gelaufen, als der deutsche Logistiker, der es nur auf gut 80 Prozent Kurszuwachs brachte. Rechnet man die Dividendenzahlungen hinzu, käme man bei der Post aber auf circa 268 Prozent Gewinn. Beim Dax als Performance-Index werden die Dividenden einfach hinzugerechnet. Macht eine Rendite der Deutschen Post von 6,7 Prozent p.a. gegenüber dem Index mit seinen 3,5 Prozent. Der Traditionswert ein heimlicher Star der Aktienmärkte – gewiss, denn ein Großteil der Dax-Werte ist noch weit von seinen ehemaligen Höchstständen entfernt. Bis auf fünf Werte, einer davon ist die Marke mit dem auffälligen Gelb.

Dies ist natürlich den Analysten nicht verborgen geblieben: so erwarten Ökonomen von Goldman Sachs einen Umsatzanstieg der Deutschen Post von aktuell 65 Milliarden bis auf 80 Milliarden Euro im Jahr 2024, der Gewinn soll im gleichen Zeitraum von 4,4 Milliarden auf 6,5 Milliarden Euro steigen. Wäre ein einstelliges KGV, hinzu kommt die niedrige Börsenbewertung im Vergleich zu UPS oder Fedex.

Fazit

Obwohl die Aktienmärkte derzeit die Umschichtung von Growth zu Value spielen, kann dies dem deutschen Logistiker relativ egal sein. Man profitiert weiter von den Auswirkungen der partiellen Lockdowns, vermutlich noch durch die Wintermonate, als auch von der neuen Situation um die Mammutaufgabe Impfung der Bevölkerung mit all den personellen und logistischen Herausforderungen.

Jetzt steht in dieser Woche erst einmal der große vorweihnachtliche Hype um den „Black Friday“ und den „Cyber Monday“ auf dem Programm. Angesichts der Pandemie sicherlich mit bisher noch nie gesehenen Umsätzen. Ein DHL-Manager sprach schon davon, dass Covid-19 die Umsätze der Post in das Jahr 2030 hieven werde. Und jetzt kommt noch das Transportthema Impfstoff hinzu. Ein Goldilocks-Szenario? Nicht ganz, denn da gibt es noch einen übermächtigen Konkurrenten aus Übersee, der bis 2021 mit eigenen Paketzentren in Deutschland zulegen will. Der „All-Star“ der amerikanischen Aktienmärkte Amazon, der bereits schon für ein Viertel der Paketsendungen in Deutschland verantwortlich ist.

Die Aktienmärkte in Deutschland und ihr heimlicher Star

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Aktienmärkte: Die 8-Billionen-Dollar Bombe – 20%-Korrektur voraus

Markus Fugmann

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Die Aktienmärkte der USA haben ein Klumpenrisiko – sie sind eine Bombe, die entschärft werde auf Kosten einer heftigen Korrektur. Das sagt nicht ein sogenannter „Crash-Prophet“, sondern der eher als „Dauer-Bulle“ bekannte Hans. A. Bernecker. Alle Indizes der amerikanischen Aktienmärkte seien extrem überkauft, getrieben vor allem in den letzten Monaten durch die Tech-Werte. Bevor dann ab dem 09.November mit der Pfizer/BioNTech-Meldung über den Impfstoff eine gewaltige Rotation erfolgte – raus aus Tech, rein in die sogenannten Value-Werte (die jedoch in vielen Fällen eigentlich alles andere als „value“ sind). Man wechselt also von einer Überbewertung in die andere, und dabei entfernen sich die Aktienmärkte immer mehr von der ökonomischen Realität.

Aktienmärkte: Nach dem Entschärfen der Bombe kommt die Erholung

Der Hype der Aktienmärkte, so Hans Bernecker, sei vor allem von Kleininvestoren getragen gewesen (die sogenannten „Robinhooder“). Das alles erinnert an die Euphorie des Jahres 1987, der dann im Oktober diesen Jahres ein gewaltiger, wenn auch nur kurzfristiger Absturz folgte. Nun aber gebe es eine Schwachstelle: das seien extrem überbewertete Aktien wie eine Tesla mit einer Marktkapitalisierung von mehr als 500 Milliarden Dollar, die nun ein großer Hedgefonds-Manager geshortet habe. Es werde nun, so Bernecker, bald eine heftige Marktbereinigung geben bei den großen und marktschweren Titel der amerikanischen Aktienmärkte, die alleine acht Billionen Dollar auf die Waage bringen.

Wann kommmt der Einbruch? Eher zeitnah, meint Bernecker. Es handele sich dabei um eine Markt-Bereinigung, der dann jedoch wieder eine Aufwärtsbewegung folgen werde. Sehen Sie hier die Aussagen des „Altmeisters“ Bernecker:

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Die überbewrteten Aktienmärkte der USA als Bombe, die bald entschärft wird

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