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Videoausblick: Steuer-Euphorie und Trumps ominöse Warnung

Gestern bestimmte die Euphorie über die geplante Steuerreform das Geschehen an der Wall Street, nachdem das US-Abgeordnetenhaus die allererste Hürde für die Steuerreform genommen hat. Ansonsten warten die Märkte auf die US-Arbeitsmarktdaten, und die Erwartungen an die Zahlen sind aufgrund der Hurrikanes so stark abweichend wie noch nie - und Trump heute Nacht mit einer ominösen Warnung..

Von Markus Fugmann

Gestern bestimmte die Euphorie über die geplante Steuerreform das Geschehen an der Wall Street, nachdem das US-Abgeordnetenhaus die allererste Hürde für die Steuerreform genommen hat. Die US-Indizes daraufhin mit einem weiteren Höhenflug und neuen Allzeithochs, der Dax dagegen blieb seltsam lustlos und konnte die Vorgaben der Wall Street nicht umsetzen – trotz eines schwachen Euro, trotz der vermeintlichen Entschärfung der Lage in Katalonien. Heute jedoch könnte der Dax die 13.000er-Marke überwinden (nach derzeitiger Indikation steht der Dax knapp darunter). Ansonsten warten die Märkte auf die US-Arbeitsmarktdaten, und die Erwartungen an die Zahlen sind aufgrund der Hurrikanes so stark abweichend wie noch nie – und Trump heute Nacht mit einer ominösen Warnung..



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16 Kommentare

  1. Hallo Markus, wann soll denn die neue Steuersenkung wirksam werden, so sie denn durchkommt?

    1. @buberg, das ist noch völlig unklar! Möglich, dass ab Stichtag der Verabschiedung des Gesetzes, oder sogar rückwirkend auf den 01.Januar 2017..wir haben es ja mit einer Rohfassung der Steuerpläne zu tun, da wird noch sehr viel Zeit vergehen, bis da wirklich was klar ist..

  2. Hallo Markus, Sie warnen seit Jahren vor einem Einbruch / Crash / Euphorie. Nur gut, dass ich nicht darauf gehört und eine jüngst eine Depot-Verdopplung seit Ende 2014 erreicht habe. Die folgenden Jahre werden nun aber gefährlich (er) …

  3. Avatar

    @V, Gratulation für Ihre Buchgeewinne ( theoretische Gewinne ) erst wenn Sie verkauft haben sind es echte Gewinne ,wenn irgendwann 20% der Buchgewinne realisiert werden wird das eine Lawine auslösen u.nur einige ganz Schlaue werden oben rauskommen, alle andern werden total verschüttet werden.Das Problem ist ,dass alle meinen sie könnten am Hoch aussteigen.Wenn das so wäre u.man den Zeitpunkt wüsste u.alle gleichzeitig verkaufen würden, würde die Börse an einem Tag 50% verlieren.

    1. Lawinenspezialist, Das schöne an dem nächste Crash wird sein ( so er denn kommt), dass alle , die mit Stop-Kursen arbeiten und sich sicher fühlen, ein ziemlich bedröppeltes Gesicht machen werden. Durch die Bots wird der Weg nach unten rasant werden und manchen SL überlaufen, da alle das Gleiche wollen, aber keine Käufer da sind. Ich hab alle “ normalen“ Aktien glatt gestellt. Statt dessen hab ich nur noch Rohstoffe ( im weitesten Sinn) und mit etwas Kleingeld noch ein paar Optionsscheine auf normale Aktien ( Spielgeld) . Wenn ich jetzt noch 10% der Hausse verpasse, so what, aber ich gehe dem Risiko von 30-50% Verlust aus dem Weg. Kapitalerhalt ist wichtig, zumal ich nicht mehr der Jüngste bin.

    2. Jaa, jaa. die ewig alte Leier, dass es sich lediglich um Buchgewinne handeln würde. Streng genommen handelt es sich bei den Vermögenswerten in der realen Welt ebenfalls nur um Buchwerte.
      Wenn von heute auf morgen schlagartig niemand mehr einen PKW mit Verbrennungsmotor kaufen würde, dann wären sämtliche Anlagen der Autohersteller auch nur noch die Hälfte wert.

      Aber bleiben wir bei der Börse. Drehen Sie Ihr Argument mal um, wie sich das in einer Baisse-Phase darstellen würde:
      „Wenn das so wäre u.man den Zeitpunkt wüsste u.alle
      gleichzeitig kaufen würden, würde die Börse an
      einem Tag 50% steigen.“

      1. Gerd, „„Wenn das so wäre u.man den Zeitpunkt wüsste u.alle
        gleichzeitig kaufen würden, würde die Börse an
        einem Tag 50% steigen.“
        Eine Hausse geht immer langsamer als eine Baisse. Das die Kurse nach einem Black Swan sehr schnell wieder ansteigen können, haben wir schon mehrmals gesehen. Nach einem Crash wieder einzusteigen, ist in jedem Fall ein Gewinner, auch wenn man noch 10% vom Tiefpunkt entfernt ist.
        Dein Beispiel mit dem Verbrennungsmotor ist natürlich weit daneben, sowas geht schleichend und ist absehbar.
        Dem Argument mit den Buchgewinnen kann man doch nicht widersprechen, Nokia, Telekom, Solarworld usw., da hatten auch Leute zwischenzeitig (Buch)Gewinne.
        Du scheinst ja der Meinung zu sein, es geht nur in die eine Richtung, jedenfalls klingt das so. Das ist aber nach aller Statistik und Erfahrung nicht möglich. Die Gretchenfrage ist eben das Wann und nicht das Ob.

  4. Avatar

    @Gerd, ich weiss ja aus ihren Kommentaren, dass Sie ein mehrfach gegrillter Bär sind.Aber ein Bär ohne Pelz ist noch lange kein Bulle.Das Schwierige ist doch ,dass Haussen immer länger dauern u.darum eher gemächlich steigen u.alle haben Freude an steigenden Börsen u.an den schönen Buchgewinnen .
    Ich hatte anfangs 2015 ein Erlebnis das mein Vorsicht gestärkt hat.Als die SNB dauernd wiederholte den Euro mit allen Mitteln bei 1.20 zu verteidigen,was sie auch lange gemacht hat,habe ich gedacht es wäre eine sichere Wette Puts bei 1.20 zu verkaufen.Zum Glück habe ich es nicht gemacht.Als dle SNB den Mindestkurs aufhob ist der Kurs innert Minuten auf ca. 0.89 gefallen.Obwohl der Devisenmarkt der weltweit grösste u.liquideste Markt ist ,sind die Kurse durch alle Stops durchgerasselt.Viele Anleger haben ihr ganzes Depot ruiniert .Laut meinen Infos haben einzelne sogar Millionen verloren.Kürzlich war auf dieser Plattform ein Bericht von Bahnhofstrasse Inside.Die Taktik von Burberg finde ich richtig u.würde jedem seriösen Anlageberater gut anstehen.Leider sind es genau diejenigen,die dieKurse mit fremden Geld weiter anheizen.

  5. Burberg, Lawinenspezialist.
    Ich habe vor zwei Tagen das aller erste Mal (probehalber) eine CFD-Position eröffnet. Im S&P 500. Welche Richtung?SHORT.
    Lawinenspezialist, mir fehlt scheinbar was, wenn ich mal nicht richtig schön knusprig gegrillt werde.
    Ich schreibe das, dass Sie nicht denken, ich würde alle Unwägbarkeiten ausblenden. Wir leben leider nicht in einer heilen Welt. Aber solange sich das Unheil noch nicht Bahn gebrochen hat, wird der DAX wohl weiter steigen (und die Amis wohl auch).

    Zum Buchgewinn gebe zu bedenken:
    a) Wenn Sie von Buchgewinnen reden, die letztlich unter Umständen nichts wert sind und mir nichts nützen, dann sollten Sie das bitte auch bei evtl. Verlusten so sehen. Die stehen zunächst auch nur in den Büchern und sie schaden mir nicht. Mich bekümmert dann auch nicht der evtl. 50% Kursverlust, solange mir die 30 DAX-Aktien jedes Jahr 3% Rendite bescheren. Man hätte auch seine Buchverluste beim Euro gegenüber SF nicht am Tag X realisieren müssen – dann stünde man heute schon wieder viel besser dar. Ob sowas Sinn macht, sei dahingestellt – nur mal um Buchgewinne mit Buchverlusten gegenüberzustellen und zu vergleichen.

    b) Der Forist @V, der sein Depot seit 2014 verdoppelt hat, gehört selbst im Bullenlager zu den absoluten Ausnahmen – so wie Warren Buffet. Der entscheidet sich für eine Investition und lässt sie jahrelang ruhen.
    Meine Meinung ist, dass die Masse der Bullen auf so sehr dicken Buchgewinnpolstern gar nicht mehr drauf sitzt. Wer vor zwei Jahren den DAX bei 9000 gekauft hatte, dürfte seine damaligen Buchgewinne längst mitgenommen haben – vielleicht schon bei 10000. Evtl ist er bei 11000 aber wieder eingestiegen und ist bei 12000 erneut raus. Jetzt sind womöglich ganz andere Anleger im Markt.
    Bewusst zugespitzt ausgedrückt: von den alten, ehemaligen Bullen ist seit drei Tagen überhaupt kein einziger mehr im Markt (manche sprechen hier im Forum von Distributionsphase).
    Die Anlegerstruktur hat sich (reine theoretische Unterstellung) vollkommen erneuert. Diejenigen, die jetzt drin sind, haben für den DAX mindestens 12970 hingeblättert.
    Und somit sind Buchgewinne, die sie alle auf einmal mitnehmen wollen würden, überhaupt nicht vorhanden.

    Wobei, ich glaube eigentlich, dass wir hier um des Kaisers Bart herumreden. Egal ob Buchgewinn oder nicht. Solange es steigt, steigt es. Und wenn es fällt, fällt es. Ist ähnlich dem Wetter, was sich auch nicht vom „Hahnengeschrei auf dem Mist“ beeinflussen lässt.
    In dem Sinne, wünsche ich ein schönes Wochenendwetter. Wobei die Norddeutschen ja schon froh sein müssen, wenn sie … na ja. Wir wissen ja, dass es gestern ziemlich brutal zuging.

    1. Gerd,

      das können sie jetzt glauben oder nicht, aber ich hab noch Buchgewinne aus 2003.
      Und ziemlich viele aus 2008/09.
      Und das hab ich mit vielen Leuten gemeinsam. Meine Großmutter, die erst mit 110 gestorben ist, hat ihr Leben lang nur zugekauft und vielleicht 10% davon verkauft als sie alt wurde.
      Es gibt daher Positionen im Markt, die werden überhaupt nicht realisiert, egal was da kommt. Da gehören 50% von meinen Positionen im Übrigen auch dazu, weniger Aktienquote werde ich nie haben.
      Ich bin sicher, daß man mit einer total simplen Cost Average Strategie, wo man jeden Monat 5% seines Einkommens in Aktien anlegt besser fährt als 99% der Trader hier. Ich empfehle das jedem 20-40 jährigen. Man muss dann aber alle Nachrichten komplett ignorieren können, nur dann funktioniert das.

      1. Gerd “ Cost Average Strategie“

        Da geb ich Dir vollkommen Recht. Leider hat mir das in meiner Jugendzeit niemand schmackhaft gemacht ( Bauj. 1955 ), sonst wäre ich Heute schon Privatier.

      2. PK, und Sie können mir glauben, dass ich Ihnen das sogar sofort und auf Anhieb glaube.
        Als ich Ihren vorhin zuletzt veröffentlichten Beitrag zu Gesicht bekam (von wegen 2008), schoss es mir sofort durchs Hirn, dass Sie auch so eine Art Warren Buffet sein könnten. Und wahrscheinlich gibt es in der Tat mehr solche Langzeitanleger, als ich einkalkulierte habe. Und doch – genau diese sind es, die nicht bei jedem kleinen „Crash“ in Panik verfallen und Buchgewinne mitnehmen wollen. Die, und Sie, halten die Positionen zumindest mit einer gewissen Quote.

        Ihr letzter Absatz:
        Wenn ich noch mal als junger Mensch anfangen könnte, würde ich es genau so machen, wie sie beschrieben. Das habe ich mir in der letzten Zeit auch schon oft durchgerechnet (Wobei ich natürlich in vieler Hinsicht manches anders machen würde, wenn …ja, ‚man müsste noch mal zwanzig sein und so verliebt wie damals‘).

  6. Es ist ja so einfach,wenn ein Anleger über längere Zeit immer wieder kauft dann hat er einen Durchschnitts-Einstandspreis von ca.50% des aktuellen Standes.Somit kann er grössere Korrekturen durchstehen, trotzdem würde er bei einer grösseren Korrektur fast alle Kursgewinne der letzten Jahrzehnte verlieren.
    Was ich schlecht finde ,wenn man jetzt nach langer Rally den Leuten ewigsteigende Aktien einredet.Wenn jetzt ein Neueinsteiger mit gehebeltem Geld ( Extremfall ) auf eine Korrektur trifft dann verliert er vielleicht seine Ersparnisse der letzten 10Jahre.Es ist eben leider so dass viele erst beginnen Aktien zu kaufen wenn es lange gut gelaufen ist u.der Taxifahrer u. der Schuhputzer davon reden.In der Börsensprache nennt man das „Distributionsphase“
    Man sagt auch “ die Aktien gehen von den starken in die schwachen Hände “ Man könnte auch sagen DIE SATTGEFRESSENEN DICKFISCHE WOLLEN IHRE AKTIEN ZU HÖCHSTPREISEN DER GROSSEN MASSE ANDREHEN.Das ist natürlich völlig legal.Mich stört,dass die ganze Finanzindustrie das böse Spiel mitspielt , denn die meisten Banken u.Fonds sind sehr positiv gegenüber Aktien.Durch Nullzinsen passiert nämlich schon eine grosse Umverteilung von unten nach oben,es müsste nicht sein dass über die Aktienmärkte die Unterschicht noch mehr geschröpft würde.Nicht dass einer meint ich schreibe hier weil ich vergrämt bin,ich profitiere von dieser Situation.

    1. Sie nehmen hier ja schon eine Wertung der aktuellen Situation vor. Das widerspricht genau der Cost Average Strategie.
      Da ist der Sinn, eben genau nicht zu überlegen wann wir das Top haben oder wann den Bottom sondern blind immer weiter zuzukaufen.
      Jeder „Crash“ bisher wurde mit dieser Strategie wunderbar ausgemittelt.
      Und selbst wenn der Crash jetzt kommt und man jetzt mit 200 Euro montlich anfängt, ist doch völlig egal – ist ja nicht viel kaputt.
      Wenn ich vor 10 Jahren angefangen hab, da müssten wir schon >50% verlieren…
      Sie sehen jetzt das Top kommen und sind kritisch, was ja unter Umständen richtig ist – vielleicht aber auch nicht.
      Gehen wir mal 20 Jahre zurück.
      Nehmen wir mal einen anderen kritischen Investor, der sich die News und die Kurse anschaut und dann beschließt, daß er besser noch etwas abwartet.
      Er findet 3-4 Jahre immer das Haar in der Suppe und steigt nicht ein.
      Die Kurse sind inzwischen ja auch 30% höher als am Anfang, da wär er ja schön blöd wenn er jetzt reingehen würde. Ich kann Ihnen versichern, dieser Anleger hat jetzt auch noch keine Aktien und im Wunsch, 20% mögliche Verluste zu vermeiden inzwischen 200% verpasst.
      Den „dummen“ und doch so schlauen Cost Average Anleger interessieren diese ganzen Sachen wie Tops, Bottoms, Crashs etc. alle nicht.
      Firmen wird es auch noch in 100 Jahren geben, die Leute werden – wie heute auch Essen, konsumieren etc.

      1. Ja PK, auch ich praktiziere den Cost Average Effekt schon seit den früher 90-ern, zuerst vor allem durch Sparpläne in aktive Investmentfonds aus den Emerging Markets. Die Performance war und ist klasse, trotz heftiger Krisen (z.B. Thailand). Grundvoraussetzung ist halt, dass das Land nicht pleite geht und sich die Kurse wieder erholen. Da schlägt halt wieder einmal die Finanzmathematik zu, denn wenn ein Kurs 70% fällt, so steigen die dann gekauften Anteile auf das Dreifache. Dabei habe ich die Sparpläne aus Diversifikationsgründen auf mehrere Länder verteilt. Eine Staatspleite hätte mich so nicht umgehauen. Parallel handele seit vielen Jahren aktiv mit Aktien und Indizes, kann aber bisher mit meiner Performance der Cost Average Methode, trotz Jahrhundertcrash (2000-2003) nicht das Wasser reichen. Desto größer die Schwankungen, desto höherer der C.A.-Effekt. Man muss die heftigen Schwankungen nur aushalten. Meine Erfahrung aus 25 Jahren. Gruß

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