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Videoausblick: Total abgestumpft!

Nordkorea hat heute Nacht einen erneut eine Missile über Japan abgeschossen – und die asiatischen Märkte zuckten kurz, um dann zur Normalität überzugehen, weil der Test erwartet worden war. Der Dax dürfte wenig verändert eröffnen, heute der große Verfall und wichtige US-Daten im Fokus, vor allem die US-Einzelhandelsumsätze (14.30Uhr) dürften schwach ausfallen..

Markus Fugmann

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Markus Fugmann

Von Markus Fugmann

Nordkorea hat heute Nacht einen erneut eine Missile über Japan abgeschossen – und die asiatischen Märkte zuckten kurz, um dann zur Normalität überzugehen, weil der Test erwartet worden war. Man scheint inzwischen „abgestumpft“, es tritt ein Gewöhnungseffekt ein – schon heute tritt die UN zusammen, um über weitere Maßnahmen zu beraten. Der Dax dürfte wenig verändert eröffnen, heute der große Verfall und wichtige US-Daten im Fokus, vor allem die US-Einzelhandelsumsätze (14.30Uhr) dürften schwach ausfallen. Die US-Märkte gestern wenig bewegt, der Dow Jones mit neuem Allzeithoch (wegen Boeing), aber der Nasdaq schwach, der Dax hielt sich über der 12500er-Marke. Im Vorfeld der Verfalls scheinen die Aktienmärkte in einer Patt-Situation zu sein..

16 Kommentare

16 Comments

  1. Avatar

    Helmut Josef Weber

    15. September 2017 08:42 at 08:42

    Ich denke, die USA und Kim Jong-il haben eine Allianz.
    Oder warum wurde z. B. sein Auslandsvermögen noch nicht eingefroren?
    Jedem demokratisch gewählten Präsidenten droht das, wenn er Öl nicht mehr gegen Dollars verkaufen will.
    Brauchen die USA Kim Jong-il, damit Militärbasen um China herum gebaut werden können; damit Japan aufrüsten kann?
    Kim Jong-il kann den USA mit einem Atomschlag drohen und hat dort sein Geld auf den Banken???
    Bekommt er sein Gehalt von CIA auch dort hin überwiesen?
    Ich denke, Kim Jong-il ist ein „Gegner“ der USA mit dem die USA viel begründen können, denn warum werden die Raketen Kim Jong-ils nicht abgeschossen?
    Angeblich gibt es doch diese Technologie in den Händen der USA.
    Das wäre das für Kim Jong-il nicht nur eine Blamage, sondern es würde ihm das geamtet Drohpotential aus den Händen schlagen.
    Warum lässt man die Raketen ganz in Ruhe über Japan fliegen?

    Viele Grüße
    H. J. Weber

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      Bademeister

      15. September 2017 08:59 at 08:59

      Weil sein Vermögen vielleicht zu grossen Teilen in China liegt?

    • Avatar

      Columbo

      15. September 2017 09:02 at 09:02

      @Weber, glauben Sie wirklich, daß er Vermögen in USA freundlichen Ländern hat? So dumm kann er nicht sein.

      • Markus Fugmann

        Markus Fugmann

        15. September 2017 09:07 at 09:07

        @Columbo und @Bademeister, absolut richtig! Aus Kreisen die meinen, das sei alles ein abgekartetes Spiel, was sich daran zeige, dass die USA die Konten Kim Yong Uns nicht einfrieren lassen würden, wird eine Frage gar nicht gestellt: wo sind denn seine Konten und haben die USA da überhaupt Durchgriff??

        • Avatar

          berti

          15. September 2017 09:13 at 09:13

          Und es würde vorher bekannt und er würde die Gelder abziehen?!

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    Masud79

    15. September 2017 08:44 at 08:44

    Das sage ich doch ständig. NICHTS kann jemals wieder die Märkte aus dem Koma reissen

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    Columbo

    15. September 2017 08:53 at 08:53

    Es läuft dumm für Kim. Man gewöhnt sich an seine Aktionen, sie werden nicht mehr ernst genommen. Wenn er jetzt nicht mindestens wöchentlich was Neues bringt, verschwindet er in der Bedeutungslosigkeit, irgendwann redet man nicht mehr davon. Raketeninflation könnte man das nennen.

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    bauer

    15. September 2017 08:56 at 08:56

    Wird Zeit,dass Kim die Zielgenauigkeit aufs Festland ins Auge nimmt,dann ist naemlich Schluss mit lustig,was die „abgestumpftheit“betrifft!
    …ausserdem ist der Planet Erde ueberbevoelkert….bzw.z.T.am verhungern!
    Also Kim,walte deines Amtes!

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    Gerd

    15. September 2017 08:59 at 08:59

    Nichts, Masud?
    Abgestumpft was Nordkorea angeht. O.k.

    Die heutige Nacht bestätigt mich nur in meinem Schrieb von vorgestern, wo ich u.a. anmerkte, dass ich mich – sowohl was die reale Welt angeht als auch den DAX – mehr vorm Islam fürchten muss als vor Nordkorea.
    Und aus meiner Furcht heraus sage ich, da wird leider noch was kommen.
    Ach, würden meine Ahnungen doch nur unbegründet sein. Möge der DAX gerne aus anderen Gründen abstürzen und wir dafür in Frieden, Freiheit und gesund leben können.

    • Avatar

      Gerd

      15. September 2017 12:13 at 12:13

      Frau Merkel hatte doch angeblich ausdrücklich drum gebeten:
      kein Anschlag mehr VOR dem 24.09.!
      Aber anscheinend nicht in englisch bzw. anderen infrage kommenden Sprachen.
      Ist ja nicht so, dass sie es nicht könnte.
      Immerhin wendet sie sich ja in türkisch an ihre potentiellen Wähler, die mit vielen Kindern gesegnet sind und lockt sie mit der Ankündigung einer Kindergelderhöhung von 25Euro. Wobei sie ihnen durch die Sprachwahl unterstellt, dass sie trotz der vielfältigen Integrationskurse immer noch nicht deutsch verstehen können wollen.

  6. Avatar

    Wolfgang M.

    15. September 2017 09:31 at 09:31

    Das Verhalten von Kim Jong Un könnte auch wirtschaftliche Ursachen haben. Nordkorea steht vielleicht vor ernsthaften Versorgungsproblemen. Das 25 Mio-Volk hat gerade ein BIP (2016) von 12 Mrd.$. Zum Vergleich die Länder, die Kim vernichten will:
    USA 18 500 Mrd, Japan 5000 Mrd., Südkorea 1400 Mrd.
    Gab es je einen größeren David – Goliath- Vergleich?
    Nordkorea hat als Agrarstaat 2017 vermutlich eine Missernte, in den letzten Jahren gab es öfters eine Reduktion der Raumtemperatur im Winter auf 12 Grad Celsius, um Energie zu sparen. Und die Sanktionen wurden in diesem Jahr doch weiter verschärft. Hinzu kommt, dass Nordkorea mehrere Raketensysteme gleichzeitig weiter entwickelt (oder entwickeln will)! Aus Sicht von Raketentechnikern ist so etwas unglaublich teuer. Die ständigen Tests sind aus Sicht dieses wirtschaftlichen Zwergs doch keine Peanuts. Der Irre nimmt sogar eine Hungersnot in Kauf, um seine Abschreckungsstrategie weiter am Leben zu halten und sich an der Macht.
    Wer ist der Gewinner aus diesem irrsinnigen Konflikt? Vermutlich die Rüstungsindustrie.

    • Markus Fugmann

      Markus Fugmann

      15. September 2017 09:43 at 09:43

      @Wolfgang, genau so sieht es aus! In Nordkorea droht im Herbst und Winter eine massive Hungernot, also wird Kim Yong Un die Flucht nach vorne antreten, was die Wahrscheinlichkeit einer Eskalation weiter erhöht! So wird das hungernde Volk zumindest teilweise abgelenkt, weil die Nordkoreaner sich sagen (bzw. die staatliche Propaganda sagt): das alles haben wir dem Aggressor USA zu verdanken, daher ist es richtig, wenn er die USA angreift..
      Nochmal zu den Konten Kim Yong Uns: hätten die USA Zugriff auf diese Konten, hätten sie diese längst eingefroren. Also versuchten die USA, die Konten durch UN-Sanktionen einzufrieren, was ihnen aber nicht gelungen ist, weil China das ablehnt; wahrscheinlich nämlich liegen diese Konten in China!

      • Avatar

        bauer

        15. September 2017 09:50 at 09:50

        Herr Fugmann,
        da gibt es nichts hinzuzufuegen,top!
        …aber wo hat Kim denn sein Material fuer seine Raketen her??
        Von wem wohl…..

        Morgen wird o,zapft…!

    • Avatar

      Bademeister

      15. September 2017 10:03 at 10:03

      Kim will einfach verhindern, dass es ihm einmal so wie Gaddafi geht.
      Der hat auf Verlangen der USA und der Staatengemeinschaft seine A und C-Waffen damals abgegeben, bekam daraufhin von den USA umfangreiche Garantien und wurde einige Jahre später trotzdem von den USA liquidiert (eine vom Tod G. vor Freude zu Tränen gerührt gezeigte ehemalige Aussenministerin d. USA darf sich auch deswegen nicht wundern, warum sie nachhaltig so unbeliebt geblieben ist).
      Kim möchte nicht, dass ihn das selbe Schicksal ereilt und geht nicht zuletzt deswegen All-In.
      Der ganze Konflikt wird in den letzten Monaten durch die Annäherung Chinas an die USA/Trump Administration regelrecht und vor allem medienwirksam angeheizt.
      Trump ist halt kein klassischer Politiker und agiert gegenüber China auch nicht so. Die Chinesen haben bei der ganzen Problematik die A-Karte gezogen, wollen es den USA jetzt zwar rechtmachen, haben aber einen gewaltigen und durch die USA heraufbeschworenen Konflikt direkt vor der Haustür. Gefährlich wäre ein neuerlicher Stellvertreterkrieg der Supermächte USA, CHINA und RUSSLAND um Nord- aber auch um Südkorea, den die USA wie bereits in der Vergangenheit nicht gewinnen können.

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Dax-Wochenausblick: Test der 1.000 Punkte Range – folgt bald der Ausbruch?

Stefan Jäger

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am

Im folgenden Video bespricht Marius Schweitz von Projekt30 die abgelaufene Woche im Dax und gibt einen ausführlichen Ausblick auf die kommende Handelswoche. Dabei geht er konkret auf die übergeordnet Seitwärtsrange ein und zeigt mögliche Szenarien auf, wie sich die ausgebildete 1.000 Punkte Range auflösen könnte. Im deutschen Leitindex haben sich sehr spannende Chart-Formationen herauskristallisiert, die auf eine große Bewegung hindeuten. In dem Video sehen Sie aber nicht nur einen Dax-Ausblick, sondern auch noch weitere Einschätzungen zum Dow Jones, Bitcoin, Gold, Euro, Softbank und Deutsche Bank.

Die Setiwärtsrange im Dax von Juli bis Oktober

Im März startete die rasante Corona-Rally, die viele Anleger als die „meistgehasste Rally aller Zeiten“ betiteln, aber seit ein paar Monaten ist sie ins Stocken geraten. Zwischen März und Juli kannte der deutsche Leitindex im Grunde nur eine Richtung – nämlich gen Norden. Im Juli hat der Anstieg aber erstmals ein abruptes Ende gefunden, nachdem der Dax das Hoch bei 13.315 Punkten erzielt hatte. Seitdem konnte er diesen Bereich nur zweimal wieder erreichen. Zum einen am 03.09. mit dem Hoch bei 13.460 und schließlich noch einmal am 14.09. bei 13.339.

Demgegenüber stehen zusammen mit dem Tief vom letzten Donnerstag drei Marken, die die Unterkante der Range bilden. Die drei Punkte setzen sich aus dem August-Tief (03.08.) bei 12.365, dem September-Tief (25.09.) bei 12.341 und schließlich dem Oktober-Tief (22.10.) bei 12.345 zusammen. Aus diesen drei Marken hat sich ein starker Unterstützungsbereich gebildet. Als zusätzliche Unterstützung kann man noch das Tief von Anfang Juli bei 12.254 hinzuzählen. Ein Bruch der Range-Unterkante dürfte folglich einem kräftigen Impuls auf der Unterseite auslösen. Erfahrungsgemäß wird die gleiche Höhe der Range in die entsprechende Richtung abgearbeitet. Angenommen, dass der Ausbruch im Dax auf der Oberseite gelingt, dann ergibt sich daraus ein Ziel bei 14.340 Punkten. Dementgegen liegt das Ziel bei einem Ausbruch auf der Unterseite bei 11.340 Punkten.

Dax-Wochen-Ausblick KW44 - 1.000 Punkte Seitwärtsrange von Juli bis Oktober

Aktuelle Chart-Fomationen im Dax

Auf verschiedenen Zeitebenen haben sich im Dax interessante Chart-Formationen entwickelt. Zum einen hat sich im 10-Minuten-Chart ein Descending Broadening Wedge (DBW) ausgebildet, das eine bullische Formation darstellt. Im Stundenchart ist zudem ein großes DBW-Wedge aktiv, das bei einer Auflösung hohe Ziele auf der Oberseite ermöglicht. Auf der bärischen Seite sehen wir außerdem noch eine aktive Wolfe Wave (Keil), die den bärischen Trigger bei 12.341 auslösen könnte. Dadurch würden sich Kurse unter der 12.000 Punkte-Marke ergeben. Auf Tagesbasis hat sich zwischen Juli und Oktober zusätzlich eine SKS gebildet. Sowohl die genannten Formationen, als auch die wichtigen charttechnischen Marken für die kommende Woche werden ausführlich und für jeden verständlich im Video erläutert.

Fazit

Der Dax steht vor einer ausschlaggebenden Richtungsentscheidung, diese kann eine Bewegung von mehr als 1.000 Punkten einleiten. In dem Video-Ausblick wird ausführlich auf die möglichen Szenarien eingegangen. Insbesondere die von Marius Schweitz herausgearbeiteten Chart-Formationen sind sehr sehenswert und zeigen die Möglichkeiten auf, wie es im Dax in der nächsten Woche und darüber hinaus weitergehen kann. Zudem erscheint für alle Leser und Leserinnen von Finanzmarktwelt ab Montag wie gewohnt der DAX daily. Viel Spaß beim schauen des Videos.

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Banken: Es hagelt sensationell gute Quartalsergebnisse!

Claudio Kummerfeld

Veröffentlicht

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Hochhäuser von Banken im Londoner Viertel Canary Wharf

Was ist das los? Gerade in der schlimmsten Rezession seit Jahrzehnten sollten sich die Banken doch in einer dramatischen Schieflage befinden? Denn Kreditausfälle müssten aus Quartalsgewinnen eigentlich Verluste machen und damit folglich das Eigenkapital der Banken angreifen? Dieses Szenario steht womöglich bevor, wenn die anstehende Pleitewelle Löcher in die Bücher der Banken reißt.

Aber noch ist es nicht soweit. Derzeit hagelt es sensationell gute Quartalszahlen von Banken weltweit. Vor allem fällt auf, dass gerade die Banken tolle Zahlen melden, die stark im Kapitalmarktgeschäft tätig sind, und eher weniger im Privat- und Firmenkundengeschäft mit Krediten, wo Probleme mit Kreditausfällen drohen, und wo die Banken sich derzeit mehr denn je mühen neue Kundeneinlagen abzuweisen – weil sie selbst sonst Strafzinsen zum Beispiel bei der EZB entrichten müssten.

Banken mit starkem Kapitalmarktgeschäft im Vorteil

Wie gesagt. Wer stark im Kapitalmarktsegment engagiert ist, der feiert die Krise. Zum Beispiel lässt sich derzeit viel Geld machen mit den globalen Schuldenorgien. Wo die Banken zum Beispiel in Europa in den Erstauktionen der staatlichen Schuldenagenturen Staatsanleihen aufkaufen, können sie mutmaßlich schön und entspannt Gewinn machen mit dem Weiterverkauf der Anleihen an die EZB am Sekundärmarkt. Auch in vielen anderen Bereichen des Kapitalmarkts war die letzten Quartale viel los. Man beachte in diesem Zusammenhang die sensationell guten Quartalszahlen von Goldman Sachs vom 14. Oktober. Der Quartalsgewinn konnte gegenüber dem Vorjahresquartal verdoppelt werden (hier die Details). Bei den anderen großen US-Banken gab es keine Katastrophen-Meldungen. Und dann am Dienstag dieser Woche meldete die Schweizer Großbank UBS ebenfalls eine Gewinn-Verdoppelung (hier die Details).

Barclays

Heute nun hat die britische Großbank Barclays ihre Quartalszahlen veröffentlicht. Der Gewinn liegt mit 611 Millionen Pfund gut drei Mal so hoch wie erwartet, und auch dramatisch besser als im Vorjahr. Da war es noch ein Verlust von 292 Millionen Pfund – auch wenn man hier berücksichtigen muss, dass der Verlust aufgrund von Schadenersatzzahlungen an geschädigte Kreditnehmer zustande kam. Dennoch ist heute ein Gewinn, der drei Mal so hoch reinkommt wie erwartet, beachtlich. Außerdem hat Barclays wie viele andere Banken auch im dritten Quartal die Risikovorsorge für mögliche Kreditausfälle deutlich reduziert, nämlich auf 608 Millionen Pfund nach 3,7 Milliarden Pfund in den ersten sechs Monaten des Jahres.

Nordea

Bei der größten skandinavischen Bank Nordea könnte man glatt meinen, dass die Krise zeitlich auf den Kopf gestellt wurde. Auch hier gab es heute Quartalszahlen. Der operative Gewinn steigt binnen Jahresfrist von 875 Millionen auf 1,09 Milliarden Euro. Die Gründe für die guten Zahlen: Einerseits mehr Kreditvergabe-Volumen in der Krise – andererseits nicht mehr vorhandene Belastungen durch Schrottkredite (331 Millionen Euro Belastung im Vorjahresquartal). Dennoch erwartet Nordea für das Gesamtjahr Kreditausfälle von gut einer Milliarde Euro. Es klingt wie ein Witz, dass jetzt Belastungen durch Kreditausfälle weggefallen sind. Aber aktuell wirkt es noch schlüssig. Es werden weltweit auch mit Staatshilfen viele neue Kredite vergeben, wo die Kreditnehmer natürlich erstmal wieder liquide sind und auch die monatlichen Raten einige Zeit lang zahlen können.

Noch sieht es gut aus

Wenn die große Pleitewelle bei Unternehmen denn kommen sollte, dürfte sich die Lage für die Banken verdunkeln. Banken wie Goldman Sachs mit fast null klassischem Privatkundengeschäft könnten auch in einer Pleitewelle gut da stehen, weil man ja keine Kreditausfälle verkraften müsste. Und die deutschen Banken? Die Commerzbank meldet ihre Quartalszahlen am 5. November, die Deutsche Bank am 28. Oktober. Es ist möglich, dass sie schon vorab als Ad Hoc-Meldung ihre Finanzdaten berichten, wenn sie zu stark von den Erwartungen abweichen. Es könnte sein, dass auch die beiden deutschen Großbanken jetzt halbwegs akzeptable Zahlen melden, und dass die bitteren Verluste der Kreditausfälle erst noch anstehen, wenn die Pleitewelle wie von vielen Experten erwartet demnächst einsetzt. Aber es kann vielleicht noch einige Zeit dauern, bis eine Pleitewelle wirklich auf die Quartalszahlen der Banken durchschlägt. Denn bis die Bank wirklich einen Kredit als Verlust abschreibt, muss erstmal der Schuldner den Bach runtergehen, dann gibt es Verhandlungen über Umschuldungen usw. Also, kurzfristig könnten auch Deutsche Bank und Commerzbank noch akzeptable Quartalszahlen melden.

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Markus Koch LIVE vor dem Handelsstart in New York – Value-Werte auf der Überholspur

Redaktion

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Von

Markus Koch meldet sich im folgenden Video LIVE vor dem Handelsstart in New York. Es gibt gute Konjunkturindikatoren aus Deutschland und Asien. Laut Markus Koch sind die Value-Werte jetzt auf der Überholspur.

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