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Videoausblick: Trump-Rally in Gefahr

Die Trump-Rally basierte auf dem Glauben, dass der designierte Präsident ein massives Infrastrukturprogramm wird 1:1 umsetzen können. Nun aber regt sich Widerstand aus Trumps eigener Partei, der Mehrheitsführer der Republikaner im Senat die Pläne Trumps in dieser Form nicht absegnen..

Markus Fugmann

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Markus Fugmann

Von Markus Fugmann

Die Trump-Rally basierte auf dem Glauben, dass der designierte Präsident ein massives Infrastrukturprogramm wird 1:1 umsetzen können. Nun aber regt sich Widerstand aus Trumps eigener Partei, der Mehrheitsführer der Republikaner im Senat, Mitch McConnell, will die Pläne Trumps in dieser Form nicht absegnen und fordert eine seriöse Gegenfinanzierung. Damit droht die Trump-Rally ihre Basis zu verlieren – im Glauben, dass Trump den großen Wurf machen kann war der Dow Jones, waren Nebenwerte (Russell2000) und der Dow Jones Transports nach oben geschossen (aber gestern erstmals seit langem in diesen Sektoren Verluste!). Dieses Thema dürfte zur US-Handelseröffnung relevant werden, der X-Dax startet wohl noch in Sichtweite der 11200er-Marke starten..

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13 Kommentare

13 Comments

  1. Avatar

    M.Müller

    13. Dezember 2016 08:52 at 08:52

    Danke Herr Fugmann einfach super wieder ihr Beitrag!!
    Wie ist ihre persöhnliche Meinung dazu (Auch ohne Glaskugel) was morgen nach dem Fedmeeting mit den Märkten passiert??Glauben Sie wirklich nach gefühlten 12 Monaten das eine Zinsanhebung kommen wird?
    Wenn ja wie schaut es in den nächsten Tagen aus??

    Liebe Grüße und einen wunderschönen Tag

    • Markus Fugmann

      Markus Fugmann

      13. Dezember 2016 08:56 at 08:56

      @M.Müller, vielen Dank! Die Zinsanhebung wird kommen, alles andere wäre mehr als eine faustdicke Überraschung. Denkbar ist, dass die Märkte das mit Achselzucken quittieren, weil ja sowieso bekannt, die Konsequenzen aber dann im Januar sichtbar werden – also ein revival des Jahres 2015!

      Viele Grüsse!

    • Avatar

      Verinet

      13. Dezember 2016 10:11 at 10:11

      jeder also wirklich jeder (OK fast jeder außer Ihnen) weiß das die FED die Zinsen anheben wird, das bedeutet kurzfristig passiert gar nichts evtl. geht es nochmal weiter rauf weil die letzten Bären gegrillt werden und dass könnte es dann aber gewesen sein mit up

  2. Avatar

    Macwoiferl

    13. Dezember 2016 08:53 at 08:53

    Hach, Finanzmarktwelt ist einfach mein Lieblingsportal. Bullen-Riße oder Bären-Fugmann, einer hat immer recht, und zwar auf höchst originelle Weise, da fängt ein jeder Morgen gut an! Nun, Herr Fugmann, im Moment ist Riße der Mann der Stunde, denn es gilt: GröKaz. Größte Kurspflege aller Zeiten. Whatever it takes. Gleich, mit welchen Mitteln. Dow Indikation soeben bei 19800 – noch Fragen? „Das System“ muss uns heile Welt vorgaukeln, zur Weihnachtszeit aus dem einzigen profanen Grund, damit wir lieber zwei I-Phones shoppen als eines. Tun wir doch gerne. Denn die drei Telekoms im Depot steigen ja mit, also braucht es den freundlichen Verkaufsberater vor der Türe mit dem MG im Anschlag (noch) nicht. Und ja, die Börse ist freilich eine Einbahnstraße! Im Moment darf sie aus systemischen Gründen nur nach OBEN führen. Mittwoch Zinserhöhung 2 Prozent? Kein Problem, Trump schickt seine Riege aus. Die kaufen wie Hölle, und es geht weitere 800 Punkte hoch. Warum die Trump-Rallye? Der Mann MUSS uns verkauft werden als Heilsbringer! Whatever it takes. Wer glaubt solch eine Story, wenn die Börse crasht? Eben: niemand!

  3. Avatar

    M.Müller

    13. Dezember 2016 09:02 at 09:02

    Dankeschön für ihre Meinung!!
    Wir werden sehen was passiert, wenn aber eines die letzten Monate gezeigt hat sind Umfragen und Prognosen für den Müll!!

  4. Avatar

    Trigo

    13. Dezember 2016 10:10 at 10:10

    Trump ist der neue Jesus, Obama bekommt die 20 000 000 000 000 auch noch hin, die FED erhöht die Zinsen und der Dow kennt keine Grenzen. Es muss Weihnachten sein?!

  5. Avatar

    back2life

    13. Dezember 2016 11:49 at 11:49

    Jesus aus dem Tower wird USA GmbH reich machen und er wird auch wege finden alles zu finanzieren. Er ist Businessmann, Retter, Heilsbringer und Chef. Trump findet immer einen Weg er ist Unternehmer und kennt kein Nein. Wenn er die Finanzierung findet steigt DOW endlich auf 25000 und SP500 auf 2500. Er wird jeden Ami ein Job geben und vielleicht ein Volkswagen. Die „Pokal-für-Alle“ Generation haben alles versucht: Neuauszählung der Wahlen, Twitter und FB sind Schuld, und jetzt ist Putin und seine Hacker Schuld. Liebe Grünen/Liberale „Gottes Sohn“ kann man nicht entfernt werden er ist hier und wird für immer bleiben sowie die Aktien sie werden nie wieder fallen – nie wieder. Die Welt ist endlich gerettet…

  6. Avatar

    gerd

    13. Dezember 2016 13:09 at 13:09

    Falls hier irgendein Bär hofft, die Zinserhöhung (obwohl erwartet) könne womöglich die erhoffte Wende bringen, entweder sofort oder dann im Januar. Weil es im letzten Januar auch den Kurseinbruch gab, dann wird er vielleicht nicht enttäuscht.

    Aber auf einen Gedankenfehler, den hier viele machen, möchte ich aufmerksam machen:
    Die Baisse Anfang des Jahres hatte mit der
    Dezember-Zinserhöhung nix zu tun (bestenfalls am Rande).

    Sie wurden ausgelöst durch die Kurseinbrüche in China.
    Nicht nur am dortigen Aktienmarkt. Auch der Yuan u.a. war schwach. Zumindest wenn ich die damaligen Videoausblicke richtig in Erinnerung habe.

  7. Avatar

    Marko

    13. Dezember 2016 15:28 at 15:28

    Nö, die „Trump-Rally“ würde gefördert dadurch, dass der Donald, der Donald ist, warum beschäfitgtigt Ihr Euch bezüglich Ihr Euch mit irgendwelden hanebüchchnen Szrarien ?

    Endlich mal ein „anderer“ „Politiker“ hi,hi…

    Das kann man sehen, auf youtube, der Kerl mit seiner Boeing. „Sowas“ hatten wir noch nie, als el Präsdinete….

    Die Zinsanhebung tut dem Markt gut, eigentlich langweilig…

    VG

    Marko

  8. Avatar

    Verinet

    13. Dezember 2016 15:52 at 15:52

    „Trump Rally in Gefahr das Thema dürfte zur US Eröffnung relevant werden“ naja sieht nicht so aus

  9. Avatar

    Pit

    13. Dezember 2016 17:08 at 17:08

    Na also hab ich doch geschrieben Nasdaq 100 mit neuen Rekord

  10. Avatar

    Pit

    13. Dezember 2016 17:11 at 17:11

    Alles hat mal ein ENDE Nasdaq 100 FÄLLT AUF 1000 Punkte
    die nächsten 2 Jahre

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Allgemein

EZB ebnet argumentativen Weg für lang anhaltende Rettungsmaßnahmen

Claudio Kummerfeld

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Die EZB-Zentrale in Frankfurt

Seit der Finanzkrise 2008 veranstaltet die EZB ein Anleihekaufprogramm nach dem nächsten. Die Zinsen sinken im großen Bild gesehen immer weiter. Egal wie gut es der Konjunktur in der Eurozone zwischen 2008 und 2020 wieder ging. Die EZB druckte immer weiter Geld, kaufte immer weiter Anleihen. Länder wie Italien wurden mit EZB-Geld und immer weiter sinkenden Zinsen am Leben erhalten. Nach der Krise war vor der Krise.

Und nun, kommt nach der Coronakrise (die Impfstoffe kommen ja bald) wieder die nächste Krise, nämlich die Rettung der überschuldeten Unternehmen? Deswegen muss die EZB (wie es auch die Fed macht) zusammen mit den Regierungen der Mitgliedsstaaten immer weiter retten, retten und retten. Denn ja, wir wissen es alle. Mit gigantischen Kreditprogrammen, Zuschüssen, Kurzarbeitergeld uvm werden in Europa die Nöte der Coronakrise gemildert, und Probleme optisch versteckt. Am besten erkennt man das beim Thema Kurzarbeitergeld. In Deutschland wurde die ausgeweitete Funktion dieses Instruments erst letzten Freitag im Bundestag bis Ende 2021 verlängert – welch ein Zufall, bis zur Bundestagswahl kann die Kurzarbeit in ihrer jetzigen Form also weiterhin als neuer Dauerzustand für eigentlich arbeitslose Arbeitnehmer genutzt werden. Ein Schelm, wer Böses dabei denkt.

EZB kommt mit „Nicht zu früh aufhören“-Argumentation

Aber zurück zur EZB. Die einfache wie auch clevere Aussage der EZB lautet am heutigen Montag (frei und sinngemäß zusammengefasst): „Wenn wir die Hilfen zu früh einstellen, gefährden wir den Erfolg“. Tja, und wann das Ende der Hilfen angebracht ist, das ist bei der EZB bekanntermaßen eine sehr dehnbare Ansichtssache (siehe Anleihekäufe seit 2008 bis heute – hier eine wunderschöne historische Übersicht zu dem Thema). Im Rahmen ihres heute veröffentlichten Finanzstabilitätsberichts hat die EZB auch einen einzelnen Artikel veröffentlicht, bei dem es um die „Bewertung von Schwachstellen von Unternehmen“ in der Eurozone geht.

Und die Schwachstelle scheint offenbar darin zu bestehen, dass EZB und Regierungen ihre Hilfsprogramme zu früh auslaufen lassen könnten. Man sieht die Probleme wohl auch vor allem beim Zugang zu Krediten und bei steigenden Finanzierungskosten. Die Unterstützung durch die Geldpolitik der EZB habe dazu beigetragen, die tatsächlichen Insolvenzen bisher unter Kontrolle zu halten. Staatliche Kreditgarantien und Konkursmoratorien hätten eine groß angelegte Welle Unternehmenspleiten verhindert. Aber eine beträchtliche Anzahl von Unternehmen könnte gezwungen sein Konkurs anzumelden, wenn diese Maßnahmen zu früh aufgehoben werden oder die Kreditvergabebedingungen der Banken verschärft werden, so die heutige Aussage der EZB. Tatsächlich deute die historische Ko-Bewegung des Anfälligkeitsindikators mit den Unternehmensinsolvenzen und dem BIP-Wachstum darauf hin, dass sowohl die Regierungspolitik als auch die niedrigen Fremdfinanzierungskosten dazu beigetragen hätten, die Auswirkungen der Verschlechterung des Gesundheitszustands der Unternehmen auf die tatsächliche Zahl der Insolvenzen zu dämpfen – auch wenn die Auswirkungen je nach Land, Sektor und Unternehmensgröße unterschiedlich seien.

Dieser neu entwickelte Indikator mache laut EZB deutlich, dass die Anfälligkeit des Unternehmenssektors auf ein Niveau gestiegen ist, das zuletzt während der Staatsschuldenkrise im Euroraum beobachtet wurde. Finanzierungsrisiken hätten sich dank verschiedener Unterstützungsmaßnahmen bisher nicht materialisiert, aber die Anfälligkeit der Unternehmen könne weiter ansteigen und ein Niveau erreichen, das während der globalen Finanzkrise beobachtet wurde. Insbesondere wenn die zweite Welle der Pandemie die wirtschaftliche Erholung zum Stillstand bringe und das Wachstum schwächer ausfällt als prognostiziert, könnte ein frühzeitiger Ausstieg aus den Stützungsmaßnahmen schließlich zu einem deutlichen Anstieg der Unternehmenskonkurse führen, mit Auswirkungen auf die Finanzstabilität auch für die Banken im Euroraum, so die EZB.

Aus Rettung wird Dauerzustand

Tja, haben sie es auch rausgelesen? Diese Aussagen (wie auch jüngst die Warnung von Christine Lagarde vor der Rezession) bieten die perfekte Vorlage, damit KfW-Kredite, Null- und Negatzvinsen, Kurzarbeitergeld, Anleihekäufe in Billionenhöhe etc immer so weitergehen, Jahr für Jahr. Nicht denkbar? Nochmal, ich möchte erinnern an die letzten zwölf Jahre seit der Finanzkrise! Natürlich sind viele Maßnahmen sicherlich gut und richtig wie die KfW-Kredite, Zuschussprogramme etc. Aber vor allem was die EZB da anrichtet mit ihren Kaufprogrammen und abgeschafften Zinsen. Diese Maßnahmen, wenn sie jahrelang immer weiter beibehalten werden, schaffen ein Gesamtumfeld, das nicht mehr ohne zinslose Kredite leben kann, und Staaten die nicht mehr ohne negative Anleiherenditen leben können. Man gewöhnt sich an diese schöne neue Welt sehr schnell – oder besser gesagt, man hat sich längst daran gewöhnt. Ein Ende dieser Geldpolitik der EZB, ist die überhaupt noch vorstellbar bei der Schuldenexplosion bei Staaten und Unternehmen? Entweder immer so weitermachen, oder man riskiert einen großen Knall.

EZB-Grafik zur Verwundbarkeit der Unternehmen
Grafik: EZB

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Anleihen

China hält immer weniger US-Staatsanleihen – warum das kein Problem ist

Claudio Kummerfeld

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US-Flagge

China hält immer weniger US-Staatsanleihen. Laut aktueller Veröffentlichung des US-Finanzministeriums hielt China im Monat September ein Volumen von 1,061 Billionen US-Dollar. Vor genau einem Jahr waren es noch 1,102 Billionen Dollar. Der aktuelle Stand ist der niedrigste Wert seit drei Jahren. Der folgende Chart  zeigt, dass die Tendenz seitdem stetig fallend ist. Will sich da jemand unabhängig vom US-Dollar machen?

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Man kann gleich aus zwei Gründen sagen, dass diese Entwicklung für die USA als gigantischer Neuschulden-Aufnehmer kein echtes Drama darstellt. Denn die folgende Detailgrafik mit den aktuellsten Daten zeigt, dass das Volumen von US-Staatsanleihen, das durch ausländische Eigentümer gehalten wird, binnen Jahresfrist sogar gestiegen ist von 6,92 auf 7,07 Billionen Dollar.

Und zweitens kauft die US-Notenbank Federal Reserve genau wie die EZB und zahlreiche andere Notenbanken derzeit ja in gigantischem Ausmaß die Schulden des eigenen Landes auf. Nur so können die Länder in dieser Coronakrise massiv neue Schulden machen, und das auch noch mit traumhaft günstigen Konditionen. Seit Beginn der Coronakrise im März hat die Fed für 2 Billionen Dollar US-Staatsanleihen aufgekauft. Noch Mitte Februar lag die Rendite für zehnjährige US-Staatsanleihen bei 1,57 Prozent. Jetzt sind es 0,86 Prozent.

Grafik zeigt die größten ausländischen Eigentümer von US-Staatsanleihen

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Allgemein

Logik der Transferunion: Fünf-Sterne fordern EZB zu Schuldenerlass für Italien auf

Claudio Kummerfeld

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am

Geld aus dem nichts von der EZB?

Die mit in der italienischen Regierung sitzende Fünf-Sterne-Bewegung hat heute in einem Blog-Eintrag die Europäische Zentralbank dazu aufgefordert, dass sie Italien einfach Schulden erlassen solle. Aber halt. Wie, was, warum? Die EZB kauft seit Jahren in Billionen-Höhe Anleihen von Euro-Mitgliedsstaaten auf, so auch die von Italien. Offiziell nicht, aber de facto werden die Regierungen von der EZB durchgefüttert (Staatsfinanzierung), mit oft nicht mehr vorhandenen Zinsen.

Und in der Coronakrise hat die EZB nochmal kräftig nachgelegt mit neuen Aufkaufprogrammen in Höhe von 1,35 Billionen Euro. So konnten die Länder in der Eurozone sich in der Coronakrise weiter kräftig verschulden, und die EZB stand als Aufkäufer am Anleihemarkt stets parat. Nun soll die EZB laut Fünf-Sterne-Bewegung Italien doch bitte diejenigen Schulden erlassen, die mit der Schuldenaufnahme für die Bewältigung der Coronakrise zu tun haben. Laut dem Blog-Eintrag gehe es um eine Summe von 140 Milliarden Euro, die bis Jahresende noch auf 200 Milliarden Euro steigen werde.

Die Fünf-Sterne-Bewegung deutet auch an, dass man sich am liebsten die Streichung aller italienischen Schulden wünscht, die von der EZB gehalten werden. Aber doch auf jeden Fall diejenigen, die mit Corona zusammenhängen. Denn das wäre leicht machbar und fair. Tja, so ist das im sozialistischen Märchenland. Man nimmt Kredite auf, die man eh nicht zurückzahlen will. Und in diesem Fall… was soll´s, die EZB gehört ja eh den Mitgliedsstaaten, also auch Italien? Daher kann man praktisch selbst Geld drucken, es an sich selbst verleihen, und dann sich selbst (über das Vehikel der EZB) die eigenen Schulden erlassen?

So einfach geht Politik im linken Märchenland, wo Geld aus dem Nichts entsteht, wo es nicht erwirtschaftet werden muss, und wo aus so einer Vorgehensweise keinerlei Probleme entstehen. Und natürlich, da kann man sich sicher sein… selbst wenn die EZB diese Forderungen gegenüber Italien wirklich streichen würde (was nicht passieren wird), dann wäre dies nicht die letzte derartige Forderung. Dann würde es heißen: Schaut her, es geht doch. Dann kann die EZB von nun an auch als Dauer-Einrichtung neue Anleihen kaufen, und danach auf die Rückzahlung der Forderungen verzichten. Dass die EZB dann selbst Verluste in Billionenhöhe anhäufen würde, welche wiederum Italien und alle anderen Eigentümer der EZB zu bezahlen hätten… egal.

Der Chefvolkswirt der Commerzbank twitterte zu dieser Forderung aus Italien vor wenigen Minuten, dass dies die politische Logik der Transferunion sei. Ja, was soll man dazu noch sagen? Erst das Geld nehmen, und dann nicht zurückzahlen wollen, weil man es sowieso nie vor hatte. Das Geld entsteht ja irgendwo im luftleeren Raum. Aus der Illusion wird eine Wirklichkeit. Wo ist also das Problem, wenn man diese Schulden einfach streicht? So einfach und angenehm ist diese linke Sichtweise auf komplexe finanzielle Zusammenhänge.

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