Aktien

Videoausblick: Trump verspricht Freibier für alle!

Von Markus Fugmann

Donald Trump hat den Märkten gestern „maximale“ Steuersenkungen versprochen, alles werde einfacher, jeder werde profitieren. Ob das wirklich so einfach durchzusetzen sein wird ist eher zweifelhaft, aber die US-Aktienmärkte sind voller Zuversicht auf diesen Stimulus, der alle Sorgen über mögliche Zinsanhebungen durch die Fed auszulöschen scheint. Auffallend wieder einmal, dass die US-Futures direkt nach Parkett-Handelsschluß hochgezogen werden (ähnlich wie am Vortag), man mutmaßt über Schieflagen großer Player. Der Dax ist von der Stärke der US-Indizes weit entfernt, gestern wieder ein unerklärlicher Schwächeanfall vor US-Eröffnung. Der Dollar trotz der gestrigen US-Daten mit stark anziehender Inflation und hawkishen Fed-Sprechern plötzlich in der Defensive – die asiatischen Märkte sind weniger enthusiastisch als die US-Märkte..



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15 Kommentare

  1. Sehr geehrter Herr Fugmann, als regelmässiger Leser/Hörer des Marktgeflüsters erlaube ich mir eine Frage zu stellen. Seit ein paar Monaten halte ich ein Reverse Bonuszertifikat (DL64MX), Laufzeit Juni 2017, DAX Schwelle 13000. Es bereitet mir mittlerweile schlaflose Nächte. Würden Sie es halten oder mit Verlust verkaufen? Ich weiss, dass Sie keine Garantien geben können; ich wüsste nur gerne Ihre ganz persönliche Meinung als erfahrener Kenner der Materie. MfG Steinkamp

    1. @Steinkamp, ehrlich gesagt kenne ich mich mit solchen Zertifikaten nicht wirklich aus. Es sieht aber so aus, als ob das eine Art Short auf den Dax ist, den Sie da im Depot haben mit Laufzeit Juni 2017, wobei es gut für Sie ist, wenn der Dax die 13.000 nicht erreicht. Nach meiner Auffassung sollten Sie wieder gut schlafen können..die Party in den USA dürfte im März vorbei sein..

    2. Das Produkt Reverse-Bonus-Capped wird aus der Alchemisten-Küche der Emittenten gern als Anlageprodukt angepriesen ,ist aber eine Spekulation mit psychischen Folterpotential.Das Ganze macht nur Sinn ,wenn es einen kleinen Teil,eines ansonsten Long ausgerichteten Depots ausmacht.
      Bis 13000 im Dax zum Juni,da würde ich mir noch nicht soviel Gedanken machen,erst wenn z.B. die 12400 überschritten werden,sollte man vielleicht die Position reduzieren,weil ja schon bei kurzen Antippen der Schwelle ,der Bonus perdu ist,und man dann sofort einen deutlich unter Wasser liegenden Short hat.
      Lieber in ein aus dem Geld liegenden Dax-Discount-Zertifikat investieren,der Spread ist da niedriger und man kann bei Marktveränderungen die Position leichter umswitchen.

      1. Es war natürlich ein im Geld liegendes Discount-Zertifikat gemeint,damit lassen sich unerwartete Börsenbewegungen ruhiger überstehen,sorry für den Vertipper.

  2. wie ich das verstanden habe muss Trump Ende Februar Butter bei die Fische geben also
    dann kommen die facts…meiner Erfahrung nach steigen die Indizes aber wacker genau bis zu oder kurz vor diesem Punkt in erwartungsvoller Vorfreude also solange kann man dann noch wohl warten mit shorts bzw eher auf der Longseite bleiben

  3. viele dieser Zertifikate beruhen auf der Tatsache, daß potenzielle Anleger Eintrittswahrscheinlichkeiten falsch (meist zu gering) einschätzen.
    Stichwort hier Ankerheuristik.
    Letztendlich muss man sich klar machen, daß auf der Gegenseite die emittierende Bank steht, deren Computerprogramme dieses Zertifikat vom statistischen Erwartungswert her als positiv eingestuft haben.
    Eine ganz einfache Grundregel an der Börse lautet: Niemals Zertifikate kaufen.

    1. @PK, sehr richtig, Zertifikate sind Profitmaschinen für Banken!

  4. P.S. mit positiv einstufen meinte ich natürlich für die Bank, also negativ für dich.

  5. Herr Fugmann könnten sie das Thema der möglichen Schieflage etwas genauer beschreiben. Solche Themen hat es ja schon häufiger gegeben und man konnte sich dann vorher ungewöhnliche Marktentwicklung erklären. Die SocGen und der DAX fällt mir da als Beispiel ein.

      1. Vielen Dank für den Link. Da kann man gespannt sein was nach dem 17. passiert.

  6. @Markus Fugmann
    im Video erwähnt „Gute Einzelhandelszahlen.“

    Erinnere mich ich richtig, dass Sie mal gesagt hatten, auch höhere Benzinpreise würden in der Statistik zu tendenziell höheren Einzelhandelsumsätzen führen?
    Oder laufen die gesondert?

    1. @Gerd, ja das ist so, die Benzin-Verkäufe sind darin enthalten. Steigt also der Benzinpreis und tanken die Leute nicht weniger als bei niedrigeren Preisen, erhöht das die Einzelhandelsumsätze!

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