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Videoausblick: Trumps Steuer-Lüge!

Donald Trump hat sich in Sachen Steuersenkung bei einer faustdicken Lüge erwischen lassen. Denn anders als von Trump bei seiner Rede vorgestern extra betont, wird vor allem er selbst stark profitieren von der Steuerreform. Damit kommt etwas auf den Punkt: die Kritik an den Steuerplänen wächst in den USA, weil immer mehr in Frage gestellt wird, ob wirklich die Mittelklasse profitiert..

Markus Fugmann

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Markus Fugmann

Von Markus Fugmann

Donald Trump ist nicht gerade als Wahrheits-Fanatiker bekannt – und in Sachen Steuersenkung hat er sich bei einer faustdicken Lüge erwischen lassen. Denn anders als von Trump bei seiner Rede vorgestern extra betont, wird vor allem er selbst stark profitieren von der Steuerreform – mit ca. 500 Millionen Dollar an Steuer-Einsparungen. Damit kommt etwas auf den Punkt: die Kritik an den Steuerplänen wächst in den USA, weil immer mehr in Frage gestellt wird, ob wirklich die Mittelklasse profitiert. Gestern ein volumenarmer Handel ohne große Bewegung, sowohl beim Dax als auch an der Wall Street – nach der Rally vom Mittwoch kehrt nun langsam Ernüchterung ein..

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47 Kommentare

47 Comments

  1. Avatar

    Savestrax

    29. September 2017 08:58 at 08:58

    Und Ernüchterung heisst in der Börsenneuzeit leicht steigende Aktienmärkte.

    Nachdem der schlechteste Börsenmonat des Jahres heute mit einem schönen Plus zu Ende geht wird wohl ab Montag der volatilste Börsenmonat starten und im VIC nicht über 11 hinauskommen.
    ;-)

    • Avatar

      Marko

      29. September 2017 11:18 at 11:18

      und wer Schuld daran, am niedirigen VIX ? ;D :D

      Wenn gewisse Leute die Realität (mal endlich) anerkennen wollten (!), da hätten hier alle, sogar die Bären, ihren Spaß am Aktienmarkt… bzw. Rentenmarkt, bzw dem Markt an sich… Aber nein, typisch Bundesbankladen… Und leider haben „die“ die Macht…

  2. Avatar

    Savestrax

    29. September 2017 08:59 at 08:59

    Soll natürlich im VIX heissen.

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    PK

    29. September 2017 09:21 at 09:21

    https://www.cnbc.com/2017/09/27/morgan-stanley-strategist-says-bear-market-could-start-next-year.html

    Mike Wilson meint, es geht bis 2700 im SP500, Höhepunkt wenn die Tax Reform erfolgreich den Senat passiert (übrigens reicht hier doch eine einfache Mehrheit !) und dann eine 20% Korrektur in Q1-2018.
    Mir gefällt seine Bezeichnung „the most hated bull market in History“.

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    Bademeister

    29. September 2017 09:36 at 09:36

    @Herr Fugmann Gibts einen Grund dafür, warum Gold gerade ordentlich zulegt?

    • Markus Fugmann

      Markus Fugmann

      29. September 2017 09:40 at 09:40

      @Bademeister, nicht dass ich wüsste..

      • Avatar

        Bademeister

        29. September 2017 10:00 at 10:00

        Danke, vielleicht machen ja die Chinesen gerade letzte Einkäufe vor den Feiertagen. Tillerson soll, glaub ich jedenfalls, auch gerade in China sein bzgl. Nordkorea. Vielleicht ein letztes Aufbäumen der Bullen….

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    Jana

    29. September 2017 09:37 at 09:37

    Naja naja Herr Fugmann diese Überschrift ist ja nun martialisch. Ohne das ich im Detail die Pläne genau analysiert habe – es ist höchst unwahrscheinlich dass die Steuerreform alle bevorteilt außer Trump.
    Mit anderen Worten: wären für Sie die Steuerpläne nur als ,Keine Lüge‘ zu bezeichnen wenn alle profitieren außer Trump oder wie?
    Sollte es darin extra Paragraphen geben die beinhalten das Trump nicht zu profitieren hat oder wie? – wenn Unternehmen profitieren dann ist das nun mal so – und wenn Trump an Unternehmen beteiligt ist ja dann profitieren auch die neunmal davon. Aber wie viele Unternehmen in den USA profitieren, die nichts mit Trump zu tun haben? Trump hat echt genug Geld.

    • Markus Fugmann

      Markus Fugmann

      29. September 2017 09:41 at 09:41

      @Jana, Trump hat sich in der Rede als selbstlos dargstellt und klar gesagt, dass er nicht davon profitieren werde – und das ist nachweisbar falsch, zumal Trump das eben durchaus klar sein dürfte, wie die Dinge wirklich stehen, dazu ist er schlicht zu sehr Geschäftsmann!

  6. Avatar

    Masud79

    29. September 2017 12:19 at 12:19

    Herr fugmann wahrscheinlich mache ich mich aufgrund der zunehmenden Kritik immer unbeliebter bei ihnen aber mit fällt abermals auf dass sie ihren Tagesausblick mit Argumenten starten dass die Kurse heute fallen müssen oder sollten ( gebe zu hab nur den Text gelesen konnte das Video noch nicht sehen ) aber sie und ich wissen dass heute alle Indizes auf neuen hochs aus dem Handel gehen werden sogar dann wenn heute noch eine Bombe in Paris explodiert oder ein unbekanntes flugobjekt über Japan fliegt

    • Avatar

      PK

      29. September 2017 13:02 at 13:02

      eigentlich gings Fugmann nur um die Steuerlüge von Trump, und da hat er einfach recht. Dazu gibt es auch genug detailliertere Berechnungen z.B. in Artikeln der NY Times.
      Das Wahlvolk der Amerikaner ist aber so grenzdebil, daß die Reform wahrscheinlich wirklich zu Teilen durch kommt.
      Und die lernen ja nichts dazu, siehe die Wahl von Roy Moore:
      http://www.fr.de/politik/roy-moore-noch-rechter-als-donald-trump-a-1359715

  7. Avatar

    madsoul

    29. September 2017 12:37 at 12:37

    @masud79
    Ich gehöre zu denen, die kein Problem damit haben, dass die Ihre Intuition falsch liegt, (ja zuletzt ziemlich souverän daneben, ich bin kruz davor ein schizophrenes zweite Konto zu machen, auf dem ich immer genau das Gegenteil meiner Intuition mache, dann bin ich wohl bald Onkel Dagobert), aber woher kommt Ihre Erkenntnis, dass Sie etwas genau wissen; aus der Historie , weil immer zum Quartalsende/Wochenende alles steigt, die Amis immer nur nach oben gehen ?
    Wenn dem So ist, dann machen wir es uns doch alle einfach: Wir drücken auf den Kaufen Knopf, und schwups haben wir von dieser Sekunde an jedes Quartal ein fettes Plus in der Tasche.
    Am besten noch mit Hebel von 300-500 dann ist ja bei 20K die Mio zum Weihnachtsfest schon eingeloggt.

  8. Avatar

    Segler

    29. September 2017 13:25 at 13:25

    Verstehe es nicht.
    Warum in aller Welt shorten Händler hier einen derartig starken Markt ?
    Schaut doch einfach ins Orderbuch, schaut auf das Volumen, guckt die Advance/Decline an. Allein diese hat bereits vor zwei Wochen den upmove angekündigt.
    Schaut auf das Put/Call ratio – nicht auf die absolute Zahl, denn die ist irrelevant.
    Schaut INTRADAY ! – Schaut den VIX Intraday.
    Mensch Leute. Manchmal möchte ich Euch schütteln und „Aufwachen !!“ zurufen.
    Ich habe immer den Eindruck, Ihr seid zu faul, solche hervorragenden und zumeist kostenlosen Zeichen anzusehen !
    Jede Menge Zeit zum Posten, aber keine 5 Minuten für ordentliche Recherche oder tägliche Routinen. Aber hier herumheulen, wie ungerecht oder „irrational“ die Börsen sind. Jammerlapen aus dem Jammerland.
    Trading ist doch so easy. Ja, geradezu öde. Ehrlich.
    So – und jetzt an die Hausaufgaben.
    Tipps und Material habe ich ja schon genug gepostet.
    Ich komme Ende November kontrollieren.
    :-)

    • Avatar

      Gerd

      29. September 2017 13:34 at 13:34

      „Warum in aller Welt shorten Händler hier einen derartig starken Markt ?“
      Vielleicht weil Kim im Oktober wieder eine Rakete startet?

      Aber ansonsten haben Sie vollkommen recht, Segler. Ist meine Meinung auch.

  9. Avatar

    madsoul

    29. September 2017 14:01 at 14:01

    @Segler

    es jammert doch keiner.
    Meine Brötchen verdiene ich anders, dass hier ist nur ein Spiel.
    Wenn man seine Existenz von dem Theater Börse abhängig macht, stimmt es sowieso nicht.
    Ich habe sowohl im Job als auch privat schon alles durch und mich jedesmal wieder aufgerappelt (Wenn Dich Deine Scheidung Haus und Firma kostet, hast Du die Erfahrung gemacht, dass es egal ist wer Dein Geld kriegt, es bist eh nicht Du, und auch der „Supertrader“ der seinen Porsche zur Belohnung kauft, vernichtet beim Fahren vom Händlerhof schon die ersten 25%).
    Also immer locker bleiben, zum glücklich Leben braucht man wenig, das kann man sich für den kleinsten Taler kaufen. Und wenn man wie ich von den Ärzten nur noch die Aussagen „na sieht ja wieder leider etwas schlechter aus“ bekommt, hat man eh einen anderen Fokus.

    Mir fällt nur auf, dass vor allem die die bullisch unterwegs sind, meist nur mit pauschalen Dingen kommen, und ex poste mit Erklärungen der Sorte war doch klar kommen.

    Daher konkret die Frage am Beispiel VIX.

    Wie interpretiere ich den denn bitte intraday ? Bei welcher konkreten Marke sollte man denn z.B. Heute einen Long auf den S&P machen, denn short ist ja offensichtlich verboten ;-)

    • Avatar

      Segler

      29. September 2017 15:23 at 15:23

      Hallo Madsoul,
      Da hat das Leben Dir manches Mal ein Bein gestellt, höre ich.
      Weil Du so konkret fragst:
      1.) Short ist ntürlich nicht verboten, sondern manchmal sinnvoll.
      2.)Thema Vola-Handelssystem
      In den folgenden Bildern kannst Du unsere Entries (long Index, bzw. long SVXY) erkennen. Unser Handelssystem produziert extrem verlässliche Signale.
      Sie bedeuten nicht, dass man täglich immerzu handeln muss.

      Hier ein Eindruck:
      https://picload.org/view/dgopioga/entriessvxy.jpg.html
      Bitte beachten Sie, dass wir nicht allein den VIX als einziges Kriterium hernehmen, sondern vorgeschaltete Filter benutzen.
      Mit deren Hilfe gehen wir in sich ankündenden Krisen sehr frühzeitig aus dem Markt.
      Auf diese Weise halten wir zwischenzeitliche Drawdowns flach.
      Details zu unserem System erspare ich dem Forum. Das führt zu weit.
      3.)
      Zum Thema Daytrading anhand von Volumenprofilen, Orderbuch, Deltas etc. habe ich bereits umfangreich Beiträge gepostet. Ich möchte sie an dieser Stelle nicht wiederholen
      Vielleicht habe ich mich mit meiner Forderung nach VIX-gucken etwas unklar ausgedrückt. Es zielt nicht auf ultrakurze Zeiträume intraday ab.
      Hier dir jüngsten Beispiele:
      https://picload.org/view/dgopicli/entriessvxy_chartsvxy.jpg.html

      Ab 2018 werden wir hier auf Wunsch unsere Signale zeitnah posten.
      Das aber nur, wenn Herr Fugmann sein ausdrückliches Okay gibt.
      So kann jeder mitverfolgen, was wir machen.
      Es ist kein Geheimnis. Es liest ohnehin keiner.
      Und selbst wenn – innert Minuten ist der Beitrag in des Bademeisters Wanne verschwunden. So what. Nur damit Sie nicht mehr sagen können „ex post
      :-)
      Good Trades

      • Markus Fugmann

        Markus Fugmann

        29. September 2017 15:36 at 15:36

        @Segler, hier mein ausdrückliches „OK“! Sehr gerne!

      • Avatar

        madsoul

        29. September 2017 15:49 at 15:49

        @ segler
        Vielen Dank für die Antwort, Bild kann ich leider grade nicht öffnen. Es wäre mir eine Freude mehr davon zu lernen, dann mach ich mich mal in den Sümpfen des Forums auf die Suche nach Ihren Beiträgen

        • Avatar

          Segler

          29. September 2017 16:28 at 16:28

          Einfach den Link kopieren und im Browser einfügen.
          Kann auch am adblocker liegen.
          Im Forum schrieb ich Beiträge früher mit dem Nick Katamaransegler
          Der war aber zu lang und vor allem dem Columbo stiess er sehr übel auf.
          Vielleicht leidet er oft unter Seekrankheit, der Ärmste

  10. Avatar

    Altbär

    29. September 2017 15:02 at 15:02

    @madsoul, gute Einstellung,wenn man sovlele Erfahrungen gemacht hat,vor allem schlechte, ist es nicht unklug ein bisschen vorsichtig zu sein.Denn unverbesserlichen Permabullen möchte ich nur sagen, dass beim 1987 Crash am Freitg Abend noch total bullisch Stimmung war u.am Dienstag morgen ca.25% tigere Kurse gestellt wurden.Es gibt immerhin eine Chance ,dass nach dem heutigen Window Dressing eine kleine Korrektur anfallen könnte.

    • Avatar

      PK

      29. September 2017 15:13 at 15:13

      komplett falsch.
      Bereits der Freitag war sehr schwach mit -100 Punkten im Dow, damals fast 5% Kursverlust. Die ganze Woche davor war schon sehr schwach und die damalige Aufwärsttrendlinie war gebrochen worden.

    • Avatar

      Segler

      29. September 2017 15:34 at 15:34

      Das ist totaler Blödsinn – Sorry
      Der Einbruch hatte sich längst vorher abgezeichnet.
      Der Markt war schwach. Schauen Sie einmal die Indikatoren dafür an.
      Auch alle anderen Einbrüche kamen niemals „über Nacht“
      Sowohl 2001, und auch die Finanzkrise bereits ab Juli 2007-Mitte 2008.
      Anders Beispiel ist der Zeitraum Mai-Juli 2013
      IMMER gingen ihm der Rückgang der ADC vorher und auch Distributionstage über längeren Zeitraum von mehreren Wochen bis Monaten.
      Alles klar belegbar mit Charts von ADC, Distributionstagen, Put/Call Ratio Charts etc.
      Fallen Sie nicht auf Märchen von Crash-Propheten herein !
      Gucken Sie auf die Charts. Es liegt alles offen.
      Alles

  11. Avatar

    madsoul

    29. September 2017 15:14 at 15:14

    Sehe ich auch so, mein dax short is ja nun leider zu null rausgegangen ist, muss ich meiner Liebsten heute wohl Blumen pflücken und nicht kaufen ?

  12. Avatar

    Altbär

    29. September 2017 15:54 at 15:54

    Ja da nehme ich mal an dass diese Super-Hellseher beim Crash 1987 tüchtig Geld verdient haben.Seid mal ehrlich ? u. bei den weiteren Korrekturen ?

    • Avatar

      PK

      29. September 2017 16:11 at 16:11

      ich hab damals Geld verloren.
      Ich hatte den Crash tatsächlich kommen sehen aber dummerweise auf Goldminen gesetzt.
      Es geht mir eher darum, daß man nicht einfach Sachen behauptet, nur weil man es sich vielleicht so wünscht.
      Viele Bären hier wünschen sich anscheinend einen Crash so sehr, daß die selektive Wahrnehmung zu einer kompletten Verzerrung der Realität führt.
      Aber wie Segler schrieb – man muss nur die Vergangenheit etwas bemühen um zu sehen wie sich Crashs oft anbahnen. Sie starten fast immer als klassische Korrektur. Deshalb macht es auch so selten Sinn in neue Hochs zu shorten in der Hoffnung es wäre das ultimative Hoch vor dem Crash. Sowas ist ein Spiel gegen jede Wahrscheinlichkeit. Da kommt einer von 1000 mit einem vollen Konto raus, alle anderen verlieren.

      • Avatar

        Segler

        29. September 2017 17:21 at 17:21

        joooohh…
        Damals war ich noch mit Optionsscheinen unterwegs.
        Kurse habe ich im Aushang im Fenster geguckt, bei der „Bank für Gemeinwesen“
        Später die sauteuren Charts auf Papier von Hoppenstädt gekauft.
        Meine Güte ..
        übrigens … Start als klassische Korrektur …
        Man sieht es immer wieder in der Commodities noch heute.
        Ja, das Wunschdenken.
        Und wenn der „Crash“ dann tatsächlich kommt ?
        Wer hat wirklich einen vorgefertigten Plan für diesen Fall ?
        Wer hat Cash parat, um in günstig bewertete Unternehmen einzusteigen ?
        Woran erkennen sie, wann der Downmove zu Ende ist ?
        Aber genau darin liegt die Möglicheit zum Geld verdienen.
        :-)

        • Avatar

          PK

          29. September 2017 17:53 at 17:53

          „Und wenn der „Crash“ dann tatsächlich kommt ?
          Wer hat wirklich einen vorgefertigten Plan für diesen Fall ?“

          das ist eben das nächste Problem. Man wartet Jahrelang auf den Crash und hat schon mehrfach sein Depot mit KO und Puts versenkt und wieviel kann man dann an so einem Tag wirklich rausholen ? Gehört man zu den 99%, die nach dem ersten fetten down-Schub die Puts mit mageren 50% glatt stellen oder schafft man es wirklich bis Tagesende zu warten ?
          Das assymetrische Verhalten bring die meisten Trader sowieso dazu, Verluste beliebig auszusitzen und dann den ersten guten Gewinn gleich zu realisieren.
          Die Gewinne, die man an so einem Tag, der alle 20 Jahre mal kommt macht, sind daher alle Phantasie und nicht reell.

          • Avatar

            Segler

            29. September 2017 18:22 at 18:22

            @PK
            Zur Assymmetrie und zur Traderpschologie:
            Ich habe mich irgendwann nach zahllosen schmerzlichen Erfahrungen von der so typischen Illusion verabschiedet, einen Kurs prognostizieren zu können.
            Es kratzt zwar noch heute an meinem Ego – aber ich bin der Gesellschaft von 90 % anderer Trader, die es ebenfalls nicht können.
            Meine Konsequenz daraus war das Short Selling von Optionen und der Handel mit Volatilität auf der Short Seite (meistens Short VXX)
            Wie kann man aus einer Panik am Markt Gewinn ziehen ?
            Ein Kollege von mir hat es in seinen Videos gut zusammengefasst.
            Einer seiner Mitarbeiter hat auf den IB Days genau zu diesem Thema gesprochen-
            Der Alexander wirkt noch etwas nervös, aber er hat einen guten Vortrag gehalten. :-) Chapeau.
            https://www.youtube.com/watch?v=R3pN2ApAiYM

          • Avatar

            PK

            30. September 2017 18:18 at 18:18

            @Segler:
            Hab mir das Video angeschaut.
            Zum Thema Stillhalter Optionsstrategien fallen mir spontan die Aussagen der Nobelpreisträger Scholes und Merton sowie natürlich Meriwether ein, nachdem sie den LTCM in den Sand gesetzt hatten.
            Eigentlich, so meinten sie nach dem Bankrott, war die Wahrscheinlichkeit für einen Bankrott ja 1:1e10 gewesen und sie hätten nichts falsch gemacht.
            Und auch einen Tag wie 1987 darf es ja entsprechend einer klassischen statistischen Wahrscheinlichkeits-Verteilung ja nur alle 10 Milliarden Jahre geben.
            Mir machen Strategien Angst, wo das Verlustrisiko im Prinzip unendlich ist. Stops können in bestimmten Marktbedingungen auch versagen.
            Aber ich gebe zu, ich hab mich zu wenig damit beschäftigt.
            Hoffentlich überlebt der Trader aus dem Video auch einen volatilen Bärenmarkt. Ich selber würde mir als Vermögensmanager nur jemanden aussuchen, der bereits einen Bärenmarkt selber erlebt und finanziell überlebt hat.

  13. Avatar

    ex -Bänker

    29. September 2017 16:18 at 16:18

    @ Segler,Crash 1987
    “ Der Einbruch hat sich längst vorher abgezeichnet.“
    Der DJ hat von Anfang Juli bis Ende August von ca.2400 auf ca.2700 zugelegt ?

  14. Avatar

    Segler

    29. September 2017 17:02 at 17:02

    Hallo Bänker
    auf die Schnelle ein Bild des ADC Index von Mitte 1987
    Distributionstage habe ich nicht so weit in der Historie zurück.

    [URL=https://www.pic-upload.de/view-34001582/ADC87.jpg.html][IMG]https://www2.pic-upload.de/thumb/34001582/ADC87.jpg[/IMG][/URL]

    Ganz ähnlich sieht es Mitte 2015 aus.
    Nehmen Sie für 2015 einen Chart des ADCRT (Russel-ADC)
    Dow ist heutzutage weniger aussagekräftig. Zu sehr von Einezlwerten und Banken beeinflusst und vor allem nicht gewichtet. Das verfälscht den Eindruck
    Gruss

  15. Avatar

    ex -Bänker

    30. September 2017 13:49 at 13:49

    @Segler, Respekt vor Ihren mehrheitlich guten Kommentaren, aber
    Sie sagen ,der Einbruch 1987 habe sich längst abgezeichnet u.
    Sie hätten die Daten nicht so weit zurück ? ?
    DER DJ HAT VON MITTE MAI BIS MITTE AUGUST 87 CA.20 % ZUGELEGT, also sollte sich der Einbruch während eines der grössten Rallys abgezeichnet haben?
    Sie sind jetzt auch bullisch, wenn in den nächsten Monaten eine Korrektur kommt, würden Sie auch das Gleiche sagen ?
    Ich kenne nur eine Person die den 87 Crash vorausgesagt hat ,das war Felix Zulauf u.darum wurde er in dieser Zeit in den Finanzkreisen weltberühmt.

    • Avatar

      PK

      30. September 2017 17:56 at 17:56

      ich erlaube mir mal hier zu antworten und einen Chart reinzustellen:
      http://www.nextbigtrade.com/wp-content/uploads/2011/10/indu.png
      Dem Crash ging doch eine Wochelange seitwärtsphase voraus, die dann in eine Abwärtsbewegung über ging.
      Das bedeutet, daß es schon am Freitag vor dem Crash im Prinzip gar keinen klassischen Indikator mehr gab, der nicht auf Sell stand.
      Hier noch der Daily:
      http://marketchartpattern.com/wp-content/uploads/2015/07/INX-iPattern-Jul-26-2019-PM-1-day_.png
      Sogar der 200’er MA war am Freitag gebrochen.
      Das ganze hat nichts aber auch gar nichts mit der aktuellen Situation zu tun.
      Nur aus der Tatsache, daß man sehr lange oder sehr stark gestiegen ist sollte man niemals eine short Handelsentscheidung ableiten.
      Das ist ein Spiel gegen jede Statistik mit negativem Erwartungswert.
      Natürlich kann sich die Situation in den nächsten Monaten verändern und in ein bearishes Scenario übergehen. Das wird sich aber nicht von heute auf morgen entwickeln (ausser bei einem Black Swan Event). Wie man eben an 1987 schön sieht, entwickelt sich sowas über Wochen.

    • Avatar

      Segler

      30. September 2017 18:45 at 18:45

      Hallo Bänker,
      Meine Formulierung war unglücklich.
      1. „Auf die Schnelle“ hatte ich Ihnen ein Bild der Advance/Decline der NYSE gepostet
      2. Die Informationen über Distributionstage habe ich nicht für diesen Zeitraum
      3. Ich habe keinen Crash vorhergesagt.
      4. Damals hatte ich nicht das Wissen, welche Hinweise und Signale die Märkte senden
      5. Ja, bullisch bin ich seit ca. zwei Wochen. Siehe mein Post, dass alles nach dem Startschuss für eine neue Rallye aussieht und dass die 12800 schnell kommen können
      6. Ich bin jetzt der Meinung, dass eine Korrektur ansteht.
      7. Long-Positionen im SVXY empfehle ich auf die Hälfte zu reduzieren
      8. Aktuell würde ich keine weiteren Short Puts auf Aktien schreiben
      9. Der Commodity Markt ist Vola-mässig komplett ausgetrocknet – aktuell kein short selling in Options. Nirgendwo. Eine Vola-Wüste, wie ich sie nur selten erlebt habe.
      Gruss und ein schönes Wochenende

  16. Avatar

    ex -Bänker

    1. Oktober 2017 11:06 at 11:06

    @Segler,zuerst ein Riesenkompliment, dass man einen Fehler oder wie auch immer man das nennen soll,zugibt, das nenne ich Charakterstärke.
    Ich denke auch dass Sie sehr viel Fachwissen u.Erfahrung haben u.DAS WICHTIGSTE,den Realitätssinn nicht verloren haben.Ich erinnere mich an Ihre Aussage „. dass dle Notenbanken nicht ewig u. immer Aktien u.Anleihen kaufen können.
    Eine Frage stellt sich mir trotzdem, am 29.9 waren Sie in ihrem Kommentar noch sehr bullisch ( warum shorten Händler in einem derart starken Markt ?) am 30.9. sagen Sie “ Ich bin der Meinung ,dass eine Korrektur ansteht“
    Sind Sie am Freitag Abend mit Marc Faber saufen gegangen? Spass beiseite ,könnte das daran liegen ,dass Sie als Trader die Sache immer kurzfristig sehen.
    Wenn das so ist ,müsste man an gewissen Tagen mehrmals die Meinung ändern.Ich meine überhaupt man sollte Traden u.Aktienhandel als Anlage total unterscheiden.Noch ein Hinweis,da wir immer von Bilanzsumme u.Tapering reden, wir reden immer von EZB U.FED. dass Japan eine Bilanzsumme hat die so gross ist wie beide andern zusammen ist erstaunlich u.der NIKKEI ??
    Bitte googelt: Howard Marks- WER GLAUBT ER WISSE BESCHEID ,IST NAIV
    Gruss

  17. Avatar

    Segler

    1. Oktober 2017 13:51 at 13:51

    Hallo Bänker,
    Zuviel der Ehre mit der Charakterstärke.
    Ich schätze Ihre humorvolle Art kritisch nachzufragen und im positiven Sinn mit „anpieksen“ eine Diskussion in Gang zu halten.
    Nun sitze ich hier und frage mich, weshalb meine (für mich so klaren) Statements bei anderen auf Miss- und Unverständnis stossen.
    Im Grunde müsste ich jeweils stets den zugrunde liegenden Zeithorizont UND die Tradingtechnik angeben. Konkret: Ich hätte meine Formulierung präzisieren müssen:
    Z.B.
    „Für mich ist unverständlich, weshalb so viele Trader seit dem 1. September kurzfristige Shortpositionen eingehen, wo doch die Profile und der ADC einen starken UPmove ankündigen, bzw. bestätigen “
    Damit bezog ich mich auf die Vergangenheit der letzten Wochen.
    Sie interpretieren nun einen „bullischen“ Kommentar, dergestalt, dass ich für nächsten Tage oder Wochen einen steigenden Index erwarte.
    Okay .. kann man so interpretieren – war aber nicht so gemeint.
    Inzwischen hat sich das Chartbild und das Profil geändert.
    Die Advance/Decline ist noch immer steigend,
    Trumps Steuerdeal und Repatriierungprogramm und vor allem die Ausicht auf weiteres „In Ruhe lassen der Goldmänner“ hat extrem beflügelt
    Aber:
    – Im Profil ist eine Spitze im Hoch zu erkennen
    – Im Profil ist seit der 12600 (fadax) ein kontinuierlich fallendes Volumen zu sehen
    – der POC (Point Of Control, sowie das Volumenpeak ist bei 12600 veharrt
    – Ein gewaltiges Marktvolumen im Bereich zwischen 12650 und 12 825 wurde bereits im Juni und Juli verarbeitet.
    Daher der recht schnelle Durchschuss durch diese Zone Jetzt sind zwei Szenarien wahrscheinlich:
    80 % Wahrscheinlichkeit
    a) Handelsrange mit grösserem Volumen zwischen 12 850 bis herunter 12 600
    10 % b)
    kurzer Rückfall und weiterer Schub deutlich über die 13 000
    10 % c)
    Handelsrange zwischen 12500 bis 12 300

    Fazit:
    Ohne Volumenfundament sehe ich keinen weiteren nachhaltigen Upmove.
    Im übrigen ist bei dem starken upmove das Put/Call Ratio nicht gefallen, sodern sogar gestiegen
    Das heisst, zunehmend mehr Marktteilnehmer sichern ihre Positionen jetzt ab.
    Wenn sie weiteren Upmove erwarteten, würden sie es nicht tun.
    Und noch etwas:
    – Monatsende ist verbei
    – Quartalsende vorbei
    – Der Upmove in den USA ist zum ganz grossen Teil auf Aktienrückkäufe von Unternehmen zurückzuführen
    Sie nehmen Kredite auf. Geld gibt es ja umsonst.
    Im Börsenjargon hatte ich all das verkürzt mit „Korrektur im Enstehen“ formuliert.

    Für Crash- und Unwetter-Sehnsüchtler:
    Noch ist keine Wolke am Horizont zu sehen.
    Bis vorgestern herrschte Blauthermik
    Im Met-briefing wäre zu lesen: Eine labile Schichtung ist jedoch im entstehen
    Abbruchkante in den Weekly-Profilen liegt bei 12500
    Ab 11600 kann man richtig von einem Shortmove ausgehen, falls es soweit kommt.
    Dann auf den VIX achten und Cash parat halten

    Mein Fazit:
    Aktuell keine weiteren SVXY mehr zukaufen – keine weiteren VXX shorten
    sondern Verringerung in den vorhandenen Positionen um 50 %
    Des weiteren haben Sie mir unterstellt: dass ich „als Trader die Sache immer kurzfristig sehe“
    Genau das tue ich eben nicht
    Daytrading ist für mich eine eher seltenes Geschäft
    Ich konzentriere mich auf mittelfristiges Handeln mit Stillhalterstrategien vorwiegend in Options auf Commodities
    und Vola-Handel auf Vix-Derivate
    Im übrigen haben Sie mit Ihrem Satz
    „Ich meine überhaupt man sollte Traden u.Aktienhandel als Anlage total unterscheiden“
    vollkommen meine Zustimmung.

    Ihre Kritik und Fragen gefallen mir.
    Sie als Kritiker und „advocatus diaboli“ und ich als teils überbordend kreativer und konstruktiver Typ könnten gut zusammenarbeiten
    :-)
    Noch einen schönen Sonntag

    • Avatar

      Andreas

      1. Oktober 2017 18:25 at 18:25

      Segler:

      Ich bin wirklich erstaunt über ihr Fachwissen und muss zugeben, auch etwas neidisch
      Bin sehr froh hier ihre Marktmeinung lesen zu können. Gibt mir ein gewisses Gefühl von entspanntheit auf meine Trades (-;…
      Wäre sehr nett, wenn sie mir einige Fragen beantworten könnten:

      Wie sind sie zu so einem fachlichen Wissen gekommen? Haben sie Bücher gelesen oder Kurse besucht? Wenn sie Bücher gelesen haben, welche könnten sie mir empfehlen?
      Welche Internetseiten suchen sie auf um sich zu informieren? Und vor allem, welche Indikatoren nutzen sie hauptsächlich?

      Danke schon mal im voraus.

      • Avatar

        Petkov

        1. Oktober 2017 20:42 at 20:42

        @Hr. Fugmann: was halten Sie vom Vorschlag, die Bücher, von denen der Katamaransegler mehrmals hier im Forum gesprochen hat, einfach in den bereits vorhandenen Literaturempfehlungsbereich von FMW aufzunehmen?

        @Andreas: Nachfolgend der Originalton vom Katamaransegler: Achtung, Zitat.

        „Larry Williams: ein Trader der ersten elektronischen Stunde.
        Hochintelligent, eloquent und schreibsam hat er damals zahlreiche umwälzende Gedankengänge formuliert und die Börsenanlytik bereichert.
        Zwei zentrale Punkte aus seinen Büchern habe ich übernommen und nutze sie regelmässig:
        – CoT-Analysen
        – Percent R Indikator
        ……
        David Weis: Trades About to Happen
        ……..
        „Mind Over Markets“, vom seligen Dalton.
        Etwas angejahrt, aber guter Einstieg in die Auction Theory.
        https://www.jdaltontrading.com/category/webinars-public/
        ….“ Zitat Ende

        Und jetzt bin ich mir nicht sicher, ob der KSchubert (preisbasierter Trader) oder der Katamaransegler selbst (volumenprofilbasierter Trader) auch die Linda Raschke empfohlen hat.
        Gruß

        • Avatar

          PK

          2. Oktober 2017 07:37 at 07:37

          ich les auch gerade „Mind over Markets“ vom Dalton.
          Gefällt mir sehr gut. Vor allem in seinen Einleitungskapiteln kann man sich fast jeden Satz anstreichen.
          Das mit dem angegraut stimmt, aber die menschliche Psyche bleibt glaube ich im wesentlichen die gleiche.

        • Avatar

          KSchubert

          2. Oktober 2017 07:50 at 07:50

          Hallo Petkov,

          ich war der Verfechter Linda Raschkes. Sie finden auf Youtube haufenweise Webinare von Raschke. Ebenso empfehle ich auch mal auf die von ihr selbst zusammengestellte Artikelsammlung zu schauen:

          http://lindaraschke.net/resources/

          Beste Grüße

          • Avatar

            Petkov

            2. Oktober 2017 09:38 at 09:38

            KSchubert, freut mich sehr, wieder mal was von Ihnen zu lesen. Danke für den Link und beste Grüße

  18. Avatar

    PK

    2. Oktober 2017 08:41 at 08:41

    ein gutes Buch für Anfänger: „Behavioral FInance“ von Goldberg.
    Ich liebe auch die ganzen Bücher von Nassim Taleb, geht aber eher in Richtung Tradingphilosophie.
    Grundsätzlich denke ich, daß 95% sich eher mit der eigenen Psyche auseinandersetzen sollten bevor sie weiter Geld vernichten. Bücher sollten erst mal in diese Richtung gehen.
    Hier mag ich den Spruch vom Taleb:
    „We are flawed beyond repair for this environment“
    Am Anfang steht die Erkenntnis, daß alles (und alle Heuristiken) was einem im richtigen Leben weiterbringt an der Börse schlecht ist.

    • Avatar

      Petkov

      2. Oktober 2017 09:34 at 09:34

      Wie wahr! Interessanterweise fällt es in der heutigen Zeit hochgradig manipulierter Märkte jedem leichter, Ihre Aussagen nachzuvollziehen. Insbesondere die Erkenntnis mit den Heuristiken. Was aber viele übersehen ist, dass diese Tatsachen schon immer Gültigkeit hatten. Ganz unabhängig von Draghi, Yellen, Bernanke usw. Nur heutzutage werden sie verstärkt sichtbar.

  19. Avatar

    Andreas

    2. Oktober 2017 08:57 at 08:57

    Vielen Dank an KSchubert, Petkov und PK für all die hilfreichen informationen.

    Bin ca. 3 Jahre dabei hin und wieder einige Trades zu machen, tue dies allerdings noch ziemlich unsicher. Die ersten zwei Jahre vielen positiv aus, obwohl ich nicht wirklich mit einem Plan gearbeitet habe. Dieses Jahr hat sich bisher eher negativ auf mein Konto ausgewirkt. Irgendwie bin ich im Jahre 2017 nur am shorten. Hätte ich wohl besser nicht tun sollen…

    • Avatar

      Petkov

      2. Oktober 2017 09:25 at 09:25

      Rein statistisch gesehen ist die Wahrscheinlichkeit, Geld mit einer Shortausrichtung zu gewinnen, viel geringer. Denn langfristig gesehen sind die Bullen erklecklich länger am Ruder als die Bären. Das war keine Stimme gegen Puts, aber der Handel mit denen sollte noch präziser und durchdachter erfolgen.

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Aktien

Aktienmärkte: Corona-Krise und ein heimlicher Star im deutschen Leitindex

Wolfgang Müller

Veröffentlicht

am

Normalerweise waren die letzten Jahre die Zeit für Wachstumstitel, also für Growth, wie man es in der Sprache der Aktienmärkte bezeichnet. Eher jedoch nicht für den deutschen Leitindex Dax – aber dort steht ein Wert ganz oben in der Performance, von dem man es noch weniger erwartet hätte: die Deutsche Post. Man profitiert derzeit vom „Stay at Home“ und vielleicht nochmals durch ein logistisches Thema der Superlative.

Die bevorstehende Massenimpfungen

Was werden nicht alles für Zahlen herumgereicht? Die Gesamtbevölkerung der Erde müsse gegen Covid-19 geimpft werden, 7,7 Milliarden Menschen und dies gleich zweimal. Aber gemach, es werden sich nicht alle impfen lassen wollen, und es einige durch Immunität nicht mehr brauchen (oder durch heimische Pharmafirmen versorgt werden) und viele sich in einem Alter befinden, in dem die Gefährlichkeit des Virus unterhalb des Promillebereichs für die Betagten und Gefährdeten liegt. Dennoch: Es gilt Abermillionen von Impfdosen zu transportieren, mit den verschiedensten Transportmitteln, mit speziellen Behältern und mit der Aufrechterhaltung von Kühlketten und überall ist der deutsche Marktführer gut aufgestellt.

Die unauffällige Hausse bei einem Underdog der Aktienmärkte

Die Deutsche Post (DHL Group) feierte gerade den 20. Börsengeburtstag. Der Logistik-Riese, der aus einem Paket- und Postzusteller hervorging, wurde am 20. November 2000 zu 21 Euro an die Börse gebracht. Zu dieser Zeit stand der Dax bei 6609 Punkten. Betrachtet man nun die Kursentwicklung von Index und den Dax-Wert Deutsche Post (gestern 40,39 Euro), so könnte man den Eindruck gewinnen, als wäre der Dax mit seiner Kursverdoppelung besser gelaufen, als der deutsche Logistiker, der es nur auf gut 80 Prozent Kurszuwachs brachte. Rechnet man die Dividendenzahlungen hinzu, käme man bei der Post aber auf circa 268 Prozent Gewinn. Beim Dax als Performance-Index werden die Dividenden einfach hinzugerechnet. Macht eine Rendite der Deutschen Post von 6,7 Prozent p.a. gegenüber dem Index mit seinen 3,5 Prozent. Der Traditionswert ein heimlicher Star der Aktienmärkte – gewiss, denn ein Großteil der Dax-Werte ist noch weit von seinen ehemaligen Höchstständen entfernt. Bis auf fünf Werte, einer davon ist die Marke mit dem auffälligen Gelb.

Dies ist natürlich den Analysten nicht verborgen geblieben: so erwarten Ökonomen von Goldman Sachs einen Umsatzanstieg der Deutschen Post von aktuell 65 Milliarden bis auf 80 Milliarden Euro im Jahr 2024, der Gewinn soll im gleichen Zeitraum von 4,4 Milliarden auf 6,5 Milliarden Euro steigen. Wäre ein einstelliges KGV, hinzu kommt die niedrige Börsenbewertung im Vergleich zu UPS oder Fedex.

Fazit

Obwohl die Aktienmärkte derzeit die Umschichtung von Growth zu Value spielen, kann dies dem deutschen Logistiker relativ egal sein. Man profitiert weiter von den Auswirkungen der partiellen Lockdowns, vermutlich noch durch die Wintermonate, als auch von der neuen Situation um die Mammutaufgabe Impfung der Bevölkerung mit all den personellen und logistischen Herausforderungen.

Jetzt steht in dieser Woche erst einmal der große vorweihnachtliche Hype um den „Black Friday“ und den „Cyber Monday“ auf dem Programm. Angesichts der Pandemie sicherlich mit bisher noch nie gesehenen Umsätzen. Ein DHL-Manager sprach schon davon, dass Covid-19 die Umsätze der Post in das Jahr 2030 hieven werde. Und jetzt kommt noch das Transportthema Impfstoff hinzu. Ein Goldilocks-Szenario? Nicht ganz, denn da gibt es noch einen übermächtigen Konkurrenten aus Übersee, der bis 2021 mit eigenen Paketzentren in Deutschland zulegen will. Der „All-Star“ der amerikanischen Aktienmärkte Amazon, der bereits schon für ein Viertel der Paketsendungen in Deutschland verantwortlich ist.

Die Aktienmärkte in Deutschland und ihr heimlicher Star

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Aktien

Aktienmärkte: Die 8-Billionen-Dollar Bombe – 20%-Korrektur voraus

Markus Fugmann

Veröffentlicht

am

Die Aktienmärkte der USA haben ein Klumpenrisiko – sie sind eine Bombe, die entschärft werde auf Kosten einer heftigen Korrektur. Das sagt nicht ein sogenannter „Crash-Prophet“, sondern der eher als „Dauer-Bulle“ bekannte Hans. A. Bernecker. Alle Indizes der amerikanischen Aktienmärkte seien extrem überkauft, getrieben vor allem in den letzten Monaten durch die Tech-Werte. Bevor dann ab dem 09.November mit der Pfizer/BioNTech-Meldung über den Impfstoff eine gewaltige Rotation erfolgte – raus aus Tech, rein in die sogenannten Value-Werte (die jedoch in vielen Fällen eigentlich alles andere als „value“ sind). Man wechselt also von einer Überbewertung in die andere, und dabei entfernen sich die Aktienmärkte immer mehr von der ökonomischen Realität.

Aktienmärkte: Nach dem Entschärfen der Bombe kommt die Erholung

Der Hype der Aktienmärkte, so Hans Bernecker, sei vor allem von Kleininvestoren getragen gewesen (die sogenannten „Robinhooder“). Das alles erinnert an die Euphorie des Jahres 1987, der dann im Oktober diesen Jahres ein gewaltiger, wenn auch nur kurzfristiger Absturz folgte. Nun aber gebe es eine Schwachstelle: das seien extrem überbewertete Aktien wie eine Tesla mit einer Marktkapitalisierung von mehr als 500 Milliarden Dollar, die nun ein großer Hedgefonds-Manager geshortet habe. Es werde nun, so Bernecker, bald eine heftige Marktbereinigung geben bei den großen und marktschweren Titel der amerikanischen Aktienmärkte, die alleine acht Billionen Dollar auf die Waage bringen.

Wann kommmt der Einbruch? Eher zeitnah, meint Bernecker. Es handele sich dabei um eine Markt-Bereinigung, der dann jedoch wieder eine Aufwärtsbewegung folgen werde. Sehen Sie hier die Aussagen des „Altmeisters“ Bernecker:

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Die überbewrteten Aktienmärkte der USA als Bombe, die bald entschärft wird

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Markus Koch LIVE vor dem Handelsstart in New York – Bullen, Bären und fliegende Schweine

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Markus Koch meldet sich im folgenden Video LIVE vor dem Handelsstart in New York. Ab morgen startet das verlängerte Thanksgiving-Wochenende in den USA. Die gut laufenden Kurse im November sind im Fokus seiner heutigen Berichterstattung.

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