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Videoausblick: Ungeheuer

Da haben die Notenbanken mit der massiven Flutung der Finanzmärkte ein Ungeheuer geschaffen – und jetzt wollen sie es wieder in den Käfig zurück bringen! Mario Draghi hat gestern indirekt angekündigt, dass die Zeit des ultrabilligen Geldes sich dem Ende nähert, die Fed ist (vor allem durch die geplante Reduzierung der Bilanzsumme) sowieso schon auf dem Weg dorthin. Aber kann man ein Ungeheuer zähmen? Kann man kontrolliert die Luft etwa aus den aufgeblasenen Anleihemärkten lassen?

Markus Fugmann

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Markus Fugmann

Von Markus Fugmann

Da haben die Notenbanken mit der massiven Flutung der Finanzmärkte ein Ungeheuer geschaffen – und jetzt wollen sie es wieder in den Käfig zurück bringen! Mario Draghi hat gestern indirekt angekündigt, dass die Zeit des ultrabilligen Geldes sich dem Ende nähert, die Fed ist (vor allem durch die geplante Reduzierung der Bilanzsumme) sowieso schon auf dem Weg dorthin. Aber kann man ein Ungeheuer zähmen? Kann man kontrolliert die Luft etwa aus den aufgeblasenen Anleihemärkten lassen? Eher nicht. Wenn absehbar die Liquidität entzogen wird durch die Notenbanken, ist das auch für die Aktienmärkte wie den Dax eine schlechte Nachricht. Es sieht so aus, als habe der Dax nun sein Hoch schon gesehen..

https://youtube.com/watch?v=9y6g5oudMD8%3Fecver%3D1

34 Kommentare

34 Comments

  1. Avatar

    Marc Frommhold

    28. Juni 2017 08:10 at 08:10

    wunderbare Ausblick Herr Fugmann, vielen Dank. Wenn wir niedrigere Indizes sehen, sollten wir auch eine Erholung des Yen sehen. EURJPY könnte ein toller Short werden. Viele Grüße nach Hamburg

    • Markus Fugmann

      Markus Fugmann

      28. Juni 2017 08:13 at 08:13

      @Marc, vielen Dank! Aber den Euro würed ich vorerst nicht shorten, mit dem Yen-Long sollten Sie richtig liegen, aber nur eben besser nicht gegen den Euro; besser etwa gegen den australischen Dollar, also AUD/JPY..

  2. Avatar

    ToniTrade

    28. Juni 2017 08:15 at 08:15

    @Fugi: Wenn Aktien- und Anleihemärkte zukünftig Probleme bekommen wo soll dann das Kapital hin ? Was halten Sie von Gold, wäre das eine denkbare alternative?

    • Markus Fugmann

      Markus Fugmann

      28. Juni 2017 08:22 at 08:22

      @Toni, gute Frage, jedenfalls wird das Geld raus aus Risikoassets gehen, z.B. aus Junk-Bonds. Wenn nun die Renditen für Anleihen auch in der Eurozone nach oben gehen werden, dann werden perspektivisch Anleihen natürlich wieder attraktiver aus Rendite-Sicht. Gold sollte als sicherer Hafen profitieren, allerdings könnte eine einsetzende Risikoaversion Dollar-bullisch sein (siehe Finanzkrise – wenn´s eng wird, brauchen alle Dollars) und damit den Anstieg ausbremsen..

    • Avatar

      walter

      28. Juni 2017 08:28 at 08:28

      Es gibt keine bessere Alternative,als in Gold umzuschichten!
      Aber ob sich das in DE lohnt,ist fraglich,denn wenn event.die beabsichtigte Goldsteuer (siehe Silber)kommt,dann schauts mau aus!
      Guten Morgen Herr Fugmann…

    • Avatar

      Helmut Josef Weber

      28. Juni 2017 08:34 at 08:34

      Hallo Fugi,
      ich hoffe mit Gold bleibt alles so wie es ist, auch die Kursschwankungen, denn nur so kann man die breite Masse davon abhalten, z. B. die Altersversorgung über 30 bis 45 Jahre in Gold zu investieren.
      Bei einem geglätteten Kursgewinn von Gold (z. B. vom Jahre 2000 bis heute) von jährlich etwa 10%, würde selbst der einfältigste Michel merken, das ihm bei der privaten Altersversorgung von Allianz, Riester und Direktversicherungen, einige faule Eier ins Nest gelegt worden sind.
      Auch würden die Finanzminister gezwungen sein, Gold mit MwSt., zu belegen und den Kapitalertrag steuerpflichtig zu machen, damit davon wieder auch Sozialversicherung gezahlt werden muss.
      Eventuell sogar die Besteuerung beim Rücktausch.
      Ich bin ein „armer“ Altersrentner mit einer Minirente und allen Vorteilen, die daraus entstehen und meine Unzen reichen, dank der Preissteigerungen seit 2000, noch für meine Kinder.
      Und alles ist ganz legal.

      Viele Grüße aus Andalusien
      H. J. Weber

      • Avatar

        walter

        28. Juni 2017 08:47 at 08:47

        Was mich noch interessieren wuerde ist,wie hoch ist das Aufgeld bei einer Unze Gold in DE?

      • Avatar

        walter

        28. Juni 2017 09:07 at 09:07

        @Helmut…,
        ich will noch hinzufuegen,dass man Anfang der 90iger,DDR-Schrottimmobilien an den dt.Mann/Frau verscherbelt hat und das noch mit garantierten Mieteinnahmen,so dass kein Verlust entstehen kann,lol

      • Avatar

        Columbo

        28. Juni 2017 09:07 at 09:07

        Die Kapitalertragssteuer auf den Gewinn beim Goldverkauf(wie bei Aktien)gibt es schon in einigen EU Ländern. Deshalb wird sie früher oder später auch in DE kommen, fürchte ich.

  3. Avatar

    Columbo

    28. Juni 2017 08:28 at 08:28

    Könnte gestern auch nur ein Testballon von Draghi gewesen sein. Heute wird er sagen, daß er es nicht so gemeint habe, es sei alles ganz anders, nur die Märkte hätten es wieder einmal falsch verstanden. Wetten?

    • Markus Fugmann

      Markus Fugmann

      28. Juni 2017 08:41 at 08:41

      @Columbo, untypusch wäre das nicht, da haben Sie recht! Aber der Trend bleibt, die utralaxe Geldpolitik wird zurück gefahren, auch wenn Draghi dan Beruhigungspillen verabreichen sollte heute..

    • Avatar

      walter

      28. Juni 2017 08:59 at 08:59

      Das haetten Sie wohl gerne….aber auch hier wieder eine Hausaufgabe fuer den Vormittag….
      http://www.goldseiten.de/artikel/337395–Jim-Rickards~-Gold-Blockchain-und-der-Niedergang-des-Dollars.html

      …oder glauben Sie etwa auch,dass Chinesen u.Russen umsonst sich die Lager mit Gold fuellen?

      • Avatar

        Columbo

        28. Juni 2017 09:43 at 09:43

        @Walter, Ihre Gold-Fortbildungsversuche in Ehren, aber Gold in Euro schaut derzeit richtig mies aus und diesmal steigt es blöderweise nicht mit dem Euro aus bekannten Gründen.

        • Avatar

          walter

          28. Juni 2017 10:07 at 10:07

          In meinem Fall ist das Gold zum Euro uninteressant!
          Der haupsaechliche Reibach wird mit Junior-Miners erziehlt,die dann von Euro in meine Waehrung getauscht werden,der Rest kommt physisch in den Tresor. Daher passt es doch,dass der Euro zum Dollar z.Z. zulegt.Ich haette nichts dagagen,wenn der Euro auf 1,20 steigen sollte.
          Ich kann mit meinen „Gold-Fortbildungsversuchen“sehr gut davon leben,ohne einen krummen Buckel davon zu bekommen.
          Es soll Menschen geben,die DE nur wg.der zu hohen Steuern verlassen,aber ich werde nicht fuer andere den Buckel krumm machen!
          Z.B.19%Mwst od.25%Kapitalertragsst. od.Soli od.ueberteuerte Haus bzw.Mietpreise od.DIE RENTE IST SISCHER,lol….Da ist Gold mein langjaehriger bester Freund.
          VG

          • Avatar

            columbo

            28. Juni 2017 12:01 at 12:01

            @Walter, eine besonders interessante Nachhilfestunde bezüglich Gold speziell für Sie.

            http://grossmutters-sparstrumpf.de/gold-macht-dich-arm/

          • Avatar

            walter

            28. Juni 2017 12:32 at 12:32

            Ich will doch nicht reich werden,sondern seit Jan.2005 meine Barren polieren und meine Miners(Barrick z.B.)zum Erhalt des taeglichen Lebens nutzen!
            Aber solche Berichte sind gut fuer mich,denn dann kanns ja nur AUFWAERTS gehen.
            Sie muessen die Hebelwirkung im Minensektor beachten!
            Ausserdem halte ich KEINE Aktie 12 Monate!
            In DE muss man es ja,um steuerfrei einsacken zu koennen!
            Aber der Goldsektor ist halt meine Spezialitaet…..
            Auch gegen Computerausfall bin ich im Vorteil,da immer Gelbes Metall greifbar ist!
            Verhungern bzw.Obdachlos durch Bankster werde ich nie erleben…
            2Wo.MUC haben mich incl.Hotel 2,5oz gekostet und jeden Tag einen Rausch vom Feinsten…das ist wahres Leben!
            Wo war der Goldpreis 2005?
            Was hat mich also der Trip nach MUC wirklich gekostet?
            Sollte es wirklich so kommen (lt.Panikbericht),dann werde ich spaetestens bei 999$alle meine Unzen verk.und ich bin dann immer noch im Gewinn!
            Dazu braucht es keine 60min….
            VG

    • Avatar

      gerd

      28. Juni 2017 09:36 at 09:36

      die schwammige Äußerung hat er nur gemacht, damit die am Kapitalmarkt Handelnden kräftig Bunds auf den Markt schmeißen.
      Dadurch gibt es für die EZB wieder genügend Aufkaufvolumen. Wurde ja vor drei Tagen schon befürchtet, sie müsste vorzeitig und zwangsweise mit dem Tapering anfangen, weil es keine verfügbaren Anleihen mehr geben würde.
      Und der Markt fällt drauf rein. Haha.

      • Avatar

        Wolfgang M.

        28. Juni 2017 11:00 at 11:00

        Ja Gerd, das scheint eine konzertierte Aktion der Notenbanken gewesen zu sein, um das Überschießen der Märkte einzubremsen. Es gibt wahrscheinlich kein Protokoll auf der Welt, bei dem so auf jedes Wort geachtet wird, wie bei den großen Notenbanken. Fast schon lustig sind hier die Versuche, die renommierte Wirtschaftwissenschaftlerin Janet Yellen (70 Jahre) als dumme Oma hinzustellen, die immerhin seit 1978 mit dem Wirtschaftsnobelpreisträger George Akerlof verheiratet ist. Da dürfte schon ein ökonomisches Wissen vorhanden sein, von dem mancher Hobbyökonom hier nur träumen kann. Wenngleich auch solche Personen keine Glaskugel haben. Gruß

    • Avatar

      PK

      28. Juni 2017 09:38 at 09:38

      ob er das heute gleich zurück nimmt glaub ich eher nicht.
      Aber es ist klar, daß alle verbal zurückrudern werden, wenn die Märkte richtig unter Druck kommen würden.
      Auf der anderen Seite haben die EZB und die FED nun eine Marke aufgezeigt, ab wo sie (verbal) GEGEN eine Assetinflationierung intervenieren würden.
      Wir bekommen dadurch vielleicht einfach eine Patt Situation und noch weniger
      Bewegung, wenn diese Korrektur mal durch ist.

      Der große Zinsanstieg ist aber auf jeden Fall eine völlige Utopie, ebenfalls das völlige zurückzahlen der QE. Wenn etwas in meinen Lebzeiten NICHT passieren wird, dann ist es die völlige Deckung des negativen QE Kontos.

      • Markus Fugmann

        Markus Fugmann

        28. Juni 2017 09:39 at 09:39

        @PK, interessanter Punkt von Ihnen!

    • Avatar

      PK

      28. Juni 2017 14:34 at 14:34

      genauso wars, siehe die neuesten Reuters Meldung über das Missverständnis der Märkte.

  4. Avatar

    ubsb55

    28. Juni 2017 08:42 at 08:42

    – Yellen: glaube nicht, dass die nächste Finanzkrise noch zu unserer Lebenszeit passieren wird.
    Das ist etwas verwirrend. Das läßt doch sehr viel Spielraum für Spekulationen.

    1. Pfeiffen im Walde.
    2. Niemand hat die Absicht, eine Mauer zu bauen.
    3. Verschleierte Ankündigung eines Suizids, da stört nur das Wort “ unserer“.

  5. Avatar

    Martin

    28. Juni 2017 10:50 at 10:50

    Sehr geehrter Herr Fugmann,

    bin – berufsbedingt – treuer Zuseher ihrs morgendlichen Videoausblicks. Gute Inputs, man bekommt eine kompakte Marktübersicht – Vielen Dank dafür!
    Was mich nur wundert ist ihre grundsätzlich bearische Einstellung bezüglich der Aktienmärkte.. Seit gefühlten Jahren sind sie negativ für die Aktienmärkte – diese erzielen aber einen Höchststand nach dem anderen.
    Wo sollen die Investoren denn investieren, wenn der große Einbruch bei Aktien kommt? Dass ist der große Unterschied zu 2001 oder 2008. Damals gab es Renditen auf Staatsanleihen > 5%. Und jetzt, weit und breit keine Alternative zu Aktien in Sicht. Ich rechne mit Korrekturen aber definitiv nicht mit einem größeren Einbruch.
    MfG
    Martin

    • Markus Fugmann

      Markus Fugmann

      28. Juni 2017 11:01 at 11:01

      @Martin, erstmal vielen Dank für Ihre Worte und Ihr treues Kucken meiner unsäglichen Daumenkino-Videos.
      Ich sehe das Problem eben darin, dass die Aktienmärkte sich komplett entkoppelt haben von der Realwirtschaft – daher ist der Dax ja auch gestern gefallen nach den Konjunktur-optimistischen Aussagen Draghis mit der Aussicht auf weniger Stimulus. Ich gehe davon aus, dass es bei der nächsten großen Krise eben keine Alternative mehr gibt, weil auch die Anleihen dann crashen – Aktien und Anleihen sind beide abhängig vom Stimulus. Das eigentliche Thea also sollte sein, dass Anleihen crashen – was gefährlicher ist als Aktiencrashs. Das passiert dann, wenn die Notenbanken die Kontrolle verlieren.
      Die Alternative ist sicher schwierig zu finden – ich tendiere zunächst dazu, das, was zu teuer ist, zu verkaufen und erst im zweiten Schritt in Dinge zu investieren, die auch in schweren Zeiten funktionieren. Mehr will ich dazu jetzt (noch) nicht sagen.

      Sind Sie im Finanzbereich tätig, weil Sie sagen „berufsbedingt“?

      • Avatar

        walter

        28. Juni 2017 11:16 at 11:16

        Herr Fugmann,
        jetzt entaueschen Sie mich aber sehr,denn es gibt immer Alternativen!
        Nur weil in DE alles „Alternativlos“ist,muss es nicht auch im Finanzmarkt so sein.
        Was gab es denn fuer Alternativen 2000 bzw.2008?
        Ich will mich aber nicht staendig wiederholen,welche Alternativen es gibt….
        Das Problem in der EU ist,dass man jeden Buerger die Daumenschrauben durch immer mehr Steuerprivilegien anzieht.
        Auch die sog.dt.Millionaere werden sich noch wundern,wenn sie das sinkende Schiff nicht rechtzeitig verlassen….
        Der Ami faengt,dann die EU und zu guter letzt der Japse….
        Alles hinter verschlossenen Tueren eine abgesprochene Sache…siehe z.b.gestern Draghi&Yellen!

      • Avatar

        PK

        28. Juni 2017 11:39 at 11:39

        „Das eigentliche Thea also sollte sein, dass Anleihen crashen – was gefährlicher ist als Aktiencrashs. Das passiert dann, wenn die Notenbanken die Kontrolle verlieren.“

        man müsste mal so ein Szenario durchspielen, mit den wahrscheinlichen Reaktionen der Notenbanken. Ich glaube wir sind uns ja einig, daß der Zinssatz der Anleihen manipuliert ist. Die Zentralbanken werden einem durch Misstrauen bedingten Zinsanstieg mit Sicherheit durch Aufkauf weiterer Anleihen begegnen.
        Das müssen sie schon deshalb tun, weil sich die Staatshaushalte keine hohen Zinsen mehr leisten können.
        Wahrscheinlich werden die Aktienmärkte nur in einem ersten Impuls ebenfalls den Weg nach Süden einschlagen aber sehr schnell wird jeder versuchen aus Cash rauszukommen in egal was. Wir werden daher nachfolgend eine Rally in so ziemlich allem sehen was nichts mit Cash und Anleihen zu tun hat.

    • Avatar

      Wolfgang M.

      28. Juni 2017 12:04 at 12:04

      Ja Martin, Sie sprechen mir aus der Seele. Vor den Crashs 2001 bzw. 2008 stiegen die kurzfristigen Zinsen von 4 auf 6%, bzw. von 1 auf 5%, erst dann kam der Einbruch. Man sagt, die Anleger seien süchtig nach billigem Geld, sie sind aber noch abhängiger von Rendite. Gesetzt den Fall man steigt heute in D aus den Aktienmärkten aus, Draghi hat angekündigt irgendwann 2018 die Zinsen vielleicht von 0 auf 0,5% anzuheben – was tun? Jeder Fonds, jede Versicherung, jede Kapitalsammelstelle (Pensionsfonds, auch Stiftungen) braucht schon für die Verwaltungskosten Rendite. Deshalb kann ich mir vorstellen, dass die Anleger nach einem Sommerloch rasch zurückkehren, falls nichts Gravierendes passiert – in D hörte man die letzten Wochen stets, wegen der hohen Kurse trauten sich viele nicht einzusteigen und warten ab. Und ist der Dax mit seinem jetzigen KGV in einer Blase? Deshalb, Martin, bin ich ähnlicher Ansicht wie Sie. Gruß

  6. Avatar

    gerd

    28. Juni 2017 11:52 at 11:52

    Kann man aus einer Blase – so man eine entdeckt hat – gewollt und kontrolliert Luft ablassen?

    Markus Fugmann im Video:
    „Es gab noch keine Blase, die man einfach so hat runter dimmen können.“

    Falscher Denkansatz.
    Man hat die Blase deshalb bisher nie runterdimmen können, weil die Blase jeweils geplatzt war, bevor man erkannt hatte, dass da überhaupt eine Blase zum Runterdimmen vorhanden ist. Erst durch den Knall ist man aufgewacht. Anscheinend will man das jetzt vermeiden.

    Wenn man schon Begriffe aus der Anatomie verwendet – in diesem Fall ‚Blase’ – dann sollte man das auch in der Folge als weiteres Vorbild nehmen. Ich habe noch jedes gepflegte Pils, was ich in mich reingeschlürft habe, und welches im Verlauf zu einem Druckgefühl in meiner Pennälerblase führte, kontrolliert und ohne Malheur wieder rausbefördern können. Und das ist gar nichts Schlimmes sondern im Gegenteil, es tut richtig gut.

    Und da die FED schon auf dem Weg in Richtung Toilettenhäuschen ist, klappt das auch mit der Blase.
    Selbst wenn wohl immer ein bisschen Restharn drinbleiben wird. Wie PK schon meint, die Notenbanken werden sich wohl niemehr ganz aus dem Geschäft zurückziehen können.

    • Avatar

      walter

      28. Juni 2017 12:09 at 12:09

      @Gerd,
      perfekt formuliert,ha ha
      Ich hau mich weg mit deiner Blasen-Geschichte
      Ob du da von Hr.Fugmann eine Antwort bekommst…?
      Ich entleere gerade meine Weissbier-Blase,denn die ist nicht von der FED bezahlt..

    • Avatar

      Bademeister

      28. Juni 2017 12:37 at 12:37

      Da muss man aber schon ein wenig differenzieren.
      Es gibt halt Blasen die lebensnotwendig sind, und eben Blasen, die rational real lange nicht sichtbar oder allgemein greifbar sind. Es hat in der Vergangenheit immer Menschen und Institutionen gegeben, die vor dieser Blasenbildung gewarnt haben! Natürlich wäre es theoretisch möglich, Luft aus den derzeitigen Blasen zu lassen….was jedoch dagegen spricht ist das immer wiederkehrende Syndrom von unnatürlich hochgepushter Nachfrage und dadurch eben geringer suggeriertem Angebot. Die Gier verhinderte bisher jedes Mal ein kontrolliertes Nicht-Platzen-Lassen. Wenn wir es hinbekommen würden, Kriege und Konflikte zu verhindern, dann könnten wir darüber mal anfangen nachzudenken…..aber davon sind wir zu unseren Lebzeiten noch weit entfernt. Die derzeitige Luft-Ablass-Diskussion ist hochgradig lächerlich, soll eigentlich nur als Warnung vor vollkommener Machtlosigkeit und Kontrollverlust dienen (…wir habens euch ja schon vorher gesagt…), und hat es in aktueller Form und „Qualität“ zu Lebzeiten noch nicht gegeben. In diesem Sinne ist Kontrolle ein absolut unreales Hirngespinst.
      Sie wissen glücklicherweise wieviel sie trinken dürfen, um den Weg zur Erlösung gerade noch zu schaffen, dürfen aber vom eigenen rationalen Handeln nicht auf andere schliessen….und Algos müssen niemals pinkeln und wissen nicht was Blasen sind…

  7. Avatar

    Robert14021984

    28. Juni 2017 12:51 at 12:51

    Mich würde mal Interessieren wie die Hebellung im Aktienmarkt ist. Das Institutionelle und Privatanleger Aktien kaufen weil es wenig Alternativen gibt ist mir auch klar.. Aber was ist mit den Hebelprodukten.. Puts & Calls ??? Wenn die der Aktienmarkt wirklich mal in ins rutschen kommt, bin ich mal gespannt wer in das fallende Messer rein greift…
    Sind es die Derivate die einen Dax auf 13.000 Punkte steigen lassen oder sind es die Aktienkäufer die die Kurse machen ??? Kann mir da mal jemand das Verhältnis erklären ?

  8. Avatar

    Robert14021984

    28. Juni 2017 12:52 at 12:52

    Mich würde mal Interessieren wie die Hebellung im Aktienmarkt ist. Das Institutionelle und Privatanleger Aktien kaufen weil es wenig Alternativen gibt ist mir auch klar.. Aber was ist mit den Hebelprodukten.. Puts & Calls ??? Wenn der Aktienmarkt wirklich mal in ins rutschen kommt, bin ich mal gespannt wer in das fallende Messer rein greift…
    Sind es die Derivate die einen Dax auf 13.000 Punkte steigen lassen oder sind es die Aktienkäufer die die Kurse machen ??? Kann mir da mal jemand das Verhältnis erklären ?

  9. Avatar

    Hobbyanleger

    28. Juni 2017 15:27 at 15:27

    H.Fugmann sieht es wieder genau richtig, die Notenbanken haben doch ein noch nie DAGEWESENES Problem. Sagte doch einer EIN ERSTMALIGES EXPERIMENT MIT UNGEWISSEM AUSGANG. Normal wäre : Wirtschaft zieht an- Aktien steigen -Anleihen fallen Zinsen steigen -Immobilien steigen dann später Anleihen sind tief -Renditen= höher, dann können Aktien u.Immos fallen u.dieAnleihen steigen,somit gäbe es im Depot Umschichtungen u.einen gewissen Ausgleich.Jetzt hat man dürch künstlich tiefe Zinsen gleich 3 Blasen auf einmal herangezüchtet ,WIE DAS ENDET WEISS NOCH NIEMAND

    • Avatar

      gerd

      28. Juni 2017 16:06 at 16:06

      Alles nachvollziehbar, aber wieso sollte es sein, dass im weiteren Lauf „…dann … Aktien u.Immos fallen (können)“. Klar können sie dann fallen. Es hörte sich für mich jetzt nur so an, als meinten Sie. sogar ‚fallen müssten‘.

      Also, warum sollte es abwärtsgehen, nachdem zuvor die Wirtschaft ‚anzog‘ und ‚Immobilien stiegen‘ .
      Es sei denn, Sie variieren Ihre Drumherumparameter dahingehend, dass wir eine kräftige Rezession sehen, in der Unternehmensergebnisse einbrechen, das Volkseinkommen sinkt, und ebenfalls die Löhne (was selten vorkommt) und auch Handwerksleistungen (insbesondere im Baubereich) wieder billiger werden.

      Das wäre für mich persönlich ein Umfeld, in dem Aktienkurse und Immobilienpreise wahrscheinlich fast zwangsläufig sinken würden. Bei letzteren hängt es aber trotzdem noch stark davon ab, ob das auch mit einem Rückgang der Wohnungssuchenden einher ginge.

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Aktienrückkäufe: Warum ich nicht begeistert bin – Werbung

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Lieber Börsianer,

die langjährige Flutung der Finanzmärkte mit dem billigen Geld der Notenbanken hat mittlerweile zu einigen kuriosen Begleiterscheinungen geführt. Weil Geld nichts mehr kostet, verschulden sich einige Unternehmen bis über beide Ohren. Doch statt in Zukunftstechnologien zu investieren, kaufen sie lieber eigene Aktien zurück – Kurspflege nennt man das. Angeblich geschieht das zum Wohle der Anleger, denn durch die Aktienrückkäufe steigen in der Regel auch die Kurse.

Allerdings ist bei hochverschuldeten Unternehmen Vorsicht geboten. Denn bereits ein geringer Zinsanstieg stellt diese Unternehmen vor arge Probleme. Freilich sind nicht alle Aktienrückkäufe schlecht. Wenn sich das Unternehmen die Kurspflege leisten kann und damit Geld an die Aktionäre zurück gibt, ist das oft besser, als das Geld möglicherweise zu Negativzinsen im Unternehmen zu belassen. Doch vor Übertreibungen müssen Sie sich schützen.

Das Spielcasino ist eröffnet

In den USA sind mittlerweile nicht mehr Privatanleger, Pensionsfonds und Vermögensverwalter die größten Aktienkäufer, sondern die Unternehmen selbst. Das freie Spiel von Angebot und Nachfrage wird damit außer Kraft gesetzt. In den vergangenen zehn Jahren gaben die 500 Unternehmen des S&P 500 die gigantische Summe von fünf Billionen Dollar für eigene Aktien aus. Das entspricht in etwa dem Bruttoinlandsprodukt von Japan, der viertgrößten Volkswirtschaft der Welt.

90% der Unternehmen haben dafür mehr als die Hälfte ihrer Gewinne investiert. Das Geld fließt also nicht mehr in Fabriken, Maschinen, Produkte und Jobs sondern wird für die eigene Kurspflege eingesetzt. Die Big Player erhalten damit den Status Quo und überlassen die Entwicklung neuer Technologien den Start-Ups und der Konkurrenz aus Fernost.

Nicht unbedenklich ist dabei, dass vor allem in den USA ein Teil der Vorstandsvergütung an die Entwicklung des Aktienkurses geknüpft ist. Die Manager tun sich also vor allem selbst etwas Gutes, statt an die langfristige Konkurrenzfähigkeit Ihres Unternehmens zu denken. Wenn Aktien in solch riesigem Umfang zurückgekauft werden, dann handelt es sich um einen ernsten Eingriff in die Preisbildung der betreffenden Aktien.

Apple schlägt besonders gerne zu

Der größte Käufer eigener Aktien ist ausgerechnet Apple. Jetzt könnte man einwenden, dass Apple auch Milliardengewinne erzielt und sich deshalb die Rückkäufe leisten kann. Das ist prinzipiell richtig. Doch selbst Apple übertreibt mittlerweile. Im vergangenen Jahr wurden Anteile im Wert von 72 Milliarden Dollar zurückgekauft. Der freie Cashflow lag deutlich darunter. Selbst die Gewinnmaschine Apple nimmt also mittlerweile Fremdkapital auf, um Aktienrückkäufe zu finanzieren. Das wurde sogar von offizieller…..

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IHS Markit-Kauf für 44 Milliarden Dollar – wie man gigantisch wächst ohne neue Schulden

Claudio Kummerfeld

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IHS Markit war Ende letzter Woche an der Börse noch 37 Milliarden Dollar wert. S&P Global lag bei 82 Milliarden Dollar. Wie schafft man es so viel Geld auszugeben, mal eben 44 Milliarden Dollar? Nun, in diesem Fall ist das gar kein Problem. Man „kauft“ per Aktientausch. Ein richtiger Kauf ist es dann gar nicht. Man fusioniert, und der „Käufer“ erhält an der neuen Firma die Aktienmehrheit. Oder besser gesagt, die bisherigen Aktionäre des größeren Fusionspartners halten dann später auch die Mehrheit am neuen Unternehmen.

So kommt es, dass die bisherigen Aktionäre von S&P Global an der neuen Firma 67,75 Prozent der Anteile halten werden, und die bisherigen Aktionäre von IHS Markit 32,25 Prozent. So haben alle was davon, und die Firma hat keine gestiegene Verschuldung durch diese Transaktion. So können große Konzerne schnell weiter wachsen, ohne sich zu verschulden.

Ganz anders lief es vor vier Jahren bei Bayer, wir erinnern uns alle mit Grausen an die Zeit danach. Die Leverkusener kauften Monsanto für 66 Milliarden Dollar in Cash. Dafür musste man damals eine Brückenfinanzierung über 57 Milliarden US-Dollar aufnehmen, also Kredite. So brockt man sich jede Menge Probleme ein, wenn man seine bisherige Aktionärsstruktur beibehalten will.

Will man extern kräftig zukaufen, muss man sich dann wie Bayer massiv verschulden. Um die Last zu reduzieren, muss man dann brutal einsparen, einzelne Sparten verkaufen usw. Gerade große Konzerne mit stark steigenden Aktienkursen können sich über den Weg des Kaufs mit eigenen Aktien (Fusion) andere Unternehmen einfach und bequem einverleiben. Dann werden die Aktionäre der bisherigen Konkurrenzfirma einfach zu Miteigentümern des eigenen Unternehmens gemacht. Und zack, der Konzern wächst kräftig, ohne dabei neue Schulden machen zu müssen. Natürlich hat der einzelne Altaktionär nach der Transaktion weniger Eigentum am Konzern. Aber dafür ist der Konzern an sich ja auch spürbar gewachsen, wodurch eine Kompensation stattfindet. Langfristig können über diese Methode die ganz großen Konglomerate entstehen.

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