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Videoausblick: Yellen, Euro, Trump

Yellen hatte gestern klar gemacht, dass die Fed die Zinsen weiter anheben werde, auch wenn die Inflation nicht so schnell wie erwartet steigt, weil man weitere Blasenbildungen befürchtet. Der Euro ist unter Druck, weil ausländische Investoren Gelder aus der Eurozone abziehen (was auch der Dax zu spüren bekommen wird). Und für Donald Trump ist heute ein wichtiger Tag: man will das Steuerkonzept vorstellen..

Markus Fugmann

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Markus Fugmann

Von Markus Fugmann

Die Themen Janet Yellen, der Euro und Donald Trump werden heute das Tagesgeschehen an den Märkten prägen. Yellen hatte gestern klar gemacht, dass die Fed die Zinsen weiter anheben werde, auch wenn die Inflation nicht so schnell wie erwartet auf die Zielmarke von 2% steigt, weil man sich um die Finanzstabilität sorge, sprich weitere Blasenbildungen befürchtet. Der Euro ist unter Druck, weil die deutsche Politik in Sachen Europa sich ändern wird, der fallende Euro ist ein Zeichen dafür, dass ausländische Investoren Gelder aus der Eurozone abziehen (was auch der Dax zu spüren bekommen wird). Und für Donald Trump ist heute ein wichtiger Tag: man will das Steuerkonzept vorstellen..

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11 Kommentare

11 Comments

  1. Avatar

    PK

    27. September 2017 07:51 at 07:51

    eine Korrektur möchte ich da doch anbringen, der Euro ist nach der Veröffentlichung der Rede zunächst deutlich gestiegen, von 1.1757 um 18:45 auf 1.1810 um 19:45.
    Die ganzen Verluste, von denen hier die Rede ist gab es VOR der Yellen Rede.
    Demzufolge ist die Rede nicht schlimmer aufgenommen worden als ohnehin antizipiert, eher besser.

    • Markus Fugmann

      Markus Fugmann

      27. September 2017 08:00 at 08:00

      @Pk, der Euro ist zunächst weiter gefallen auf 1,1760 während der Yellen-Rede, und erst danaxch dann auf über 1,18 gestiegen, so meine Beobachtung..

  2. Avatar

    PK

    27. September 2017 08:42 at 08:42

    es wäre mittelfristig super, wenn man hier Screenshots reinstellen könnte.
    Gerade wenn man Charts reinstellen will etc..

  3. Avatar

    Wolfgang M.

    27. September 2017 09:48 at 09:48

    Was mir einfach nicht in den Kopf will. Wieso soll ausgerechnet die FDP, als Partei der Unternehmer, in Regierungsverantwortung Dinge beschließen, die der deutschen Wirtschaft schadet? Und wieso sollen die ausländischen Adressen aus dem Dax aussteigen, der erheblich billiger als die US-Märkte gepreist wird? Haben nicht gerade alle deutschen Wirschaftsinstitute unisono die Wachstumsprognosen für Deutschland für 2017 und 2018 angehoben?

    • Markus Fugmann

      Markus Fugmann

      27. September 2017 09:56 at 09:56

      @Wolfgang, die FDP ist gegen die Vergemeinschaftung von Haftungsrisiken, so zum Beispiel bei der Banken-Union; warum soll die FDP damit der deutschen Wirtschaft schaden?
      Und ob der Dax derzeit billiger ist als die US-Indizes (das ist er schon seit Jahren) oder nicht, ist für diese Investoren eher zweitrangig – entscheidend sind die Zukunftsaussichten der Eurozone, und diese Aussichten beurteilen diese Investoren jetzt deutlich negativer!

      • Avatar

        Wolfgang M.

        27. September 2017 10:20 at 10:20

        @Markus. Sorry, aber hinter diesen Hypothesen steht eindeutigdie Botschaft: Deutschlands Wirtschaft schwächt sich deutlich ab. Ist der Posten des Finanzministers schon vergeben? Man munkelt schon, dass Lindner u.U. Schäuble als Finanzminister akzeptieren könnte. Wenn der € fällt, weil die Angelsachsen ihr Geld aus der Eurozone abziehen, warum steigt dann der Dax? Ich glaube, es ist noch zu früh, um die Entwicklung abschätzen zu können.

        • Markus Fugmann

          Markus Fugmann

          27. September 2017 10:43 at 10:43

          @Wolfgang, nein, das meine ich damit nicht! Es geht darum, dass erstens Merkel stark geschwächt ist als „Kopf Europas“. Und zweitens, dass die EZB nicht mehr so schalten und walten kann, wie sie will! Und das ist der entscheidende Punkt!

  4. Avatar

    PK

    27. September 2017 09:56 at 09:56

    Dax ist deutlich unterbewertet verglichen mit anderen Anlageformen und auch anderen Indizes.
    Daher muss man sich die Kurse aktuell wie ein Gummiband vorstellen, an dem jeden Tag ein bisschen nach oben gezogen wird. Der Dax kann sich eine Zeitlang nach unten wehren wenn mal wieder Angst aufkommt oder wie jetzt z.B. die Wahl, aber letztendlich schnalzt er dann doch nach oben.

  5. Avatar

    uburberg

    27. September 2017 13:32 at 13:32

    Was wird Heute Abend passieren? Ein Dipp nach oben und dann abwärts, buy the rumours, sell the facts ?

  6. Avatar

    Beobachter

    27. September 2017 15:12 at 15:12

    M.Fugmann hat Recht, eigentlich ist in De genau das Gegenteil der FR -Wahl passiert.Damals war Le PEN weniger stark als erwartet u.das war EU positiv u.Euro + DAX sind gestiegen.

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Aktienmärkte: Warum einige aktive Fonds 2020 den Markt schlagen

Wolfgang Müller

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Die Aktienmärkte sind Schauplatz eines Kampfes, der von Jahr zu Jahr härter wird: Der Wettstreit zwischen den aktiven Fonds und den preisgünstigen, passiven Indexfonds (ETFs). In diesem Jahr haben einige der aktiv gemanagten Investmentfonds die Nase vorn. Ein Grund dafür ist die auch die ungewöhnliche Konzentration der Anleger allgemein auf marktschwere Titel.

Aktienmärkte: Das Dauerduell aktiv gegen passiv

Was hatte sich der in diesem Jahr verstorbene Gründer des passiven Investierens, John Bogle, anfangs für Feinde gemacht, zumeist wurde er milde belächelt! Mitte der Siebziger war Mittelmaß als Ziel eines Investments absolut verpönt, alle wollten noch die Aktienmärkte schlagen.

Doch Bogle hatte seine Mitarbeiter beauftragt, alle im S&P 500 enthaltenen Aktien entsprechend ihrer Gewichtung zu kaufen und damit den bekannten Börsenindex einfach nachzubilden.

Damit schuf Bogle den ersten Indexfonds (Vanguard 500), mit einem aus heutiger Sicht mickrigen Volumen von 11,3 Millionen Dollar.

Doch von Jahr zu Jahr steigt die Anlagesumme in die passiven Anlagevehikel, vor gut zehn Jahren wurde die Billionen-Grenze überschritten, mittlerweile ist die von BlackRock, Vanguard, State Street dominierte Branche bei weit über sechs Billionen Dollar angelangt.

Natürlich lässt es sich auf Dauer nicht verheimlichen, dass es kaum einem aktiven Anlagevehikel jenseits der 10-Jahresfrist gelingt, den Index und damit auch den entsprechenden Exchange Traded Fund zu schlagen. Am allerwenigsten den Leitindex der Aktienmärkte, den S&P 500 als Benchmark – insgesamt liegt die Underperformance bei über 90 Prozent in den großen Märkten.

Ich habe es vor kurzem in einem Artikel dargelegt, welche Folgen es hat, wenn man in einem Jahrzehnt auch nur die zehn besten Handelstage der Aktienmärkte versäumt.

2020 und die extreme Outperformance von Growth

Blicken wir nun auf den heimischen Markt, wo die Entwicklung natürlich einmal mehr den amerikanischen Vorbildern folgt. Hier gibt auch BlackRock den Ton an mit seinen iShares, gefolgt von Lyxor und den XTrackers von DWS, einer Tochter der Deutschen Bank. Gefolgt von UBS, Amundi, Invesco und Deka Investments und damit sind auch die deutschen Sparkassen im Geschäft.

Wie eine Auswertung des Fondsverbands BVI zeigt, haben in den Privatanleger-Depots es einige der alten Namen aus der aktiven Branche geschafft, ihre Vergleichsindizes zu schlagen. Produkte der DWS, der Deka oder der Allianz Group und aus dem Kreise derer, die schon über ein Jahrzehnt am Markt sind. Und dies gilt auch schon für ein paar Jahre, obwohl für diese Produkte die teuren Konditionen mit dem Ausgabeaufschlag und der jährlichen Jahresgebühr von deutlich über ein Prozent p.a. gelten. Wie ist diese Performance zu erklären?

Es waren zum Teil die internen Vorschriften, die den aktiven Fondsmanagern geholfen haben – und nicht die besondere Aktienauswahl.

Man hatte innerhalb der Aktienmärkte auf Aktien gesetzt, die eine hohe Marktkapitalisierung aufwiesen, so genannte Blue Chips – und was lief in den letzten Jahren besonders gut?

Klar, der Tech-Bereich mit Titeln wie Amazon, Apple oder Microsoft, Aktien, die in den Fonds zum Teil noch stärker gewichtet waren, als zum Beispiel im S&P 500 oder im MSCI World. Aber bereits seit Anfang September ist so etwas wie eine Branchenrotation feststellbar, verstärkt durch das Ergebnis des Wahlausgangs in den USA sowie den letzten Ereignissen im Zusammenhang mit der Impfstoffentwicklung.

Anders ausgedrückt: Was passiert, wenn die Big Player wieder auf ein „normales“ Wachstumstempo zurückfallen, um nur eine milde Kursentwicklung zu prognostizieren?

Fazit

Aus den letzen Überlegungen wird deutlich, wie schwierig es in Zukunft bleiben wird, mit spezieller Aktien-Einzelauswahl die Aktienmärkte zu schlagen. Wird es zu einer bleibenden Branchenrotation von Growth zu Value kommen, oder hält sich das Wachstum der Big Seven, oder auch der FAANG-Aktien noch eine Weile?

Man braucht sich nur den explosiven Anstieg einiger Corona-Aktienopfer seit der Impfstoffmeldung von BioNTech/Pfizer zu betrachten. Wie stark wird es noch zu großen Umschichtungen in den großen Depots, insbesondere zum Jahreswechsel kommen? Der 9. November könnte bedeutsamer gewesen sein, als bisher angenommen. Der Anstieg des Nasdaq 100 von seinem Tief vom 6. März 2009 bis zu seinem Hoch am 2. September 2020 mit sagenhaften 1154 Prozent sollte irgendwann korrigiert werden, Kurse (speziell von Indizes) wachsen nie in den Himmel. Der Dax brachte es in diesem Zeitraum auf bescheidene 354 Prozent.

Die Aktienmärkte und die aktiv verwalteten Fonds

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