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Videoausblick: Zwischen Sorglosigkeit und Kriegsgefahr

Die Märkte schwanken zwischen Sorglosigkeit und Ängsten wegen der durchaus realen Kriegsgefahr in Sachen Nordkorea. Gestern dominierte an den US-Märkten die Sorglosigkeit, es waren Aussagen des Finanzministers Mnuchin, die die Märkte nach oben trieben – allerdings unter dem geringsten Volumen seit Jahresanfang..

Markus Fugmann

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Markus Fugmann

Von Markus Fugmann

Die Märkte schwanken zwischen Sorglosigkeit und Ängsten wegen der durchaus realen Kriegsgefahr in Sachen Nordkorea. Gestern dominierte an den US-Märkten die Sorglosigkeit, es waren Aussagen des Finanzministers Mnuchin, die die Märkte nach oben trieben – allerdings unter dem geringsten Volumen seit Jahresanfang. Mnuchin hatte die geplante Steuerreform von der Importsteuer entkoppelt und gesagt, die USA seien langfristig an einem starken Dollar interessiert, kurzfristig sei ein starker Dollar jedoch schädlich. Daraufhin US-Finanzwerte stark – heute kommen die Zahlen der Bank of Amerika und Goldman Sachs. Der Dax dürfte aufgrund der gestrigen Kursgewinne an der Wall Street stärker starten, wird aber noch weit weg bleiben vom Allzeithoch..

https://youtube.com/watch?v=kgBrodJrSfg%3Fecver%3D1

25 Kommentare

25 Comments

  1. Avatar

    Bademeister

    18. April 2017 08:43 at 08:43

    Showdown Korea-USA also vermutlich zwischen 25. und 27. April, damit die Demokraten am 28. April ohne Reue JA sagen können.

    https://www.youtube.com/watch?v=2dYdmw31MzE

    ….so schaut die Lage wirklich aus.

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      Gixxer

      18. April 2017 10:13 at 10:13

      Stimmt der Link?
      Bei mir kommt da nur Werbung von Samsung.

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        Bademeister

        18. April 2017 10:40 at 10:40

        …alles korrekt so….eben eine sich hoffentlich nicht selbsterfüllende Prophezeihung!

  2. Avatar

    Rainer Köhler

    18. April 2017 09:39 at 09:39

    Ich finde die ganze Korea-Hysterie mehr als übertrieben. Die amerikanische Generalität weiß ganz genau, dass ein Angriff auf Nordkorea zu einem 3. Weltkrieg führt, da weder China noch Russland eine US-Intervention an seiner Grenze zulassen wird. Auch wenn viele Geisteskranke im Militär sitzen und Trump schlicht keine Ahnung von der Geschichte Koreas hat, werden die Vereinigten Staaten eine solche Dummheit nicht wagen. Nicht nur weil die Nordkoreaner mit ihren U-Booten (zweitgrößte U-Boot-Flotte) durchaus die Küstengebiete der USA nuklear verwüsten können, sondern weil China ganz gewiss nicht die amerikanische Bestrebungen in NK zulassen wird. Dafür sind die zwei Länder einfach ideologisch wie militärisch viel zu sehr vernetzt.

    Wenn die USA diese Dummheit begehen sollten, sind die Märkte wohl das letzte um das wir uns Sorgen machen müssen.

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      Marko

      18. April 2017 13:38 at 13:38

      Nordkorea ist isolert, abhängig von China. Ein Dikator lebt den Kommunsmus, ein Dktator lässt senen eigengen Bruder töten. Noch Fragen ?

      „Zunächst sah es danach aus, als würde Amerika die drohende Eskalation im Atomwaffenstreit mit Nordkorea alleine lösen müssen. Jetzt scheint sich die Volksrepublik China auf die Seite des amerikanischen Präsidenten Donald Trump zu stellen. Wie die chinesische Zeitung „Global Times“ berichtet, warnt die chinesische Regierung vor dem angesteuerten „Kollisionskurs“ Nordkoreas gegen die Vereinigten Staaten. Es würde sonst ein Fehler begangen werden, der womöglich nicht mehr umzukehren sei.

      hina könne zudem „nicht länger zusehen, wie Nordkorea den Konflikt eskalieren lässt“, zitiert die New York Times das chinesische Blatt. „Es ist Wunsch des chinesischen Volkes, dass dieser Situation ein Ende gesetzt wird“, heißt es demnach in dem Leitartikel der „Global Times“. Um dies zu erreichen, unterstütze Peking nicht nur eine Verschärfung von Amerikas Sanktionen, sondern drohe sogar mit eigenen.

      Dazu gehört laut „Global Times“ der Exportstopp von Erdöl, was vor allem die nordkoreanische Wirtschaft in Bedrängnis brächte. Denn das Regime von Kim Jong-un ist diesbezüglich beinah zur Gänze von China abhängig.

      Einen „Alleingang“ der USA ( siehe Syrien) wrd es wohl nicht geben.
      Man setzt derzeit auf den Dialog China – Nordkorea, nach dem Motto : so kann es nicht weitergehen…

      Was an Nordkorea so schlimm ist ? Na , die Bedrohungslage. Interkontinatalraketen mit Atomsprengköpfen ?

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    frank.trg

    18. April 2017 09:50 at 09:50

    Nordkorea ist lächerlich. Als würde das Miniland eine Bedrohung für die USA und den Rest der Welt darstellen… Reine Propaganda. Nordkorea ist ein Zwerg der überhaupt keinen Einfluss auf die Weltpolitik hat.

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      Bademeister

      18. April 2017 10:31 at 10:31

      Die letzten beiden Weltkriege waren ein Resultat, herbeigeführt durch eine Reihe von Missverständnissen und falschen Entscheidungen einzelner Individuen. Nordkorea ist zwar nicht gross, aber bis zu den Zähnen bewaffnet und bereitet sich Jahrzehnten auf DEN Krieg vor.
      Der „Rocketman“ kann zwar Nordkorea die Stirn bieten, nicht jedoch China und Russland.
      …Serbien war damals vor dem 1. WK auch ein „Miniland“, Polen vor dem 2. Weltkrieg auch nicht wirklich wichtig…was daraus resultierte wissen wir heute.

  4. Avatar

    Gixxer

    18. April 2017 10:09 at 10:09

    Ich muss ganz ehrlich zugeben, was Nordkorea und deren Geschichte bzw.evtl. Krisen angeht, bin ich nicht up to date. Vielleicht kann mich da jemand „updaten“.
    Was mich vor allem interessieren würde, was ist da so schlimm an denen? Bisher haben die doch noch niemanden angegriffen oder?
    Das diese Tests nicht ohne sind, ist mir klar, über nur weil man da mal was testet, rechtfertigt das doch noch keinen Angriff oder?
    Wie gesagt, vielleicht kann mir das mal jemand genauer erläutern.
    Versuch mich aber auch mal schlau zu machen.

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    leo

    18. April 2017 11:10 at 11:10

    Ich glaube nicht daran, das die Rakete am Sonntag
    nur so explodiert ist. Möglicherweise hatte da jemand
    schon seine Finger in der Software. Die Nordkoreaner
    sind zwar Technologisch weit, andere sind aber weiter.

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    Marko

    18. April 2017 12:58 at 12:58

    „Le Pen kündigte an, als Präsidentin sofort ein Einwanderungs-Moratorium durchzusetzen, bis härtere Regeln in Kraft seien (!!!). Das Moratorium soll explizit die legale Einwanderung umfassen. Sie sprach sich auch für Grenzkontrollen nach den Wahlen aus. „Meine erste Maßnahme als Präsidentin der Republik wird es sein, Frankreich die Grenzen zurückzugeben.“ (Hört sich so an wie der Donald ?)

    Also ein harter Frexit, hart, aber mit welcher Währung ? Dem Franken/dem neuen französchen Franc ? ? Den wird Madame „über Nacht“ einführen, so wie die Grenzkontrollen, so wie den Frexit ?

    Ich hätte da mal eine Frage…!?

    Der Brexit, der dauert, doch….ein bisserl ?
    Die Briten haben doch ihr eigenes Pfund, was haben die Franzosen ? Den EUR ?
    Wie soll das funktionieren, mit dem „eigenen französischen Franken“ ? Kapiere ich nicht ? Und, zu welchem Wechselkurs überhaupt ? Was ist mit den Schulden der Franzosen in EUR, die werden „über Nacht“ abgeschafft, :D
    Der Eur als „Schattenwährung“ für de Franzosen, wäre des vielecht möglch ?

    „Le Pen bekräftigte ihre Forderung, aus dem europäischen Schengenraum für ein Reisen ohne Grenzkontrollen auszusteigen. Frankreichs Souveränität sei an „Technokraten in Brüssel“ abgegeben worden. Am Rande der Kundgebung kam es zu Zusammenstößen zwischen Le-Pen-Gegnern und der Polizei, die auch Tränengas einsetzte.
    Die Stimmung im Zénith, einem großen Konzertsaal im Nordosten von Paris, war aufgeheizt. Immer wieder skandierten die Anhänger „On est chez nous“ („Wir sind hier zuhause“). Einmal stimmten sie sogar den Ruf: „Frankreich den Franzosen“ (!!)an. “

    Nehmen wir mal an, es käme zu einem Frexit, ja, wie sähe dann Frankreich aus, Frankreich den Franzosen, alle Ausländer raus ! Hört sich irgendwie komsch an ?

    • Avatar

      Gerd

      18. April 2017 13:20 at 13:20

      „…Nehmen wir mal an, es käme zu einem Frexit, ja, wie sähe dann Frankreich aus,…“

      Vielleicht sollten Sie ruhig mal ein bisschen egoistischer denken. Nämlich wie würden dann Ihre LONG-Positionen im DAX aussehen?

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    Marko

    18. April 2017 13:59 at 13:59

    Ein Frexit ist nicht möglich. Deshalb ist die ganze Kiste sowieso ein Fall für den Abfalleimer, sprich die Wahl in Frankrech.

    Warum ist ein Frexit nicht möglich, weil dann der EUR in Fronkreich immer noch da wäre, als „Schattenwährung“ ? Kapitalverkehrkontrollen, schon mal von sowas gehört ?
    Wie wollen die Franzosen, ihre Schulden gegenüber der EU bezahlen, mit der „Abfallwährung“ neuer, güldener, Franc ? :D :D

    Nach dem Frexit ist alles gut, die Technokraten in Brüssel sind weg, Handelsbeziehungen zur EU ? – Brauchen wir nicht ! Zölle, ja, die wollen wir… :D

    Hauptsache, die Flüchtlinge,Ausländer fliegen raus….

    Dass de EU ein ziemlch großer Handelspartner ist, na und ? Eine Handelsallianz mit dem (natürlich französichsprachgen Teil) Kanadas, und gut ist…

    Erst kamen die Briten mit ihrem Empire-Kram (Brext) jetzt die Franzosen ? Ja,ja die Vergangenheit, der EUR ist leider die Gegenwart.

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      Bademeister

      18. April 2017 14:49 at 14:49

      Die europäische Union ist ein Auslaufmodell, so gesehen ist ein Frexit, auch mit Macron, sehr wohl denkbar!
      Frankreich ist DIE Demokratie auf Erden, wenn die Leute raus wollen kommen sie auch raus.Schulden…Handelsbilanz…komplett uninteressant im demokratischen Sinn.
      Warum lässt Frau May wohl neu wählen?
      …wird ein verdammt harter Brexit…für die EU….wenn er denn überhaupt komme.
      Die EU, ihre gut ver-dienenden Protagonisten und der Euro sind in 10 Jahren Geschichte, Frankreich, GB, Italien und Griechenland nicht!
      Nicht fragen WIE das gehen soll, sondern WANN!!

      • Avatar

        Bademeister

        18. April 2017 15:01 at 15:01

        …und sollte Macron die Wahl gewinnen, gibts innerhalb von zwei Jahren definitiv Neuwahlen…mit neu genischten Karten und anderen Regeln!

        • Avatar

          Gerd

          18. April 2017 15:19 at 15:19

          Es ist noch nicht mal ganz ausgeschlossen, dass am kommenden Sonntag sich LePen (ganz rechts) und Melenchon (ganz links) für die Stichwahl qualifizieren könnten.
          Dann wäre am Montag aber die Kacke so richtig schön am dampfen dran!
          Denn b e i d e schimpfen auf die EU.

          • Avatar

            Bademeister

            18. April 2017 17:23 at 17:23

            Ja Gerd, wissen wir denn überhaupt noch wer gut und wer böse ist? Was ist falsch, was richtig…und für wen?
            Macron jedenfalls ist der Wolf im Schafspelz.
            Er war bereits als Minister nicht besonders überzeugend und steht eigentlich für das kleinste Übel und den kleinsten geneinsamen Nenner in der neoliberalen französischen Politkultur. Er soll es jetzt allen Recht machen und Frankreich auf Eurokurs halten. Was soll er plötzlich besser können als seine Vorgänger? Wie wird er die Probleme des tief gespaltenen Landes lösen können, und mit wem?
            Wenn er die Stichwahl für sich entscheiden kann, wird er die Wahl vermutlich gewinnen können.
            Hurra…und dann? Wie gehts weiter in Grossbritannien, Italien, Holland, Griechenland oder Österreich, wo überall bekanntlich „schon“ gewählt oder abgestimmt wurde?
            Die EU (und Deutschland als „Superstaat“) hat den einzelnen Staaten ihre Autonomie, Entscheidungskraft und Unantastbarkeit erfolgreich genommen….und bitte was dafür gegeben, gemacht oder gar gelöst?
            Es war immer ein Geben und Nehmen, und so muss es auch in Zukunft sein…..Macron wird das eigentlich strukturell systemische Problem der heutigen EU in Frankreich nicht lösen können…..und das ist noch das positivste aller möglichen und denkbaren Szenarien…..Rocketman…..

    • Avatar

      Gerd

      18. April 2017 14:50 at 14:50

      Sie halten es also nicht für möglich, dass Frankreich bereit sein könnte, sich ggf. und eventuell selbst mehr zu schaden als zu nutzen? Wohlgemerkt wirtschaftlich betrachtet!

      Wobei bereits die Drohung ausreichen würde, um die EU und Deutschland – aus reinem Selbsterhaltungstrieb – zu weitreichenden Zugeständnissen zu bewegen. Was aber letztlich für die deutschen Unternehmen und Ihre DAX-Positionen nicht positiv sein dürfte.

      Nebenbei:
      Hielten Sie das Brexit-Votum für möglich?
      Dass Trump gewählt würde?
      Oder wussten Sie vorher, dass rund 63% der EU-Türken freiwillig ihre Stimme in Richtung Diktatur abgeben? Schaden die sich nicht womöglich und vielleicht auch selbst?

      O.T.:
      Na, gut, das mit dem Wahlverhalten der Türken haben Sie natürlich zumindest ahnen können.
      Denn warum das so kommen musste, „wissen“ bei uns ja sogar die GRÜNEN. Denn schließlich haben wir Deutsche viel zu wenig Integrationsbereitschaft gezeigt, bzw. wir haben uns nicht genügend bemüht, dass die Türken sich hier wie im Schlaraffenland fühlen können. So gesehen ist schon klar, dass sie jetzt u n s und
      vor allem i h r e L a n d s l e u t e in der Heimat mit Ihrem Erdogan-Votum bestrafen wollten.

  8. Avatar

    Gerd

    18. April 2017 17:52 at 17:52

    @Bademeister
    Ja, sie haben Recht. Denn auch Macron hat aktuell zumindest verbal auch schon gegen die, auch aus meiner Sicht, unsäglichen Handelsbilanzüberschüsse Deutschlands gewettert.
    Wenn er Taten folgen lassen würde, dürfte sich auch unter seiner Präsidentschaft in der EU einiges ganz gewaltig verändern.

    • Avatar

      Michael

      18. April 2017 19:03 at 19:03

      Ich frage mich, warum man Deutschland ständig für die Handelsbilanzüberschüsse kritisiert?! Warum kauft denn die Welt so viele deutsche Produkte?
      Es liegt sicher nicht daran, dass wir ein Billiglohnland sind oder Billigschrott produzieren und somit Güter und Dienstleistungen „made in Germany“ zum Spottpreis auf den Markt schmeißen würden. Ganz im Gegenteil!
      Sollen doch die ganzen „Kritiker“ im Ausland aufhören, selbst BMW, Audi, Mercedes oder Porsche zu fahren. Sollen sie doch auf deutsche Hochqualitätsmaschinen verzichten und ihre eigene Ingenieurskunst zu Rate ziehen.
      Sollen wir unseren Firmen verbieten, Güter und Dienstleistungen zu exportieren?
      Oder Ausfuhrstrafzölle verhängen, nur damit ein paar nationalistische Populisten zufrieden sind??

      • Avatar

        Gerd

        18. April 2017 19:33 at 19:33

        Wenn unsere Produkte von einer so überdurchschnittlich hochwertigen Qualität
        sind – was ich durchaus glaube –
        warum werden sie dann offensichtlich viel zu billig verkauft? Irgendwas muss ja die Ursache dafür sein, dass Deutschland seit Jahrzehnten diese Überschüsse aufweist.

        Und welchen Grund könnte das sonst haben?
        Nur die reine Freude am Gesetzesbruch kann es ja wohl nicht sein. Frau Merkel ist schließlich auch erst seit 2005 am Ruder und das Stabilitäts-und Wachstumsgesetz, welches die Einhaltung eines außenwirtschaftlichen Gleichgewichts vorgibt, stammt immerhin schon vom 8. Juni 1967.

        • Avatar

          Michael

          18. April 2017 20:23 at 20:23

          Ja, welchen Grund könnte es haben? Das war ja meine Frage an Sie („Warum kauft denn die Welt so viele deutsche Produkte?“), und Sie antworten mit einer rhetorischen Gegenfrage.
          Die Produkte werden sicher nicht viel zu billig verkauft, deutsche Unternehmen wollen ja schließlich Gewinn machen.
          Ein Gesetz von 1967, basierend auf den 4 Eckpfeilern einer stabilen Wirtschaftspolitik (das magische Viereck, bestehend aus
          – Stabilität des Preisniveaus
          – hoher Beschäftigungsstand
          – außenwirtschaftliches Gleichgewicht
          – stetiges und angemessenes Wirtschaftswachstum)
          wurde 22 Jahre nach dem 2. Weltkrieg und 50 Jahre vor dem Hier und Jetzt erlassen.
          „Während der Entstehung des Stabilitätsgesetzes in den 1960er Jahren war Deutschland noch in ein System fester Wechselkurse (Bretton-Woods-System) eingebunden. Das außenwirtschaftliche Gleichgewicht bedeutete unter dem damaligen Gesichtspunkt ein Zustand, der die Teilnahme an diesem System nicht gefährdet. 1973, als sich dann das System der freien Wechselkurse etablierte, wurde dieses Ziel allerdings nicht neu definiert.“ (Wikipedia, magisches Viereck)
          Das ist veralteter Schrott und für den status quo seit mindestens 40 Jahren vollkommen obsolet.

          • Avatar

            Gerd

            18. April 2017 21:40 at 21:40

            Ach so, ein Gesetz was mehr als ein paar Jahrzehnte auf dem Buckel hat, braucht nicht mehr unbedingt beachtet zu werden?!
            Darf Frau Merkel deshalb auch unser aller Grundgesetz ungestraft ad absurdum führen – Ihr Argument hinsichtlich des Stabilitätsgesetzes mal schlussfolgernd weitergeführt? Denn das ist ja sogar noch älter und augenscheinlich der letzten Vorkommnisse auch nicht mehr dem Hier und Jetzt angemessen.
            Aber das wiederum wäre hundertprozentig nicht Ihrer Denkweise entsprechend – dessen bin ich mir ganz, ganz sicher.

            Aber lassen wir das, denn Sie
            haben ja tatsächlich den Grund für unsere Exportüberschüsse selbst aufgeführt:
            „… deutsche Unternehmen wollen ja schließlich Gewinn machen.“
            Das ist es, es ist die unendliche Gier des Kapitalisten nach immer mehr. Da geht es nicht um Menschen hier im Land – und schon gar nicht um die Menschen mit denen wir Außenhandel betreiben. Und da wundern Sie sich vorgeblich, dass die Aktienkurse immer höher steigen und prangern sogar noch eine angebliche Blasenbildung an? Ich glaube es nicht so recht. Oder sind Sie selbst Unternehmer, der von niedrigen Löhnen profitiert. Dann gestehe ich Ihnen Ihren unternehmerfreundlichen Standpunkt unumwunden zu. Das würde ich verstehen, dass Sie an sich selbst denken müssen.

            Ansonsten jedoch, Sie wissen das selbst:
            Angebot und Nachfrage ist ein Hauptparameter bei der Preisbildung. Umgekehrt kann man durch den Preis auch die beiden anderen Faktoren beeinflussen.
            Fiktives Beispiel (was garantiert nicht 1 zu 1 umsetzbar ist, denn dazu müsste man u.a. erst analysieren, wie es sich mit der sog. Preiselastizität eines Produkts verhält):

            Erhöht das Unternehmen seinen Exportpreis um 50%, sinkt die Nachfrage automatisch um 50%+/-x. Entsprechend sinkt der Exportüberschuss.
            Was aber könnte ein Unternehmen veranlassen, den Preis um 50% zu erhöhen? Z.B. eine Erhöhung der Löhne um 100% (wenn man fiktiv unterstellt, diese würden rund die Hälfte der Produktionskosten betragen).

            Warum erhöht der Unternehmer die Löhne nicht um 100%? Da komme ich wieder oben in meinem Text an:
            „Es ist (unter anderem) die unendliche Gier des Kapitalisten nach immer mehr“. Denn die Preiserhöhung würde wahrscheinlich die verringerte Absatzstückzahl nicht ausgleichen.

            So ein immer mehr haben wollen, wohnt den meisten Menschen inne. Dem einen mehr, dem anderen weniger und vielleicht auch gar nicht.
            Übrigens weiß ich, wovon ich rede, ich bin leider und zugegeben auch so ein Zeitgenosse. Sonst wäre ich nicht dauernd in der Börsenspekulation verfangen und wollte mein Geld auf diese Weise mehren.

            Und Ihre Eingangsfrage im ersten Kommentar:
            Warum reiten alle auf dem deutschen Exportüberschuss herum? Schlussendlich, weil der Mensch – der Unternehmer – nicht selber und freiwillig auf Gewinne verzichtet und seine Umsätze schmälert, indem er Löhne und Preise anheben würde und damit den Überschuss verringert. Deshalb muss die Kritik am Exportüberschuss zwangläufig von außen kommen. Und das tut sie.
            Z.B. von der EU-Kommission, von Frankreich, von Amerika, vom IWF u.s.w. – und von mir.

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            Michael

            18. April 2017 22:52 at 22:52

            @Gerd Ich habe erst vor wenigen Tagen hier gepostet, dass ich ein selbständiger Einzelkämpfer bin, der unter der derzeitigen Regierung und ihrer Blutsaugermentalität enorm und auch unter der Zinspolitik von Draghi leidet. Dass es mir finanziell wesentlich schlechter geht, als einem bauernschlauen und faulen Handwerker, der Hartz-IV geschickt für sich zu nutzen weiß und der noch die eine oder andere „Baumaßnahme“ günstig anzubieten hat (und von denen ich mehr als genug kenne).
            Ich bin der Letzte, der Mutti und ihre Klüngelpolitik unterstützen würde.
            Aber ich sehe auch, dass der durchschnittliche deutsche Haushalt 2 bis 3 Autos besitzt, 2 bis 4 Mal pro Jahr in Urlaub fährt und konsumiert wie selten zuvor.

            „Aber lassen wir das, denn Sie haben ja tatsächlich den Grund für unsere Exportüberschüsse selbst aufgeführt: „… deutsche Unternehmen wollen ja schließlich Gewinn machen.“
            Das ist es, es ist die unendliche Gier des Kapitalisten nach immer mehr.“

            Das ist schlicht und einfach pauschalisierender und übertreibender Blödsinn.

            Gewinn machen hat noch lange nichts mit unendlicher Gier zu tun. Die herrscht an den Finanzmärkten, bei Börsenspekulanten und den relativ wenigen globalen Riesen-Konzernen vor.
            Ein Unternehmer ist für mich ein klein- bis mittelständischer, wagemutiger Mensch, der seine innovativen Ideen mit Hilfe von Fairness, Nachhaltigkeit und ständiger Weiterentwicklung möglichst unabhängig der politisch-wirtschaftlich-börsenspekulativen weitertreibt und damit irgendwann auch international erfolgreich ist. Gerade in diesem Bereich erzielen wir große Innovationen und somit auch Exporterfolge.
            Natürlich sind die Einkommen von Managern großer Konzerne sinnlos übertrieben, aber im internationalen Vergleich dürfte ein VW Golf (3er BMW, Audi A3, Mercedes A-Klasse) nicht mehr als 20.000 EUR kosten, weil es ein durchschnittliches Mittelklasse-Auto ist. Noch schlimmer beim Drittwagen Smart…
            Aber warum kaufen so viele Deutsche und Ausländer diese Autos dennoch zu diesen „überteuerten“ Preisen, und nicht einen wesentlich günstigeren Renault, Honda, Nissan oder gar eine amerikanische Schrottkiste?
            Sind die Löhne und Einkommen vielleicht doch noch locker hoch genug, weil man nicht auf günstigere Alternativen umsteigt?

          • Avatar

            Michael

            19. April 2017 01:16 at 01:16

            @Gerd Meine Schwester arbeitet bei Conti, ebenso ihr Ehemann. Sie als Sekretärin, er als untergeordneter, unbedeutender Ingenieur in irgendeiner belanglosen Sparte. Die beiden haben ein Gesamteinkommen von etwa 5.000 EUR. Sollte man diese Löhne um 100% erhöhen? Sollten die beiden 10.000 EUR pro Monat verdienen, nur damit die Handelsbilanz schlechter würde?
            Wem würde das nutzen, außer den beiden, die ohnehin schon genug für ihre Leistung erhalten?

  9. Avatar

    Gerd

    19. April 2017 12:00 at 12:00

    @Michael
    Ich gehe an dieser Stelle hauptsächlich ein auf Ihren Kommentar unter LOSSLESS. Dort geht es aber in erster Linie um Meinungen rund um aktuelle Tradingmöglichkeiten, und nicht um Allgemeines.

    Also, Michael, die 100% Lohnsteigerung und 50% Exportpreiserhöhung war ein fiktiver Prozentsatz, der schön „rund“ aussehen sollte, damit der Leser das leichter nachvollziehen kann. Ich schrieb ausdrücklich, dass man die Zahlen nicht 1 zu 1 übernehmen kann.
    Tatsächlich beträgt unser ganzer Überschuss nämlich „nur“ 250 Mrd. – bei einer Gesamtausfuhr von 1200 Mrd und Einfuhr von 950 Mrd.. D.h., wären Export und Import jeweils nur um wiederum fiktive 10% niedriger bzw. höher, läge der Exportüberschuss bei nur noch rund 30 Mrd.
    Und dazu braucht es natürlich keine Lohnerhöhung um 100%, sondern um x%.

    Früher gab es übrigens noch den ausgleichenden Wechselkursmechanismus, der zu geringe Lohnsteigerungen bei uns teilweise kompensierte. Wäre Deutschland heute das einzige Land mit Euro, würde der Wechselkurs garantiert mindestens bei 1,50 stehen und nicht bei 1,07.

    Was ich nicht verstehe, ich bemühe mich, Ihnen was zu erklären und Sie wollen das letztlich gar nicht hören – obwohl Sie extra ein zweites mal nachgefragt hatten. Sie gehen auf Abwehr und halten mir nicht repräsentative Daten Ihrer Verwandtschaft entgegen.
    Hätten sie nicht stattdessen mal überdenken sollen, ob an meinen Argumenten vielleicht irgendetwas dran sein könnte?
    Warum bringen Sie Ihre Schwester ins Spiel, aber berücksichtigen nicht die Menschen, die lediglich den Mindestlohn zum „Leben“ haben? Warum nicht die Menschen, die im jüngst wieder veröffentlichten „Armutsbericht“ genannt werden? Warum kommt Ihnen nicht die Altersarmut in Deutschland in den Sinn, die weiter zunimmt aufgrund der vielfach zu niedrigen Löhne? An die vielen Millionen Menschen, die sich im Gegensatz zu Ihrer Schwester nicht einen einzigen Urlaub im Ausland leisten können? Das wären Menschen, die – so sie mehr Geld hätten – mit Urlaubsausgaben sogar dazu beitragen würden, die Außenbilanz der Urlaubsländer aufzupäppeln. (Aber selbst Ihre Schwester könnte nach einer kräftigen Lohnerhöhung im Auslandsurlaub noch viel mehr Geld ausgeben und damit diesen Ländern helfen).

    Mir soll es recht sein, wenn Sie – im Gegensatz zur halben Welt – weiterhin unseren Überschuss als in Ordnung bezeichnen. Bleiben sie gerne bei Ihrer Meinung.
    Mir soll es insbesondere deshalb recht sein, weil Sie das auf unsere guten Produkte zurückführen und die Löhne auch für angemessen halten. Da darf ich wenigstens davon ausgehen, dass Sie dahingehend derselben Meinung sind wie ich, wenn ich Aktien von unseren guten deutschen Unternehmen unter Renditegesichtspunkten ständig als alternativlos deklariere. Und dass der DAX demnächst bei mindestens 13000 stehen wird – sofern kein negatives Ereignis von außerhalb des Wirtschaftbereichs eintritt. Oder waren Sie es, der sogar vor kurzem sogar von Blasenbildung sprach?

    Womit ich aber noch zu der Spezies Mensch überleite, von denen die meisten (evolutionsbedingt?) nicht genug kriegen können – wenn man es ihnen denn nur geben würde.
    Unter denen es dann auch noch Zeitgenossen gibt, die ihr Geld nicht nur als Arbeitgeber sondern ganz unethisch sogar mittels Finanzspekulationen vermehren wollen.

    Was ist daran für Sie verwirrend, wenn ich g e s t e h e , dass ich auch nicht „besser“ bin als der Mensch schlechthin? Ist das für Sie so ungewöhnlich, wenn jemand bereit ist, sich ehrlich zu „outen“, statt zu heucheln? Ich versuche, nicht mit dem Finger auf andere zu zeigen und dabei vorzugeben, ein Heiliger zu sein. Ist Ihnen so was fremd?
    Wie könnte ich noch deutlicher darstellen, dass ich nicht irgendeine bestimmte Gesellschaftsgruppe diffamieren möchte, wenn ich mich doch schon selbst mit einbeziehe?
    Und ich mache auch nicht auf „Anti-Unternehmer“, schon allein deshalb nicht, weil deren Verhalten für mich ebenfalls total nachvollziehbar ist. Es entspricht eben dem menschlichen Naturell. Und natürlich bedeutet „Gewinnmachen“ nicht unbedingt „Gier“. Andererseits wenn nur noch eine Eigenkapitalrendite von 3% erzielt würde, statt 5% oder 10%, ist das immer noch „Gewinn“! Oder wie hoch muss die sein, dass S i e es als Gewinn definieren würden?

    Jetzt habe ich noch mal versucht, Ihnen aufzeigen, warum wir einen Handelsbilanzüberschuss erwirtschaften und wie man den reduzieren könnte. Und nebenbei auch, dass das niemals freiwillig passieren wird, weil die menschliche Denkweise das nicht zulässt.

    Aber wie gesagt, rechtfertigen Sie gerne weiter unseren Überschuss.
    Am besten wäre natürlich, Sie würden nicht versuchen mich zu überzeugen, sondern das Ausland. Und im Falle seiner Wahl bitte ganz vordringlich Messieur Macron.

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Aktien

Warum ich keine Lieblingsaktien habe! – Werbung

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Lieber Börsianer,

was ist Ihre Lieblingsaktie? Welchem Titel halten Sie unbedingt die Treue und gehen quasi mit ihm durch dick und dünn? Hier verzeihen Sie auch einmal schlechte Nachrichten, weil Sie von dem Unternehmen wirklich überzeugt sind. Das Phänomen der Lieblingsaktie kann auch gleich für eine ganze Branche gelten. So schworen viele Privatanleger vor einigen Jahren auf Unternehmen aus der Edelmetall-Branche. In fester Erwartung eines Euro-Untergangs wurde diese Branche für viele Privatanleger zum bevorzugten Ort der Investition.

Typisch für eine solche Situation ist, dass wir die Nachrichtenlage dann nur noch sehr eingeschränkt wahrnehmen. Schlechte Nachrichten zu unserer Lieblingsaktie blenden wir aus. Gute Nachrichten hingegen bewerten wir in ihrer Bedeutung für die Kursentwicklung über. Mehr noch: Oftmals bilden wir in unseren Lieblingsaktien deutliche Übergewichtungen in unseren Depots, weil wir hier gerne mehrfach kaufen. Plötzlich steht Ihre Lieblingsaktie dann für 10 oder 20 % Ihres Gesamtdepots. Wenn Ihre Lieblingsaktie dann einmal schwächelt, ist Ihr Depot aufgrund der Übergewichtung chancenlos.

Aber wie entsteht eigentlich so eine Lieblingsaktie in unserem Depot? In aller Regel steht am Anfang zunächst eine starke Performance. Folglich mögen wir diese Aktie, weil sie uns eben zunächst viel Rendite beschert hat. Am besten können wir die Produkte unseres Lieblingsunternehmens im Alltag auch noch erfahren und quasi anfassen. Tatsächlich schätzten in der Vergangenheit viele deutsche Privatanleger die Aktien von BMW oder Daimler, weil sie privat ein…..

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Aktien

Aktienmärkte: Corona-Krise und ein heimlicher Star im deutschen Leitindex

Wolfgang Müller

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Normalerweise waren die letzten Jahre die Zeit für Wachstumstitel, also für Growth, wie man es in der Sprache der Aktienmärkte bezeichnet. Eher jedoch nicht für den deutschen Leitindex Dax – aber dort steht ein Wert ganz oben in der Performance, von dem man es noch weniger erwartet hätte: die Deutsche Post. Man profitiert derzeit vom „Stay at Home“ und vielleicht nochmals durch ein logistisches Thema der Superlative.

Die bevorstehende Massenimpfungen

Was werden nicht alles für Zahlen herumgereicht? Die Gesamtbevölkerung der Erde müsse gegen Covid-19 geimpft werden, 7,7 Milliarden Menschen und dies gleich zweimal. Aber gemach, es werden sich nicht alle impfen lassen wollen, und es einige durch Immunität nicht mehr brauchen (oder durch heimische Pharmafirmen versorgt werden) und viele sich in einem Alter befinden, in dem die Gefährlichkeit des Virus unterhalb des Promillebereichs für die Betagten und Gefährdeten liegt. Dennoch: Es gilt Abermillionen von Impfdosen zu transportieren, mit den verschiedensten Transportmitteln, mit speziellen Behältern und mit der Aufrechterhaltung von Kühlketten und überall ist der deutsche Marktführer gut aufgestellt.

Die unauffällige Hausse bei einem Underdog der Aktienmärkte

Die Deutsche Post (DHL Group) feierte gerade den 20. Börsengeburtstag. Der Logistik-Riese, der aus einem Paket- und Postzusteller hervorging, wurde am 20. November 2000 zu 21 Euro an die Börse gebracht. Zu dieser Zeit stand der Dax bei 6609 Punkten. Betrachtet man nun die Kursentwicklung von Index und den Dax-Wert Deutsche Post (gestern 40,39 Euro), so könnte man den Eindruck gewinnen, als wäre der Dax mit seiner Kursverdoppelung besser gelaufen, als der deutsche Logistiker, der es nur auf gut 80 Prozent Kurszuwachs brachte. Rechnet man die Dividendenzahlungen hinzu, käme man bei der Post aber auf circa 268 Prozent Gewinn. Beim Dax als Performance-Index werden die Dividenden einfach hinzugerechnet. Macht eine Rendite der Deutschen Post von 6,7 Prozent p.a. gegenüber dem Index mit seinen 3,5 Prozent. Der Traditionswert ein heimlicher Star der Aktienmärkte – gewiss, denn ein Großteil der Dax-Werte ist noch weit von seinen ehemaligen Höchstständen entfernt. Bis auf fünf Werte, einer davon ist die Marke mit dem auffälligen Gelb.

Dies ist natürlich den Analysten nicht verborgen geblieben: so erwarten Ökonomen von Goldman Sachs einen Umsatzanstieg der Deutschen Post von aktuell 65 Milliarden bis auf 80 Milliarden Euro im Jahr 2024, der Gewinn soll im gleichen Zeitraum von 4,4 Milliarden auf 6,5 Milliarden Euro steigen. Wäre ein einstelliges KGV, hinzu kommt die niedrige Börsenbewertung im Vergleich zu UPS oder Fedex.

Fazit

Obwohl die Aktienmärkte derzeit die Umschichtung von Growth zu Value spielen, kann dies dem deutschen Logistiker relativ egal sein. Man profitiert weiter von den Auswirkungen der partiellen Lockdowns, vermutlich noch durch die Wintermonate, als auch von der neuen Situation um die Mammutaufgabe Impfung der Bevölkerung mit all den personellen und logistischen Herausforderungen.

Jetzt steht in dieser Woche erst einmal der große vorweihnachtliche Hype um den „Black Friday“ und den „Cyber Monday“ auf dem Programm. Angesichts der Pandemie sicherlich mit bisher noch nie gesehenen Umsätzen. Ein DHL-Manager sprach schon davon, dass Covid-19 die Umsätze der Post in das Jahr 2030 hieven werde. Und jetzt kommt noch das Transportthema Impfstoff hinzu. Ein Goldilocks-Szenario? Nicht ganz, denn da gibt es noch einen übermächtigen Konkurrenten aus Übersee, der bis 2021 mit eigenen Paketzentren in Deutschland zulegen will. Der „All-Star“ der amerikanischen Aktienmärkte Amazon, der bereits schon für ein Viertel der Paketsendungen in Deutschland verantwortlich ist.

Die Aktienmärkte in Deutschland und ihr heimlicher Star

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Aktien

Aktienmärkte: Die 8-Billionen-Dollar Bombe – 20%-Korrektur voraus

Markus Fugmann

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Die Aktienmärkte der USA haben ein Klumpenrisiko – sie sind eine Bombe, die entschärft werde auf Kosten einer heftigen Korrektur. Das sagt nicht ein sogenannter „Crash-Prophet“, sondern der eher als „Dauer-Bulle“ bekannte Hans. A. Bernecker. Alle Indizes der amerikanischen Aktienmärkte seien extrem überkauft, getrieben vor allem in den letzten Monaten durch die Tech-Werte. Bevor dann ab dem 09.November mit der Pfizer/BioNTech-Meldung über den Impfstoff eine gewaltige Rotation erfolgte – raus aus Tech, rein in die sogenannten Value-Werte (die jedoch in vielen Fällen eigentlich alles andere als „value“ sind). Man wechselt also von einer Überbewertung in die andere, und dabei entfernen sich die Aktienmärkte immer mehr von der ökonomischen Realität.

Aktienmärkte: Nach dem Entschärfen der Bombe kommt die Erholung

Der Hype der Aktienmärkte, so Hans Bernecker, sei vor allem von Kleininvestoren getragen gewesen (die sogenannten „Robinhooder“). Das alles erinnert an die Euphorie des Jahres 1987, der dann im Oktober diesen Jahres ein gewaltiger, wenn auch nur kurzfristiger Absturz folgte. Nun aber gebe es eine Schwachstelle: das seien extrem überbewertete Aktien wie eine Tesla mit einer Marktkapitalisierung von mehr als 500 Milliarden Dollar, die nun ein großer Hedgefonds-Manager geshortet habe. Es werde nun, so Bernecker, bald eine heftige Marktbereinigung geben bei den großen und marktschweren Titel der amerikanischen Aktienmärkte, die alleine acht Billionen Dollar auf die Waage bringen.

Wann kommmt der Einbruch? Eher zeitnah, meint Bernecker. Es handele sich dabei um eine Markt-Bereinigung, der dann jedoch wieder eine Aufwärtsbewegung folgen werde. Sehen Sie hier die Aussagen des „Altmeisters“ Bernecker:

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Die überbewrteten Aktienmärkte der USA als Bombe, die bald entschärft wird

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