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Volkswagen attackiert Tesla mit günstigerem Modell ID.3

Volkswagen will mit dem Modell ID.3 den bislang im E-Auto-Bereich führenden Konkurrenten Tesla attackieren. Wie gut stehen die Chancen dafür?

Redaktion

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Volkswagen will mit dem Modell ID.3 den bislang im E-Auto-Bereich führenden Konkurrenten Tesla attackieren. Der Startpreis für das ID.3 dürfte unter 30.000 Euro liegen – und damit deutlich unter dem des vergleichbaren Tesla Model 3. Laut „Autocar“ soll der ID3. bereits im Sommer auf den Markt kommen – es liegen Volkswagen bereits gut 30.000 Vorbestellungen mit Anzahlungen vor. Ab 17.Juni können dann nicht nur „bestimmte Interessenten“ das Fahrzeug vorbestellen.

Für Volkswagen geht es mit der Einführung des ID.3 um viel: kürzlich vermeldeten die Wolfsburger für April einen Rückgang der globalen Verkäufe von -45% – also braucht man jetzt einen „game changer“. Daher liegt der Fokus von Volkswagen nun, so Jürgen Stackmann, Vertriebschef bei Volkswagen, voll auf der E-Mobilität und damit zunächst auf dem neuen E-Modell ID.3 – man arbeite noch final an der Software, dann solle es los gehen (ein Interview dazu mit Jürgen Stackmann sehen Sie hier).

A propos Software: hier lag und liegt der Vorteil von Tesla, wie „Auto-Papst“ Ferdinand Dudenhöfer formuliert:

„Heute befinden sich noch rund 80 bis 100 Steuergeräte im Fahrzeug. Tesla ist das erste Unternehmen, das einen zentralen Chip gebaut und programmiert hat. Dieser Computer steuert das komplette Auto – sogar in der Kommunikation mit der Außenwelt. Das ist eine Revolution.“

Kann Volkswagen also trotz Rückstand in Sachen Software zum „Weltmarktführer“ in Sachen E-Mobilität aufsteigen und damit Tesla überholen? Klar ist: trotz Krise hat Volkswagen deutlich „tiefere Taschen“ als Tesla und Elon Musk, der mit teils kuriosen Wendungen immer wieder seine Firmen vor dem Bankrott bewahren musste. Nun aber scheint die Zeit zu enden, als Musk mit Tesla der Konkurrenz weit enteilt war, wie Dirk Schuhmanns kürzlich gezeigt hat:

„Während Tesla-CEO Elon Musk die Welt mit immer unglaublicherer Twitterei und der Wiedereröffnung seiner kalifornischen Fabrik trotz gegenteiliger behördlicher Anordnungen ablenkt, wird das Unternehmen gerade in Europa und China von der Konkurrenz sowohl im oberen als auch unteren Preissegment empfindlich getroffen. Die Konkurrenz bietet inzwischen bessere Autos günstiger an, während Tesla noch immer keine Gewinne erzielt. Es entbrennt ein Preiskampf, den die chronisch unterfinanzierten Kalifornier nicht gewinnen können.“

Folgendes Video zieht einen ausgewogenen Vergleich zwischen dem Model 3 von Tesla und dem ID.3 von Volkswagen:

 

 

 

 

Mit dem ID.3 will Volkswagen Tesla attackieren

Volkswagens ID.3

23 Kommentare

23 Comments

  1. Avatar

    Torsten

    17. Mai 2020 11:55 at 11:55

    Die größte „Lüge“ von Tesla ist das autonome Fahren. Realistisch wird es das vor 2030 nicht geben. Es sit einfach zu komplex. Wenn man heute auf schmalen Straßen anderen Autos begegnet vertraut man den Fähigkeiten und dem Überlebenswillen des anderen Fahrers. Zwei Autos je 70 km/h schnell und im Gegenverkehr, fahren im Abstand von 50 cm aneinander vorbei. Bei selbstfahrenden Autos, und dem kleinsten Fehler der Software war es das.
    Vergesst autonomes Fahren die nächsten 10 Jahre.

  2. Avatar

    Hesterbär

    17. Mai 2020 19:35 at 19:35

    Bei kaum einem anderen Unternehmen kann man so bedenkenlos short gehen wie bei Tesla.

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      Scheer

      18. Mai 2020 10:06 at 10:06

      Moin,
      wenn man nach den reinen Unternehmensdaten ausgeht stimmt ihre Aussage wohl.
      Da wir derzeit in seltsamen und verückten Zeiten leben kann es auch gut sein, dass durch die Liquiditätsflut und des Mangels an Alternativen der Kurs weiter nach oben gehen wird.

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      Neeee

      3. Juni 2020 21:19 at 21:19

      ja genau nur her mit euren Geld…ist auf alle Fälle besser als in die Verbrenner zu stecken, sonnst würdet Ihr ja noch mehr C02 produzieren

      • Avatar

        Jaaaa

        4. Juni 2020 00:31 at 00:31

        Stimmt, da gibt es „sonnst“ nichts hinzu zu fügen…

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    Ronald Schmidt

    17. Mai 2020 23:00 at 23:00

    Finanzmarktwelt mag sich ja im Finanzmarkt auskennen, von Autos haben sie scheinbar keine Ahnung. Den neuen VW mit einem Tesla vergleichen zu wollen ist wirklich ein krasses Beispiel von fehlendem Fachwissen. Beschäftigt Euch doch bitte ein klein wenig mit dem Thema bevor Ihr Euch blamiert.

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      sabine

      18. Mai 2020 11:07 at 11:07

      1. So einfach kann man das nicht sagen, und man sollte auch bei Kritik konkret werden. (Dieses rein abstrakte Dumm-Pauschal-Bashing find ich überhaupt sehr blamabel. Bei vielen ist Benehmen einfach Glücksache! Hier im Forum etwa 10%.)
      Wenn man hypergenau sein will, kann man überhaupt keine Autos vergleichem, z.B. sind die Franzosen und Italiener schon ganz anders unterwegs als wir Deutsche bzgl. Metallstärke, Haltbarkeit, Technik usw. Trotzdem kann man grob sehr wohl etwa gleichgroße Autoklassen vergleichen!
      2. Was ich in dem Artikel falsch finde, ist, daß VW sehr schlecht dasteht, und hilflos nach der E-Sparte greifen muß, um sich zu retten. Das ist so falsch!! Die haben in Europa am meisten verkauft, und stehen am Besten da. War doch auch ohne Zahlen ganz klar, weil man in einer Krise am Luxus am ehesten spart. Und gerade VW konzentriert sich auf Nützlichkeit, Sparsamkeit gepaart mit solide. Natürlich haben die auch Luxus und Extravaganzen, aber der Schwerpunkt liegt eindeutig nicht dort.
      3. https://www.autozeitung.de/zulassungsstatistik-140455.html
      Das sind jetzt nur Zahlen von Deutschland, aber dem stärksten Automarkt in der EU.
      Rückgang insgesamt April 2020 zu Vorjahresmonat 61,1 Prozent.
      „Dabei lag die Bandbreite zwischen -39,2 Prozent bei Mini und -94,1 Prozent bei Smart. VW erreichte mit 17,2 Prozent den größten Neuzulassungsanteil.“
      Und den Minianteil von Tesla hab ich woanders mal gezeigt, vergessen wirs einfach.

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        Ronald Schmidt

        18. Mai 2020 13:38 at 13:38

        “ Trotzdem kann man grob sehr wohl etwa gleich große Autoklassen vergleichen “ Genau das ist der Punkt Sabine. VW und Tesla sind zu unterschiedlich in der Autoklasse um sie zu vergleichen. Allein schon weil Tesla mehrere Modelle am Markt hat. Und was soll dieser Hinweis? „Bei vielen ist Benehmen einfach Glückssache!“ Es ist nicht unbedingt sachdienlich sich selbst zu erhöhen Sabine. ;-) Wer sich mit Aktien auskennt, sollte nicht Autos vergleichen wenn er, oder sie, keine Ahnung davon haben. Sorry aber der Artikel da oben ist einfach nur schlecht.

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          lubinius

          20. Mai 2020 05:40 at 05:40

          Tesla 3 und VW ID3 zu vergleichen ist Blödsinn.

          Der Tesla 3 ist ein real existierendes Elektroauto der Mittelklasse, das man kaufen kann. Der VW ID3 ist ein „Phantomauto“, das seit JAHREN! beworben wird,das man aber nirgendwo kaufen kann!

          Es gibt ja noch nicht einmal Produktfotos vom ID3, sondern nur Animationen!

          Und wenn es die Kompaktkarre irgendwann Mal auf die Straße schafft,dann ist die Software vermutlich so verbuggt, dass die Karre nur eingeschränkt nutzbar ist.

          Ne ne, VW kann Stinkediesel bauen, aber keine konkurrenzfähigen E-Autos.

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            Pete

            20. Mai 2020 09:49 at 09:49

            Lubinius‘ Kommentar trifft den Nagel auf den Kopf.

            Diese Woche erst wurden Probleme beim neuen Golf bekannt.
            „Volkswagen unterbricht wegen Softwareproblemen bei eCall die Auslieferung des Golf 8.“ (Automobilwoche)

            Der Release des ID.3 wurde bereits wegen fehlerhafter Software nach hinten verschoben, eine einwandfrei funktionierende Software bei Auslieferung ist da mehr als unwahrscheinlich.

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            Torsten

            4. Juni 2020 10:59 at 10:59

            Ein Haus weiter parkt ein ID3 – der fährt früh weg und kommt abends wieder.

            Und er sieht schick aus.

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    Henning

    18. Mai 2020 02:06 at 02:06

    Ausstattungsbereinigt?
    Nicht vergessen: ein Tesla ist immer schon fast vollausgestattet. Und einen nackten ID3 wird fast niemand kaufen.
    30.000? In der Theorie vielleicht.

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    ID.3

    18. Mai 2020 08:12 at 08:12

    es liegen 37.000 Reservierugen für die 1st Edition des ID.3 vor.

    Ab 17.Juni können nur die registrierten PreBooker der 1st Edition bestellen.
    Der Serien-ID.3 ist dann nicht bestellbar, er kommt später.

    Der ID.3 hat eben keine 80-100 Steuergeräte verbaut.

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      sabine

      18. Mai 2020 11:13 at 11:13

      Und wenn man Fensterheber, Scheibenwischer, Klimanalage Lichtdimmen in der Fahrkabine, Funkschlüssel, Keyless usw. mit einberechnet? Vielleicht meint der Artikelschreiber die Sreuerelemente bei den kleinen Antrieben/Motörchen.

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        Benedikt

        23. Mai 2020 19:32 at 19:32

        Um die Falschinformationen im Artikel mal fundiert offen zu legen:

        Der ID.3 ist nicht bestellbar. Er hat aktuell den Status einer „Seriennahen Studie“, die schon in einem frühen Stadium der Produktion ist. Fertig ist da nichts, Preise gibt es noch nicht.

        Der angekündigte ID.3 für unter 30.000 Euro ist mit keinem in Deutschland verfügbaren Model 3 vergleichbar. Das Basis-Model3 in Deutschland hat 409km Reichweite. Der Basis-ID.3 hat ca. 330km Reichweite.

        Wenn man also die Preise des Model 3 mit denen des ID.3 vergleichen will, dann muss man das Standard Range+ Model 3 für 44.000 Euro mit dem ID.3 mit mittlerer Batterie vergleichen. Hier haben wir nämlich eine vergleichbare Reichweite von 409km vs „ca. 420km“.

        Der ID.3 hat aber, wie schon von anderen angemerkt und anders als das Model 3 eine umfangreiche Aufpreisliste. So wird ein ID.3 1st Edition mit dem größten Ausstattungspaket annähernd 50.000 Euro kosten. Spätere Varianten mit größerem Akku und Allradantrieb werden nur teurer.
        Problem: das Model 3 Long Range mit 560km Reichweite, 4,6s 0-100 und 233km/h Höchstgeschwindigkeit – ein ID.3 fährt nur 160km/h – kostet heute 54.000 Euro. Dieser Preis ist so gut, dass VW da nichts wird direkt entgegensetzen können.

        So viel zum Preisvorteil.
        Dazu kommen technische Vorteile des Model 3: Es läd mit der doppelten Geschwindigkeit, bietet deutlich bessere Fahrleistungen und hat Zugriff auf eine bessere Ladeinfrastruktur. Es kann nämlich sowohl das selbe CCS-basierte Ladenetz wie der ID.3 als auch die Supercharger von Tesla nutzen.

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      E Auto fahrer

      19. Mai 2020 17:03 at 17:03

      Genau, da der id3 nicht so viele Steuergeräte verbaut hat wie ältere modelle von VW, genau deshalb gibt es ja „noch“ Software Probleme… Siehe auch Golf 8. Wenn die das erstmal im Griff haben dann sind die Autos von VW dem Tesla in Sachen Qualität deutlich überlegen. Außerdem ist es reine Geschmack Sache… Aber das Modell 3 von Tesla ist mega hässlich. Da sieht echt nen Dacia weit besser aus. Aber über Geschmack lässt sich ja bekanntlich nicht streiten.

    • Avatar

      lubinius

      20. Mai 2020 12:54 at 12:54

      Es ist genau andersherum: der ID3 hat die 80-100 Steuergeräte verbaut, während Tesla nur eine zentrale Recheneinheit verbaut.

      Und während bei Tesla Softwareupdates OTA eingespielt werden, muss man bei VW damit zum Teil in die Werkstatt, weil jedes Steuergerät separat und teilweise über Kabelverbindung aktualisiert werden muss.

  6. Avatar

    Alex

    20. Mai 2020 12:36 at 12:36

    Guten Tag,

    Autos vergleichen ist sehr schwer. Ich persönlich habe einige Jahre in der Produktentwicklung bei VW verbracht und war an der Entwicklung des I.D.3 aka Neo und des nächsten größeren Bruders beteiligt. Für die, die es nicht glauben, hier ein paar interne Abkürzung EEMU/2, EDI2, Aero/B9 macht es bei einigen Lesern Klick? Machen wir also weiter.

    Die Entwicklung des Neos, ich nenne ihn weiterhin Neo, weil der offizieller Name nach einem Conceptcar klingt, war tatsächlich der hilflose Griff nach der E-Sparte, Stichwort an dieser Stelle G4. Es wurden Unmengen an Summen investiert mit einem eher unbefriedigenden Ergebnis. Hätte Tesla diese Summen zur Verfügung, dann wären sie um weitere 6 Jahre im Vorsprung, das ist Fakt und auch jedem vernünftig denkenden VWler bewusst. Und ja, Tesla ist um einige Längen voraus.

    Ich war eher für das Digitale Erlebnis zuständig und muss zugeben, dass Tesla sowohl bei dem Neo als auch bei dem Bruder die Referenzmarke war. Die Frage – Wie macht es Tesla? – wurde zur täglichen Philosophie. Wenn jetzt jemand das Gegenteil behauptet, dann war dieser nicht im Core-Team. Daher finde ich es legitim, dass man den Neo mit dem Tesla vergleicht Wobei während der Entwicklung des Neos das Model 3 noch nicht auf dem Markt war. Beim großen Bruder wurde komplett auf Tesla M3 gesetzt.

    Einige Punkte machen den Vergleich der Fahrzeuge etwas schwierig, denn VW ist ein Fahrzeughersteller, entgegen allen Behauptungen der VW CEOs, dass es ein IT-Unternehmen ist. Tesla dagegen ist ein IT-Unternehmen. Diese Punkte sind zwar den meisten bekannt, jedoch verstehen sie nicht die Konsequenzen. Volkswagen kann den Tesla im Preis und auch in Punkto Zusammenschrauben der Blechteile schlagen, das sollte gar nicht zu Debatte stehen. Der Rest, der in naher Zukunft wichtig sein wird, dürfte Tesla abstauben. Wenn man einen Volkswagen kauft, dann kann man davon ausgehen, dass in vier Jahren ein Facelift kommt und in acht Jahren ein neues Modell. Das gekaufte Auto wird so bleiben, wie es gekauft wurde. Ein Tesla wird stets verändert, was wir von Smartphones kennen. Wenn ihr mich fragt, relativiert sich der Preis, denn schließlich wird sich das Fahrzeug modernisieren.

    Natürlich kann man das autonome fahren von Tesla noch nicht ernst nehmen, aber sie wären in der Lage Software drauf zu spielen. Volkswagen kann dieses Versprechen nicht einmal geben, weil sie nicht in der Lage wären Updates hochzufahren. Der aktuelle Audi A8 hat es ja gezeigt – eine sehr peinliche Nummer, die etwas unter den Tisch gekehrt wird. Wäre so etwas Tesla passiert, dann hätten sich die deutschen Foren die Zungen verbrannt.

    Volkswagen bring 8 Jahre später als Tesla ein EV auf den Markt und die Influencer haben nichts besseres zu tun als zu erklären, wie toll es ist ein EV zu fahren. Alles bereits Schnee von Gestern. Was soll man sonst am Neo loben? Das HUD? Das Infotainment? Das nicht vorhandene digitale Erlebnis?

    Nun ja, Fahrt eine Woche einen I.D 3 und eine Woche Tesla Model 3 und macht euch ein Bild. Ich werde Ende des Jahres auf ein Model 3 umsteigen. Audi hatte ich 6 Jahre Zeit gegeben, aber es passiert einfach nichts.

    Schöne Grüße

    • Avatar

      Techniker

      20. Mai 2020 15:38 at 15:38

      DANKE

    • Avatar

      Petkov

      24. Mai 2020 10:10 at 10:10

      a) „Ein Tesla wird stets verändert, was wir von Smartphones kennen.“ Ja, und? Software Updates Over The Air sind nichts Besonders mehr. Auch für deutsche Autos nicht. BMW und Mercedes können es jedenfalls auch.

      b) Apropos Software Update OTA: da wäre ich echt froh, wenn mein Auto nicht aus Kostenspargründen nur ein zentrales Steuergerät für alles hätte. Stichwort: Single Point Of Failure.

      Der Musk könnte als Möbelverkäufer der katholischen Kirche Doppelbetten für ihre Bischöfe andrehen. Das muß man ihm lassen. Das finde ich bei ihm durchaus imponierend. Aber Tesla Autos sind nach wie vor das, was sie in Japan, Korea und auch Deutschland wären: zu früh auf den Markt gebrachte Prototypen.

  7. Avatar

    Torsten

    23. Mai 2020 22:08 at 22:08

    100 m von meiner Haustür parkt ein ID3. Der fährt sogar. Wahrscheinlich ein Mitarbeiterfahrzeug von einem Ingenieur oder Vertriebsmann.
    Wollte schonmal fragen, leider zu spät erwischt!
    Ich bleibe dran

  8. Avatar

    Kritisch on fire

    4. Juni 2020 10:10 at 10:10

    Guten Morgen!
    Hier ein Bericht von mir aus August 2018 und wie ich finde hat sich seit dem nichts geändert. Mit Ausnahme, dass ich die darin beschriebene „Kiste“ seit geraumer Zeit fahre und einfach nur bestätigen kann, dass sich mein Ersteindruck über Tesla sehr positiv verstärkt hat.
    Nun, es ist kein Model 3 und somit wahrscheinlich auch nicht vergleichbar.
    Wollte ich nur ergänzend anbringen!
    LG

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Aktien

Coronakrise: Für die Verlierer folgt wohl der zweite wirtschaftliche Abschwung

Redaktion

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am

Von

Lufthansa mit massiven Problemen in der Coronakrise

Zum Ausbruch der Coronakrise gab es zunächst massive Staatshilfe über Kurzarbeit, Zuschüsse, Milliardenkredite und sogar Unternehmensbeteiligungen durch den Staat. Die Lage schien sich zu stabilisieren. Mit der deutschen Volkswirtschaft geht es wieder bergauf. Und wenn man sich die Headlinezahlen der Statistiker betrachtet, wirkt die Lage auch gar nicht mehr so schlimm. Aber die Verlierer-Branchen, die ab März fast komplett den Bach runtergingen, die erleben derzeit womöglich den zweiten Abschwung.

Wenn dem wirklich so ist, wäre es für Börsianer ratsam die Finger von Aktien dieser Branchen zu lassen. Denn es ist natürlich zunächst verführerisch. Was im Zuge der Coronakrise stark gefallen ist, scheint jetzt vom reinen Aktienkurs her optisch günstig zu sein. Aber kommt eine weitere kräftige Abwärtswelle bei den Aktienkursen der betroffenen Konzerne, wenn den Börsianern klar wird, dass die Coronakrise auf ganz spezielle Branchen noch viel länger sehr drastische Auswirkungen haben wird?

Lufthansa in der Coronakrise weiter im Abschwung

Da wäre zum Beispiel die Lufthansa als Paradebeispiel in Deutschland zu nennen. Zum Ausbruch der Coronakrise sanken die Passagierzahlen auf Null. Nun denkt man, dass sich die Fluggastzahlen zusammen mit der allgemeinen wirtschaftlichen Erholung auch steigern werden. Aber die Lage ist wohl schwieriger. Erstmal hilft da der gesunde Menschenverstand. Wie viele potenzielle Urlauber bleiben bitte schön solange den Flughäfen fern, bis die Maskenpflicht entfällt? Denn stundenlang als erholungssuchender Tourist im Flieger, am Flughafen, im Hotel, und an der Strandpromenade mit Maske rumzulaufen – darauf haben viele Menschen einfach keine Lust, denn das ist einfach kein richtiger Urlaub!

Nach den bisherigen massiven Einschnitten der letzten Monate sieht es bei der Lufthansa (wie bei anderen Airlines auch) nach einer erneuten Runde von Einschnitten aus. Dies lässt vermuten, dass sich die Flugzahlen eben nicht so erholen, wie man es sich erhofft hatte. Laut aktuellen Berichten soll Anfang nächster Woche bekanntgegeben werden, wie viele zusätzliche Jobs und Maschinen bei der Lufthansa gestrichen werden. Denn die Airlines leider derzeit auch darunter, dass sich die Einreisebeschränkungen einzelner Länder schnell ändern, und der potenzielle Reisende dann fernbleibt. Auch hier kann man denken aus „kaltherziger“ Börsianer-Sicht: Gut, dann warte ich die nächste Kürzungsrunde und weiter fallende Aktienkurse noch ab, und kaufe dann günstig ein.

Aber das sage mal jemand den Aktionären der Telekom, die damals in ein immer weiter fallendes Messer griffen nach dem Motto „jetzt gibts die Aktie aber günstig zu kaufen“. Natürlich ist das alles Ansichtssache. Es kann natürlich auch sein, dass ab einem gewissen Kursniveau wirklich eine Bodenbildung eintritt. Aber man sollte als Börsianer nicht all zu euphorisch agieren, nur weil der Aktienkurs optisch günstig zu sein scheint. Im folgenden Chart sehen wir in den letzten 12 Monaten in blau den Verlauf des Dax gegen die deutlich schlechter laufende Lufthansa-Aktie (beides auf CFD-Basis).

Chart zeigt Kursverlauf von Lufthansa gegen Dax

US-Airlines und Hotels

Auch in den USA geht der Abbau bei den Verlierern weiter. Nachdem die Airlines nach dem Ausbruch der Coronakrise bereits üppig vom US-Steuerzahler bedacht wurden, scheint das Geld wohl auszugehen. Nach ganz aktuellen Berichten sind die Chefs der großen US-Airlines im Weißen Haus vorstellig geworden. Das Motto lautete: Gebt erneut Staatshilfe, oder wir müssen Massenentlassungen durchführen. Auch dies ist ein klares Indiz dafür, dass es Delta, United und Co sehr schlecht geht.

Wie jüngste Berichte zeigen, und was natürlich mehr als verständlich ist: Das Spieler-Paradies Las Vegas wurde von der Coronakrise übel getroffen, aber gleich doppelt und dreifach. Da lohnt es sich einen Blick zu werfen auf die Las Vegas Sands Corp, einen Hotel- und Casino-Betreiber mit Schwerpunkten in Las Vegas, Macau und Singapur. Die Aktie notierte vor dem Beginn der Coronakrise im Februar bei 71 Dollar, jetzt bei 49 Dollar. Im folgenden Chart, der 12 Monate zurückreicht, haben wir die Kursverläufe der Hotelkette und von United Airlines übereinander gelegt. Frage: Greift man hier in ein fallendes Messer, wenn man jetzt kauft? Oder stehen die Aktien vor einem langen, langweiligen Seitwärtstrend?

Chart zeigt United Airlines und Las Vegas Sands

Nicht in das fallende Messer greifen?

Der Spruch ist einer der absoluten Börsianer-Klassiker. Man soll nicht in das fallende Messer greifen. Damit ist gemeint, dass man in einem Absturz, bei dem der Boden noch nicht erkennbar ist, nicht kaufen sollte. Natürlich sollte man auch später nie krampfhaft versuchen den absoluten Tiefpunkt für seine Einstiege an der Börse zu finden. Aber derzeit scheint es bei Aktien von Hotels und Airlines so zu sein, dass die Corona-Misere weitergeht, während sich der größte Teil der sonstigen Volkswirtschaft damit beschäftigt die alten Niveaus zu erreichen. Also, Vorsichti ist geboten bei den Problembranchen. Es sieht nicht nach einer raschen Erholung aus! Gestern berichteten wir bereits über die große Entlassungswelle bei deutschen Autozulieferern (hier finden Sie den Artikel). Auch hier sollte man bei Neueinstiegen in die entsprechenden Aktien überlegen, ob nun das Tief wirklich erreicht wird, oder ob die Misere noch einige Zeit anhalten wird, was auch die Aktienkurse weiter belasten könnte.

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Aktien

Aktuell: Grenke veröffentlicht ausführliche Stellungnahme

Claudio Kummerfeld

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am

Die Grenke AG (notiert im MDax) ist seit Tagen massiv unter Beschuss nach harten Manipulationsvorwürfen a la Wirecard (wir berichteten). Nachdem man die Vorwürfe bereits zurückwies, erfolgt ganz aktuell eine ausführliche Stellungnahme des Unternehmens. Hier zeigen wir die wichtigsten Passagen im Wortlaut. Vorab noch die Info, dass Grenke heute beschlossen hat, dass man ein Sondergutachten beim Wirtschaftsprüfer KPMG in Auftrag gibt, welches die massiven Vorwürfe entkräften soll. Nun geht es aber los, mit ausgewählten Passagen aus dem aktuellen Text von Grenke (hier in voller Länge).

Headline-Aussage:

Die GRENKE AG, globaler Finanzierungspartner für kleine und mittlere Unternehmen, weist auch nach genauer Prüfung des 64-seitigen Berichts von “Viceroy Research” die darin erhobenen Vorwürfe mit aller Entschiedenheit zurück. Nach einhelliger Auffassung des Vorstandes und des Aufsichtsrates sind sämtliche Anschuldigungen in allen Themenbereichen unbegründet. Antje Leminsky, Vorstandsvorsitzende der GRENKE AG: „Die Behauptungen in dieser sogenannten Analyse entbehren jeder Grundlage. Wir verwehren uns gegen jeglichen Vergleich mit Wirecard. Die Anschuldigungen eines Leerverkäufers, der mit dem von ihm ausgelösten Kursverfall Geld verdient, sind ein Schlag ins Gesicht unserer über 1.700 Mitarbeiter, unserer 40.000 Händler und unserer langfristig orientierten Aktionäre.“

Entscheidend – Vorwurf zu fehlenden Geldern:

Viceroy behauptet ferner, dass ein substanzieller Anteil von den im Halbjahresfinanzbericht 2020 ausgewiesenen 1.078 Mio. Euro liquiden Mitteln nicht existiere. Diese Behauptung – einer der zentralen Vorwürfe von Viceroy – ist frei erfunden. 849 Mio. Euro, also fast 80 Prozent der liquiden Mittel, befanden sich zum 30.06.2020 auf Konten der Deutschen Bundesbank – wie im Halbjahresfinanzbericht veröffentlicht. Am 15.9.2020 betrug das Guthaben bei der Bundesbank, wie bereits mitgeteilt, 761 Mio. Euro. Die Differenz von rund 20 Prozent befindet sich überwiegend auf Konten bei deutschen Großbanken.

Zum Franchise:

Viceroy unterstellt, dass die Franchise-Akquisitionen von GRENKE in der vergangenen Dekade mit nicht offengelegten verbundenen Parteien stattgefunden hätten und diese Beziehungen hätten offengelegt werden müssen. Das ist falsch.

Die GRENKE AG betont zudem, dass unter den Geschäftsführern der Franchise-Unternehmen durchaus ehemalige GRENKE-Mitarbeiter sind, diese aber alle spätestens mit Aufnahme ihrer Tätigkeit als Gesellschafter und Geschäftsführer der Franchise-Unternehmen keine Rolle im GRENKE Konzern mehr innehatten.

Viceroy behauptet zudem, die von Grenke akquirierten Franchise-Unternehmen hätten keinen reellen und tangiblen Wert und seien „underperforming“. Dennoch tauchten sie in den Büchern des Konzerns mit Goodwill auf.

Dazu erläutert GRENKE: Die Franchise-Unternehmen werden gerade deshalb nach vier, fünf oder sechs Jahren akquiriert, weil sie dann schon ein gutes Händlernetz aufgebaut und gleichzeitig viel Potenzial haben. Es ist völlig normal, dass die Franchise-Unternehmen zum Zeitpunkt des Verkaufs als wachsende Start-ups noch Verluste machen.

Geldwäsche:

Viceroy stellt außerdem die Wirksamkeit der Geldwäsche-Prävention bei GRENKE in Frage. Als vermeintlicher Beleg dafür wird angeführt, dass drei GRENKE-Bank-Kunden Geldwäsche über ihre Konten bei der GRENKE Bank hätten betreiben können, obwohl die BaFin bereits rechtlich gegen sie vorging. Auch dieser Vorwurf ist falsch: Die regulatorisch vorgeschriebenen Prozesse für „Know your customer“ (KYC) und Anti-Money-Laundering (AML) werden bei GRENKE vollumfänglich umgesetzt und regelmäßig überprüft. Als KYC-Tool nutzt GRENKE ein leistungsfähiges System, das dem Branchenstandard entspricht und unter anderem von einer dreistelligen Zahl von Volks- und Raiffeisenbanken ebenfalls einsetzt wird.

Zentrale von Grenke
Firmengelände des Unternehmens. Foto: © GRENKE AG

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Aktien

Aktienmärkte: Großer Verfall – Optionen und mögliche Turbulenzen!

Heute, vielleicht aber noch mehr Anfang nächster Woche könnte es für die Aktienmärkte richtig turbulent werden. Der große Verfall und die US-Tech-Aktien

Markus Fugmann

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am

Für die Aktienmärkte ist heute der große Verfall der wahrscheinlich entscheidende Faktor – es verfallen Optionen und Futures mit Laufzeit September (siehe hierzu den heutigen Videoausblick „Großer Verfall – es steht viel auf dem Spiel“). Zuletzt war in den Finanzmedien vor allem das in den USA von Privatinvestoren gehandelte Volumen an Optionen (vor allem Calls auf die großen US-Tech-Aktien) ein großes Thema – und das zurecht!

Folgende besipielhafte Grafik zeigt, wie dieses hohe Volumen an Calls bei den Borkern/Verkäufern dieser Call-Optionen Käufe des jeweiligen underlyings ausgelöst hat – in der Grafik konkret illustriert anhand der Amazon-Aktie:

Großer Verfall: Der stark gestiegene Effekt der Optionen auf die Aktienmärkte

Grafik: Benn Eifert, https://twitter.com/bennpeifert

Man sieht: der Kauf von Call-Optionen auf die Amazon-Aktie hat letzlich den Verkäufer der Call-Optionen gezwungen, sein Risiko durch den Kauf der Amazon-Aktie abzusichern, nachdem die Amazon-Aktie angestiegen war (was ja bis Anfang September der Fall war). Aus 1500 Dollar, die ein Privakunde in Amazon-Calls investiert hatte, entstanden Käufe im Volumen von 230.000 Dollar der Amazon-Aktie durch den Broker/Verkäufer der Amazon Calls.

Es war offenkundig dieser Mechanismus, der die Aktienmärkte zuletzt stark beeinflußt hatte – und die extreme Rally der US-Tech-Werte vor Anfang September mit erklären kann.

Aktienmärkte und Call-Optionen bei US-Techaktien

Der Bestand von Call-Optionen auf Amazon war vor Anfang September regelrecht explodiert und betrug 48% der Marktkapitalisierung von Amazon:

Aktienmärkte und Amazon Call-Optionen

Noch krasser die Call-Bestände bei Tesla (380% der Marktkapitalisierung) – was den unter Bewertungsgesichtspunkten absurden Anstieg der Tesla-Aktie erklären hilft:

Tesla Call-OptionenCharts: @MacroCharts

Folgende Grafik zeigt, wie extrem die Call-Bestände auf die großen US-Tech-Aktien zuletzt angestiegen waren:

Aktienmärkte: Call-Optionen auf US-Tech-Aktien und großer Verfall

So weit so extrem. Aber was passiert, um das oben aufgeführte Beispiel der Amazon-Aktie zurück zu kommen, wenn die Optionen auf die einzelnen Aktien verfallen? (zu den Uhrzeiten des Verfalls auf einzelne Aktien siehe hier – Optionen auf die US-Indizes dagegen verfallen heute um 15.30Uhr deutscher Zeit)

Dann nämlich werden die Absicherungen des Brokers, der die Amazon-Aktie gekauft hatte um sein Risiko zu hedgen, im Grunde überflüssig (siehe die Grafik oben). Es könnte also eine große Verkaufswelle für die Aktienmärkte drohen – aber wir wissen eben nicht wirklich, wieviel der nun heute auslaufenden Call-Optionen bereits vor dem Verfall verkauft wurden! Möglich ist also, dass die Schwäche der großen US-Techaktien wie Amazon in den letzten Tagen bereits ein Zeichen dafür ist, dass die Broker die underlyings verkauft hatten!

So oder so: heute, vielleicht aber noch mehr Anfang nächster Woche könnte es für die Aktienmärkte richtig turbulent werden! Oder eben auch nicht – vielleicht nämlich ist der größte Teil schon abgewickelt, Schieflagen inzwischen weitgehend bereinigt. Daher zitieren wir hier den Kaiser Beckenbauer: „Schaun mer mal, dann sehn mer scho“!

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