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Volkswagen: Dumme Käufer, bis 2025 Nummer 1 bei E-Autos, und die Sache mit dem Jobabbau

Volkswagen will bis zum Jahr 2025 Weltmarktführer bei Elektroautos werden. Das ist doch mal anders als bei Mutti´s Verkündung einer vierten Kanzlerschaft, und was sie denn konkret vor hat, eine klare Ansage

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FMW-Redaktion

Volkswagen will bis zum Jahr 2025 Weltmarktführer bei Elektroautos werden. Das ist doch mal anders als bei Mutti´s Verkündung einer vierten Kanzlerschaft, und was sie denn konkret vor hat, eine klare Ansage! Auch soll bei Volkswagen bis 2025 die operative Rendite massiv von aktuell 2% auf 6% im Jahr 2025 steigen – die Umsätze sollen kräftig steigen, und die Kosten sinken. Das ist eine klare Ansage und ein klares Ziel. War die Dieselgate-Affäre ein Weckruf, ein Aufbruchsignal für den Konzern? So kann man die heutige Veröffentlichung von Volkswagen verstehen.

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Volkswagen-Chef Matthias Müller. Foto: VW/Wikipedia (CC BY 3.0)

VW-Konzernvorstand Matthias Müller scheint so einiges noch nicht wirklich verstanden zu haben. Wer Marktwirtschaft lebt, der weiß: Ein Kunde kann ein Produkt nur nachfragen, wenn es erhältlich ist. Aber Müller sagte jüngst der Sonntagsausgabe der FAZ, dass eher die (dummen?) Kunden schuld an den geringen E-Auto-Verkäufen bei VW seien. Er nannte es ein paradoxes Phänomen. Nach seiner Meinung mangele es nicht am Angebot – ganz im Gegenteil, es mangele einfach an der Nachfrage. Zwar handelten viele Deutsche im Alltag grün, aber bei Elektroautos hätten die Kunden spitze Finger, so Müller.

Folglich heißt das, dass der dumme Kunde noch nicht gemerkt hat, dass es bei Volkswagen tolle günstige Elektroautos zu kaufen gibt? Oder kann es nicht viel eher sein, dass der Kunde auf ein finanziell vergleichbares Elektroauto wartet, mit dem er/sie den bisherigen Benziner ablösen kann? Aber gut, zurück zur heute verkündeten Zukunftsstrategie von Volkswagen. Die fehlende Profitabilität haben Experten schon lange bemängelt. Die ist vor allem bei der Kernmarke VW vorhanden. Mag das daran liegen, dass zum Beispiel Skoda in Tschechien günstiger produziert? Aber was heißt das? Noch mehr von der VW-Produktion nach Osteuropa verschieben? Es könnte schrittweise nach und nach darauf hinauslaufen.

Bei einer Verdreifachung der Marge muss die Kostenersparnis ja irgendwo herkommen. Diese schleichende Verlagerung an billigere Standorte im Konzern (vielleicht auch nur von Komponenten) kann man gut herauslesen aus der heute getroffenen Formulierung „Restrukturierung des Kerngeschäfts und einen grundlegenden Umbau entlang der gesamten Wertschöpfungskette.“ Hier die heutigen Kernaussagen von VW im Original:


Der Vorsitzende des Markenvorstandes, Dr. Herbert Diess, erklärte dazu in Wolfsburg: „Unser Anspruch ist hoch, unsere Strategie sehr ambitioniert. Wir wollen den Wandel nutzen und Volkswagen entschlossen an die Spitze der neuen Automobilindustrie führen. Volkswagen wird sich in den kommenden Jahren grundlegend verändern, nur die allerwenigsten Dinge werden so bleiben wie sie sind. Die neue Strategie ist letztlich ein großes Transformationsprogramm.“

Umbau in drei Phasen

Die Neuausrichtung der Marke erfolgt in drei Schritten. In Phase 1 geht es bis zum Jahr 2020 um die Restrukturierung des Kerngeschäfts und einen grundlegenden Umbau entlang der gesamten Wertschöpfungskette. Gleichzeitig baut das Unternehmen neue Kompetenzen auf. In Phase 2, also bis 2025, strebt Volkswagen auf der Basis seiner wiedergewonnenen Stärke als führender und profitabler Volumenhersteller den Sprung an die Spitze der Elektromobilität an. Dabei zielt die Strategie auf eine Verbreiterung der Ertragsbasis, etwa durch neue Mobilitätsdienste. Auch die nach 2025 erwartete große Transformation der Branche will Volkswagen von der Spitze maßgeblich mitgestalten. Angestrebt wird bis zum Jahr 2030 die Führungsrolle in der neuen Welt der Automobilität.

Weltweit „Top of Volume“ angestrebt

Ein Kernelement der Strategie ist die Positionierung im oberen Bereich des Volumensegments, nah an den Premiumwettbewerbern. Bisher hat Volkswagen diesen Anspruch „Top of Volume“ nur in China und Europa durchgesetzt. Weltweit erreicht werden soll die Positionierung unter anderem durch eine Neuausrichtung der Produktstrategie, mit einer SUV-Offensive in erster und der geplanten Elektrifizierungswelle in zweiter Stufe. Eine weltweit einheitliche Markenführung mit neuem Designkonzept ist eine weitere Komponente.

Offensive bei Elektromobilität

Die E-Mobilität wird zum Markenkern von Volkswagen gehören. „Ab 2020 starten wir unsere große Elektro-Offensive. Als Volumenhersteller wollen wir einen wesentlichen Beitrag dazu leisten, dem Elektroauto zum Durchbruch zu verhelfen: Wir zielen nicht auf Nischenprodukte, sondern auf das Herz des Automarktes. Bis 2025 wollen wir eine Million Elektroautos pro Jahr verkaufen und Weltmarktführer in der Elektromobilität sein. Unsere künftigen Elektroautos werden das neue Markenzeichen von Volkswagen“, so der Vorsitzende der Marke Volkswagen.

Finanziert wird die E-Offensive unter anderem durch den Wegfall von volumen- und ertragsschwachen konventionellen Modellen und Varianten. Investitionsmittel in Höhe von mehr als 2,5 Milliarden Euro werden hierbei freigespielt.

Profitables Wachstum durch mehr Umsatz und weniger Kosten

Von der konsequenten Umsetzung des Programms „TRANSFORM 2025+“ erwartet der Markenvorstand in den kommenden zehn Jahren eine signifikante Umsatzsteigerung. Gleichzeitig wird sich die Profitabilität der Marke deutlich verbessern. Die Operative Umsatzrendite soll von zuletzt zwei Prozent in 2015 auf vier Prozent bis 2020 verdoppelt werden. Bis 2025 soll sie weiter auf sechs Prozent steigen. Nach 2025 wird eine weitere Verbesserung über diese Marke hinaus angestrebt.

Ein wesentlicher Schritt hin zu einer zukunftssichernden Rentabilität ist der am 18. November vorgestellte Zukunftspakt. Konkret soll er bis zum Jahr 2020 zu einem positiven Ergebniseffekt in Höhe von 3,7 Milliarden Euro jährlich führen; davon entfallen 3,0 Milliarden Euro auf die deutschen Standorte.

Ihre Investitionen wird die Marke Volkswagen über die kommenden Jahre bei etwa 4,5 Milliarden Euro stabil halten. Zusammen mit der verbesserten operativen Ertragskraft wird das mittelfristig zu einem deutlich positiven Netto-Cash-Flow führen.


Und was war noch? Ja, vor dem heute verkündeten Aufbruch in die Zukunft bei der Kernmarke waren da letzte Woche die schlechten Nachrichten mit dem umfassenden Abbau von Arbeitsplätzen. Was war da noch? Ja, keine Angst liebe Leute, es gibt keine betriebsbedingten Kündigungen. Man schafft den Abbau von 23.000 Arbeitsplätzen in Deutschland durch die natürliche Fluktuation (Ruhestandsregelungen ohne Neubesetzung der Stellen). Ach ja, und von Entlassungen sollen ja eh nur Zeitarbeiter betroffen sein – aber da die irgendwie nicht so richtig zum Unternehmen gehören, konnte man voller Stolz behaupten, dass der Abbau ohne Entlassungen funktioniert!

„Über die nächsten Jahre baut Volkswagen in Deutschland gleichzeitig entlang der demographischen Kurve bis zu 23.000 Arbeitsplätze über Fluktuation und Altersteilzeit ab. Dies erfolgt ausdrücklich ohne betriebsbedingte Kündigungen. Die Reduzierung der Arbeitsplätze erfolgt sozialverträglich.“

Selbst der Betriebsrat freut sich ausdrücklich, dass für die Stammbelegschaft ja alles glatt läuft beim Jobabbau:

„Der Gesamtbetriebsratsvorsitzende Bernd Osterloh sagt: „Die wichtigste Nachricht ist: Die Arbeitsplätze der Stammbelegschaft sind sicher. Wir haben vereinbart, dass betriebsbedingte Kündigungen bis Ende 2025 ausgeschlossen sind. Wenn ich sehe, was in anderen Unternehmen passiert, ist das ein großer Erfolg in schwierigen Zeiten.“

Dass von tatsächlichen Entlassungen Zeitarbeiter betroffen sind, ist klar, und wurde auch nur vom Betriebsrat nochmal klar angesprochen. So sagte Osterloh, dass es schön sei für die Stammbelegschaft für die nächsten 9 Jahre Schutz vor betriebsbedingten Kündigungen zu haben. Aber es tue schon weh, dass viele Zeitarbeiter nicht mehr beschäftigt würden. Seien wir mal ehrlich: Die Zeitarbeiter machen letztlich oft genau das selbe, nur für weniger Geld, und eben nicht als offizieller Teil der Belegschaft, sondern als „entsandter Externer“. So sieht es nach außen schön aus, dass es keine wirklichen Entlassungen gibt. So viel Sozialkritik muss am Ende dieses Textes dann doch noch sein!

Und die Strategie von VW? Die sieht abseits der (wohl notwendigen?) Personalentscheidungen doch recht positiv aus. Es wirkt so, als sei die Dieselgate-Affäre der entscheidende Weckruf gewesen, bevor man von der Konkurrenz bei E-Autos in ein paar Jahren völlig überrollt wird. Jetzt fehlt nur noch ein deutscher Staat, dem klar wird, dass zu E-Autos auch entsprechende Ladestationen gehören, flächendeckend!

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12 Kommentare

12 Comments

  1. Avatar

    wollfett

    22. November 2016 17:43 at 17:43

    Die Arroganz des Herrn Müller ist schon bemerkenswert. Der gute Mann scheint sich weit von der Basis entfernt zu haben und hat vergessen wer seinen Bonus bezahlt.
    Ich werde dazu zukünftig nicht mehr beitragen.

  2. Avatar

    Helmut Josef Weber

    22. November 2016 17:51 at 17:51

    …Volkswagen: Dumme Käufer…
    Bis jetzt sind die Käufer „nur“ betrogen.
    Kaufen sie sich noch einmal einen VW, dann sind sie dumm.

    Viele Grüße
    H. J. Weber

  3. Avatar

    Denker

    22. November 2016 18:59 at 18:59

    E-Autos. Und was ist mit den massen an LKWs und Kleinbussen?

    E-Autos und alles was damit zusammhängt sollte man schnell vergessen, alles vom Staat aufgezwungen wie mit dem E10 Spritt

  4. Avatar

    Rbird

    22. November 2016 19:06 at 19:06

    Das Komma macht den Unterschied :-)
    Volkswagen: Dumme Käufer bis 2025 , ….. Denn wer nach so einer Roadmap der Produkte und Ziele noch ein Verbrennungs- VW kauft, bekommt nie mehr etwas in 4-5 Jahren im Umtausch oder Wiederverkauf… denn VW sagt ja selber. Die Zukunft gehört dem E-Auto…
    ..Tja liefern statt Roadmap bla bla… und wie erwähnt …von wo kommen die Batterien so schnell ??
    >> hallo Gigafactory in Kalifornien …könnt ihr mir bitte mal eben aushelfen bis…… ha ha …

  5. Avatar

    Petkov

    22. November 2016 19:28 at 19:28

    @FWM: (Noch ein) sehr guter Artikel! Ich würde jedoch sagen, Hr. Müllers Idee mit den aktuellen E-Fahrzeugen ist gar nicht so dämlich. Wenn eine weltweit isolierte und belächelte Möchte-Gern-„Krisenmanagerin“ sich alternativlos DIE Kanzlerin nennen kann und mit dem Sloggan „Sie kennen mich“ automatisch die Wahl gewinnen kann, dann kann auch VW sagen, das ist DAS Auto, es läuft (oder humpelt) elektrisch, ist aber ein Golf, „Sie kennen ihn“, also worauf warten sie noch: kaufen, kaufen!

    Zwar kann ein Chassis, das für konventionelle Antriebe entwickelt wurde, nicht einfach mit mords-schweren Batterien beladen und auf die Straße geschoben werden. Darunter leidet die ganze Fahrdynamik und auch noch die…. Achso, warten Sie mal, habe ich Fahrdynamik gesagt? Stimmt, da hat VW echt nichts zu verlieren, Balast hin oder her.

    Dumm sind Hersteller wie BMW, die Milliarden in die Entwicklung von komplett neuen Konzepten für Elektormobilität stecken, anstatt einen 3er Touring mit Laptopbatterien aus China vollzustopfen. In der Zwischenzeit hat VW in weiser Voraussicht zugeschaut, um neulich ein neues, bahnbrechendes Projekt zu präsentieren, das wie… ein billig gestrichener i3 aussieht. Naja, Kopieren ist die höchste Form der Anerkennung, werden sich die Bayer denken.

    Übrigens muss @FWM ein Fehler im Text unterlaufen sein. Die 23.000 Arbeitsplätze werden ganz bestimmt nicht abgebaut, sondern nur aufgebaut werden. Also bitte den Artikel entsprechend korrigieren, sonst hört sich das wie eine Hetze gegen die merkel an, die es trotz Widrigkeiten aller Art geschafft hat, die benötigten Millionen Arbeitskräfte ins Land zu locken, die Firmen wie VW händerigend suchen, um eine elektrisierende Zukunft zu gestalten. Zitat Frau Raute: „Die Milliarden für die Flüchtlinge sind gut investiertes Geld“.
    Klar, muddi!

    Einen schönen Abend an alle

    • Avatar

      Petkov

      22. November 2016 19:50 at 19:50

      @FMW muss es natürlich heißen… :-) Oje, den Posting habe ich wohl viel zu schnell runtergetippt. Tut mir Leid!

  6. Avatar

    frank.trg

    22. November 2016 20:17 at 20:17

    Mehr Trump wagen! 20.000 Mitarbeiter in Deutschland zu entlassen ist inakzeptabel. Das respektlose Verhalten gegenüber den Kunden hier ist inakzeptabel. Man sollte VW mal etwas mehr Druck machen…

    • Avatar

      eobi

      22. November 2016 22:28 at 22:28

      Kleine Anmerkung: „Bundesländer für Verbot von Benzin- und Dieselautos
      Keine Benzin- und Dieselautos ab 2030? Nach dem Willen der Bundesländer sollen in 14 Jahren nur noch emissionsfreie Fahrzeuge zugelassen werden.Das fordern die SPD- und unionsregierten Länder. “
      >>Alles richtig, bis auf die Sache mit den Akkus. Mal abgesehen davon das seltene Erden nicht umsonst diesen Namen tragen, schalten wir jetzt einfach mal das Gehirn ein und überlegen mal woher die Energie für den derzeitigen Stand von 61,5 Millionen in D zugelassener Fahrzeuge kommen soll. Selbst wenn man davon ausgeht das immer nur 1/3 der Fahrzeuge gerade lädt, ergibt das bei einem Ladestrom von sagen wir 20 A und 360 Volt 7200 W Ladeenergie pro Fahrzeug, macht bei 20 Millionen sage und schreibe 144.000.000.000 Watt, respektive 144 GW oder 144 Atomkraftwerke mit 1 GW Leistung, die zur Erzeugung benötigt werden würden.

    • Avatar

      Petkov

      22. November 2016 23:49 at 23:49

      Hallo Frank, Ihr Vorschlag in Ehren, die Respektlosigkeit gehört natürlich bestraft, aber ich fürchte fast, wenn man noch etwas Druck aufbaut, wird man einen Knacks hören. Auch wenn ich VW herrlich langweilig finde, muss ich fairerweise zugeben, dass die Firma längst nicht der letzte Saftladen ist und leider erwarte ich in naher Zukunft ähnliche Personalabbaupläne auch von ganz vielen anderen Herstellern. Nicht, weil sie schlecht oder bald pleite sind, sondern weil das der neue Trend ist – Digitalisierung bzw. Industrie 4.0. Ihn umzukehren kann man nicht, egal wie viel Trump man wagt.

      Was wir aktuell brauchen, sind nicht Peitschenhiebe auf die ach so bösen deutschen Konzerne, sondern neue Geschäftsfelder, wo sie wieder weltweit den Ton angeben können. Das ist nicht leichter geworden, machbar ist es jedoch allemal. Allerdings braucht man in Zeiten von amerikanischem, chinesischem usw. Protektionismus einen präsenten, geistesgegenwärtigen Staat, der zwar nicht zu stark eingreift, aber eben kluge, unterstützende Maßnahmen ergreift. Eine erneute GroK.O. (Vielleicht sogar grün versifft), ist dazu keineswegs in der Lage. Ich meine eigentlich nicht zwangsläufig die Parteien, sondern die derzeitigen Politiker an ihren Spitzen. Die haben allesamt versagt und wer auf Besserung hofft, kann auch gleich einen Brief an den Nikolaus schicken.

      Viele Grüße

  7. Avatar

    Trumpeter

    22. November 2016 22:19 at 22:19

    Ist doch ein super PR Trick. Nach dieselgate der Weltöffentlichkeit Reue präsentieren und vom Saulus zum Paulus werden. Könnte gute Stimmung bei Schadensersatz Verhandlungen machen. Renault ist schon da, wo VW vielleicht 2020+ sein wird. Hilft aber trotz Renault eigenem 5000€ Bonus nichts. Die Nachfrage nach e-autos ist einfach nicht da, vielleicht 2024, aber was dann, wenn der Ölpreis dank Solar und Wind bei 20$ liegt und die AFD den Kanzler stellt und Trump gerade traurig den Abschiedsbesuch bei Petri macht und Europa die Ölversorgung zu 18$ garantiert.

  8. Avatar

    Lars

    23. November 2016 01:23 at 01:23

    „Ab 2020 starten wir unsere große Elektro-Offensive…
    Soll heißen, in 3 bis 4 Jahren bringt VW einen Prototyp auf den Markt.
    BMW hat mit den Modellen i3 und i8 bereits sensationellerweise ein paar hundert verkauft.
    Tesla hat seine große Offensive vor einigen Jahren gestartet und ist mit einigen zig1000 verkauften Modellen bereits voll vertreten im Markt.
    Falls nicht Trump diese Firma vernichtet, weil sie auf Energien setzt, die nicht aus der Steinzeit stammen, wird es für VW schwer werden, den Wissensvorsprung aufzuholen.
    Zum Glück gibt es die Software, die auf dem Prüfstand Versäumnisse aufholen kann. Und dumme Käufer, die nach wie vor auf die Qualität von VW und Audi schwören…

  9. Avatar

    Z0P0

    23. November 2016 12:35 at 12:35

    VW ist tot, das Schiff ist nicht mehr zu retten (siehe Nokia).

    Ich fahre seit fast 2Jahren ein E-Auto mit der Zell-Kapa des neuen E-Golf’s der ab April gebaut wird. Leute Opel/Tesla/… kommt mit der doppelten Akku große zum gleichen Preis schon im April auf dem Markt. Auf toten Pferden sollte man nicht reiten…

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Aktienmärkte: Warum einige aktive Fonds 2020 den Markt schlagen

Wolfgang Müller

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Die Aktienmärkte sind Schauplatz eines Kampfes, der von Jahr zu Jahr härter wird: Der Wettstreit zwischen den aktiven Fonds und den preisgünstigen, passiven Indexfonds (ETFs). In diesem Jahr haben einige der aktiv gemanagten Investmentfonds die Nase vorn. Ein Grund dafür ist die auch die ungewöhnliche Konzentration der Anleger allgemein auf marktschwere Titel.

Aktienmärkte: Das Dauerduell aktiv gegen passiv

Was hatte sich der in diesem Jahr verstorbene Gründer des passiven Investierens, John Bogle, anfangs für Feinde gemacht, zumeist wurde er milde belächelt! Mitte der Siebziger war Mittelmaß als Ziel eines Investments absolut verpönt, alle wollten noch die Aktienmärkte schlagen.

Doch Bogle hatte seine Mitarbeiter beauftragt, alle im S&P 500 enthaltenen Aktien entsprechend ihrer Gewichtung zu kaufen und damit den bekannten Börsenindex einfach nachzubilden.

Damit schuf Bogle den ersten Indexfonds (Vanguard 500), mit einem aus heutiger Sicht mickrigen Volumen von 11,3 Millionen Dollar.

Doch von Jahr zu Jahr steigt die Anlagesumme in die passiven Anlagevehikel, vor gut zehn Jahren wurde die Billionen-Grenze überschritten, mittlerweile ist die von BlackRock, Vanguard, State Street dominierte Branche bei weit über sechs Billionen Dollar angelangt.

Natürlich lässt es sich auf Dauer nicht verheimlichen, dass es kaum einem aktiven Anlagevehikel jenseits der 10-Jahresfrist gelingt, den Index und damit auch den entsprechenden Exchange Traded Fund zu schlagen. Am allerwenigsten den Leitindex der Aktienmärkte, den S&P 500 als Benchmark – insgesamt liegt die Underperformance bei über 90 Prozent in den großen Märkten.

Ich habe es vor kurzem in einem Artikel dargelegt, welche Folgen es hat, wenn man in einem Jahrzehnt auch nur die zehn besten Handelstage der Aktienmärkte versäumt.

2020 und die extreme Outperformance von Growth

Blicken wir nun auf den heimischen Markt, wo die Entwicklung natürlich einmal mehr den amerikanischen Vorbildern folgt. Hier gibt auch BlackRock den Ton an mit seinen iShares, gefolgt von Lyxor und den XTrackers von DWS, einer Tochter der Deutschen Bank. Gefolgt von UBS, Amundi, Invesco und Deka Investments und damit sind auch die deutschen Sparkassen im Geschäft.

Wie eine Auswertung des Fondsverbands BVI zeigt, haben in den Privatanleger-Depots es einige der alten Namen aus der aktiven Branche geschafft, ihre Vergleichsindizes zu schlagen. Produkte der DWS, der Deka oder der Allianz Group und aus dem Kreise derer, die schon über ein Jahrzehnt am Markt sind. Und dies gilt auch schon für ein paar Jahre, obwohl für diese Produkte die teuren Konditionen mit dem Ausgabeaufschlag und der jährlichen Jahresgebühr von deutlich über ein Prozent p.a. gelten. Wie ist diese Performance zu erklären?

Es waren zum Teil die internen Vorschriften, die den aktiven Fondsmanagern geholfen haben – und nicht die besondere Aktienauswahl.

Man hatte innerhalb der Aktienmärkte auf Aktien gesetzt, die eine hohe Marktkapitalisierung aufwiesen, so genannte Blue Chips – und was lief in den letzten Jahren besonders gut?

Klar, der Tech-Bereich mit Titeln wie Amazon, Apple oder Microsoft, Aktien, die in den Fonds zum Teil noch stärker gewichtet waren, als zum Beispiel im S&P 500 oder im MSCI World. Aber bereits seit Anfang September ist so etwas wie eine Branchenrotation feststellbar, verstärkt durch das Ergebnis des Wahlausgangs in den USA sowie den letzten Ereignissen im Zusammenhang mit der Impfstoffentwicklung.

Anders ausgedrückt: Was passiert, wenn die Big Player wieder auf ein „normales“ Wachstumstempo zurückfallen, um nur eine milde Kursentwicklung zu prognostizieren?

Fazit

Aus den letzen Überlegungen wird deutlich, wie schwierig es in Zukunft bleiben wird, mit spezieller Aktien-Einzelauswahl die Aktienmärkte zu schlagen. Wird es zu einer bleibenden Branchenrotation von Growth zu Value kommen, oder hält sich das Wachstum der Big Seven, oder auch der FAANG-Aktien noch eine Weile?

Man braucht sich nur den explosiven Anstieg einiger Corona-Aktienopfer seit der Impfstoffmeldung von BioNTech/Pfizer zu betrachten. Wie stark wird es noch zu großen Umschichtungen in den großen Depots, insbesondere zum Jahreswechsel kommen? Der 9. November könnte bedeutsamer gewesen sein, als bisher angenommen. Der Anstieg des Nasdaq 100 von seinem Tief vom 6. März 2009 bis zu seinem Hoch am 2. September 2020 mit sagenhaften 1154 Prozent sollte irgendwann korrigiert werden, Kurse (speziell von Indizes) wachsen nie in den Himmel. Der Dax brachte es in diesem Zeitraum auf bescheidene 354 Prozent.

Die Aktienmärkte und die aktiv verwalteten Fonds

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