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Volkswagen – es kommt immer dicker

Redaktion

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FMW-Redaktion

Die Aktie von Volkswagen ist weiter im freien Fall – und wenn man sich die Nachrichtenlage ansieht, ist der Absturz sehr wohl gerechtfertigt:

Volkswagen2109152

Auch im längeren Zeitfenster sieht die Aktie nicht wirklich bullisch aus und hat den Aufwärtstrend massiv gebrochen:

Volkswagen210915

Vor wenigen Minuten nun ist bekannt geworden, dass VW-Chef Winterkorn zu einem Gespräch mit der deutschen Regierung gebeten worden ist – dass er da Lobeshymnen zu hören bekommt, ist eher unwahrscheinlich. Nun soll das Kraftfahrtbundesamt prüfen, ob es auch in Deutschland Manipulationen gegeben hat – und sollte das der Fall sein, möglicherweise also der Vorfall in den USA nicht die Ausnahme, sondern die Regel sein, ist der Bestand des Konzens insgesamt gefährdet.

Denn eines zeichnet sich jetzt schon ab: Aktionäre werden klagen – und haben damit sehr gute Erfolgsaussichten. Da kommen kaum derzeit kaum bezifferbare Milliarden-Beträge für Volkswagen zusammen, Strafen, Klagen, Rückrufaktionen etc.

Und: Volkswagen war ohnehin schon vor dem Skandal in einer kritischen Situation. Denn mit China droht die Cash-cow der letzten Jahre wegzubrechen (hier fuhr VW traumhafte Margen ein), und wenn nun der US-Markt abstürzt, muss es Europa richten. Aber auch auf dem europäischen Kontinent werden die Verkaufszahlen erst einmal einbrechen – ob kurz- oder langfristig muss sich noch zeigen. Ein solcher Image-Gau aber wirkt meist Jahre nach. Die Wahrscheinlichkeit tendiert gegen Null, dass Winterkorn noch lange Chef bleiben wird. Der Konzern wird und muss sich von ihm trennen – das würde auch in den USA als Wille zum Neuanfang gewertet und könnte die Strafe etwas mildern. Die Aktie von Volkswagen aber ist eine fallendes Messer – wer es auffängt, droht blutige Hände zu bekommen..

4 Kommentare

4 Comments

  1. Avatar

    Benedikt

    21. September 2015 13:39 at 13:39

    Dem VW Konzern war die Studie der US Uni Ende 2014 bekannt. EPA hat jetzt nur die Studie für eine Meldung aufgegriffen:
    “The EPA’s letter to the company says that it learned of the violation thanks to a 2014 study published by West Virginia University’s Center for Alternative Fuels, Engines, and Emissions. The University found that two Volkswagen diesel vehicles—a 2012 Jetta and a 2013 Passat—gave off significantly higher in-use emissions.”
    http://arstechnica.com/cars/2015/09/volkswagen-group-must-recall-500000-diesel-cars-for-cheating-on-smog-tests/

    VW hätte nur ab Ende 2014 die Schadstoffwerte nach oben korrigieren und das Extra Programm aus der Motorensteuerung heraus nehmen müssen. Auch in der EU werden die Motorsteuerungen bekanntlich für die offiziellen Messungen optimiert.

    Die Medien bauschen das ganze zu Staatsaffäre auf. Selbst die Amis können nicht für jeden kleinen Patzer eine Multi Mrd. Strafe verhängen.

  2. Avatar

    Jan

    21. September 2015 15:54 at 15:54

    Danke, dass stützt meine These, dass es alles lanciert ist.
    VW wird sich ruckzuack erholen und wer so dumm war zu diesen Kursen zu verkaufen wird sich in den Arsch beissen.

  3. Avatar

    Mr. Jones

    21. September 2015 18:04 at 18:04

    Egal was da VW gemacht hat, mir ist ohnehin nicht klar, wie Emissionswerte erstellt werden. Hier mal eine klein Rechnung: Werte eines Audi Q5 3.0 TDI
    Kraftstoffverbr. komb.: ca. 7,5 l/100 km
    Kraftstoffverbr. innerorts: ca. 9,2 l/100 km
    Kraftstoffverbr. außerorts: ca. 6,6 l/100 km
    CO2-Emissionen komb.: ca. 199 g/km

    1 Liter Diesel liegt zwischen 820 und 845 Gramm. Nehmen wir an, der Verbrauch ist im komb. 8 Liter, das wäre ein Gewicht von 6,66 Kg mit Wassergehalt natürlich. CO2-Emissionen komb. gerundet 200 g pro km macht 20 Kg pro 100 km, kann mir mal jemand erklären wie ein Motor das macht. Ein Dieselmotor schmeißt mehr raus als ihm zugeführt wird? Das heißt das die Erde Tag für Tag Millionen Tonnen Schwerer wird, genauso wie die Geldschöpfung.

    • Avatar

      Einzahler

      21. September 2015 20:35 at 20:35

      Das ist ganz einfach zu erklären: Zu jedem Gramm Kraftstoff saugt ein Motor ungefähr 14-15 Gramm Sauerstoff an um den Kraftstoff zu verbrennen. Alles klar?

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Ballard Power vor gewaltigem Kursrutsch? – Werbung

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Lieber Börsianer,

da stimmen Sie mir sicherlich zu. Die Stimmung an den Börsen hat sich im Oktober eingetrübt. Vor allem das europäische Infektionsgeschehen schlägt uns aufs Gemüt. Auch im Alltag werden wir die Folgen nächstens wieder alle ganz gegenständlich spüren, wenn Deutschland in den Lockdown light geht. Das nämliche Bild bei unseren Nachbarn. In Wien werden derzeit ähnliche Maßnahmen vorbereitet, um die zweite Covid-Welle zu brechen. In Frankreich gelten sogar wieder harte Ausgangssperren. Man darf dort zur Arbeit und zum Einkauf fahren. Ansonsten gilt: Rien ne va plus.

Da überrascht es nicht, dass der DAX südwärts läuft und derweil auf Wochensicht über 8 % eingebüßt hat. Ähnlich wie im vergangenen Februar und März sind auch die Ölpreise wieder massiv rückläufig und verlieren zur Vorwoche rund 9 %. US-Aktien halten sich noch recht wacker, aber auch hier sehe ich Gefahr im Verzug.

Verstehen Sie mich bitte nicht falsch, ich mache jetzt hier nicht den Pessimisten. Gleichwohl halte ich es für ratsam, kurzfristig in unseren Depots die Cashquoten zu erhöhen und den ein oder anderen Titeln zu veräußern, um dann am Ende zu günstigeren Kursen wieder in den Markt zurückzukommen.

Diese Taktik dürfte etwa bei dem Wasserstoff-Titel Ballard Power reizvoll sein, denn hier kündigt sich ein scharfer Ausverkauf an. Schauen wir uns zunächst einmal die letzten Zahlen aus dem zweiten Quartal an. Das kanadische Unternehmen meldete einen Umsatz in Höhe von 25,8 Millionen USD. Das entspricht einem recht vernünftigem Wachstum im Vergleich zum Vorjahresquartal in Höhe von 9 %. Den Verlust konnte man spürbar eingrenzen, gleichwohl hat das…..

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