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Volkswagen glänzt mit seinen Quartalszahlen – hier interessante Detaildaten

So steigt der Umsatz gegenüber dem Vorjahresquartal von 50,9 auf 56,2 Milliarden Euro (+10,3%). Die Erwartungen lagen um die 54 Milliarden Euro. Autoabsatz und Autoproduktion steigen im Jahresvergleich…

Redaktion

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FMW-Redaktion

Nach seiner Vorabmeldung vom 18. April bestätigt Volkswagen heute seinen operativen Gewinn für das 1. Quartal in Höhe von 4,36 Milliarden Euro (nach Sonderfaktoren). Dies ist ein Plus von 27% gegenüber dem Vorjahresquartal. Das Ergebnis nach Steuern in Höhe von 3,4 Milliarden Euro steigt um satte 43%. Die anderen heute veröffentlichten Daten zeigen aber, dass Volkswagen nach dem Diesel-Skandal robust da steht und „abliefert“.

So steigt der Umsatz gegenüber dem Vorjahresquartal von 50,9 auf 56,2 Milliarden Euro (+10,3%). Die Erwartungen lagen um die 54 Milliarden Euro. Autoabsatz und Autoproduktion steigen im Jahresvergleich um 1,3% und 7,1%, während die Auslieferungen an Kunden allerdings um 0,5% zurückgehen. Der Cash Flow im laufenden Geschäft sinkt allerdings um 65% auf 835 Millionen Euro! Der Umsatz im Gesamtjahr 2017 soll lauf VW um bis zu 4% gegenüber 2016 steigen. Zur Liquidität und dem Disel-Skandal Volkswagen heute im Wortlaut:

Mit minus 2,6 Milliarden Euro lag der Netto-Cash-flow des Konzernbereichs Automobile bedingt durch die Mittelabflüsse aus der Dieselthematik in den ersten drei Monaten 2017 um 3,9 Milliarden Euro unter dem Vergleichswert des Vorjahrs. Die Netto-Liquidität im Automobilbereich lag Ende März 2017 bei 23,6 Milliarden Euro und damit weiter auf einem robusten Niveau. „Das Quartalsergebnis ist ein weiterer Beleg, dass unser Konzern eine solide finanzielle Basis hat“, sagte Frank Witter, Konzernvorstand für Finanzen und Controlling. „Jetzt zahlt es sich aus, dass wir stets hohe Priorität auf die nachhaltige Sicherung der robusten Finanzkraft gelegt haben, vor allem mit Blick auf die Dieselthematik. Im laufenden Geschäftsjahr wird dafür ein zweistelliger Milliardenbetrag abfließen, doch mit der aktuellen Netto-Liquidität haben wir die finanzielle Stabilität und Flexibilität, um diese Herausforderung zu bewältigen.

Das eine aktuelle Floskel vom Chef Matthias Müller (nicht böse gemeint):

„Die gute Entwicklung der Konzernmarken, die Einführung neuer, überzeugender Produkte und ein solides Ergebnisniveau in Westeuropa haben sich positiv auf unsere Quartalszahlen ausgewirkt“, kommentierte Matthias Müller, Vorstandsvorsitzender der Volkswagen Aktiengesellschaft, das Zwischenergebnis. „Darüber hinaus macht sich bezahlt, dass wir überall im Unternehmen an mehr Effizienz und Produktivität arbeiten“, so Müller weiter.

Die VW-Aktie startet heute früh in den Handel mit einem Plus von 0,35%.


Zum Vergrößern bitte anklicken.

Hier noch einige interessante Detailaussagen von VW zu den einzelnen Konzernbereichen und Marken im Wortlaut:


Im Zuge der Neuausrichtung der Konzernstrukturen ist die Zuordnung von Gesellschaften zwischen der Marke Volkswagen Pkw und dem Konzern ab 2017 angepasst worden. Damit erhöht sich die Transparenz und Vergleichbarkeit. Importeursgesellschaften, die auch Fahrzeuge anderer Konzernmarken vertreiben, werden ebenso wie markenübergreifende Logistik- und Serviceleistungen aus der Marke Volkswagen Pkw herausgelöst. In den ersten drei Monaten 2017 gingen die Umsatzerlöse der Marke infolge der damit einhergehenden Veränderung im Konsolidierungskreis um 24 Prozent auf 19,0 Milliarden Euro zurück. Das Operative Ergebnis vor Sondereinflüssen verbesserte sich auf 869 (73) Millionen Euro. Neben Volumen-, Mix- und Margeneffekten wirkten sich Wechselkurseffekte positiv aus.

Mit 1,2 (1,3) Milliarden Euro lag das Operative Ergebnis von Audi fast auf dem Niveau des Vorjahres. Der Ausbau des internationalen Modell- und Technologieportfolios führte im Berichtsquartal zu höheren Abschreibungen. In den Finanzkennzahlen der Marke Audi sind die Marken Lamborghini und Ducati enthalten.

In den ersten drei Monaten 2017 konnte ŠKODA an die sehr erfreuliche Entwicklung des Vorjahres anknüpfen. Das Operative Ergebnis stieg aufgrund positiver Volumen-, Margen -und Mixeffekte sowie Wechselkurseffekten um 31,8 Prozent auf 415 Millionen Euro.

Die Marke SEAT verbesserte ihr Operatives Ergebnis auf 56 (54) Millionen Euro. Ein höheres Absatzvolumen, verbesserte Margen und positive Mixeffekte konnten Belastungen aus Wechselkursen und Kostensteigerungen kompensieren.

Im 1. Quartal 2017 setzte Bentley 2.030 (2.033) Fahrzeuge ab. Das Operative Ergebnis fiel mit minus 30 (minus 54) Millionen Euro währungsbedingt und aufgrund geringerer Kosten aus der Entwicklung des Modellportfolios besser aus als Vergleichsquartal 2016.

Das Finanzdienstleistungsgeschäft von Porsche wird ab Januar 2017 als Teil der Volkswagen Finanzdienstleistungen berichtet. Die Umsatzerlöse von Porsche Automobile lagen wie im Vorjahr bei 5,0 Milliarden Euro. Mixverbesserungen und positive Wechselkurseffekte sorgten für einen Anstieg des Operativen Ergebnisses von Porsche Automobile auf 932(855) Millionen Euro.

Aufgrund der hohen Nachfrage nach den Modellen Multivan/Transporter und Caddy stiegen in den ersten drei Monaten weltweit Absatz und Umsatz von Volkswagen Nutzfahrzeuge. Das Operative Ergebnis verbesserte sich um 44,5 Prozent auf 205 Millionen Euro.

Bei der Marke Scania fiel in den ersten drei Monaten das Operative Ergebnis mit 324 Millionen Euro um 80 Millionen besser aus als ein Jahr zuvor. Neben dem Volumenanstieg wirkten vor allem Wechselkurse und ein gesteigertes Servicegeschäft positiv.

Bei MAN Nutzfahrzeuge übertraf das Operative Ergebnis vor Sondereinflüssen mit 93 (65) Millionen Euro das Niveau des Vorjahres. Der Anstieg resultierte im Wesentlichen aus dem höheren Volumen und Kosteneinsparungen.

Bei MAN Power Engineering belief sich das Operative Ergebnis auf 26 (48) Millionen Euro.

Die Volkswagen Finanzdienstleistungen konnten ihr Operatives Ergebnis um 12,2 Prozent auf 551 Millionen Euro steigern, was – neben der erstmaligen Einbeziehung der Porsche Finanzdienstleistungen – vor allem auf das Geschäftswachstum zurückzuführen ist.

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Markus Koch LIVE vor dem Handelsstart in New York – Impfstoff-Montag 3.0

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Markus Koch meldet sich im folgenden Video LIVE vor dem Handelsstart in New York. Den dritten Montag in Folge veröffentlicht ein Pharmahersteller einen konkrete Impfstoff-Meldung.

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SAP nach Kurssturz antizyklisch kaufen? – Werbung

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Lieber Börsianer,

das war nicht das Gelbe vom Ei, liebe SAP! Während die US-Konkurrenz in den Coronazeiten mit Cloud und anderen digitalen Anwendungen punktet, tritt die europäische Branchengröße auf der Stelle. Unter dem Strich sank der Umsatz um 4 %, während der operative Gewinn sogar um 12 % schrumpfte.

Offensichtlich sind die schwachen Quartalszahlen keine Eintagsfliege. So hat man die Umsatz- und Gewinnprognosen auch für die Jahre 2021 und 2022 gleich nach unten korrigiert. In der Folge erlebte die Aktie einen mächtigen Ausverkauf und verlor zeitweise über 20 % ihres ursprünglichen Wertes. Das kommt einem mittelprächtigen Erdbeben gleich.

Wo hakt es bei der SAP, warum kann das Unternehmen aus Walldorf zunächst nicht an die starken Wachstumsraten der vergangenen Jahre anknüpfen? Ich sehe drei Faktoren:

1)
Negative Währungseffekte: Die Dollarschwäche bzw. Eurostärke hat die Gewinnentwicklung spürbar belastet. Die US-Konkurrenz hingegen profitiert vom weichen Dollar.

2)
Das Covid-Virus: Die Software-Palette des Unternehmens ist nur eingeschränkt Corona-fest. Ein Beispiel: Mit der SAP-Software Concur planen die Unternehmenskunden der SAP Dienst- und Geschäftsreisen ihrer Mitarbeiter. Es bedarf keiner besonderen Erklärung: Diese Anwendung war in diesem Jahr kein Verkaufsknüller, sondern schlichtweg überflüssig.

3)
Schwächen in der Cloud: Aus der Branche hört man, dass SAP derzeit Defizite im Cloud-Geschäft hat. Die Kunden streben in die Cloud, allein SAP konnte nicht immer liefern. Hier gilt also: US-Konkurrenten wie Oracle und Salesforce haben hier die Nase vorne. Deshalb schwächelt das Neugeschäft der SAP.

Gleichwohl haben die Investoren – wie so oft – das Kind mit dem Bade ausgeschüttet. Der Kursrücksetzer war zwar notwendig, aber in seiner Dimension stark übertrieben. SAP verfügt über eine treue Kundenbasis. Rund 74 % des Umsatzes beruhen auf langfristigen Software-Verträgen. Mit anderen Worten: Das Unternehmen wird auch künftig gut verdienen und verfügt über die Mittel, um den technologischen Rückstand im Cloud-Geschäft wettzumachen.

Trotzdem: Kurzfristig ist die SAP-Aktie sicherlich noch kein Kauf. Wie gesagt es wurde schon Porzellan zerschlagen und Vertrauen verloren. Das deutsche Software-Unternehmen muss sich also nun…..

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Achtung Trader: Deutsche Börse führt „Xetra Trade-at-Close“ ein

Claudio Kummerfeld

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Achtung Trader! Ab 24. November bietet die Deutsche Börse für Trades über Xetra eine neue Handelsmöglichkeit an, die „Xetra Trade-at-Close“ Order. Sie bietet laut aktueller Aussage der Deutschen Börse eine zusätzliche Möglichkeit für Handelsteilnehmer zum offiziellen Schlusskurs zu handeln. Der Service steht dann für alle Wertpapiere im Xetra-Handel zur Verfügung. Hier die Details zu dem neuen Angebot im Wortlaut von der Deutschen Börse:

„Schlussauktionen gelten als Säule der Marktstabilität und des Anlegerschutzes. Sie bündeln die Liquidität pro Wertpapier zu einem Zeitpunkt und gewährleisten eine effiziente Preisbildung unter Berücksichtigung aller relevanten Informationen. Xetra Trade-at-Close adressiert die wachsende Nachfrage nach Orderausführungen am Ende des Handelstages“, sagt Michael Krogmann, Geschäftsführer der Frankfurter Wertpapierbörse.

Der neue Service bietet verschiedene Vorteile: Mit Xetra Trade-at-Close können Marktteilnehmer Aufträge auch nach Ende der Schlussauktion auf Xetra eingeben. Sie profitieren davon, zu einem festen Preis zu handeln, ohne an der Preisbildung in der Schlussauktion teilzunehmen. Außerdem erhalten sie eine zusätzliche Möglichkeit, Positionen vor Ende des Handelstages zu schließen und dabei mit zusätzlicher Liquidität im börslichen Handel zu interagieren.

Wird die Option Trade-at-Close für eine Order ausgewählt, werden Aufträge, die in der Schlussauktion nicht ausgeführt wurden, automatisch in die Trade-at-Close-Phase übertragen. Während der Trade-at-Close-Phase können auch neue Orders eingegeben werden. Der Schlusskurs wird vor allem von Buy-side-Kunden wie Pensionskassen oder Investmentfonds zur Berechnung von Portfoliorenditen, zur Bewertung von Investmentfonds und als Grundlage für viele Derivategeschäfte verwendet.

Xetra-Bildschirme der Deutschen Börse
Xetra-Bildschirme. Foto: Deutsche Börse AG

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