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Volkswagen: Gute Quartalszahlen werden von zwei anderen Baustellen überschattet

Volkswagen hat heute gute Quartalszahlen gemeldet. Erst einmal die Fakten hierzu. Der Umsatz liegt bei 59,7 Milliarden Euro nach 57 Milliarden Euro vor…

Redaktion

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FMW-Redaktion

Volkswagen hat heute gute Quartalszahlen gemeldet. Erst einmal die Fakten hierzu.

Der Umsatz liegt bei 59,7 Milliarden Euro nach 57 Milliarden Euro vor einem Jahr.

Der Gewinn nach Steuern liegt bei 3,19 Milliarden Euro nach 1,2 Milliarden Euro vor einem Jahr. Damals fiel er so gering aus wegen den Zusatzkosten, die durch den Dieselskandal verursacht wurden.

Wie man sieht, steigt der Autoabsatz im Vergleich zum 2. Quartal 2016 um 1,9%. Im US-Automarkt (USA + Kanada in diesem Fall), der laut VW um 1,1% geschrumpft ist, kann VW um 3,4% zulegen (Grafik).

Zum Geschäftsausblick bietet VW diesen Text:

„Der Volkswagen Konzern erwartet, dass seine Auslieferungen an Kunden dieses Jahr bei anhaltend herausfordernden Marktbedingungen das Vorjahresvolumen moderat übertreffen werden. Als Herausforderungen werden insbesondere die konjunkturelle Entwicklung, ein wettbewerbsintensives Marktumfeld, volatile Wechselkurse und die Dieselthematik genannt. Erwartet wird, dass die Umsatzerlöse des Volkswagen Konzerns, des Bereichs Pkw und des Bereichs Nutzfahrzeuge im Jahr 2017 um mehr als 4,0 Prozent über dem Vorjahreswert liegen werden. Für das Operative Ergebnis des Konzerns wird im laufenden Jahr mit einer operativen Rendite zwischen 6,0 und 7,0 Prozent gerechnet.“

Die Zahlen sind gut. Besonders dass man es geschafft hat den Absatz in Nordamerika zu steigern, ist im aktuellen schwachen US-Markt sehr positiv zu bewerten. Noch positiver wird der Zuwachs, weil man ja eigentlich hätte erwarten können, dass die Amerikaner nach dem Diesel-Skandal erstmal einen großen Bogen um VW machen (Glaubwürdigkeitsproblem). Aber diese Ablehnung scheint ausgeblieben zu sein. Das sollte man positiv beachten! Die Zahlen sind gut, und erfüllen ungefähr die Erwartungen.

Diesel-Skandal

Aber der Diesel-Skandal ist immer noch nicht ausgestanden. Bisher war bekannt, dass VW 2,5 Millionen Diesel-Autos nachrüsten wird. Heute nun wird bekannt, dass weitere 1,5 Millionen Fahrzeuge hinzukommen sollen als Angebot von Volkswagen.

Kartell?

Tja, und da wäre natürlich noch die jüngste Horrorvision, dass sich die deutschen Autobauer quasi in einer Art Kartell zusammengeschlossen hätten, für Preise, Einkaufskosten uvm. Wie vor Kurzem schon Daimler schreibt heute auch VW dazu kein einziges Wort. Nach außen scheint es fast eine Art Mauer des Schweigens zu geben. Wenn es wirklich nachweisbar ist, dass es Preisabsprachen oder Ähnliches gab, könnte es zu einer immensen Lawine von Klagen kommen. Der Schaden wäre kaum absehbar.

Wir vermuten (Verschwörungstheorie, versteht sich): Die eh schon immer Autoindustrie-hörige Bundesregierung (wie ihre Vorgänger auch) könnte es zusammen mit der EU-Kommission so hinbiegen, dass es bei diesen Absprachen nur um gemeinsame Industriestandards gegangen sei, nach dem Motto „alles halb so wild“. Denn wird ein mögliches Schadensausmaß nur groß genug, fällt schnell das Wort der „Staatsraison“. Das betrifft in Deutschland den Bankensektor und die Autoindustrie – alles muss (zumindest oberflächlich) auf Teufel komm raus glatt laufen für eine funktionierende Volkswirtschaft!

Wenn man dieses Kartell-Risiko bedenkt, das nun wohl noch monatelang im Raum schweben wird, hält sich die VW-Aktie die ganze Woche schon erstaunlich gut. Im Chart sieht man den Diesel-Skandal, wie er die Aktie damals runtergerissen hatte. Dafür ist der jüngste Absturz der Aktie durch die möglichen Kartellprobleme (kleiner Pfeil rechts) doch noch winzig. Was nicht kann, kann noch werden! In der letzten Woche ist die Aktie von 144 auf 133 Euro gefallen.

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  1. Avatar

    Lars

    28. Juli 2017 21:31 at 21:31

    Hauptsache, man findet Bauernopfer und es erwischt nie den Vorstand:
    Zuletzt war bekannt geworden, dass Audi-Mitarbeiter laut einem Bericht schon seit dem Beginn mutmaßlicher Abgas-Manipulationen bei Dieseln im vergangenen Jahrzehnt intern vor den Konsequenzen gewarnt haben. Schon 2008 soll ein Mitarbeiter einen mittlerweile angeklagten Ex-Audi-Manager in den USA gewarnt haben, wie aus der Anfang Juli veröffentlichten Anklage des Justizministeriums hervorgeht: Die „Dosierstrategie“ sei eine Abschaltvorrichtung und in den USA „nicht zertifizierbar“. Im Oktober 2013 soll der angeklagte Ex-Manager dann eine Präsentation für einen Audi-Vorstand vorbereitet haben, in der die problematischen Eigenschaften der „Dosierstrategie“ genau beschrieben wurden.
    Angeklagt ist dennoch der Ex-Manager, obwohl er dem Vorstand die Problematik genau erklärt hatte.
    http://www.n-tv.de/wirtschaft/Vier-Audi-Vorstaende-vor-Rauswurf-article19959223.html

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Warum ich keine Lieblingsaktien habe! – Werbung

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Lieber Börsianer,

was ist Ihre Lieblingsaktie? Welchem Titel halten Sie unbedingt die Treue und gehen quasi mit ihm durch dick und dünn? Hier verzeihen Sie auch einmal schlechte Nachrichten, weil Sie von dem Unternehmen wirklich überzeugt sind. Das Phänomen der Lieblingsaktie kann auch gleich für eine ganze Branche gelten. So schworen viele Privatanleger vor einigen Jahren auf Unternehmen aus der Edelmetall-Branche. In fester Erwartung eines Euro-Untergangs wurde diese Branche für viele Privatanleger zum bevorzugten Ort der Investition.

Typisch für eine solche Situation ist, dass wir die Nachrichtenlage dann nur noch sehr eingeschränkt wahrnehmen. Schlechte Nachrichten zu unserer Lieblingsaktie blenden wir aus. Gute Nachrichten hingegen bewerten wir in ihrer Bedeutung für die Kursentwicklung über. Mehr noch: Oftmals bilden wir in unseren Lieblingsaktien deutliche Übergewichtungen in unseren Depots, weil wir hier gerne mehrfach kaufen. Plötzlich steht Ihre Lieblingsaktie dann für 10 oder 20 % Ihres Gesamtdepots. Wenn Ihre Lieblingsaktie dann einmal schwächelt, ist Ihr Depot aufgrund der Übergewichtung chancenlos.

Aber wie entsteht eigentlich so eine Lieblingsaktie in unserem Depot? In aller Regel steht am Anfang zunächst eine starke Performance. Folglich mögen wir diese Aktie, weil sie uns eben zunächst viel Rendite beschert hat. Am besten können wir die Produkte unseres Lieblingsunternehmens im Alltag auch noch erfahren und quasi anfassen. Tatsächlich schätzten in der Vergangenheit viele deutsche Privatanleger die Aktien von BMW oder Daimler, weil sie privat ein…..

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Aktienmärkte: Corona-Krise und ein heimlicher Star im deutschen Leitindex

Wolfgang Müller

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Normalerweise waren die letzten Jahre die Zeit für Wachstumstitel, also für Growth, wie man es in der Sprache der Aktienmärkte bezeichnet. Eher jedoch nicht für den deutschen Leitindex Dax – aber dort steht ein Wert ganz oben in der Performance, von dem man es noch weniger erwartet hätte: die Deutsche Post. Man profitiert derzeit vom „Stay at Home“ und vielleicht nochmals durch ein logistisches Thema der Superlative.

Die bevorstehende Massenimpfungen

Was werden nicht alles für Zahlen herumgereicht? Die Gesamtbevölkerung der Erde müsse gegen Covid-19 geimpft werden, 7,7 Milliarden Menschen und dies gleich zweimal. Aber gemach, es werden sich nicht alle impfen lassen wollen, und es einige durch Immunität nicht mehr brauchen (oder durch heimische Pharmafirmen versorgt werden) und viele sich in einem Alter befinden, in dem die Gefährlichkeit des Virus unterhalb des Promillebereichs für die Betagten und Gefährdeten liegt. Dennoch: Es gilt Abermillionen von Impfdosen zu transportieren, mit den verschiedensten Transportmitteln, mit speziellen Behältern und mit der Aufrechterhaltung von Kühlketten und überall ist der deutsche Marktführer gut aufgestellt.

Die unauffällige Hausse bei einem Underdog der Aktienmärkte

Die Deutsche Post (DHL Group) feierte gerade den 20. Börsengeburtstag. Der Logistik-Riese, der aus einem Paket- und Postzusteller hervorging, wurde am 20. November 2000 zu 21 Euro an die Börse gebracht. Zu dieser Zeit stand der Dax bei 6609 Punkten. Betrachtet man nun die Kursentwicklung von Index und den Dax-Wert Deutsche Post (gestern 40,39 Euro), so könnte man den Eindruck gewinnen, als wäre der Dax mit seiner Kursverdoppelung besser gelaufen, als der deutsche Logistiker, der es nur auf gut 80 Prozent Kurszuwachs brachte. Rechnet man die Dividendenzahlungen hinzu, käme man bei der Post aber auf circa 268 Prozent Gewinn. Beim Dax als Performance-Index werden die Dividenden einfach hinzugerechnet. Macht eine Rendite der Deutschen Post von 6,7 Prozent p.a. gegenüber dem Index mit seinen 3,5 Prozent. Der Traditionswert ein heimlicher Star der Aktienmärkte – gewiss, denn ein Großteil der Dax-Werte ist noch weit von seinen ehemaligen Höchstständen entfernt. Bis auf fünf Werte, einer davon ist die Marke mit dem auffälligen Gelb.

Dies ist natürlich den Analysten nicht verborgen geblieben: so erwarten Ökonomen von Goldman Sachs einen Umsatzanstieg der Deutschen Post von aktuell 65 Milliarden bis auf 80 Milliarden Euro im Jahr 2024, der Gewinn soll im gleichen Zeitraum von 4,4 Milliarden auf 6,5 Milliarden Euro steigen. Wäre ein einstelliges KGV, hinzu kommt die niedrige Börsenbewertung im Vergleich zu UPS oder Fedex.

Fazit

Obwohl die Aktienmärkte derzeit die Umschichtung von Growth zu Value spielen, kann dies dem deutschen Logistiker relativ egal sein. Man profitiert weiter von den Auswirkungen der partiellen Lockdowns, vermutlich noch durch die Wintermonate, als auch von der neuen Situation um die Mammutaufgabe Impfung der Bevölkerung mit all den personellen und logistischen Herausforderungen.

Jetzt steht in dieser Woche erst einmal der große vorweihnachtliche Hype um den „Black Friday“ und den „Cyber Monday“ auf dem Programm. Angesichts der Pandemie sicherlich mit bisher noch nie gesehenen Umsätzen. Ein DHL-Manager sprach schon davon, dass Covid-19 die Umsätze der Post in das Jahr 2030 hieven werde. Und jetzt kommt noch das Transportthema Impfstoff hinzu. Ein Goldilocks-Szenario? Nicht ganz, denn da gibt es noch einen übermächtigen Konkurrenten aus Übersee, der bis 2021 mit eigenen Paketzentren in Deutschland zulegen will. Der „All-Star“ der amerikanischen Aktienmärkte Amazon, der bereits schon für ein Viertel der Paketsendungen in Deutschland verantwortlich ist.

Die Aktienmärkte in Deutschland und ihr heimlicher Star

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Aktienmärkte: Die 8-Billionen-Dollar Bombe – 20%-Korrektur voraus

Markus Fugmann

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Die Aktienmärkte der USA haben ein Klumpenrisiko – sie sind eine Bombe, die entschärft werde auf Kosten einer heftigen Korrektur. Das sagt nicht ein sogenannter „Crash-Prophet“, sondern der eher als „Dauer-Bulle“ bekannte Hans. A. Bernecker. Alle Indizes der amerikanischen Aktienmärkte seien extrem überkauft, getrieben vor allem in den letzten Monaten durch die Tech-Werte. Bevor dann ab dem 09.November mit der Pfizer/BioNTech-Meldung über den Impfstoff eine gewaltige Rotation erfolgte – raus aus Tech, rein in die sogenannten Value-Werte (die jedoch in vielen Fällen eigentlich alles andere als „value“ sind). Man wechselt also von einer Überbewertung in die andere, und dabei entfernen sich die Aktienmärkte immer mehr von der ökonomischen Realität.

Aktienmärkte: Nach dem Entschärfen der Bombe kommt die Erholung

Der Hype der Aktienmärkte, so Hans Bernecker, sei vor allem von Kleininvestoren getragen gewesen (die sogenannten „Robinhooder“). Das alles erinnert an die Euphorie des Jahres 1987, der dann im Oktober diesen Jahres ein gewaltiger, wenn auch nur kurzfristiger Absturz folgte. Nun aber gebe es eine Schwachstelle: das seien extrem überbewertete Aktien wie eine Tesla mit einer Marktkapitalisierung von mehr als 500 Milliarden Dollar, die nun ein großer Hedgefonds-Manager geshortet habe. Es werde nun, so Bernecker, bald eine heftige Marktbereinigung geben bei den großen und marktschweren Titel der amerikanischen Aktienmärkte, die alleine acht Billionen Dollar auf die Waage bringen.

Wann kommmt der Einbruch? Eher zeitnah, meint Bernecker. Es handele sich dabei um eine Markt-Bereinigung, der dann jedoch wieder eine Aufwärtsbewegung folgen werde. Sehen Sie hier die Aussagen des „Altmeisters“ Bernecker:

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Die überbewrteten Aktienmärkte der USA als Bombe, die bald entschärft wird

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