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Aktuell Volkswagen meldet Absatzzahlen: Licht und Schatten

Volkswagen hat im letzten Quartal 1,2 % mehr Autos verkauft, in Europa sogar 72,9 % mehr Elektroautos als im Vorjahr. Hier einige Details.

Autos von Volkswagen
Grafik: ChatGPT

Volkswagen hat heute Mittag seine Absatzzahlen für das zweite Quartal veröffentlicht. Demnach wurden von April bis Juni vom Konzern insgesamt 2,271 Millionen Autos ausgeliefert, 1,2 % mehr als im Vorjahresquartal. In Westeuropa war es ein Minus von 0,7 %, in China insgesamt sogar ein Plus von 2,8 %. Soweit, so gut.

Volkswagen mit Absatzplus

Auch anderen Details überzeugen: So konnte die Kernmarke VW 4 % mehr Autos ausliefern, Sokda sogar 18,7 % mehr als im Vorjahresquartal. Seat liegt nur 1,9 % im Minus. Auch beim viel kritisierten Bereich Elektroauto scheint Volkswagen aufzuholen. Im letzten Quartal verkaufte der Konzern global 248.700 Elektroautos, satte 37,6 % mehr als im Vorjahresquartal. In Europa stieg der Absatz sogar um 72,9 %, in den USA sank er nur um 5,2 %.

Problemfelder

Das höhere Preissegment bei Volkswagen ist eindeutig das Problemkind im Konzern. Im letzten Quartal verkaufte Audi weltweit mit 400.100 Autos 8,2 % weniger als im Vorjahresquartal. Bei Bentley ist es ein Minus von 16,2 %. Bei Porsche sind es -4,3 % und bei Lamborghini -7,3 %. Weitere problematische Sektoren im Volkswagen-Konzern: Der Elektroauto-Absatz in China brach um 32,6 % ein. Hier sieht man die enorme Konkurrenz durch dutzende chinesische Hersteller, die technologisch viel weiter sind als die Wolfsburger.

Schauen wir nochmal auf den kompletten Autoabsatz des Konzerns: Ebenfalls problematisch ist hier der Absatz in den USA, der um 16,2 % im Jahresvergleich zurückgeht. Das ist aber logisch erklärbar: Noch im ersten Quartal war es ein Absatzplus von 4,4 %. Man wollte wie in anderen Industriebereichen in den USA wohl im ersten Quartal noch so viel wie möglich importieren, um anstehende Trump-Zölle zu vermeiden. Dann ist es logisch, dass im zweiten Quartal Absatz fehlt. Aber auch ohne diesen Effekt belasten Trumps Importzölle die Absatzzahlen.



Claudio Kummerfeld
Über den RedakteurClaudio Kummerfeld
Claudio Kummerfeld verfügt über langjährige Kapitalmarkterfahrung. Er berichtet als Finanzjournalist über aktuelle Marktereignisse. Dazu kommentiert er politische und wirtschaftliche Themen.
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1 Kommentar

  1. Trumps wirres Zoll Debakel macht eine Planbarkeit für Unternehmen unmöglich und wird die Weltwirtschaft abwürgen. Man kann es drehen wie man will. Das Vertrauen in die USA schwindet zusehends.

    Und still und leise bauen die Chinesen Ihr Militär weiter aus und horten weiter Gold. Als Absicherung für den kommenden Ernstfall.

    Bald wird die deutsche Rüstungsproduktion auf Touren kommen.

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