Volkswagen hat vor wenigen Minuten seine Quartalszahlen gemeldet.
Der Umsatz liegt bei 80,81 Milliarden Euro (Vorjahresquartal 83,34 / für heute erwartet 82,19).
Der Gewinn (Operatives Ergebnis) liegt bei 3,83 Milliarden Euro (Vorjahresquartal 5,43 / für heute erwartet 3,89).
Die operative Umsatzrendite sinkt im Jahresvergleich von 6,5 % auf 4,7 % (für heute erwartet 4,63 %).
Die Zahl der ausgelieferten Fahrzeuge an Kunden lag bei 2,27 Millionen (Vorjahresquartal 2,24).
Die Aktie notiert auf Tradegate mit -2,7 %.
Ausblick für das Gesamtjahr 2025, Zitat von Volkswagen: Die Volkswagen Group erwartet, dass die Umsatzerlöse auf dem Niveau des Vorjahres (vorher: Anstieg um bis zu 5 Prozent) liegen werden. Die Operative Umsatzrendite des Konzerns wird voraussichtlich zwischen 4,0 und 5,0 Prozent liegen (vorher: 5,5 bis 6,5 Prozent). Die prognostizierten Bandbreiten für Operatives Ergebnis, Netto-Cashflow und Nettoliquidität unterstellen am unteren Ende insbesondere eine Fortsetzung der aktuell geltenden US-Importzölle von 27,5 Prozent im zweiten Halbjahr 2025 und am oberen Ende auf 10 Prozent reduzierte Importzölle. Es besteht hohe Unsicherheit in Bezug auf die weitere Entwicklung der Zollsituation und ihrer Effekte und Wechselwirkungen.
Volkswagen senkt Prognose, da US-Zölle Audi- und Porsche-Margen belasten
Bloomberg berichtet aktuell zu den Quartalszahlen: Volkswagen hat seine Finanzprognose für das Jahr gesenkt, da die steigenden Kosten durch die Zölle von Präsident Donald Trump die Gewinne der Marken Audi und Porsche belasten. Der Automobilhersteller rechnet nun mit einer operativen Umsatzrendite von nur noch 4 % statt zuvor mindestens 5,5 %. Als Gründe für die Prognoseänderung nannte Volkswagen die US-Zölle, interne Restrukturierungskosten und den höheren Absatz von Elektroautos mit geringeren Margen.
Europas größter Automobilhersteller steht unter Druck, Kosten zu senken und seine Produkte zu verbessern, um die Krisen in drei Schlüsselmärkten zu bewältigen. Trumps Zölle drohen den umsatzstarken Importmarken Audi und Porsche zu schaden, während die schwache Nachfrage und hohe Produktionskosten die Gewinne in Europa belasten. Volkswagen verliert auch Marktanteile in China, wo die Verbraucher zunehmend lokale Marken bevorzugen.
Der deutsche Hersteller setzt auf Partnerschaften mit Rivian Automotive in den USA und Xpeng in China, um seine Produkte zu stärken, allerdings werden neue Modelle aus diesen Kooperationen erst im nächsten Jahr verfügbar sein. Volkswagen ist nicht das einzige Unternehmen, das mit Herausforderungen konfrontiert ist: Einige seiner Konkurrenten haben mit Turbulenzen in der Führungsspitze zu kämpfen. So hat Stellantis kürzlich einen neuen Vorstandsvorsitzenden ernannt und Renault sucht einen festen CEO.
Es gab jedoch auch einige Lichtblicke. Die gleichnamige Marke VW verzeichnete in den letzten Monaten dank Rabatten und der zunehmenden Abkehr der Autofahrer von Tesla aufgrund der politischen Aktivitäten von Elon Musk einen Anstieg der EV-Verkäufe in Europa. Die konzernweiten EV-Auslieferungen stiegen in der Region im zweiten Quartal um 73 %, angetrieben von der robusten Nachfrage nach Modellen wie dem VW ID.5, dem Audi Q4 e-tron und dem Skoda Enyaq.
FMW/Bloomberg
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Porsche möchte sich wieder zu Sprit bekennen.
Die Börse sieht das tatsächlich ganz anders, nämlich sehr positiv. Aktuell +3%. Zusammen mit dem Kursanstieg, den das Handelsabkommen von Trump mit Japan auslöste steht die Aktie von VW jetzt etwa 10% besser da als vor wenigen Tagen.