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Volkswagen-Skandal wird verfilmt – mit Leonardo di Caprio

FMW-Redaktion

Volkswagen hat es geschafft! Man produziert einen ziemliche heftigen Skandal, entschuldigt sich (so gestern mit ganzseitigen Anzeigen in schwedischen Zeitungen, das kommt auch bald zu uns) – und wird nun immer berühmter: heute ist bekannt geworden, dass Leonardo di Caprios Produktionsfirma Appian Way mit Paramount Pictures einen Vertrag geschlossen hat, um den Volkswagen-Skandal (Dieselgate) zu verfilmen.

Dazu hat sich Paramount, das zum Viacom-Konzern gehört, bereits die Rechte gesichert, das Drehbuch soll Jack Ewing schreiben (nicht identisch mit der Figur bei Dallas!). Noch seien keine Entscheidungen getroffen worden über die Schauspieler oder den Regisseur für den Film – doch dürfte Leonardo di Caprio mit großer Wahrscheinlichkeit eine prominente Rolle spielen.

Dabei hat die Verfilmung von Wirtschaftsskandalen in den USA derzeit Hochkonjunktur: so startet im nächsten Jahr der Film “Deepwater Horizon” über die Explosion der gleichnamigen Ölplattform im Jahr 2010, auch soll in 2016 der Bestseller “The Big Short” von Michael Lewis verfilmt werden. “The Big Short”, eines der spannenndsten Bücher der Finanzliteratur der letzten Jahre, behandelt die Entstehung der Finanzkrise und zeigt anschaulich die Geschichte jener wenigen Querdenker, die das Unheil kommen sahen – und damit viel Geld verdienten.

Für Volkswagen dürfte eine Verfilmung mit dem Star di Caprio in einer prominenten Rolle eine Art Sechser im Lotto sein: bislang war Volkswagen jenseite des Atlantiks kaum bekannt und fristete ein Nischen-Dasein. Das aber dürfte sich durch den Film dann grundsätzlich ändern – im Grunde eine unbezahlbare und dennoch kostenfreie Marketing-Aktion für die Wolfsburger..



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1 Kommentar

  1. Ich kann diese törichte Euphorie dazu mitnichten verstehen: die Amerikaner haben bisher immer das stilistische Mittel des gemachten Films dazu genutzt, um Geschichte und Fakten vollständig zu verdrehen sowie in ihrem Interesse umzudichten. Was darf man hierbei erwarten? Nichts gutes.

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