Folgen Sie uns

Allgemein

Vollgeldsystem: Vermögensverwalter bringt Umstellung im Geldsystem ins Spiel

Claudio Kummerfeld

Veröffentlicht

am

Beispielbild für Geldscheine - ist ein Vollgeldsystem sinnvoller?

Wie sieht das aktuelle Geldsystem aus? Geld wird auch durch die Banken erschaffen. Hierbei handelt es sich um Giralgeld, was eine Art Anspruch auf echtes Geld darstellt. In einem Vollgeldsystem würde neues Geld nur noch durch die jeweilige Notenbank geschaffen, also bei uns durch die EZB. Die Geschäftsbanken hätten also durch ihre Kreditvergabe keine Chance mehr die Geldmenge kräftig auszuweiten. Ein Vollgeldsystem bietet von der Grundidee her auch mehr Sicherheit.

Im folgenden Interview (bitte erst ab Minute 3:30 anschauen) plädiert Wolfgang Köbler, Vorstand der KSW Vermögensverwaltung AG, dafür über das Vollgeldsystem als Möglichkeit nachzudenken. Die Ausführungen zur Theorie sind interessant. Die Banken wären in der Freiheit ihrer Geschäftspolitik eingeschränkt. Als Vorteil sieht Wolfgang Köbler, dass Preisblasen durch einen Kreditbefeuerungsprozess nicht entstehen könnten. Vielleicht wird nicht jeder Zuschauer seine Ansichten teilen, aber die Gedankengänge sind durchaus interessant.

Hier klicken, um den Inhalt von YouTube anzuzeigen

5 Kommentare

5 Comments

  1. Avatar

    schwarze_pille

    17. Dezember 2019 19:08 at 19:08

    Man könnte in China ja das Experiment machen. Deren Währung ist sowieso schon nicht konvertierbarer Müll und lebt nur solange die Devisenreserven reichen.

    • Avatar

      sabine

      17. Dezember 2019 19:47 at 19:47

      Die Weltmacht China? Die, die die USA überholt hat bezgl. Produktion, Bip usw.?
      Korrekt, Chinas Wirtschaft ist nur eine Blase.

      • Avatar

        TM

        18. Dezember 2019 09:35 at 09:35

        BIP China:13,6 Bio. USD
        BIP USA: 20,5 Bio. USD

        Und Fakt ist nun einmal, dass der CNY nicht frei konvertierbar ist.

  2. Avatar

    BrettonWood

    18. Dezember 2019 09:39 at 09:39

    Ich bin ein Fan dieser Idee, noch besser fände ich gedecktes Geld, am liebsten durch die Landmasse eines Landes, umso mehr Geld ein Staat Produziert umso Wertloser wird das Land das es besitzt, das wäre eine Vernüftige Korrelation, und natürliche Begrenzung auf das Staatsgebiet…

    Wir konnten vor einigen Jahren darüber abstimmen in der Schweiz und haben es verworfen, wie fast immer wenn die Exekutive im Abstimmungsbüchlein die Ablehbung empfielt.

    Wenn man soviel Medienzeit hat, kann man die Volksmeinung einfach in die eine oder andere Richtung drücken, und wenn ein Entscheid dann trotzem erstaunlicherweise dann nicht so ausfällt wie dies die Class Politique erwartet, dann wird gequängelt und gestampft bis zum geht nicht mehr, sehe Brecit oder Masseineinwanderungsinitiative der Schweiz…

    Wahlen, Mitbestimmung, ich nenne es Volksbelustigung im alten Rom gabs die Spiele heute gibts die Wahlen, dem Volk das Gegühl geben Mitbestimmen zu können…..das Gegühl geben, nicht es bestimmen lassen

  3. Avatar

    frank

    18. Dezember 2019 11:32 at 11:32

    Das ist schon wieder so ein absurder und völlig unrealistischer Beitrag. Manche glauben auch noch an eine Goldwährung mit Münzgeld als Zahlungsmittel. Schon erstaunlich wie solche Spinnereien herumgeistern.

Hinterlassen Sie eine Antwort

Ihre E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

ACHTUNG: Wenn Sie den Kommentar abschicken stimmen Sie der Speicherung Ihrer Daten zur Verwendung der Kommentarfunktion zu.
Weitere Information finden Sie in unserer Zur Datenschutzerklärung

Allgemein

Markus Krall über das große Debakel als Resultat der Gelddruck-Orgie

Claudio Kummerfeld

Veröffentlicht

am

Dunkle Wolken über Frankfurt

Markus Krall erlebt man in letzter Zeit leider öfters vor allem bei Twitter mit zweifelhaften Äußerungen zu Corona-Themen. Aber dennoch wollen wir seine hochinteressanten Aussagen zur Geldpolitik und Wirtschaftsordnung präsentieren. Denn seine inhaltlichen Aussagen zu diesen Themen sind bestechend. Sicherlich kann man bei einigen seiner Aussagen anderer Meinung sein, dennoch erweitern seine Thesen den Horizont und regen zum Nachdenken an.

Der folgende gestern veröffentlichten Vortrag stammt zwar schon vom 24. Oktober 2020, dennoch ist er auch heute noch aktuell. Die wirtschaftlichen und geldpolitischen Folgen der Coronakrise werden besprochen. Dabei zeichnet Markus Krall ein düsteres Bild über eine bevorstehende massive Inflation und das Ende des Euro. Richtig los geht es ab Minute 12:40 im Video. Banken und Zombieunternehmen sind Klassiker-Themen in seinen Vorträgen, die auch dieses Mal zur Sprache kommen. Auf jeden Fall ist dies mal wieder ein spannender Vortrag von Markus Krall.

Hier klicken, um den Inhalt von YouTube anzuzeigen

weiterlesen

Allgemein

Dirk Müller über das Börsenjahr 2021: „Mit Gas und Bremse durch den Markt“

Claudio Kummerfeld

Veröffentlicht

am

Bulle und Bär - Dirk Müller will mit Gas und Bremse durchs Jahr kommen

Dirk Müller hat in einem aktuellen Interview über das Börsenjahr 2021 gesprochen, aber auch über die Corona-Restriktionen und den Bitcoin. Beim Thema Corona ist er der Meinung, dass die Beschränkungen nach einer flächendeckenden Impfung und rückläufigen Infektionszahlen nicht verschwinden würden. In welcher Form genau es weitergehe, könne er auch nicht sagen, aber gewisse Arten von Einschränkungen im Alltag würden dauerhaft bestehen bleiben. Dirk Müller erwähnt in dem Zusammenhang die auch bei der Grippe ständigen Mutationen und jährlich neuen Impfungen, um sich dagegen zu schützen. Corona käme dauerhaft als neues Risiko hinzu.

Dirk Müller über das die Aktienmärkte in 2021

Immer weiter steigende Börsenkurse sind laut Dirk Müller auch im Börsenjahr 2021 möglich, auch dank der Notenbanken. Aber, so seine Worte, alle Welt glaube es gehe an der Börse jetzt nur noch nach oben. Man frage sich nur noch, wie kräftig die Kursgewinne im Jahr 2021 ausfallen werden. Aber ein großer Börsencrash sei jederzeit möglich. Was dafür exakt der Auslöser sei, könne man vorher nie sagen. Ein Problem für die Aktienmärkte sei aktuell das Ansteigen der Anleiherenditen in den USA (aktuell 1,09 Prozent). Diese würden laut Dirk Müller unabhängig von der Politik der Notenbanken anziehen, weil die Inflationserwartungen in den USA zunehmen. Es stehe für 2021 eine Sektorenrotation bevor. Das Anlegergeld verlasse die Tech-Aktien. US-Banken würden interessanter werden, aber auch Branchen wie der Flüssiggas-Sektor. Er gehe mit Gas und Bremse durch das kommende Börsenjahr. Man solle für weiter steigende Kurse offen sein, aber mit Absicherung.

Bitcoin

Und was ist mit dem Bitcoin? Wochenlang war der Kurs ja kräftig gestiegen, dann wieder deutlich gefallen (hier unsere aktuellste Berichterstattung). Dirk Müller bleibt bei seiner bisherigen Meinung. Der Bitcoin sei eine eindeutige Zockerei, dahinter stehe kein echter Wert. Er könnte kräftig verlieren, aber auch unendlich weiter steigen.

Hier klicken, um den Inhalt von YouTube anzuzeigen

weiterlesen

Allgemein

EZB: Auf der Spur der wahren Gründe für das große Gelddrucken

Claudio Kummerfeld

Veröffentlicht

am

Die EZB-Zentrale in Frankfurt

Wir alle hören es seit Jahren und nehmen es zur Kenntnis. Offiziell betreibt die Europäische Zentralbank (EZB) ihre Geldpolitik (Zinsen und Anleihekäufe), um die Inflation von der Null-Linie in Richtung 2 Prozent zu bekommen. Und Bürger und vor allem Unternehmen sollen durch die Banken in der derzeitigen Krise günstige Finanzierungsbedingungen erhalten. Daher flutet man alles und jeden mit Notenbank-Euros, und die Banken können dem braven Mittelständler noch günstigere Kredite anbieten? So kommt die Wirtschaft in Schwung, und letztlich auch die Inflation? So geht natürlich die offizielle Story. Und tatsächlich?

Viele Beobachter der EZB-Politik behaupten oder meinen erkannt zu haben, dass es Frau Lagarde und vorher Mario Draghi in Wirklichkeit darum ging, mit günstigen Finanzierungskonditionen und mit massiven Anleihekäufen die Südländer in der Eurozone am Leben zu erhalten. So wolle man die Eurozone als Konstrukt zusammenhalten. Auch wir bei FMW haben uns in den letzten Jahren diverse Mal zu diesem Thema geäußert. Nach der gestrigen PK von Christine Lagarde ist uns der Kommentar von Dr. Jörg Krämer aufgefallen, dem Chefvolkswirt der Commerzbank. Man kann ihn also ruhig als seriöse Quelle bezeichnen.

EZB hält Bedingungen für Südländer günstig

Er hat seinen Kommentar betitelt mit der Headline „Was Günstige Finanzierungsbedingungen wirklich bedeuten“. Er zielt auch auf die oberflächlichen Gründe der EZB ab, nämlich Kreditkunden in der Wirtschaft zu günstigen Konditionen zu verhelfen. Es sei interessant zu beobachten, wie stark Christine Lagarde das Konzept der „günstigen Finanzierungsbedingungen“ betont habe. Sie folge dabei einem „holistischen Ansatz“ und habe verschiedene Zinsen im Blick – etwa die für Kredite an Unternehmen oder private Haushalte. Tatsächlich aber (so Jörg Krämer) dürfte es der EZB aber vor allem darum gehen, die Renditeaufschläge der Anleihen der besonders hoch verschuldeten Staaten zu begrenzen. So lasse sich beobachten, dass die EZB im Rahmen ihres PEPP-Programms immer dann mehr Staatsanleihen kaufe, wenn die Risikoaufschläge steigen (siehe Grafik). Zitat Jörg Krämer:

Laut der Nachrichtenagentur Bloomberg habe ein EZB-Vertreter gesagt, dass die EZB sogar bestimmte Höchstwerte für die Risikoaufschläge einzelner Staatsanleihen bestimmt habe. Offenbar sieht es die EZB als ihre Aufgabe an, die Währungsunion zusammenzuhalten, solange die hoch verschuldeten Staaten nicht ihre Hausarbeiten machen und damit latent die Existenz der Währungsunion gefährden.

Endet diese Politik der EZB, wenn das Corona-Aufkaufprogramm PEPP Anfang 2022 endet? Nein, Jörg Krämer glaubt, dass das Aufkaufen auch danach weitergeht, optisch eben nur über ein andere Vehikel. Die EZB werde dann das „normale“ Kaufprogramm namens APP aufstocken, und zwar von 20 auf 30 bis 40 Milliarden Euro pro Monat. Begründen dürfte sie dies unter anderem mit einer merklich unter zwei Prozent liegenden Inflation. Und ja, so möchten wir von FMW anmerken: So läuft es schon seit Jahren. Die Inflation, die ist einfach zu niedrig, deswegen muss man Billionen an Euros drucken und immer weitere Teile der Anleihemärkte aufkaufen. In Wirklichkeit will man, so nehmen wir es auch an, nur weiterhin gewährleisten, dass Italien, Griechenland, Spanien und Co sich so günstig wie nur irgend möglich immer weiter verschulden können.

EZB kauft mehr Anleihen um Spreads zu senken

Hier klicken, um den Inhalt von Twitter anzuzeigen

weiterlesen

Anmeldestatus

Meist gelesen 7 Tage