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Giovannie Cicivelli Tradingchancen

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Volumen der Kreditkartenschulden, Auto- und Studentenkredite in den USA auf Allzeithoch

Die Verschuldung der Amerikaner nimmt immer weiter zu. Wie ganz frische Daten der Federal Reserve zeigen, hat alleine das Volumen der Studentenkredite vom 2. auf das 3. Quartal um 35 Milliarden auf jetzt 1,486 Billionen Dollar zugenommen. Autokredite wachsen…

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FMW-Redaktion

Die Verschuldung der Amerikaner nimmt immer weiter zu. Wie ganz frische Daten der Federal Reserve zeigen, hat alleine das Volumen der Studentenkredite vom 2. auf das 3. Quartal um 35 Milliarden auf jetzt 1,486 Billionen Dollar zugenommen. Autokredite wachsen im Volumen um 20 Milliarden auf 1,11 Billionen Dollar. Damit liegen beide Werte auf einem neuen Allzeithoch!

Zusammen mit den Kreditkartenschulden steigen die US-Konsumschulden nur in einem Jahr um 6,6% auf 3,79 Billionen US-Dollar. Die Kreditkartenschulden übrigens überschreiten gerade die 1 Billion-Dollar Grenze (1,05), womit man das Allzeithoch aus der Finanzkrise im Jahr 2008 ebenfalls überschritten hat.


Grafik: Federal Reserve


Grafik: Federal Reserve. Kreditkartenschulden werden hier als „Revolving“ (wiederkehrend) bezeichnet.

Und zu den Studentenkrediten gibt es noch mehr zu sagen. Sie werden zwar keine neue Finanzkrise auslösen, die vergleichbar wäre mit der Immobilienkrise 2008, weil der größte Teil eh aus staatlichen Studentendarlehen besteht. Aber jüngste Daten zeigen, wie massiv das Problem zahlreicher Studenten (Uni und College) ist. Da sie überschuldet sind, fallen sie als Konsumenten aus, und können keine Fernseher, Autos und Kühlschränke auf Kredit kaufen, da ihr Credit Score schon im Eimer ist.

1/3 der Studenten bricht das Studium ab. 53% dieser Abbrecher zahlen derzeit keine Raten für ihr  aufgenommenes Studentendarlehen ab, dass sich bereits angehäuft hat. 46% der Abbrecher sind offiziell im Default, also im Zahlungsausfall. 15% der Abbrecher haben gar nicht erst vor diese Schulden zu bezahlen. Die durchschnittliche Höhe der Studentendarlehen liegt bei 27.975 Dollar. Die Spirale der hohen Schulden, mit denen die Abgänger und Abbrecher ins Berufsleben starten, dreht sich immer weiter. Und je mehr sie sich dreht, desto mehr Menschen können nach dem Start ins Berufsleben nicht am Konsumrausch teilnehmen.

4 Kommentare

4 Comments

  1. Savestrax

    8. November 2017 17:47 at 17:47

    Eigentlich schlechte Aussichten für die Märkte. Ergo strong long.

  2. rosi

    8. November 2017 18:04 at 18:04

    Na und? Statt Konsum- halt Drogenrausch…

  3. Ex- Bänker

    8. November 2017 18:07 at 18:07

    Weil in den USA sich alles um Schulden dreht ist es wichtig dass man das Schuldenmachen früh als Student lernt.Die haben ja auch grosse Vorbilder wie E.Musk u.Co.Die Frage ist jetzt nur noch wie lange die Restwelt diese Schulden so günstig finanziert.

  4. Steve

    8. November 2017 21:23 at 21:23

    Ob ein default studentenkredit wirklich neue MasterCard schulden oder autokreditschulden verhindert ? Glaub ich nicht.

    Dann gäbe es keine Billionen kreditkartenblase hm?

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Das „Peter (Altmaier) Prinzip“ – wenn unfähige Politiker befördert werden

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Kürzlich ist etwas sehr Ungewöhnliches passiert: Vertreter des deutschen Mittelstands und der deutschen Industrie haben sich negativ über Wirtschaftsminister Peter Altmaier geäussert – ein echter Affront!

Woran liegt das? Marc Friedrich meint: am sogenannten „Peter-Prinzip“ der negativen Auslese in der Politik. Was das ist, erklärt Marc Friedrich in diesem Video:

 

 

 

Von Olaf Kosinsky – Eigenes Werk, CC BY-SA 3.0, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=53950919

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Martin Sonneborn im EU-Parlament über Julian Asange

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Bekanntlich ist der Whistleblower Julian Asange kürzlich in London verhaftet worden – ihm droht die Auslieferung in die USA. Martin Sonneborn bringt den Skandal im EU-Parlament zur Sprache – vor einer unglaublich prall gefüllten Kulisse und mit rhetorischen Ungeheuerlichkeiten..

Sehr sehenswert:


Sonneborn in Stauffenberg-Verkleidung mit Parteikollege Nico Wehnemann auf der Frankfurter Buchmesse 2018
Von Ptolusque – Eigenes Werk, CC BY-SA 4.0, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=73580794

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Politischer Tauschhandel mit der Post? 10% höhere Preise für 5000 Jobs

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am

Die Deutsche Post hat im Jahr 2018 insgesamt 2,2 Milliarden Euro Gewinn erwirtschaftet, nach Steuern! 2017 waren es noch 2,9 Milliarden Euro Gewinn. Aber immerhin, 2,2 Milliarden Euro sind auch noch ein nettes Plus (hier nachzulesen). So schlecht kann es dem ehemaligen Staatskonzern also wohl kaum gehen, stimmt´s? Oder brauch man doch ganz dringend mehr Geld?

Obacht! Ähnlich wie Lufthansa oder Deutsche Börse ist auch die Deutsche Post in ihrem Segment der einzig große Konzern in Deutschland, der im Ausland als bedeutender Global Player mitspielen kann (Monopolist oder beinahe Monopolist). Und genau diese Art von Unternehmen will unser aller Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier massiv stützen, schützen und fördern, wie er es in den letzten Wochen klar zum Ausdruck brachte (Nationale Champions schaffen).

Im Januar hatte die zuständige Bundesnetzagentur vorgeschlagen, dass man der Deutschen Post ein Preiserhöhungspotenzial von bis zu 4,8% zugestehen solle. Das fand die Post aber nicht so schön, und drohte indirekt mit der Entlassung von Mitarbeitern. Und was machte Peter Altmaier? Er tat, was zu tun war… die Bundesnetzagentur wurde angewiesen doch bitte ihren Berechnungsschlüssel (richtige Formulierung?) „anzupassen“.

Und ohhh Wunder, heute verkündet die Bundesnetzagentur, dass man der Deutschen Post einen Preiserhöhungsspielraum von bis zu 10,6% zugestehe. Mal eben mehr als verdoppelt, das ist doch was! Und nochmal ohhh Wunder. Die Agentur erwähnt in ihrer Veröffentlichung gleich zwei mal, dass die Deutsche Post versprochen habe im Gegenzug 5.000 neue Stellen zu schaffen. Dazu sagt die Agentur im Wortlaut:

Wir berücksichtigen die Ankündigung der Post, neue Zusteller einzustellen. Die Ankündigungen der Post werden wir überwachen.

Die Bundesnetzagentur wird kontrollieren, dass die angekündigten Neueinstellungen auch tatsächlich erfolgen.

Also, im Klartext: Es gibt einen nicht ausgesprochenen, aber mehr als offensichtlichen politischen Deal. Ihr schafft neue Jobs, dafür dürft ihr so richtig kräftig die Preise raufsetzen. Na da freut sich der Post-Kunde. Das ist doch mal so richtig „Freie Marktwirtschaft“. Gedankenspiel: Die Deutsche Post wird bei ihrer Job-Zusage wohl schon mal genau kalkuliert haben, ob sich die Mehrkosten fürs Personal rechnen bei einer zehnprozentigen Portoerhöhung. Und wollen wir mal wetten, es wird sich rechnen. Und es werden in der Rechnung wohl noch ein paar Taler Gewinn übrig bleiben.

Die +10,6% ist ein Gesamtrahmen. Wie stark zum Beispiel das klassische Briefporto steigt, wird im Mai festgelegt. Aber man darf ruhig von einem Sprung von 70 auf 90 Cent ausgehen. Danke Herr Altmaier. Bauen Sie mal schön weiter ihre „Nationalen Champions“. Die Post-Aktionäre dürften sich freuen. Hier einige weitere aktuelle Originalaussagen der Bundesnetzagentur:

Die Bundesnetzagentur hat für den Zeitraum bis 31. Dezember 2021 einen Preiserhöhungsspielraum von 8,86 Prozent ermittelt, der sich aus einer Produktivitätsrate von minus 5,41 Prozent und einem Inflationsausgleich von 3,45 Prozent zusammensetzt. Weil die Deutsche Post AG Preisanhebungen nicht bereits zum 1. Januar 2019 vornehmen konnte, wird die Preisänderungsrate zusätzlich um rund 0,3 Prozentpunkte pro Monat korrigiert. Die Deutsche Post könnte bei geplantem Inkrafttreten neuer Briefentgelte zum 1. Juli 2019 damit von einem Preiserhöhungspotential von 10,63 Prozent Gebrauch machen.

Neben dem höheren Gewinnsatz berücksichtigt die Entscheidung auch die Auswirkungen der von der Deutschen Post Mitte 2018 angekündigten Umstrukturierungs- und Effizienzsteigerungsmaßnahmen. Die Deutsche Post hat damit höhere Kosten unter anderem dafür geltend gemacht, dass ca. 5.000 zusätzliche Mitarbeiter in der Zustellung eingesetzt werden sollen.

Deutsche Post Tower Bonn
Post Tower in Bonn. Foto: Sir James CC BY-SA 3.0

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