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Europa

Von wegen langweilige Statistik: Einzelhandelsumsätze mit deutlichem Einbruch, und zwar aus ganz bestimmtem Grund

Heute nun wurde für Dezember das Volumen im Einzelhandel (Einzelhandelsumsätze) veröffentlicht. Gegenüber Dezember 2016 sinken sie insgesamt um…

Redaktion

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FMW-Redaktion

Die Preise bei Nahrungsmitteln stiegen im Dezember um 3,1%. Die Inflation ist also vorhanden! Heute nun wurde für Dezember das Volumen im Einzelhandel (Einzelhandelsumsätze) veröffentlicht. Gegenüber Dezember 2016 sinken sie insgesamt um 1,9%. Lebensmittel -1%, Textilien -3%, sogar Onlineshopping verliert 0,7%. Was ist hier los? Eigentlich lautet das Motto bei gesundem Menschenverstand doch immer: In einem gesamten Monat kann der Mensch nicht mehr ausgeben als sonst. Mehr als 3 X am Tag essen geht nicht, und so weiter…

Aber in diesem Fall läuft es so: Der Rückgang wird damit erklärt, dass es auch weniger Tage zu Einkaufen gab. Im Dezember 2016 waren es 26 Tage, im Dezember 2017 nur 24 Tage. In Prozenten sind das 7,69% weniger Tage, an denen man konsumieren konnte. Von daher ist ein Rückgang von nur 1,9% ganz schön wenig. Ohne diese beiden fehlenden Tage (Bereinigung) hätte es also wohl ein ansehnliches Plus bei den Umsätzen im Einzelhandel gegeben – so lässt es sich wohl vermuten. Warum also nur 1,9% weniger Umatz bei -7,69% Einkaufszeit?

2 Kommentare

2 Comments

  1. Avatar

    franko33

    31. Januar 2018 16:05 at 16:05

    Macht man sich das nicht zu einfach ?
    Diese Argumentation mit weniger Verkaufstagen ?
    Die gemeldeten + veröffentlichten Zahlen sind absolut vergleichbar
    mit unseren offiziellen Arbeitslosenzahlen.
    Im Handel geht es zur Zeit seit letztem Sommer massiv zurück.
    Ich kenne die Branche und das Schlimme ist:sämtliche Zulieferer und
    fertigende Fachbetriebe klagen über massive Rückgänge.
    Ich möchte an einen früheren Artikel erinnern.
    Die Ansparrate der Deutschen erhöht sich aktuell trotz Nullzinsen.
    Sparbuch und Girokonten sind immer noch Deutschlands Liebling.
    Daraus folgt ganz simpel: Wenn mehr gespart wird,wird weniger ausgegeben !
    Auch ist eine höhere Sparrate ein sicheres von vielen Anzeichen für
    eine kommende Krise !

  2. Avatar

    Matthias

    1. Februar 2018 08:51 at 08:51

    Das Durchschnittsalter der Dt. Bevölkerung steigt kontinuierlich u. bei einer älteren Bevölkerung verlagert sich der Konsum eben z.B. v. der Bekleidungsindustrie zu Gesundtheitsprodukten, die Onlinisierung/Amazonifizierung tut dann noch ihr Übriges. Die auch von Hr. Fugmann postulierte Halbierung? der Shoppingmalls in dt. Großstädten u. Reduzierung von Einzelhandelsflächen analog den USA scheint das nur logisch. Warum 3 H&M-Läden in der Haupteinkaufsstraße?

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Europa

Kurzarbeit sinkt langsamer – Industrie mit 19 Prozent immer noch stark betroffen

Claudio Kummerfeld

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Arbeit in einem Metallbetrieb

Die Kurzarbeit in Deutschland geht zwar weiter zurück, aber nur noch sehr langsam. Das ifo-Institut liegt mit seinen Schätzungen die letzten Monate ziemlich gut, von daher kann man auch die heutigen Zahlen ernst nehmen. Laut ifo sinkt die Kurzarbeit im Oktober um 450.000 auf 3,3 Millionen betroffene Beschäftigte. Zuvor betrug der Rückgang rund eine Million Beschäftigte pro Monat. Damit seien nun noch 10 Prozent der sozialversicherungspflichtig Beschäftigten in Kurzarbeit, nach 11 Prozent im September. Aber in der Industrie halte sich die Kurzarbeit laut ifo besonders hartnäckig mit einem Anteil von immer noch 19 Prozent oder 1,3 Millionen Menschen. Hier weitere interessante Detailaussagen von ifo im Wortlaut:

„Vor allem bei Metall, Elektro und Maschinenbau hat es praktisch keinen Rückgang gegeben. Bei den Autoherstellern und ihren Zulieferern sehen wir eine leichte Verbesserung auf schlechtem Niveau“, fügt Link hinzu. Die Metallbranche liegt mit 29 Prozent der Beschäftigten (330.000) ganz vorn, zusammen mit dem Maschinenbau mit ebenfalls 29 Prozent (320.000). Die Elektrobranche folgt mit 23 Prozent (185.000) vor dem Fahrzeugbau mit 21 Prozent (240.000).

Bei den Dienstleistern ist die Kurzarbeit nur von 12 auf 11 Prozent der Beschäftigten gesunken. Spitzenreiter ist hier weiterhin das Gastgewerbe mit 26 Prozent der Beschäftigten oder 290.000 Menschen. Aber auch bei den sonstigen wirtschaftlichen Dienstleistungen, wie Zeitarbeit, Reisebüros und Reiseveranstalter sowie Messeveranstalter, sind es 17 Prozent oder 390.000 Menschen.

ifo Detaildaten zur Kurzarbeit im Oktober

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Europa

ifo Index schwächer, erster Rückgang seit sechs Monaten

„Die Unternehmen blicken deutlich skeptischer auf die Entwicklung in den kommenden Monaten“

Markus Fugmann

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Soeben hat das ifo Institut den ifo Index für Oktober veröffentlicht:

– ifo Geschäftsklimaindex 92,7 (Prognose war 93,0; Vormonat August war 93,4) – der erste Rückgang nach fünf Monaten Anstieg in Folge

– aktuelle Lage 90,3 (Prognose war 89,9 ; Vormonat war 89,2)

– Erwartungen: 95,0 (Prognose war 96,5; Vormonat war 97,7)

Dazu ifo in einer Pressemitteilung:

„Die Stimmung unter den Unternehmenslenkern hat sich eingetrübt. Der ifo Geschäftsklimaindex ist im Oktober auf 92,7 Punkte gesunken, nach 93,2 Punkten[1] im September. Dies ist der erste Rückgang nach fünf Anstiegen in Folge. Die Unternehmen blicken deutlich skeptischer auf die Entwicklung in den kommenden Monaten. Ihre aktuelle Situation beurteilten sie hingegen etwas besser als im Vormonat. Angesichts steigender Infektionszahlen nehmen die Sorgen der deutschen Wirtschaft zu.

Im Verarbeitenden Gewerbe liegt der Geschäftsklimaindikator erstmals seit Juni 2019 wieder im positiven Bereich. Deutlich mehr Firmen waren mit ihrer aktuellen Geschäftslage zufrieden. Die Unternehmen konnten ihre Kapazitätsauslastung im letzten Quartal deutlich von 75,3 auf 79,8 Prozent steigern. Der zuletzt aufgekommene Optimismus mit Blick auf die kommenden Monate hat aber einen merklichen Rückschlag erhalten.

Im Dienstleistungssektor hat sich das Geschäftsklima hingegen merklich verschlechtert. Die Dienstleister waren weniger zufrieden mit ihrer aktuellen Lage. Zudem ist der Optimismus der Vormonate zur weiteren Geschäftsentwicklung wieder verschwunden.

Im Handel ist Geschäftsklimaindikator leicht gesunken. Während die Händler pessimistischer auf die kommenden Monate schauen, waren sie mit den laufenden Geschäften zufriedener.

Auch im Bauhauptgewerbe ist die Aufwärtsbewegung des Geschäftsklimas gestoppt. Die Unternehmen korrigierten ihre sehr guten Einschätzungen zur aktuellen Lage deutlich nach unten. Auch ihre Erwartungen fielen etwas pessimistischer aus.“

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Europa

Deutsche Wirtschaft: Schwache Dienstleister, starkes Gewerbe

„Dauerhafter Aufschwung ab jetzt zunehmend schwieriger“

Markus Fugmann

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Soeben wurde der Einkaufsmanagerindex für deutsche Wirtschaft (Markit PMI; erste Veröffentlichung für Oktober) veröffentlicht – einer der zentralen Indikatoren für die deutsche Wirtschaft:

Gesamtindex: 54,5 (Prognose war 53,2; Vormonat war 54,7)

Verarbeitendes Gewerbe: 58,0 (Prognose war 55,1; Vormonat war 56,4)

Dienstleistung: 48,9 (Prognose war 49,2; Vormonat war 50,6)

Damit bestätigt sich der Trend der letzten Zeit: Dienstleistung leidet, Gewerbe bleibt robust (noch?)

Kurz zuvor war der Einkaufsmanagerindex aus Frankreich mit 47,3 schwächer ausgefallen als erwartet (Prognose war 48,0)

(Hinweis: das ifo Institut hat soeben mitgeteilt, dass die ifo Umfrage erst am Montag veröffentlicht wird, im Videoausblick hatte ich gesagt, dass die Zahlen heute um 10Uhr veröffentlicht werden).

Dazu kommentiert Phil Smith von Markit, das die Daten erhebt: „dauerhafter Aufschwung ab jetzt zunehmend schwieriger“

„Die deutsche Wirtschaft hält sich angesichts der zweiten Corona-Infektionswelle erfreulicherweise ziemlich wacker, wie der Oktober-Flash zeigt.
Obwohl einige Dienstleistungsunternehmen unter den neuen Restriktionen und der zunehmenden Unsicherheit im Zusammenhang mit der ‘zweiten Welle’ leiden, hielten sich die Geschäftseinbußen hier insgesamt noch in Grenzen. Gleichzeitig hat die boomende Industrie der Konjunktur ordentlich Auftrieb verliehen. Folglich sieht es zunehmend nach einer Wirtschaft der zwei Geschwindigkeiten aus. Das verarbeitende Gewerbe ist bisher weniger stark von den neuen Restriktionen betroffen als der Servicesektor und hat zudem enorm vom wieder
florierenden Welthandel profitiert. Da sich immer mehr Industrieunternehmen dem Wachstumsniveau von vor der CoronavirusPandemie nähern oder es sogar schon erreicht haben, wird ein dauerhafter Aufschwung ab jetzt zunehmend schwieriger. So sind die Erwartungen der Hersteller im Oktober auch erstmals seit siebenMonaten wieder leicht gesunken. Dennoch, Sorgenkind Nummer eins bleibt der Dienstleistungssektor.”

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