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Vonovia in Zeiten der Enteignungsdebatte: Gewinn steigt um 50%

Claudio Kummerfeld

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In Zeiten der Enteignungs-Debatte gerade in Berlin ist es interessant zu sehen, wie gewinnträchtig denn eine der beiden großen Player ist. Neben der Deutschen Wohnen ist das die Vonovia AG. Ist der Gewinn zu glänzend, kann der Kritiker natürlich den Vorwurf in den Raum stellen, dass das Geld an Aktionäre fließt und nicht in die Instandhaltung der Wohnungen. Kräftig Mieten rauf, damit die Aktionäre eine gute Rendite erhalten? Da dürften die heute früh veröffentlichten Quartalszahlen wohl Wasser auf die Mühlen der Kritiker sein.

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Denn Vonovia hat seinen Gewinn vom 1. Quartal 2019 im Vergleich zum 1. Quartal 2019 um mehr 50% gesteigert. Der Gewinn vor Steuern steigt von 207 auf 316 Millionen Euro, und der Gewinn pro Aktie steigt exakt um 50%, nämlich von 24 auf 36 Cents. Der Umsatz nur aus der klassischen Vermietung von Wohnungen stieg von 589 auf 694 Millionen Euro. Setzt man einen Gesamtumsatz von 711 Millionen Euro in Relation zu 316 Millionen Euro Vorsteuer-Gewinn, dann ist das schon eine gigantische Umsatzrendite für Vonovia!

Die Aktie steigt heute früh um 2,8%. Vonovia besitzt nach eigenen aktuellen Angaben 42.027 Wohnungen in Berlin und 357.673 in ganz Deutschland. Europaweit sind es 394.609 Wohnungen. Nach Unternehmensangaben von heute haben sie aktuell einen Verkehrswert von 44,5 Milliarden Euro. Ganz plumpe, vereinfachte und oberflächliche Rechnung unsererseits: Die Berliner Wohnungen machen 10,6% aller Vonovia-Wohnungen aus. Also müsste die Stadt Berlin 4,7 Milliarden Euro ausgeben um nur den Berliner Wohnungsbestand von Vonovia abzukaufen im Rahmen einer Enteignung? Wenn man denn zum Verkehrswert enteignet! Aber bei einer Enteignung würde man natürlich versuchen deutlich günstiger wegzukommen als Stadt. Es würde dann natürlich in einem gigantischen Gerichtsprozess enden. Aber mal ehrlich. Wie groß ist die Wahrscheinlichkeit für den Erfolg dieser Enteignungskampagne? Fast bei Null, vermuten wir einfach mal.

Vonovia Quartalszahlen

Vonovia Kritik
Vonovia und Co erfreuen sich einer eher geringen Beliebtheit bei den Mietern. Hier zu sehen ein Graffiti-Schriftzug „Fuck Vonovia!“ an einer Hauswand Tharandter Straße 67 in Dresden. Foto: burts CC0

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Markus Koch LIVE vor dem Handelsstart in New York – Impfstoff-Montag 3.0

Redaktion

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Markus Koch meldet sich im folgenden Video LIVE vor dem Handelsstart in New York. Den dritten Montag in Folge veröffentlicht ein Pharmahersteller einen konkrete Impfstoff-Meldung.

Hier klicken, um den Inhalt von YouTube anzuzeigen

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SAP nach Kurssturz antizyklisch kaufen? – Werbung

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Lieber Börsianer,

das war nicht das Gelbe vom Ei, liebe SAP! Während die US-Konkurrenz in den Coronazeiten mit Cloud und anderen digitalen Anwendungen punktet, tritt die europäische Branchengröße auf der Stelle. Unter dem Strich sank der Umsatz um 4 %, während der operative Gewinn sogar um 12 % schrumpfte.

Offensichtlich sind die schwachen Quartalszahlen keine Eintagsfliege. So hat man die Umsatz- und Gewinnprognosen auch für die Jahre 2021 und 2022 gleich nach unten korrigiert. In der Folge erlebte die Aktie einen mächtigen Ausverkauf und verlor zeitweise über 20 % ihres ursprünglichen Wertes. Das kommt einem mittelprächtigen Erdbeben gleich.

Wo hakt es bei der SAP, warum kann das Unternehmen aus Walldorf zunächst nicht an die starken Wachstumsraten der vergangenen Jahre anknüpfen? Ich sehe drei Faktoren:

1)
Negative Währungseffekte: Die Dollarschwäche bzw. Eurostärke hat die Gewinnentwicklung spürbar belastet. Die US-Konkurrenz hingegen profitiert vom weichen Dollar.

2)
Das Covid-Virus: Die Software-Palette des Unternehmens ist nur eingeschränkt Corona-fest. Ein Beispiel: Mit der SAP-Software Concur planen die Unternehmenskunden der SAP Dienst- und Geschäftsreisen ihrer Mitarbeiter. Es bedarf keiner besonderen Erklärung: Diese Anwendung war in diesem Jahr kein Verkaufsknüller, sondern schlichtweg überflüssig.

3)
Schwächen in der Cloud: Aus der Branche hört man, dass SAP derzeit Defizite im Cloud-Geschäft hat. Die Kunden streben in die Cloud, allein SAP konnte nicht immer liefern. Hier gilt also: US-Konkurrenten wie Oracle und Salesforce haben hier die Nase vorne. Deshalb schwächelt das Neugeschäft der SAP.

Gleichwohl haben die Investoren – wie so oft – das Kind mit dem Bade ausgeschüttet. Der Kursrücksetzer war zwar notwendig, aber in seiner Dimension stark übertrieben. SAP verfügt über eine treue Kundenbasis. Rund 74 % des Umsatzes beruhen auf langfristigen Software-Verträgen. Mit anderen Worten: Das Unternehmen wird auch künftig gut verdienen und verfügt über die Mittel, um den technologischen Rückstand im Cloud-Geschäft wettzumachen.

Trotzdem: Kurzfristig ist die SAP-Aktie sicherlich noch kein Kauf. Wie gesagt es wurde schon Porzellan zerschlagen und Vertrauen verloren. Das deutsche Software-Unternehmen muss sich also nun…..

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Achtung Trader: Deutsche Börse führt „Xetra Trade-at-Close“ ein

Claudio Kummerfeld

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Achtung Trader! Ab 24. November bietet die Deutsche Börse für Trades über Xetra eine neue Handelsmöglichkeit an, die „Xetra Trade-at-Close“ Order. Sie bietet laut aktueller Aussage der Deutschen Börse eine zusätzliche Möglichkeit für Handelsteilnehmer zum offiziellen Schlusskurs zu handeln. Der Service steht dann für alle Wertpapiere im Xetra-Handel zur Verfügung. Hier die Details zu dem neuen Angebot im Wortlaut von der Deutschen Börse:

„Schlussauktionen gelten als Säule der Marktstabilität und des Anlegerschutzes. Sie bündeln die Liquidität pro Wertpapier zu einem Zeitpunkt und gewährleisten eine effiziente Preisbildung unter Berücksichtigung aller relevanten Informationen. Xetra Trade-at-Close adressiert die wachsende Nachfrage nach Orderausführungen am Ende des Handelstages“, sagt Michael Krogmann, Geschäftsführer der Frankfurter Wertpapierbörse.

Der neue Service bietet verschiedene Vorteile: Mit Xetra Trade-at-Close können Marktteilnehmer Aufträge auch nach Ende der Schlussauktion auf Xetra eingeben. Sie profitieren davon, zu einem festen Preis zu handeln, ohne an der Preisbildung in der Schlussauktion teilzunehmen. Außerdem erhalten sie eine zusätzliche Möglichkeit, Positionen vor Ende des Handelstages zu schließen und dabei mit zusätzlicher Liquidität im börslichen Handel zu interagieren.

Wird die Option Trade-at-Close für eine Order ausgewählt, werden Aufträge, die in der Schlussauktion nicht ausgeführt wurden, automatisch in die Trade-at-Close-Phase übertragen. Während der Trade-at-Close-Phase können auch neue Orders eingegeben werden. Der Schlusskurs wird vor allem von Buy-side-Kunden wie Pensionskassen oder Investmentfonds zur Berechnung von Portfoliorenditen, zur Bewertung von Investmentfonds und als Grundlage für viele Derivategeschäfte verwendet.

Xetra-Bildschirme der Deutschen Börse
Xetra-Bildschirme. Foto: Deutsche Börse AG

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