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Vor Besuch Abes bei Trump: Japanischer Konzern stoppt Investment in Mexiko

Kurz vor dem brisanten Besuch des japanischen Ministerpräsidenten bei Donald Trump sagt ein japanischer Konzern den Bau eines in Mexikos geplanten Werks ab. Und will stattdessen nun in den USA ein zweites Werk errichten – eine Reaktion auf die Tweets von Trump in Sachen Toyota!

Redaktion

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am

FMW-Redaktion

Heute wird sich der japanische Ministerpräsident Abe auf den Weg in die USA machen, wo er auf dem Freizeit-Anwesen Trumps mit dem neuen amerikanischen Präsidenten zum Golf spielen eingeladen ist. Ein durchaus brisanter Besuch vor dem Hintergrund, dass einerseits Trump kürzlich China und Japan als Währungsmanipulatoren gebrandmarkt hatte. Und andererseits gestrige Zahlen gezeigt haben, dass Japan hinter China das Land ist, mit dem die USA das größte Handelsbilanzdefizit ausweisen – 80% dieses 69-Milliarden Defizits geht auf den Import japanischer Autos in die USA zurück, und Abe wird bei seiner Begegnung mit Trump wohl kaum den Gabriel-Satz „dann baut doch einfach bessere Autos“ rausschleudern können.

Glaubt man japanischen Medien, wird die Botschaft Abes an Trump so lauten: wir, also die japanische Regierung, wollen doch nur die Deflation bekämpfen mit unserer Geldpolitik, aber keinesfalls beabsichtige diese Geldpolitik die Schwächung des Yen. Wer zuerst lacht, hat verloren..

Und überhaupt, so wird Abe Herrn Trump bitten, solle doch das Thema Währungen besser nicht mit einzelnen Ländern besprochen werden, sondern in großer Runde, etwa bei Treffen der G7 oder der G20. Nur dürfte das bei Trump auf taube Ohren stoßen – der will nämlich genau diese Deals mit einzelnen Ländern, am besten so, dass dabei der maximale Vorteil für die USA heraus springt, und hält von solchen Treffen wie G7 oder G20 vermutlich sehr wenig.


Japans Ministerpräsident Abe
Foto: Chuck Hagel, https://www.flickr.com/photos/secdef/13649632865/

Wie auch immer – jedenfalls hat der Tweet-Angriff Trumps auf Toyota Spuren hinterlassen in Japan, wie eine Mitteilung eines im Nikkei gelisteten Unternehmens zeigt. Es handelt sich um Nisshinbo Holdings, das in einen Statement heute Nacht klar gemacht hat, dass man die Pläne zur Errichtung eines neuen Werks in Mexiko fallen lassen werde. In dem Nachbarland der USA wollte Nisshinbo Holdings, ein Hersteller von Bestandteilen von Auto-Bremsen (dort Weltmarktführer für Bestandteile sogenannter „friction-reducing brakes“), Elektronikartikeln und Bekleidung, knapp 100 Millionen Dollar investieren. Nicht die ganz große Summe also, aber was der Sache Bedeutung verleiht ist, dass das erste japanische Unternehmen eine Investition in Mexiko absagt und nun statt in Mexiko in den USA ein (zweites) Werk bauen will.

Auf Nachfrage sagte der Sprecher von Nisshinbo Holdings, Kiyohiro Kida, dass eigentlich das neue Werk in Mexiko gebaut werden sollte, man davon aber nun zurück trete aufgrund der jüngsten Entwicklungen. Sprich: wegen Trump und seiner Drohungen einer herben Importsteuer für Unternehmen, die Werke in Mexiko statt den USA errichten.

Und nachdem schon Toyota zu Kreuze gekrochen war, könnte der Schritt von Nisshinbo Holdings der Auftakt sein für weitere Absagen für Investitonen in Mexiko durch japanische Firmen. Japans Auslandsinvestitonen sind zwar in Mexiko mit nur 0,5% der gesamten Auslandsinvestitionen recht gering, aber die Tendenz hatte vor dem Wahlsieg Trumps klar nach oben gezeigt.

Das ist wohl nun vorbei – und Twitter-Kommentare schreiben Wirtschaftsgeschichte..

2 Kommentare

2 Comments

  1. Avatar

    gerd

    9. Februar 2017 17:40 at 17:40

    Für Mexiko ist das natürlich nicht so dolle.
    Das nicht und alles andere auch nicht.

    • Avatar

      Wolfgang Koch

      10. Februar 2017 08:09 at 08:09

      Mexiko=Venezuela 2.0?

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Tesla: Frank Thelen ist voll des Lobes über den „Battery Day“ -Video

Claudio Kummerfeld

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Innenansicht eines Tesla-Autos

Für die Börsianer war der diese Woche stattgefundene „Battery Day“ von Tesla eine Enttäuschung. Die Produktion viel günstigerer Autos mit sehr langer Batterielaufzeit dauere noch drei Jahre. Und zack, die Aktie von Tesla fiel spürbar. Aber der aus der „Höhle der Löwen“ bekannte Investor und Tech-Experte Frank Thelen singt im folgenden Instagram-Video ein Loblied auf den Battery Day von Tesla. Er sieht hier von A-Z ein sensationelles Konzept, und einen großen Schub hin zu einem wirklich erschwinglichen Auto. Dass so ein riesiger Sprung nach vorne nun mal nicht sofort funktioniere, sondern drei Jahre dauere, sei ganz normal. Aber sehen Sie selbst.

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Aktien: Vermögensreport offenbart, Deutsche investieren mehr

Entdecken die Deutschen plötzich ihre Liebe zu Aktien? Die Enteignung der Geldsparer durch die Zinspolitik wirkt, die Bürger wenden sich stärker Aktien zu

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Entdecken die Deutschen plötzich ihre Liebe zu Aktien? Der aktuelle Allianz Global Wealth Report hat es dargelegt: Die Notenbankpolitik der Länder wird dazu führen, dass das Vermögen der Wohlhabenden global trotz Corona ansteigen wird – auf 198 Billionen Euro zu Jahresende – FMW berichtete darüber. Der Report zeigt aber auch, dass sich die deutschen Sparer mehr den Aktien als Anlagevehikel zuwenden.

Aktien: Corona und die Vermögensbildung

Die Volkswirte der Allianz werteten Daten aus 57 Nationen aus, zum Vermögen aus Bargeld und Bankeinlagen, angelegtem Geld in Versicherungen und Pensionskassen sowie Anlagen in Wertpapieren und Fonds. Trotz der Pandemie erhöhte sich dies im ersten Halbjahr des Jahres um 1,5 Prozent, der Frühjahrseinbruch von geschätzten 4,3 Prozent ist damit mehr als ausgeglichen. Über die Gründe braucht nicht großartig spekuliert zu werden: Staatliche Rettungsprogramme, die Geldpolitik der Notenbanken, eine erhöhte Sparneigung der Konsumenten und natürlich der Anstieg der Aktien. Noch ein kurzer Blick auf die Vermögensübersicht der Länder pro Bürger:

USA: 209.524 Euro
Schweiz: 195.388 Euro
Singapur: 116.657 Euro

18. Deutschland: 57.097 Euro

An dieser Übersicht wird wieder einmal das Problem einer statistischen Erfassung von Durchschnittswerten ersichtlich. Die vier reichsten Amerikaner besitzen ein Vermögen von über 500 Milliarden Dollar, verteilt auf die 331 Millionen Amerikaner würde dies bereits 1500 Dollar pro Bürger ergeben. Dabei gab es 2019 allein schon 607 Milliardäre in den Vereinigten Staaten. Man bräuchte aus so einer Statistik nur den reichsten Mexikaner, Carlos Slim, aus der Liste entfernen und schon hätte man veränderte Zahlen für das Land. Aber erstaunlich ist diese Vermögensverteilung auf der Welt dennoch. Im Jahr 2019 lagen von den 192 Billionen Euro Weltvermögen nicht weniger als 83,7 Billionen in den USA.

Die Entwicklung in Deutschland

Was bedeutet das für das Land der (Geld-)Sparer, mit deren 2,4 Billionen Euro auf nicht verzinslichen Konten? Die Allianz stellt fest, dass sich die Bankeinlagen um 3,5 Prozent und damit weniger als in anderen Ländern erhöht haben (Frankreich plus 6 Prozent, China plus 9 und die USA plus 10 Prozent).

Dennoch stieg das Vermögen der Haushalte um 1,3 Prozent im ersten Halbjahr und sollte nach der Schätzung der Allianz zum Jahresende 6,8 Billionen Euro erreichen. Da dies nicht am Geldmarkt zu verdienen war, deutet dies auf eine Verhaltensänderung im Sparverhalten hin.

Die langsame Hinwendung zu Aktien

Lange hatte man es eigentlich schon erwartet, dass die Enteignung der Geldsparer durch die Zinspolitik der Europäischen Zentralbank wirkt und sich die Bürger stärker den Aktien zuwenden. Die Allianz stellt fest, dass die deutschen Sparer in den vergangenen drei Jahren 20 Prozent ihrer verfügbaren Ersparnisse direkt in Aktien angelegt haben. Auf Sechsjahressicht waren dies 5,8 Prozent und das Interessante daran ist, dass US-Bürger in dieser Zeit nur 0,7 Prozent in Aktien investiert haben. Das bevorzugte Investment waren börsengehandelte Indexfonds. Allerdings beziehen sich diese Werte auf die Zeit vor Corona und seither gibt es den großen Hype um die gebührenfreien Brokerdepots – Stichwort RobinHood. Diesen Trend gibt es auch in Deutschland mit der riesigen Zahl neu eröffneter Depots bei günstigen Direktanlagebanken.

Es verändert sich auch der so genannte Home Bias, also die Bevorzugung heimischer Titel. Deutsche Anleger investieren verstärkt in ausländische Aktien, die Quote stieg in den vergangenen sechs Jahren von 25 auf 38 Prozent. Aber noch ist Deutschland weit von der angelsächsischen Aktienpräferenz entfernt.

In den USA liegen 53 Prozent der Ersparnisse auf Wertpapierkonten, in Deutschland 25 Prozent.

Fazit

Auch wenn das Pflänzchen Anlage in Aktien in Deutschland langsam wächst, sind es laut Allianz vorwiegend die Haushalte mit einem höheren Einkommen, die sich an diese Assetklasse heranwagen. 30 Prozent unserer Haushalte besitzen kaum Geldvermögen. So zählt auch Deutschland zu den Ländern, in dem „die Vermögensverteilung relativ ungleich verteilt ist“, so Arne Holzhausen, Leiter Insurance und Wealth Markets bei der Allianz.

Die Deutschen entdecken ihre Liebe zu Aktien

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Abwarten beim Dax, ifo steigt, 5G startet, Tradingideen bei Adidas und Mastercard

Redaktion

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Von

Sollte man sich jetzt in den Dax reinkaufen? Im folgenden Video bespricht Manuel Koch die aktuelle Lage und die Aussicht für die nächsten Wochen mit einem Experten. Noch 3 bis 4 Wochen solle man abwarten. Würden die Kurse dann zurückkommen, seien es Kaufkurse. Wenn nicht, dann sehe der Markt neue Jahreshöchststände.

Der heute veröffentlichte ifo-Index gebe weiteren Optimismus für die deutsche Konjunktur. Auch im Video angesprochen wird das von Telefonica an den Start gebrachte 5G-Netz.

Konkret besprochen werden im folgenden Video zwei Handelsempfehlungen der trading house Börsenakademie. Die Aktien von Adidas und Mastercard seien beide ein Kauf. Man könnte mit einer Stop-Buy-Order einsteigen.

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