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Vor heißem Trump-Herbst: Kommt der Todesstoß – oder überlebt „Teflon Don“ wirklich alles?

Turbulent waren ja bereits die ersten eineinhalb Jahre, doch jetzt tritt die Trump-Präsidentschaft in die „heißeste und gefährlichste Phase“..

Markus Fugmann

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Eine Kolumne aus New York von Herbert Bauernebel

Turbulent waren ja bereits die ersten eineinhalb Jahre, doch jetzt tritt die Trump-Präsidentschaft in die „heißeste und gefährlichste Phase“, wie es die „Washington Post“ zuspitzt.

Die nächsten Monate könnten entscheiden, ob der Brachial-Präsident in einem Skandal-Feuersturm verglüht – oder sich behauptet und sogar mit intakten Chancen zur Wiederwahl das Drama durchsteht.

Befürchtet wird auch, dass ein in die Enge getriebener Trump die USA in eine Verfassungskrise führen – und sich zu gefährlichen Harakiri-Aktioen hinreißen lassen könnte.

Die Zeichen stehen vor dem erwarteten, wilden Trump-Herbst bereits jetzt auf Sturm: Schon Ende des Monats könnte mit der möglichen Festnahme und Anklage seines Ex-Privatanwaltes Michael Cohen wegen mutmaßlichem Finanzbetrug und Verstößen gegen Wahlgesetze ein neuer Höhepunkt der  bisherigen Skandalserie erreicht sein.

Das Horror-Szenario für den Präsidenten: Der unter Druck geratene Cohen könnte gegenüber der New Yorker Staatsanwaltschaft „Singen wie ein Vogel“, um seine Haut zu retten, so Experten. Und kaum wer weiß mehr über Trumps mögliche Leichen im Keller als sein ehemaliger treuer „Fixer“ (Problemlöser).

In Gefahr ist der ganze Trump-Clan: Cohen arbeitete mehr als ein Jahrzehnt lang für Trump, die Immobilienfirma „Trump Organization“ und Trumps Kinder Eric, Don Jr. und Ivanka.

Gleichzeitig scheint „Kremlgate“-Sonderermittler Robert Mueller bei seinen Untersuchungen über mögliche Absprachen zwischen Trumps Wahlkampfteam und dem Kreml während russischer Cyber-Attacken gegen die Kontrahentin Hillary Clinton (D), sowie des Verdachts der Justizbehinderung in die Zielgerade zu biegen.

FBI-Veteran Mueller ließ sich bisher kaum in die Karten schauen. Potenzielle Bombenenthüllungen sind im Herbst zu erwarten, meinen immer mehr Experten. Im für Trump schlimmsten Fall könnte Mueller strafrechtliche Anklagen gegen den Präsidenten und etwaige Komplizen empfehlen. Sollte er es „nur“ bei einem Report belassen über mögliche Verfehlungen, wäre die politische Sprengkraft trotzdem enorm.

Trump scheint klar, dass eine Zeitbombe tickt: Seine Twitter-Attacken gegen den FBI-Mann werden immer schärfer und persönlicher. Laut dem Sender MSNBC sei „ein Anflug von Panik im Oval Office unübersehbar“. In einem Tweet Montag machte Trump den Sonderermittler als „ehrlos“ und „diskreditiert“ herunter.

Vor allem aber zittern Trump & Co. auch vor einem möglichen Erdrutschsieg der oppositionellen Demokraten bei den Zwischenwahlen am 6. November. Die Machtübernahme der „Dems“ in einer oder sogar beiden Kammern des Kongresses wäre für Trump ein politisches Waterloo, die nächste Welle an Untersuchungen die Folge.

Auch die Einleitung eines Amtsenthebungsverfahrens ist dabei nicht ausgeschlossen.

„Post“-Kolumnist Paul Waldman übertreibt nicht mit seiner Einschätzung: „Die nächsten elf Wochen könnten die intensivsten und folgenreichsten von Donald Trumps Präsidentschaft sein“.

 

Herbert Bauernebel ist freier US-Korrespondent in New York seit 1999. Er leitet dazu das Info-Portal AmerikaReport.de mit Blogs, Analysen und News – von „Breaking News“ bis Politik-Aufregern, von Trends aus dem „Silicon Valley“ bis zur Wall Street.  

 

Foto: Gage Skidmore; https://www.flickr.com/photos/22007612@N05/31963023360

 

2 Kommentare

2 Comments

  1. Avatar

    bigben

    21. August 2018 12:47 at 12:47

    „Und kaum wer weiß mehr über Trumps mögliche Leichen im Keller…“

    dann ist ganz washington ein massengrab! ;)

  2. Avatar

    Hans

    21. August 2018 14:11 at 14:11

    Beim „Kremlgate“ geht es darum, dass Ehemalige Wahlkampfberater von Trump mal für Russische Oligarchen, die ihren Lebensmittelpunkt schon seit Jahren in London hatten und wohl Russland nur selten besuchten, gearbeitet hatten. Dazu waren die Oligarchen noch Geschäftspartner von US Firmen. Da wäre noch die Russische Anwältin mit USA Lebensmittelpunkt und keine bekannten Russland besuchen. Direkte Kontakte zwischen den Beschuldigten „Agenten des Kremls“ und den Kreml sind trotz sehr langen Ermittlungen bzw. Hetzjagd nicht bekannt. Sieht eher schlecht aus für „Bombenenthüllungen“ und für den Wahlkampf dürfte sich das Thema schon zu sehr abgenutzt haben. Ansonsten Produziert Trump nur heiße Luft und verhängt im Wochentakt neue Sanktionen. Wegen Trumps Leistungen dürften seiner Partei sicher nicht helfen.

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Richard David Precht: Künstliche Intelligenz und unsere Zukunft!

Markus Fugmann

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„Wir gehen in die zweite ganz große industrielle Revolution hinein!“, sagt der Philosoph Richard David Precht. Damit stehen wir vor einscheidenden Veränderungen nicht nur der Wirtschaft, sondern auch der Gesellschaft. Die erste industrielle Revolution beendete die Herrschaft des Adels und der Kirche – die derzeit ablaufende zweite Revolution durch künstliche Intelligenz verändert vor allem die Arbeitswelt und damit die Produktionsverhältnisse grundlegend. Nun versuchen uns Ökonomen stets zu versichern: kein Problem, es fallen zwar viele Jobs weg, aber es würden eben auch viele neuartige Jobs geschaffen werden. Das ist eine schöne Perspektive, sie hat aber leider einen kleinen Makel: sie stimmt nicht, sagt Richard David Precht zur sogenannten „Kompensations-Theorie“.

Die Menscheit jedenfalls ist durch diesen Wandel überfordert, der Boden, auf dem wir stehen, wackelt erheblich – und so entsteht zunächst einmal die Sehnsucht danach, die gute alte Welt mit ihren Werten wiederzubeleben. Ausdruck dieses Versuchs sind etwa Trumpin den USA oder die AfD in Deutschland. Aber einer der einschneidenden Änderungen im politischen Bereich wird sein, dass die Parteien, die mit der ersten industriellen Revolution entstanden und aufgestiegen waren, unter gehen werden.

Richard David Precht über schwache KI und starke KI

Richard David Precht unterscheidet zwischen schwacher und starker künstlicher Intelligenz – und führt Beispiele an, worin sich diese beiden unterscheiden. Was bedeutet das aber für uns praktisch? Wird vor allem durch „starke“ KI, also einer KI, die tiefgehende Lernprozesse leisten kann, etwa der Niedriglohn-Sektor wegfallen? Eher nicht – denn je mehr Menschen in bestimmten Bereichen verdienen, umso interessanter wird der Einsatz einer starken KI zur Kosten-Ersparnis, während sich der Einsatz im Niedriglohnsektor gar nicht lohnen würde.

Was bleibt, was wird untergehen – und welche Bereiche werden sich durchsetzen? Es werde derjenige technische Fortschritt kommen, der gesellschaftlich akzeptiert wird, dazu ein Bedürfnis befriedigt und sich gleichzeitig zu einem erfolgreichen Geschäftsmodell machen läßt, sagt Richard David Precht. Folgender Vortrag des Philosophen ist ein „must see“!

Hier klicken, um den Inhalt von YouTube anzuzeigen

Der Philosoph Richard David Precht über Künstliche Intelligenz

Richard David Precht

Von Foto: © JCS‘, CC BY 3.0, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=62733272

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Arbeitsmarkt positiv gestimmt? Mehr neue Jobs bei IT als Entlassungen in der Gastronomie?

Claudio Kummerfeld

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Laptop mit Aufklebern

Kann das wirklich sein? Ist es das vorgezogene Weihnachtswunder am deutschen Arbeitsmarkt, mitten im zweiten Lockdown? Wenn man ein Wirtschaftsforschungsinstitut für verlässlich und seriös hält, dann doch in erster Linie das ifo-Institut! Und man möchte den Forschern bei ifo wirklich nichts Böses unterstellen. Aber ist es wirklich realistisch, dass die Stimmung am deutschen Arbeitsmarkt derzeit sogar besser wird, weil die IT-Dienstleister mehr neue Stellen schaffen wollen, als gleichzeitig in Restaurants, Bars, Hotels, Reisebüros etc verloren gehen?

Kann man sich das vorstellen? Gibt es überhaupt zehntausende oder hunderttausende neue IT-Experten in Deutschland, die auch so viele neue Stellen besetzen können? Ist die Nachfrage nach solchen Dienstleistungen wirklich so stark gestiegen in den letzten Wochen? Klar, dank Corona verlagert sich sehr viel des Geschäftslebens ins Internet. Aber wirklich, nochmal mit gesundem Menschenverstand nachgedacht: Können diese neuen Jobs hunderttausende Jobs ersetzen, die bei Gastro und Co verloren gehen? Es fällt wirklich schwer das zu glauben.

Aber das ifo-Institut hat sich das nicht ausgedacht. Nein, man macht für sein Beschäftigungsbarometer Umfragen bei ca 9.500 Unternehmen. Sie werden gebeten ihre Beschäftigtenplanungen für die nächsten drei Monate mitzuteilen. Also, kann das wirklich sein? Die IT fängt den Arbeitsmarkt auf in dieser Krise? Hier die Aussagen vom ifo-Institut im Wortlaut:

Etwas mehr deutsche Unternehmen als im Oktober denken über Neueinstellungen nach. Das ifo Beschäftigungsbarometer ist im November auf 96,7 Punkte gestiegen, von 96,4 Punkten im Oktober. Die zweite Welle hat vorerst keine größeren negativen Auswirkungen auf den deutschen Arbeitsmarkt. Die Entwicklung ist jedoch über die Branchen hinweg sehr heterogen.

In der Industrie ist das ifo-Barometer leicht gestiegen. Jedoch ist die Zahl der Unternehmen mit Entlassungsplänen weiterhin größer als die jener, die mit steigenden Mitarbeiterzahlen rechnen. Die Dienstleister planen eher Mitarbeiter einzustellen. Getragen wird die Entwicklung vor allem von den IT-Dienstleistern. In der Reisebranche und dem Gastgewerbe dagegen sind Entlassungen nicht zu vermeiden. Im Handel hat das Barometer leicht nachgegeben. Dort planen die Firmen derzeit mit konstanten Mitarbeiterzahlen. Die Bauindustrie sucht weiter neue Mitarbeiter, um ihre aktuellen Aufträge abarbeiten zu können.

Hier die vier Einzelsektoren mit einzelnem Chart:

Grafiken zeigen Beschäftigungsbarometer für den deutschen Arbeitsmarkt

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Markus Krall und Marc Friedrich: Crash 2021, Gelddrucken ersetzt Denken

Redaktion

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Markus Krall spricht über die Hyperinflation, in der Geld entwertet wird

Markus Krall und Marc Friedrich unterhalten sich im folgenden Gespräch über die aktuelle Krise, den möglicherweise anstehenden großen Crash, und die Zeit danach. Einig sind sich die beiden, dass es 2021 los gehen wird mit dem wirtschaftlichen Zusammenbruch. Markus Krall formuliert es recht klar, dass die Wirtschaftskrise längst da sei. Sie sei nur noch nicht bilanziert worden. Durch Maßnahmen wie die Aussetzung der Insolvenzantragspflicht sei die Krise bei Unternehmen und in Bankbilanzen nur noch nicht richtig transparent sichtbar.

Markus Krall und Marc Friedrich sehen die Hyperinflation

Markus Krall kann man aufgrund seiner zahlreichen Tweets über die Corona-Maßnahmen der Politik kritisch betrachten. Das sollte Kommentatoren und geneigte Beobachter aber nicht davon abhalten, seinen höchst interessanten Aussagen zur wirtschaftlichen Gesamtsituation zuzuhören, die er seit Monaten öffentlich präsentiert. Denn er ist absoluter Bankeninsider, und hat die letzten Jahre eine große Bankenkrise vorhergesagt. Zusammen mit Marc Friedrich bespricht er im folgenden Video Punkt für Punkt wichtiger Themen rund um die aktuelle Krise und zukünftige Entwicklungen.

Wichtig ist, was die nächsten Quartale passieren wird. Einig sind sich Marc Friedrich und Markus Krall, dass wir derzeit in einer deflationären Phase sind, auf die zwingend eine kräftige Inflation folgen soll. Nur wie schnell die Preise in eine Hyperinflation umschlagen, das könne man nicht genau vorhersehen. Entscheidend hierbei ist unter anderem, wann die Geldumlaufgeschwindigkeit anspringen müsste. Sehen Sie beim Klick an dieser Stelle genau zu diesem Punkt interessante Ausführungen von Hans-Werner Sinn.

Die EZB als großes Problem

Ein wichtiger Punkt im Gespräch zwischen Markus Krall und Marc Friedrich ist auch die zentral wichtige Rolle der EZB. Sie arbeite derzeit am digitalen Euro. Die EZB wisse, dass eine Hyperinflation (hier die Begriffserklärung) drohe. Sie wisse auch, dass die Leute aus dem Geld fliehen würden, wenn sie das Vertrauen darin verlieren. Mit einem digitalen Euro hätte die EZB Kontrolle über das gesamte Konsumverhalten der Menschen, und könnte zum Beispiel bestimmen, wie viel Geld die Bürger maximal in einem bestimmten Zeitraum ausgeben dürfen. Die Rolle der EZB insgesamt sehen die beiden grundsätzlich mehr als kritisch.

Der große Knall

Markus Krall macht wenig bis gar keine Hoffnung auf eine Rettung unseres jetzigen bestehenden Geldsystems. Der große Crash werde kommen. Je länger EZB und Politik die Probleme hinauszögern würden, desto schlimmer werde der unausweichliche große Knall sein. Immer mehr gesunde Firmen würden sich derzeit anstecken, weil sie als Lieferant zum Beispiel unwissentlich Forderungen gegenüber Zombieunternehmen aufbauen würden, die Forderungen nicht begleichen können. Auch wenn man die Aussicht der beiden auf eine Hyperinflation und einen großen Systemkollaps nicht zwingend teilen muss, so sind ihre Ausführungen und die Zustandsbeschreibungen der aktuellen Lage doch hochinteressant!

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