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Vor US-Markteröffnung: alle Augen wieder auf Donald Trump

Die Märkte werden politischer, die Trump-Administration erlebt nach dem Rücktritt von Mike Flynn ihre erste große Krise. Heute ein Treffen mit Vertretern großer US-Einzelhandelsunternehmen – macht Trump ihnen, wie den CEOs der amerikanischen Fluglinien, Versprechungen?

Redaktion

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FMW-Redaktion

Es war gestern erstaunlich ruhig im Twitter-Account des POTUS, des President of the United States. Der unrühmliche Abgang von Mike Flynn, seinem Sicherheitsberater, hat für reichlich Unruhe gesorgt: Flynn hatte geleugnet, dass er mit dem russischen Botschafter über die Russland-Sanktionen gesprochen habe, doch hatten die US-Geheimdienste die Gespräche Flynns mitgeschnitten und dadurch belegt, dass das sehr wohl der Fall war. Und während Flynn in seinem Abschieds-Schreiben behauptete, er sei freiwillig zurück getreten, sagte gestern Abend Sean Spicer, Pressesprecher des Weißen Hauses, dass Trump Flynn zum Rücktritt aufgefordert habe.


Donald Trump. Foto: whitehouse.gov

Nun sorgt ein weiterer Bericht der New York Times für Unruhe: demnach hätten mehrere Vertraute von Trump, darunter Mitglieder seines Wahlkampfteams, mit russischen Staatsbediensteten gesprochen, darunter seien auch Geheimdienstler gewesen:

„Phone records and intercepted calls show that members of Donald J. Trump’s 2016 presidential campaign and other Trump associates had repeated contacts with senior Russian intelligence officials in the year before the election, according to four current and former American officials.“

Der Bericht stellt klar, dass es bei diesen Gesprächen keinerlei Hinweise auf russische Einflussnahme bei den US-Wahlen gegeben habe, aber er dürfte dennoch die Unruhe in Washington weiter verstärken, weil nun zunehmend auch republikanische Abgeordnete eine genauere Untersuchung der Beziehungen zwischen Trump und seinem Umfeld mit den Russen fordern. Auffallend ist die hohe Zahl von leaks aus Washington, wie auch Trump gestern monierte:

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Und Trumps erster Tweet des heutigen Tages zu dem Thema:

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Noch hat die Wall Street nicht auf die erste ernste Krise der Trump-Administration reagiert, aber man sollte als Trader diese Entwicklungen im Auge behalten, zumal die Kritik an Trumps Stabschef Priebus immer lauter wird (wegen den leaks sowie handwerklicher Fehler, etwa bei dem Einreise-Stop). Stark angeschossen ist auch Trumps Beraterin Conway wegen ihrer Werbung für die Kollektion der Ivanka Trump Produktlinie auf Fox News. Je schwächer die Trump-Regierung, je grösser die Störfeuer, umso mehr ist der Trump-Trade gefährdet, könnte man als Faustregel formulieren.

Heute wird sich Trump neben einem Treffen mit dem israelischen Ministerpräsidenten Netanjahu mit CEOs großer US-Einzelhandelsunternehmen treffen (Target etc.), und man darf gespant sein, ob Trump auch ihnen – wie den CEOs der US-Fluglinien kürzlich – Versprechungen machen wird. Die US-Einzelhandelsunternehmen jedenfalls sehen mögliche Importzölle sehr skeptisch und werden versuchen, Trump davon abzubringen mit dem Argument, dass dadurch die Preise für amerikanische Konsumenten steigen würden. Der Fokus wird sich also heute vor allem auf de Aktien dieser Firmen richten.

Und die Märkte werden politischer, das zeichnet sich mehr und mehr ab..

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Markus Koch LIVE vor dem Handelsstart in New York – Corona belastet die Aktienmärkte

Redaktion

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Markus Koch meldet sich im folgenden Video LIVE vor dem Handelsstart in New York. Die Verschärfung der Coronakrise belastet heute die Aktienmärkte.

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Volkswagen meldet 10 Milliarden Euro Gewinn – dazu noch ein interessanter Vergleich

Claudio Kummerfeld

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Volkswagen Logo

Volkswagen hat vor wenigen Minuten per Ad Hoc-Meldung vorab Daten für das Gesamtjahr 2020 veröffentlicht. Trotz der beispiellosen andauernden Covid 19-Herausforderungen habe Volkswagen im 2. Halbjahr 2020 seine Robustheit bewiesen. Die Auslieferungen an Kunden des Volkswagen-Konzerns erholten sich im 4. Quartal weiter stark, überstiegen sogar die Auslieferungen des 3. Quartals 2020. Die Umsatzerlöse stiegen entsprechend ebenfalls erheblich. Auch der ausgewiesene Netto-Cash-flow im Automobilgeschäft entwickelte sich sehr positiv, so das Unternehmen in seiner Mitteilung.

Basierend auf vorläufigen Zahlen erwartet man für das Geschäftsjahr 2020 ein operatives Ergebnis vor Sondereinflüssen (Dieselthematik) von rund 10 Milliarden Euro, dazu einen ausgewiesenen Netto-Cash-flow im Automobilgeschäft von rund 6 Milliarden Euro. Die gesamten finanziellen Kennzahlen für das Geschäftsjahr 2020 sowie der Ausblick wird Februar veröffentlicht. Die Volkswagen-Aktie reagiert positiv mit einem Kurssprung von 158,60 Euro heute Vormittag auf aktuell 169,28 Euro.

Interessant zum Thema Autohersteller ist folgende Grafik. Sie zeigt den gigantischen Börsenwert von Tesla (links) in Relation zu den anderen großen Autobauern, die natürlich weitaus größere Mengen produzieren. Tesla hat derzeit mehr Börsenwert als die folgenden acht größten Autobauer zusammen. Sind das noch gesunde Dimensionen bei Tesla? Da muss Elon Musk noch ganz schön viele Autos verkaufen, um mit realen Umsätzen zur Börsenbewertung aufzuschließen.

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Immer mehr zusätzliche Luft für die Aktienblase, Branchenrotation dank Biden

Claudio Kummerfeld

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Derzeit gibt es immer mehr zusätzliche Luft zum weiteren Aufblähen der globalen Aktienblase, so ein Experte im folgenden Gespräch mit Manuel Koch. Notenbanken und Stimulus-Maßnahmen würden die Blase weiter befeuern. Dabei würden sich die Börsenbewertungen immer mehr von der realwirtschaftlichen Wirklichkeit entfernen. Deswegen sollten die Anleger Bestände gegen Verluste absichern. Auch interessant sind die Aussagen über eine Branchenrotation bei US-Aktien. Dank des neuen US-Präsidenten Joe Biden würden Branchen wie Pharma und alternative Energien profitieren, dafür könnte zum Beispiel die Ölindustrie verlieren.

Im Video auch besprochen werden zwei Handelsideen der trading house-Börsenakademie. Bei Netflix könne man market kaufen, und bei Microsoft könne man über das Vehikel einer Stop-Buy-Order auf steigende Kurse setzen.

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