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Aktien

Adidas, Deutsche Bank, VW, e.on, RWE: Da ist gerade einiges los in Dax-Aktien

Redaktion

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FMW-Redaktion

Die Deutsche Bank präsentiert morgen früh ihre Zahlen für das 1. Quartal 2016 – ein bei vielen Zockern mit Spannung erwarteter Moment. Neue Horror-News oder ein erkennbarer Turnaround? Jürgen Fitschen wird in einem aktuellen Interview mit der BILD zitiert „wir haben schon viel geschafft“ als Antwort auf eine Frage nach den ganzen Rechtsstreitigkeiten der Bank. Was soll er auch anderes sagen, aber sein Tenor lautet „alles wird gut“.

Währenddessen prügelt der ansonsten so verschwiegene Aufsichtsrat der Bank öffentlich aufeinander ein. In der „Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung“ griff der stellvertretende Aufsichtsratsvorsitzende Alfred Herling den Chefaufklärer für interne Skandale Georg Thoma scharf an. Der „überziehe“, in dem er immer neue Untersuchungen fordere. Da kann man sich doch allen Ernstes fragen, ob die Damen und Herren in den oberen Etagen „unserer führenden Bank“ überhaupt irgendetwas gelernt haben aus ihren Skandalen der letzten Jahre? Thoma leitet als Aufklärer den sogenannten „Integritätsausschuss“ bei der Bank – also ist es doch seine Aufgabe zu untersuchen und zu prüfen. Man wirft ja auch keinem Busfahrer vor, dass er Bus fährt, oder?

Dieser Streit liegt als dunkler Schatten über der Bank, aber Zocker können sich in den nächsten zwei Stunden noch mit Aktientrades oder Derivaten positionieren für die morgigen Zahlen – Long oder Short, Debakel oder Aufbruchstimmung durch die morgigen Q-Zahlen? In den letzten zwei Wochen ist die Aktie jedenfalls mit +20% schon gut gelaufen.

Volkswagen

Volkswagen darf sich mal wieder größter Autobauer der Welt nennen. Eigentlich hatte man ja zuletzt durchaus mit der Abgasaffäre und hieraus resultierenden Absatzproblemen zu kämpfen. Aber gute Geschäfte in China helfen diese Delle auszubügeln – auf der anderen Seite schwächelt der Konkurrent um die Spitze Toyota mal wieder – nach 2015 sorgt erneut ein Produktionsausfall dafür, dass die Japaner weniger absetzen können, und VW überholt mal wieder.

Volkswagen hat im 1. Quartal insg. 2,51 Millionen Autos verkauft, Toyota 2,46 Millionen. Das sind eher symbolische Machtspielchen, wer denn gerade die globale Nummer 1 ist. Interessanter sind aber die Umsätze und Gewinne in Euro. Und da konnte VW zuletzt die Bedenken nicht richtig ausräumen, wann wie viel Kosten genau noch durch Klagen in den USA entstehen können. Aber für den Moment freuen sich die Börsianer ein klein wenig über VW´s optischen Platz an der Sonne – die Aktie steigt heute um 3,50 auf 128,50 Euro. Die Probleme bei VW bleiben aber – was kommt noch aus den USA, welche Kosten, welche Klagen? Die Unsicherheit ist nicht ausgeräumt.

e.on & RWE

Wie wir vorhin schon berichteten, können sich e.on, RWE und Co für läppische 23 Milliarden Euro aus ihren kompletten Verpflichtungen für die Atommüll-Endlagerung freikaufen. Eine Lachnummer, über die man wirklich lachen könnte, wenn der Steuerzahler nicht einspringen müsste, nachdem die 23 Milliarden aufgebraucht sind. Darf man spekulieren, ob in den nächsten Jahren einige warme und gut gepolsterte Bürosessel in der Energiewirtschaft von jetzt noch amtierenden Politikern der großen Koalition besetzt werden? Die Aktien von e.on und RWE steigen jedenfalls kräftig – gut nachvollziehbar bei so guten Nachrichten. RWE steigt seit der Nachricht um 12 Uhr von 12,30 auf 13,28 Euro – e.on von 9 auf 9,40 Euro.

Adidas

Adidas lässt die Börisanerseele heute jubeln. Die Aktie klettert auf ein Rekordhoch (was für ein Chart), Umsatz + Gewinn mit kräftigem Plus, die Analysten staunen. Die Frage, die immer wieder gestellt wurde, kann Stand heute mit JA beantwortet werden – ja, man hat den Kampf mit Nike aufgenommen und hat Erfolg! Selbst in diesem Langfristchart seit 2003 ist der heutige Anstieg von 107 auf 117 Euro gut erkennbar. Die Bücher seien voll, und die bevorstehenden Großereignisse im Sport geht man mit voller Kraft an, so Adidas. Durchweg positiv – Zitat Adidas von heute:

„Der Konzernumsatz stieg währungsbereinigt um 22% bzw. in Euro um 17% auf 4,8 Mrd. €. Aufgrund einer höheren Bruttomarge sowie einer Verbesserung der betrieblichen Aufwendungen im Verhältnis zum Umsatz erhöhte sich das Betriebsergebnis des Konzerns im ersten Quartal 2016 um 35% auf 490 Mio. € (2015: 363 Mio. € ohne Wertminderung der Geschäfts- oder Firmenwerte). Infolgedessen stieg der Gewinn aus den fortgeführten Geschäftsbereichen um 38% auf 350 Mio. € (2015: 255 Mio. € ohne Wertminderung der Geschäfts- oder Firmenwerte). Das unverwässerte Ergebnis je Aktie aus den fortgeführten und aufgegebenen Geschäftsbereichen belief sich im ersten Quartal auf 1,75 €. Dies entspricht einer Steigerung um 50% gegenüber dem Vorjahreswert (2015: 1,17 € ohne Wertminderung der Geschäfts- oder Firmenwerte). Angesichts der starken Markendynamik, die sich in den besser als erwarteten Ergebnissen für das erste Quartal widerspiegelt, erhöht der Konzern seine Prognose für das Geschäftsjahr 2016. Das Management erwartet nun im Geschäftsjahr 2016 einen währungsbereinigten Umsatzanstieg um etwa 15% (bisherige Prognose: Anstieg zwischen 10% und 12%). Darüber hinaus rechnet der Konzern auch im weiteren Jahresverlauf mit operativen Effizienzsteigerungen. Infolgedessen geht der Konzern nun davon aus, dass der Gewinn aus den fortgeführten Geschäftsbereichen im Geschäftsjahr 2016 schneller wachsen wird als der Umsatz und zwischen 15% und 18% steigen wird (bisherige Prognose: Anstieg zwischen 10% und 12%). Weitere Einzelheiten zu dem verbesserten Ausblick werden mit der Veröffentlichung der Quartalsergebnisse am 4. Mai bekannt gegeben.“

Adidas

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Aktien

Indiz für die jüngste Zocker-Orgie in US-Aktien und Bitcoin – man schaue auf die Such-Trends

Claudio Kummerfeld

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Bunte Kurstafel

Markus Fugmann hatte die letzten Tage darüber berichtet, so auch heute früh (siehe hier). Vor allem über einen gigantischen großen Zocker-Blog auf Reddit (siehe hier) formiert sich quasi täglich neu eine gigantische Crowd aus gierigen Jung-Zockern, um sich auf einzelne US-Aktien zu stürzen. Besonders interessant waren die letzten Tage kräftige Kursanstiege Aktien wie „Gamestop“, bei denen es hohe Short-Volumina gab. Profi-Spekulanten wie Hedgefonds hatten große Wetten auf fallende Kurse aufgebaut. Steigt der Aktienkurs nun aber kräftig, kann der Verlust dieser Profis ins Unendliche steigen.

Und die Banken und Broker, die solchen Hedgefonds oft Kredite für ihre Spekulationen gewähren, könnten kalte Füße kriegen und mehr Sicherheiten verlangen – oder die Short-Positionen zwangsweise schließen, wodurch der Aufwärtssog der Aktien noch mehr verstärkt wird. Auf genau diese Bewegung hofften die Zocker wohl bei Gamestop und anderen Aktien. Man schaue in der folgenden Grafik, wie die Beliebtheit für den Google-Suchbegriff „Short Squeeze“ in den USA in den letzten fünf Jahren aussah. Erst in den letzten Tagen explodierte die Beliebtheit dieses Suchbegriffs extrem. Mit Short Squeeze bezeichnen Börsianer einen stark steigenden Aktienkurs, der durch das Schließen von Short-Positionen verursacht wird. Der Wert 100 in der Grafik steht für die höchste Beliebtheit des jeweiligen Suchbegriffs.

Im folgenden Chart sehen wie in den Google Trends für die letzten fünf Jahre die weltweite Beliebtheit des Suchbegriffs „Bitcoin“. Man sieht, dass bei der ersten großen Hausse Ende 2017 die maximale Beliebtheit von 100 Punkten erreicht wurde, und Anfang diesen Jahres nur ein Wert von 69 – jetzt nur noch 42 Punkte. Die Gier der Internet-Gemeinde nach dem Thema war damals also wohl noch größer als heute. Offenbar scheint sich ganz aktuell die „Meute“ auf die kleinen US-Aktien zu stürzen – weil die wohl von einer Meute Klein-Zocker leichter kräftig im Kurs zu bewegen sind?

Chart zeigt Beliebtheit der Suche nach Bitcoin

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Aktien

Markus Koch LIVE vor dem Handelsstart in New York – Robuste Ergebnisse auf breiter Front

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Markus Koch meldet sich im folgenden Video LIVE vor dem Handelsstart in New York. Die gemeldeten und heute Abend anstehenden Quartalszahlen sind heute ein wichtiges Thema.

Hier klicken, um den Inhalt von YouTube anzuzeigen

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SAP in der Krise: Ist das eine Chance für uns? – Werbung

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Lieber Börsianer,

das war ganz harte Kost, die der europäische Software-Riese SAP am 26. Oktober für seine Aktionäre hatte. Die Cloud-Sparte blieb überraschend deutlich hinter den Erwartungen zurück. Einzelne Anwendungen wie die Software Concur (Verwaltung und Organisation von Geschäftsreisen) floppten völlig. Und noch mehr: Die Walldorfer kassierten auch gleich die Gewinnschätzungen für die nächsten Jahre, wie wir aus dem Quartalsbericht entnehmen mussten.

So kam es wie es kommen musste. Die Aktie des DAX-Schwergewichts kollabierte an jenem Tag binnen weniger Sekunden und verlor 20 % ihres ursprünglichen Marktwertes. Per saldo sank die SAP-Aktie von über 140 Euro unter 100 Euro ab. Milliarden Euro waren plötzlich durch den Schornstein.

Ungefähr im gleichen Zeitraum meldete die US-Konkurrenz bestes Zahlenwerk. Oracle und Salesforce nutzten die Dollarschwäche des vergangenen Jahres und griffen den deutschen Software-Riesen in seinem europäischen Heimatmarkt an. Die Analysten hängten wie üblich ihr Mäntelchen in den Wind und urteilten vernichtend über das Software-Unternehmen. Der Tenor: Eine Wachstumsgeschichte geht zu Ende. SAP bringt es nicht mehr.

In der Tat befindet sich die Walldorfer Software-Schmiede in einer veritablen Krise. So wird der Umsatz 2021 kaum noch wachsen, der Gewinn wird großer Wahrscheinlichkeit sogar rückläufig sein.

Das sind die Stärken der SAP

Aber gemach! SAP ist unverändert ein großartiges Unternehmen, dessen Software-Anwendungen weltweit in rund 25 Branchen genutzt werden. Bei Großunternehmen sind die Deutschen immer noch das Maß aller Dinge. 9 von 10 Playern nutzen mindestens eine kleine SAP-Anwendung. Die Kundenkartei der Walldorfer liest sich imposant. Dort finden Sie typische Traditionsunternehmen wie Chevron, Ford oder AT&T. Aber auch die…..

Wollen Sie meine komplette Analyse lesen?

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