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Während Tesla glaubt über allem zu schweben: Volvo stellt ab 2019 komplett auf E-Autos um

Aus sämtlichen Kommentaren von Tesla-Chef Elon Musk kann man es stets heraus hören. Man ist der erste Anbieter vollwertiger Elektroautos. Man ist auch noch der beste Anbieter, uneinholbar, einfach phantastisch, da gibt es gar…

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FMW-Redaktion

Aus sämtlichen Kommentaren von Tesla-Chef Elon Musk kann man es stets heraus hören. Man ist der erste Anbieter vollwertiger Elektroautos. Man ist auch noch der beste Anbieter, uneinholbar, einfach phantastisch, da gibt es gar keinen Zweifel. So lautet die kurz zusammengefasste Selbstdarstellung von Elon Musk, was sich sensationell auch im Börsenwert von Tesla (57 Milliarden Dollar) wiederspiegelt. Und diese Summe spiegelt letztlich nur die Hoffnung wieder, dass das neue Modell, das just in diesen Tagen in die Produktion geht, der Kassenschlager wird.

Wir hatten es schon mehrmals angesprochen. Was ist eigentlich mit der alt eingesessenen Konkurrenz? BMW prescht mit großem Druck voran, und bei Volkswagen dürfte sich auch etwas tun. Und dann kommt heute Volvo mit einer eindeutigen Message, wohl vor allem in Richtung der Tesla-Kundschaft. Ab 2019 wird man neue Modelle nicht mehr mit Verbrennungsmotoren ausstatten, sondern nur noch mit Elektromotoren.

Verbrennungsmotoren werden nach 2019 nur noch in bereits bestehende Modelle eingebaut. Also ist Volvo de facto ab 2019 ein reiner Anbieter von Elektroautos wie Tesla auch. Denn die altem Modellreihen laufen irgendwann aus, oder werden von der Stammkundschaft nach und nach weniger nachgefragt. Auch verkündet man heute, dass man zwischen 2019 und 2021 fünf neue E-Auto-Modelle präsentieren werde.

Diese neuen Autos werden laut Volvo die gesamte Produktbreite abdecken. Geht man volles Risiko? Anscheinend nicht. Denn Volvo-Chef Håkan Samuelsson sagt dazu, dass die Kundennachfrage nach Elektroautos stark zunehme. Man wolle diese Nachfrage befriedigen. Es gehe um den Kunden! Bei dieser Verkündung gehe es um einen der bedeutungsvollsten Schritte unter den Autoherstellern überhaupt.

Unsere Meinung: Ein gewagter Schritt, aber wohl der Richtige. Elon Musk konnte sich jahrelang als (vermeintlicher) Sonnenkönig der Autoindustrie darstellen, solange er träumen, aber keine harten Fakten abliefern musste. Nun müssen Tesla-Autos bald gegen Volvo und BMW-Modelle antreten. Und das ist erst der Anfang. Ob Tesla in fünf Jahren immer noch 57 Milliarden Dollar wert sein wird?

6 Kommentare

6 Comments

  1. Avatar

    Horst

    5. Juli 2017 13:09 at 13:09

    Bitte mal genauer recherchieren. Ab 2019 sollen neue Modelle entweder einen E- oder einen Hybridantrieb haben. Also kein reiner Anbieter von Elektroautos…

  2. Avatar

    Thomas

    5. Juli 2017 13:32 at 13:32

    Ich muss hier ebenfalls widersprechen:
    Volvo (inzwischen zu Geely gehörend, chinesisch) hat verkündet ab 2019 bei _neuen_ Modellen keinen reinen Verbrenner mehr zu produzieren. Daher nur noch PHEV (und/)oder BEV!

  3. Avatar

    Marko

    5. Juli 2017 18:02 at 18:02

    Das ist leider falsch, man will auf Elektro UND Hybridfahrzeuge umsteigen. Was sind Hybridfahrzeuge Benziner (Verbrennungsmotoren) in Kombination mit Elektromotoren.

    Alles andere wäre wirtschaftlich gesehen Wahnsinn ? Warum ? Weil die Infrastruktur für “Tesla – Autos” (also Vollhybride) nicht da ist.
    Sind Elektro-Autos sauber ?
    Kommt darauf an welchen Kohle-,Atom-,Wasserkraftstrom Sie “tanken” ? :D

    Wenn München z.B. sagt alle Diesel nicht mehr nach München, was ist dann mit den Diesel Locks, die teilweise dort hereinfahren, alle LKWS fliegen doch dann auch raus ? Was sagt Hamburg, keine Diesel-Schiffe mehr rein ? Nur noch Segelboote oder LNG-Schiffe sind willkommen ?

    Alle LKWS sind dann “saubere” Benziner ? Mit einem Benzinerverbrauch , der jenseits von Gut und Böse ist ? Oder ein LKW-Vollhybrid ???? :D Alle 200 km an die Elektrotanke ???
    Was ist mit den sogenannten Direkteinspritzer- Benzinern, alles gut, die haben keine Probleme ?

    Wieso fallen die Gebrauchtwagenpreise für die “Diesel-Stinker” nicht ?

  4. Avatar

    Marko

    5. Juli 2017 18:23 at 18:23

    Tesla schön und gut, ein Beispiel :

    Ich wohne in Finnland, – 30 Grad, schmeiss mal meinen kleinen Tesla Elektroflitzer an.

    Reichweite laut Bordcomputer ca. 400 km, Batterien sind voll (nur als Beispiel), ja aber wenn da draußen – 30 Grad sind, da muss der lieber kleine Elektromotor für Wärme im Innenraum sorgen, “Abwärme” wie bei ineffizienten Benziner bzw Dieselmotoren gibt’s dann gar nicht mehr ?

    Da fällt die theoretische Reichweite ganz locker auf 200 km ? Die Reichweite , ja das ist ein Problem, nebst der nicht vorhandenen Infrastruktur für Vollhybride, bzw Elektroautos… Die Beschleunigung bei so einem Tesla mag toll sein, aber : wie kann ich mit so einem Auto 1000 – 1500 km fahren an einem Tag ? Dürfte schwierig werden ?

  5. Avatar

    Marko

    5. Juli 2017 18:42 at 18:42

    Aber die Grundausrichtung stimmt, aus Sicht der Autohersteller kann man (derzeit) nur auf ein Hybrid-Fahrzeug setzten also Benziner oder Diesel in Kombination mit einem Elektroantrieb.
    Die Autohersteller müssen ihren CO2 – Flottenverbrauch senken, um gewisse EU-Vorschriften einzuhalten.
    Fakt ist und bleibt : Der Diesel ist wesentlich effizienter als ein Otto-Motor, gerade im Schwerlastverkehr.
    Die LKW-Freunde werden beim Diesel bleiben (müssen), alles andere wäre, wirtschaftlich gesehen, ein Wahnsinn für die Speditionen.

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das zweite Quartal 2020 wird als eines der paradoxesten in die Wirtschaftsgeschichte eingehen. Obwohl nahezu alle Unternehmen rote Zahlen schreiben, stiegen die Kurse an den Börsen nach der März-Korrektur beinahe unaufhaltsam nach oben. Da ist es doch um so erfreulicher, wenn man Aktien im Depot hat, bei denen die Kursentwicklung tatsächlich auf einer erfolgreichen wirtschaftlichen Entwicklung basiert.

Fakt ist: die Tech-Branche ist der größte Profiteur der Corona-Pandemie. Im Vergleich zu nahezu allen anderen Branchen wurden die Geschäftsmodelle von Digitalkonzernen nicht von Corona beeinträchtigt. Vielmehr befeuerte die Pandemie das Geschäft. Die Stichworte sind: Online-Shopping, Streaming, Homeoffice. In einer Zeit, in der viele andere Dinge nicht möglich sind, schlägt die Stunde der Digitalanbieter.

Trotzdem befinden wir uns inmitten der größten Wirtschaftskrise der Nachkriegszeit. Weltweit sind viele Menschen zur Sparsamkeit gezwungen. Natürlich wird nun niemand wegen Corona sein Netflix-Abo kündigen. Aber große Ausgaben, die nicht zwingen notwendig sind, werden in Zeiten von Corona überlegter und häufig auch später getätigt.

Vor diesem Hintergrund finde ich die Quartalszahlen von Apple einfach nur beeindruckend. Das Unternehmen macht 78% seines Umsatzes mit dem Verkauf von hochpreisiger Hardware. Anscheinend trifft die Annahme der Corona-bedingten-Sparsamkeit nicht auf die Kunden des Unternehmens zu.

Obwohl der gesamte Smartphone-Markt im zweiten Quartal um 16% eingebrochen ist, konnte Apple den iPhone-Absatz um 11% steigern. Hierbei half vor allem die extrem günstige Neuauflage des iPhone SE. Kurz vor Corona präsentierte Apple dieses…..

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